Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

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T2Bulli
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Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von T2Bulli » 10.01.2013 17:18

Hallo,

mit diesem Thema möchte ich euch meine erste Restauration zeigen. Ich versuche aktuell eine '78er T2b Doka zu restaurieren. Ich werde versuchen, euch Schritt für Schritt auf dem Laufenden zu halten und freue mich über konstruktive Kritik, Verbesserungsvorschläge und sonstige Hinweise. Da es mein erstes Mal ist, muss und kann ich noch viel dazu lernen.

Das Ziel ist, die Doka wieder möglichst original als Feuerwehr-Mehrzweckfahrzeug herzustellen. Es gibt viel zu tun, also los! :D

Was bisher geschah...

Am 12.09.11 hat die Doka den Weg in meine notdürftige Garage gefunden (mehr dazu hier). Außer der Bestandsaufnahme passierte bis zum Jahreswechsel nichts weiter, da mein Beruf viel Zeit verlangte und die Garage sich nur zum Unterstellen geeignet hat.
P1160760_20110913.JPG
Endlich angekommen
P1160783_20110913.JPG
Gut konserviert durch viel Staub...
Der Zustand kurz zusammengefasst: Die Doka ist bis auf die Plane und Spriegel und das Blaulicht komplett. Die unteren 20 cm und die vorderen Kniestücke sind stark verrostet und müssen ersetzt werden. Die Innenausstattung zeigt sich in einem recht guten Zustand und kann wahrscheinlich so weiterverwendet werden (bis auf den den Fahrersitz, der sollte neu gepolstert werden). Da zu dem Motor nichts weiter bekannt ist, er natürlich die typischen Ölflecken aufweist, werde ich ihn später überholen. Dabei steht jetzt aber noch nicht fest, in welchem Umfang. Er lief auf jeden Fall noch vor ein paar Tagen (jedoch nicht bei mir).
P1160773_20110913.JPG
Der originale Motor mit unbekannter Laufleistung
Die M-Plakette ergab das gleiche, was meine Augen schon sehen konnten: Die Doka wurde mit einer sehr sparsamen Minimalausstattung bestellt. Das macht sie jedoch umso interessanter als Zeuge der damaligen Zeit. :gut:

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Modelljahr: 1978
Produktionsdatum: Freitag, 07. April 1978
Motor: Type 1 (AS) - 1584cc, 37 kW (50 PS)

Mehrausstattungen:
050    Dual-circuit control light (only with M511) 
050    Dual-circuit and hand brake control light
065    Inscriptions for axle load and max weight
160    Revolving warning light and high volume horn
549    Three-point safety belt and lap belt, front
Im Februar 2012 kam dann der große Tag: Ich habe nach vielen Jahren warten eine neue Werkstatt bekommen und habe die Doka gleich in das neue Zuhause überführt. Jetzt kann es also losgehen...
P1200990_20120215.JPG
Die neue Bleibe für die nächsten Jahre
Fortsetzung folgt...
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von Rüdiger*289 » 10.01.2013 21:50

Da ja ab dem Heckfenster vieles mit einer Pritsche gleich ist, kannst Du mich, wenn Du möchest, mich jederzeit fragen.
Viele Grüße von Rüdiger*289
Pritsche von 1979 in 2. Hand. Guckst Du: http://forum.bulli.org/viewtopic.php?f=16&t=7165

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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von mr_639 » 11.01.2013 01:07

Hey Basti,

Viel Spaß und Erfolg bei der Resto der Doka!
Leider hast du auch das Problem mit den radläufen hinten, leider gibts ja hier noch keinen Ersatz, mal schaun was damin nächster Zeit nachgebaut wird!

Grüße von der anderen Doka Baustelle
Matze
1969 er 7-Sitzer T2a

Montanarot
Bild

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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von T2Bulli » 11.01.2013 09:15

Hallo Rüdiger und Matze!

@ Rüdiger: Vielen Dank für die angebotene Hilfe. Ich werde darauf zurückkommen, ganz bestimmt.
@ Matze: Wir sollten in Kontakt bleiben und uns gegenseitig Tipps und Erfahrungen austauschen. Ich wünsche dir gutes Gelingen bei deinem Projekt.

