Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

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Norbert*848b
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Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von Norbert*848b » 15.02.2014 01:47

Hallo zusammen,
nun möchte ich mich gern auch einmal hier in diesem Forum offiziell vorstellen. Einige Beiträge hab ich zwar schon verfasst, aber meiner Schreibschwäche ist es zu verdanken, dass ich die Vorstellung bislang soweit hinaus geschoben habe. Man möge mir das bitte verzeihen.

Vor 32 Jahren hatte ich den Bus damals für 1700 DM gekauft als ich 29 Jahre alt war und er bereits 10 Jahre sowie ca. 150 t km auf dem Rücken hatte.
Bei der Ausstattung handelt es sich um die originale Westfalia Helsinki, Hubdach sowie Jalousiefenster habe ich gleich nach dem Kauf nachgerüstet, damit stressfreies Camping überhaupt möglich wurde.
In all den Jahren hat sich der Bus immer als treuer und zuverlässiger Begleiter auf all den vielen Touren bewährt, allerdings musste auch entsprechendes dafür getan werden. Durch den TÜV habe ich ihn auch immer ohne Beanstandungen bringen können einschließlich des Oldtimergutachtens.
Über die gesamte Zeit hat mein Bus nie eine Werkstatt von innen sehen müssen. Böse Zungen behaupteten, ich würde dem heimischen Handwerk den Verdienst vorenthalten.
Lackierung, Motorüberholung, Elektrik, Karosserie, Polsterung (Fahrer-/Beifahrersitz, Campingausstattung), Spureinstellung, Bremsen, Lenkung usw., alles selbst erledigt. Um Missverständnissen vorzubeugen darf ich erwähnen, dass bei der Motorüberholung ein Motoreninstandsetzungsbetrieb mitgewirkt hat. (KW schleifen, Pleuel neu buchsen, KW/SW auswuchten.)
Das Getriebe habe ich einmal im Block gewechselt und nur an der Schaltwelle und am Triebling jeweils die Simmerringe gewechselt. Dieses Aggregat habe ich als letztes noch nicht von innen gesehen, vielleicht ergibt sich noch einmal die Möglichkeit um dann auch diesen „weißen Fleck“ verschwinden zu lassen.
Beruflich bin ich nicht vom Fach. Ich hoffe, niemandes Weltbild durcheinander zu bringen wenn ich erwähnen darf, dass ich als Beamter „Schreibtischtäter“ bei einem großen deutschen Telekommunikationsunternehmen war.

Ich freue mich weiterhin auf einen interessanten Erfahrungsaustausch.

PS.: "Originalos" können sich gern Gedanken machen, brauchen mir aber das nicht mitzuteilen da ich die gemachten Abweichungen kenne. :D

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Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Sgt. Pepper
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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von Sgt. Pepper » 15.02.2014 20:35

Moin Norbert,

schöne Vorstellung!
Wilkommen hier und schon mal einen Dank für die zahlreichen wertvollen Beiträge die du in der kurzen Zeit schon verfasst hast. :thumb:

Gruß Stephan
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B.C.
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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von B.C. » 16.02.2014 01:45

Da kann ich mich Stephan nur anschließen, tolle Beiträge von Dir! Schön das Du jetzt auch hier bist.

VG

Björn


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westfaliafan
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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von westfaliafan » 16.02.2014 21:41

Hallo Norbert,

schön, dass du deinen bunten Bus alleine instand hältst. Ich oute mich hier auch mal als "ungelernter" Beamter. Ungelernt im handwerklichen Sinn natürlich 8) . Ansonsten sehe ich durchaus Parallelen zwischen uns, außer das du mir schon ein paar Jahre voraus hast.
Auch ich hab unser Familienbestandteil im Alter von 28 Jahren erworben und mache eigentlich alles selbst. Vielleicht ein Ausgleich zum Beruf...
Mein Getriebe allerdings hab ich machen lassen (auf anraten).
Falls ich mal Zeit finde, werde ich allerdings mein zweites (ebenfalls defektes) Getriebe auseinanderbauen, mich stören solche weißen Flecken auch.
Ich wünsche dir mit deinem schönen Bus noch viele ereignisreiche Pensionärsreisen :gut: !

Grüße, Andreas
Busfahren macht Spaß
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Norbert*848b
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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von Norbert*848b » 11.04.2017 01:31

Ja liebe Leute, wie doch die Zeit so vergeht wenn man sich amüsiert. :D

Vor lauter Bulliretten bin ich ganz darüber weggekommen, mich ganz herzlich für diese nette Begrüßung zu bedanken und darf dass nun verdammt verspätet nachholen. :unbekannt:
..und ja, Selbstdarstellung ist auch nicht so mein Ding, weil ich doch eher ein stiller zurückhaltender Mensch bin. :mrgreen:

Großartiges ist zwischenzeitlich an meinem Bulli auch weiter nichts passiert, halt nur so die kleinen Überraschungen, an die man sich im Laufe der Zeit gewöhnt hat. Das Auslassventil am 3. Zylinder verlangte nach Auswechselung und die Bremsanlage war wieder einmal für eine Totalüberholung fällig. Den HBZ sowie die Bremssättel konnte ich noch einmal mittels Reparatursätze überholen, während die hinteren RBZ ausgetauscht werden mussten.
Den Campingbereich habe ich inzwischen auch neu gepolstert und mit dem zeitgenössischen karo-braun versehen (sorry, das historisch korrekte karo-blau vertragen meine Augen leider nicht :motz: ).

Y_CPn_.jpg

Die zwischenzeitlichen Urlaubstouren führten mich zur Isle of Man mit Zwischenstopp auf dem Rückweg zum Busfest Malvern, dann Irland und im letzten Jahr Norwegen.
Bei dem letzten Urlaub hatte mich dann das Radio geärgert. Ich hatte stets das Gefühl an einem Lagerfeuer zu sitzen, immer knacken und knistern im Hintergrund. Da das Radio ohnehin nur knapp zeitgenössisch war, beschloss ich, dass das rausfliegt und einem historisch konkreten zu weichen hatte. Die ruhige Winterszeit hat es dann gebracht, dass ich mir ein solches aus meiner Sammlung herrichten konnte. Allerdings hat mich die Suche nach einer passenden Blende für das gepolsterte Armaturenbrett fast verzweifeln lassen. :?

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... weiterhin auf einen interessanten Erfahrungsaustausch.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von phmuelle *682 » 11.04.2017 10:06

Hallo Norbert,

schönen Bus hast du da! Ich möchte mich auch nochmal ganz herzlich für deine tollen Beiträge bedanken. Besonders deine Beiträge bzgl. Elektrik lese ich immer gerne mit großer Aufmerksamkeit.

Aber auch deine Hilfe bzgl. meiner Frage zum Luftfilter und Vergaserbedüsung haben mir sehr geholfen - hatte ich mich noch gar nicht richtig bedankt gehabt :oops:
'71 T2a Tintop Camper

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Norbert*848b
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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von Norbert*848b » 17.05.2017 00:51