Gruß, Basti
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von T2Bulli » 11.01.2013 09:28

Juni 2012

Jetzt sind schon einige Monate vergangen, ohne das viel passiert ist. Die Werkstatt musste zum Arbeiten hergerichtet werden, Regale gebaut werden und auch sonst hatte ich viel zu tun (z. B. Reisen mit dem T2b Kasten :D ). Aber das kennen die meisten von euch selbst...

Jetzt geht es aber mit der Doka weiter (bzw. los): Ich habe den Motor und die Ladebordwände ausgebaut. Der Motor wird erst Mal zur Seite gestellt. Den nehme ich mir vor, wenn die Doka beim Lackierer ist. Aber das ist noch Zukunftsmusik...
P1220185_20120601.JPG
Motorausbau...sehr komfortabel, dafür jedoch ohne Helfer
Die Ladebordwände (Bracken) hatten auf der Innenseite ein verzinktes Blech zum Schutz aufgenietet. Das Prinzip scheint auch ganz gut funktioniert zu haben. Die Bordwände sind nicht verbeult, aber der untere Rahmen ist trotzdem durchgefault. :tear:
P1220201_20120607.JPG
"Bracken" mit Schutzblechen
P1220205_20120607.JPG
Zustand im Detail...
Frage: Hat schon jemand den unteren Rahmen der Ladebordwände instandgesetzt? Gibt es dazu Erfahrungswerte oder spezielle Hinweise?

Gruß, Basti
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von T2Bulli » 11.01.2013 09:39

Juli und August 2012

Das systematische Zerlegen der Doka geht weiter. Es werden alle Anbauteile wie Türen, Sitze, Scheiben, Armaturenbrett, Dachhimmel, Lampen usw. ausgebaut, teilweise beschriftet und zur Seite gelegt. Ich versuche möglichst alles in Bildern fest zu halten, damit ich das Puzzle in 2 Jahren auch wieder zusammen bekomme. :?
P1230398_20120703.JPG
Auch die Sitzbank muss raus
P1230793_20120813.JPG
Es muss alles ab!
P1230801_20120813.JPG
Boden...rost
Fortsetzung folgt...
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von Rüdiger*289 » 11.01.2013 10:00

Hallo Basti. lass mir mal Deine Email Adresse zukommen. Wegen der Bracken. Ich habe sie alle 3 geschweißt
Viele Grüße von Rüdiger*289
Pritsche von 1979 in 2. Hand. Guckst Du: http://forum.bulli.org/viewtopic.php?f=16&t=7165

Franz-Josef
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von Franz-Josef » 11.01.2013 11:06

Hallo Basti,
ich wünsche gutes Gelingen und viel Freude.
Viele Grüsse Franz-Josef

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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von halbhirn » 11.01.2013 11:36

Hallo,

das Problem mit den Radläufen hab ich so gelöst..... 8)
Stehe für Fragen gerne zur Verfügung. :thumb:

C:\Users\DGUSER\Desktop\bus\CIMG1673.JPG

C:\Users\DGUSER\Desktop\bus\CIMG1674.JPG

C:\Users\DGUSER\Desktop\bus\CIMG1679.JPG
Dateianhänge
CIMG1679.JPG
CIMG1674.JPG
CIMG1673.JPG
Grüße,

Axel

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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von Knusperbus 2.0 » 11.01.2013 14:12

Geiles Projekt!! Ne Pritsche ist meiner Meinung nach zwar das schönere Auto aber so ne Doka sieht man auch nicht alle Tage. :gut:

Wünsche dir viel Spaß (und viel Kraft).
Grüßle Michi

Mein kleiner Blog: http://touristdelivery.blogspot.com "Wer matt lackiert, der nie poliert"

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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von Der_Schweizer » 11.01.2013 15:47

Die Einrichtung der Werkstatt will ja auch gut Vorbereitet sein. Coole Werkstatt und ein tolles Projekt :gut: . Viel Erfolg.
so long
Olli

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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von T2Bulli » 11.01.2013 17:40

Vielen Dank für eure Antworten und den Zuspruch. :D

@ halbhirn: So habe ich das mit den Radläufen auch vor. Vielen Dank für die Bilder. Problem bei mir ist allerdings, dass die Radkästen wohl auch getauscht werden müssen. Lochfraß...