Hallo zusammen,
wie so jedes Jahr widme ich mich stets einem speziellen Thema, was so nicht im Wartungsplan steht.
In diesem Jahr ist Spritversorgung sowie Tankentlüftung / Einfüllstutzen dran. Da gottseidank gerade kein Motorausbau ansteht (knocking on wood), wo man da einmal nach dem Rechten schauen könnte (und auch sollte), habe ich mir zunächst einmal die Tankentlüftung / Einfüllstutzen vorgenommen. Da beim T2a/b die Entlüftung schon am Luftfilter endet, habe ich dort ein wenig Druck draufgegeben, um mich von der Dichtigkeit der genannten Komponenten zu überzeugen. In etwa 30 - 50 mbar reichen voll aus, der Tank soll ja schließlich auch keine dicken Backen machen. Als Hilfswerkzeug dient ein (Niederdruck-) Manometer, was sich schon lange in meinem Besitz befindet. Das wurde seinerzeit sogar im Kaufhaus (für 27,95 DM) angeboten als Benzinpumpen sowie Unterdrucktester und hat einen Bereich von +/- 800 mbar.
Um gefühlvoll Druck zu erzeugen, habe ich mich für eine einfache Fahrradluftpumpe entschieden. Ein geschlachteter Fahrradschlau spendierte Ventil sowie die passende Aufnahme dazu. Das auf einen Benzinschlauch gesteckt, mit einem T-Stück versehen, sorgten für die benötigten Anschlüsse von Manometer sowie "Testobjekt Tank".
Zuvor hatte ich natürlich sichergestellt, dass der Absperrmechanismus von der Benzinpumpe funktioniert (was ein anderes Thema wäre, was ich gern bei Bedarf gern ergänzen könnte).
Nachdem der Druck konstant über mehr als eine halbe Stunde gehalten wurde, war ich mehr als sichtlich beruhigt.

Bilder sagen mehr als 1k Worte:
Y_Test Tank.jpg
... zur Nachahmung empfohlen. :thumb:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von Norbert*848b » 19.05.2017 13:32

Moin zusammen,
bevor ich mit meinem "außerordentlichen Wartungsplan" fortsetzen möchte, darf ich noch eine Anmerkung zum Thema Tankentlüftung nachreichen.
Dass die Tankentlüftung nebst Druckaufbau gut funktionierte, hatte ich bereits feststellen können. Nun machte es mich aber auch neugierig, ob beide Entlüftungsleitungen frei sind. Gemessen hatte ich ja nur die Summe über den Anschluss "Entlüftung" am Luftfilter. Nachdem ich das T-Stück entfernt war, hatte ich dann jeweils zur rechten sowie zur linken Entlüftungsleitung meinen Aufbau angeschlossen, wobei die nicht zu testende Leitung jeweils mit einem Stopfen versehen wurde. Beim Abnehmen des Tankdeckels war jeweils ein deutliches "Zischen" zu hören, beide Entlüftungsleitungen also definitiv frei.

Als Nächstes nun der Benzinpumpentest.
Als Hilfswerkzeug hatte ich mir ein Hartholzklötzchen genommen, wo die Benzinpumpe aufgeschraubt werden kann. Mit einem Stößel und einem Schwenkhebel versehen, ist die Pumpe in Gang zu bringen und auf Funktion zu testen. So kann man sich davon überzeugen, welchen Druck sowie Unterdruck sie noch so schafft. (In meinem Fall Druckseite 0,2 bar, Unterdruckseite 0,3 bar.)
Ferner konnte ich mich auch davon überzeugen, ob der jeweilige Druck gehalten wurde was ja letztendlich ein Hinweis auf Dichtigkeit bedeutet.

Ein weiterer Test betrifft den vorgeschriebenen Absperrmechanismus (Absperrmembran). Am Pumpeneingang wird Druck aufgebaut und dieser muss sich über längere Zeit konstant halten. In meinem Fall hatte ich bei etwa 500 mbar (das würde einer Benzinsäule von mehr als 6 m entsprechen!) nach 15 min keinen Druckabfall feststellen können, also Pumpe in allen Bereichen ok.
Ergänzende Hinweise zur Förderleistung von Benzinpumpen: Wenigstens 400 cc pro min bei 4000 U/min (3800 U/min beim Typ 4 Doppelvergasermotor).
(Diesen Test habe ich mir aber erst einmal erspart und werde den nur bei Funktionsstörungen durchführen.)
Y_TBP_.jpg
Testaufbau "Pumpenprüfung, hier: Absperrmembran-Test
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von Norbert*848b » 26.07.2017 00:27

Moin zusammen,
bezüglich der letzten Sondermaßnahme im Rahmen meines "außerordentlichen Wartungsplans" habe ich mich auch des Versagers (34 PICT 3)angenommen. :D
Zum Einen überprüfe ich ohnehin turnusmäßig so etwa nach 5 Jahren die Schwimmerkammer auf Ablagerungen (von mir liebevoll Klabusterbeeren genannt, offiziell in der Petrochemie auch als "Solids" bezeichnet und bekannt) und zum Anderen hatten sich zwischenzeitlich Probleme mit nicht konstanter Leerlaufdrehzahl eingestellt. Die Abweichungen waren schon hörbar und betrugen in etwa +/- 25 U/min.
Also, Vergaser ausgebaut,Verlängerungsmuttern auf die Stehbolzen geschraubt und im Schraubstock fixiert. Danach mit Sprit über einen "Testtank" befüllt, im ersten Anlauf zunächst nur über die Ausnutzung der Schwerkraft.
Nach Abnehmen des Vergaseroberteils hatte ich dann das Kraftstoffniveau kontrolliert, das Ergebnis von 18mm war schon einmal nicht schlecht, also genau in der Mitte von dem was lt. Vergasertabelle als Wert von 17 - 19 mm angegeben ist. :D

Nun wollte ich es aber noch genau wissen was unter realen Druckverhältnissen mit Benzinpumpe passiert. Vergaseroberteil wieder aufgeschraubt und um den Benzinpumpendruck von etwa max. 0,3 bar nachzuempfinden, den "Testtank" dann mit diesem Wert "aufgepumpt".
Es hat nur sehr kurze Zeit gebraucht, bis es dann recht deutlich aus dem Vergaser "tröpfelte".
Nach Einbau eines neuen Schwimmernadelventils (Gott sei Dank noch ein NOS-Teil gehabt 8) ) und Wiederholung des Versuchs mit entsprechendem Druckaufbau war dieser Effekt verschwunden. Das Kraftstoffniveau hatte auch noch den Sollwert, ohne dass ich mit anderen Unterlegscheiben unter dem Schwimmernadelventil korrigieren musste. :mrgreen:
Heureka („Ich habe es gefunden“, sagte einst schon der Grieche Archimedes), nach Einbau des Vergasers war ein exakter, konstanter Leerlauf wieder vorhanden. :dance:

Für Interessierte hier mein Versuchsaufbau. Als "Testtank" musste ein alter Wischwasserbehälter von einem Typ 3 herhalten und unten ist ein Benzinhahn von einer NSU Quickly zu Ehren gekommen (unter dem Küchentuch versteckt, weil die neue Dichtung noch nicht aufgequollen war und es noch tröpfelte). Den Druckaufbau habe ich mittels Fahrradventil, entsprechendem Schlauch und Handluftpumpe vorgenommen, über ein T-Stück ist das Niederdruck-Manometer dazwischen geschaltet.
(Ich hab mich schon selbst gefragt, ob auch professionelle "Vergaserüberholer" sich solch eine Mühe geben, denn wie kann es sonst passieren, dass überholte Vergaser "absaufen" :?: )
Y_Verg_T.jpg
Testaufbau
Last but not least habe ich auch noch eine Anregung übernommen, die ich bei "tesamba" gelesen hatte und zum Thema "Brandschutz" zuzuordnen ist. Da war jemandem der Spritschlauch samt Röhrchen von dem Vergaser gerutscht und er hatte eine einfache Lösung parat die ich hier darstellen möchte und nun endlich auch selbst bei meinem Bus realisiert habe. Ich meine das Bild spricht für sich und braucht keine weiteren Erläuterungen:
Y_Schl_Si.jpg
Sicherung Benzinschlauch
Zum Abschluss noch ein kleiner Hinweis:
Meinen Aliasnamen T2NJ72 werde ich in Kürze aufgeben und stattdessen als Norbert*848b dem Forum erhalten bleiben. :thumb:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Polle
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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von Polle » 26.07.2017 06:50

Moin Norbert

Sach mal, bekommst du Kohle dafür, daß du auf jeden Bild ne Jeverpulle platziert hast.