Oktober 2012

Das Zerlegen geht natürlich noch weiter. Nach vielem Überlegen habe ich mich entschlossen, die Doka noch dieses Jahr zum Sandstrahlen zu bringen. Einen Fachmann vor Ort habe ich gefunden. Die Tatsache, dass er seine Dienstleistung wahrscheinlich nicht mehr lange anbieten und das Gespräch mit dem Sandstrahler haben meine Entscheidung natürlich mit beeinflusst. Also anpacken und die Karosserie vorbereiten.
P1240546_20121026.JPG
Der (leere) Tank muss auch raus
P1240576_20121027.JPG
Wer wohnt denn hier???
Bis auf das Mäusenest und Glasscherben in den Frischluftrohren habe ich keine interessanten Funde gemacht. Das ist aber okay für mich. :wink:

Der Fahrersitz und ein paar versaute Schrauben der Antriebswellen forderten einigen Einsatz. Der Fahrersitz saß so verdammt fest, dass wir zu zweit bestimmt eine Stunde zum lösen gebraucht haben. Ich hatte es vorher schon mehrmals (vergeblich) versucht und die Schienen mit viel WD40 behandelt. Das Getriebe habe ich auch noch alleine ausgebaut und die weniger willigen Schrauben der Antriebswellen wurden mit der Flex überredet.

Dann war es endlich soweit und die Doka konnte zum Sandstrahler gebracht werden:
P1240613_20121029.JPG
Bald wird er strahlen...
P1240617_20121029.JPG
Los geht's!
P1240619_20121029.JPG
Fertig.
Andreas vom Strahlwerk 170 in Greifswald hat sehr professionelle Arbeit geleistet. Ich kann ihn an dieser Stelle empfehlen. Er hat sogar die Front gestrahlt (er musste mich jedoch überreden) und es ist nicht eine Delle zu sehen. :gut: Der reibungslose Ablauf und die sehr angenehme Kommunikation machte mich zu einem sehr glücklichen Kunden.

Das Wichtigste jedoch: Es traten keine bösen Überaschungen zu Tage. Im Prinzip waren alle Problemzonen vorher zu sehen. Einige sehen jetzt etwas extremer/größer aus, aber dafür weiß man dann auch, wo wieder gesundes Blech anfängt. Zwei gespachtelte Beulen traten noch zu Tage, aber das lässt sich hoffentlich noch etwas richten.
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von T2Bulli » 11.01.2013 17:54

Ihr wollt sicherlich noch ein paar Bilder sehen. Okay, bitte sehr:
P1240624_20121029.JPG
Saubere Front nach der Behandlung
P1240627_20121029.JPG
Schweller? Gibt es hier nicht!
Und wie es sich gehört, habe ich beim Reinigen der Karosserie nach dem Strahlen selbst Hand angelegt.
P1240632_20121029.JPG
Selbst ist der Mann!
Nach dem der Regen sich (mir) eine Pause gegönnt hat, ging es direkt zur Lackiererei meines Vertrauens.
P1240639_20121030.JPG
Wie neu...
Mit etwas Füller auf das nackte Blech sieht doch alles gar nicht mehr so schlimm aus. :mrgreen: Eigentlich sieht die Doka doch schon fast wie neu aus.
P1240659_20121030.JPG
Heckabschlussblech...war hier mal...
Die ganze Aktion mit dem Sandstrahlen und dem Grundieren/Füllern hat reibungslos funktioniert und mich richtig motiviert. Die Doka ist dadurch zwar noch nicht besser geworden, aus meiner Sicht ist aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung vollbracht. :gut:

Viele Grüße, Basti

Fortsetzung folgt...
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von Feinbein » 11.01.2013 19:32

Hallo Basti,

das sieht mal richtig gut aus :respekt:
Ich beneide dich nicht um die Arbeit, die noch auf dich zukommt, aber auf so einen sandgestrahlten Bus kann man richtig gut aufbauen :dafür:

Wünsche weiterhin gutes Gelingen :thumb:

Gruß Stephan

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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von ulme*326 » 13.01.2013 12:01

Hallo Basti,
da hast Du aber ganz schön hingelangt - die letzten Wochen :respekt: - was genau für ne Grundierung hast Du da auftragen lassen?
Die Achse/Achshälften kommen sicher nachträglich noch raus zum Saubermachen........ :surprised:
Gruesse von der Oberschwaebischen Barockstrasse
ulme*326


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