Gruß Polle
Bild Bild
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beigestufe
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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von beigestufe » 26.07.2017 09:05

Das mit dem Draht an der Schlauchschele hatte ich seinerzeit auch gelesen und wurde direkt für meine Luftis übernommen.
So einfach, aber offensichtlich gut!
Gruß
Ingo

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dietmar2
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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von dietmar2 » 27.07.2017 21:17

guten abend norbert,

ich lese hier immer sehr viel mehr als ich schreibe,
an dieser stelle daher auch von meiner seite ein dankeschön,

auch wenn ich nicht alles übernehme oder umsetze, so regen deine
(auch oft sinnvoll bebilderten) beiträge doch immer zum nachdenken
über die gezeigten "problemzonen" an :thumb:

gruß aus hro, dietmar

p.s. ich finde mit jever kann man fast alles aufwerten :dog:

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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von Norbert*848b » 02.08.2017 16:31

Moin zusammen,
aus gegebenem Anlass möchte ich einmal darstellen, wie man ganz elegant einzelne Zylinder ausschalten kann. Das Problem ergibt sich nun einmal bei unrundem Motorlauf wenn man gern eingrenzen möchte, welcher Zylinder genau denn da nun "schwächelt". Die wirkliche Ursache kann bekannterweise recht vielfältig sein, von Falschluft angefangen über ein defektes Zündgeschirr bis hin zu einem mechanischem Problem an Ventilen, dem Ventiltrieb usw..

Ich muss leider immer wieder feststellen bzw. höre davon, dass zur Fehlereingrenzung die Kerzenstecker bzw. Zündkabel am Verteiler nacheinander abgezogen werden. So etwas tut mir als elektrisch Fachkundiger immer etwas weh. Wenn die Hochspannung über den vorgesehenen Weg nicht abfließen kann, sucht sie sich halt einen anderen Weg wo der dann auch immer ist. Als mögliche Schädigungen verbleibt dann oftmals an irgend einem Bauteil eine "Kohlespur". Diese mag dann begünstigen, dass da demnächst wieder die Spannung drüber abgeleitet wird und nicht den vorgesehenen Weg über die Zündkerze nimmt. Bei einer reinen Kontaktzündung mögen die Bauteile wohl noch so viel Spaß verstehen, weil die Zündspannung da noch geringer ausfällt, bei Transistorzündungen wird es aber wirklich bedenklich und bei der mit Hallgeber (TSZH) schließlich kriminell (in einigen Reparaturanleitungen steht gar explizit, dass da so etwas zu unterlassen ist).

Die Lösung ist aber eigentlich simpel. Ca. 30 cm Bindedraht, einseitig auf Masse gelegt und die Kappen auf dem Verteiler etwas angehoben, schon kann es ganz entspannt zu Sache gehen und es besteht auch keine Gefahr mehr von der Hochspannung gepiesackt zu werden.

Bilder sagen mehr als Worte:
Y_Zyl_Aus.jpg
... und wenn man den Motor abstellen möchte, einfach den Draht auf den mittleren Kontakt halten, dann aber alsbald die Zündung ausschalten, damit die Zündspule nicht gebacken wird, halt durchbrennt und dauerhaft zerstört wird.

Nun zum Anlass selbst:
An anderer Stelle hatte ich bereits erwähnt, dass meine LIMA-Lager ihren Geist aufgegeben hatten. Ich hatte mich für die Variante entschieden, das bei eingebautem Motor vorzunehmen und davor alles abzuräumen, so dann auch den linken Saugstutzen abzunehmen, um das Hirschgeweih beiseite legen zu können.
Nachdem alles wieder zusammen gebaut war, hatte ich einen miserablen Leerlauf und konnte nach obigen Beispiel feststellen, dass die linke Zylinderbank nicht sauber mitlief.
Ich hatte den Verdacht auf Falschluft gehabt. Es zeigte sich, dass die neue Dichtung für den Saugstutzen (113 129 717 A, Twinport) untauglich war, obwohl ich mit dem richtigen Drehmoment angezogen hatte. Mit meiner "eisernen Reserve" einer NOS-Dichtung lief der Motor wieder einwandfrei. Ärgerlich war halt nur die zusätzliche Schrauberei.

Warnung an alle Schrauber für T1 Motor:
Es sind offensichtlich untaugliche Dichtungen am Markt vorhanden. Man erkennt die daran, dass sie scharfe, überstehende und ungleichmäßige Grate am gesamten Umfang haben. Ferner konnte ich nicht ausmachen, dass die umlaufende Sicke nach der Montage hinreichend eingedrückt war wie bei den NOS-Teilen üblich. Meine Vermutung ist somit, dass das Material einfach zu hart ist und somit keine hinreichende Abdichtung erreicht werden kann.

@ Polle: Habe diesmal darauf geachtet, dass sich die Jeverpulle nicht mit ins Bild schleicht. :D
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von Norbert*848b » 28.07.2018 12:39

Moin zusammen,
so, nun hat bei mir das Schicksal auch mit einem Kolbenfresser zugeschlagen:
Y_KF.jpg
Ich musste allerdings nicht abgeschleppt werden, so hatte ich die Anzeichen doch rechtzeitig erkannt.
Bei Teillast und mäßiger Geschwindigkeit vernahm ich so etwas wie ein leichtes Ruckeln, bei Volllast war das aber nicht zu spüren.
Einen größeren Kompressionsverlust auf dem 3. Zylinder gegenüber den anderen konnte ich ausfindig machen und das "Blow by" kam mir auch schon heftig vor.

Mit meinem Motorbauer Rainer Orminski haben wir dann überlegt, woran es dann wohl gelegen haben könnte. Der Effekt ist klar, Schmierfilm zwischen Kolben und Zylinder gerissen, dann kommt so etwas zustande. Gründe gibt es eigentlich nur zwei: Überhitzung oder Schmierfilm abgewaschen durch übergelaufenem Vergaser. Zunächst fand ich keine Erklärung. Angefangen mit dem Klassiker "Verlorener Putzlappen", welcher sich vor des Lüfterrad legt, falsch eingestellter Thermostat bzw. klemmende Klappen sowie tröpfelnder Vergaser. Die Technik habe ich eigentlich aber soweit im Griff gehabt.
Nachdem ich lange in meinem Gedächtnis gegraben habe fand ich eine Erklärung. Es mag mehr als 3 Jahre bzw. 15tkm her sein, da hatte ich plötzlich auf der Autobahn in einem Baustellenabschnitt einen Leistungsabfall bemerkt. Es hat auch sehr lange gedauert bis ich endlich einen Parkplatz fand, wo ich mich auf die Fehlersuche machen konnte. Ich fand heraus dass der 3. Zylinder nicht mehr mitspielte. Bei dem zuvor neu eingebautem Zündkerzensatz hatte nun eine ihren Dienst versagt. Mit einer neuen Zündkerze lief der Motor wieder einigermaßen "rund", war aber noch für etwa 1 km etwas leistungsgehemmt, bis er sich wieder voll entfaltete. Diese Zeichen hätte ich wohl besser nicht ignorieren sollen, wie mir jetzt bewusst wurde. Naja, wer's nachher nicht weiß …

Nur allein mit dem Austausch der Zylinder, war das Problem nicht zu beheben gewesen. Folgeschäden durch den "schleichenden" Fresser waren eine verbogene Kurbelwelle (10/100stel statt max. 2/100stel), die stetigen Schlägen ausgesetzt war und natürlich auch verschlissene Hauptlager, wobei insbesondere das 2. starke Überhitzungsspuren aufwies.
An dieser Stelle danke ich ganz besonders Rainer Orminski (Firma Orratech) für die unkonventionelle Hilfe für Ersatzteillieferung und Dienstleistung. Es musste auch die Hauptlagergasse neu gespindelt werden sowie die passende Nockenwelle heraus gesucht werden (meine alte Nocke war eh schon verschlissen). Die Kurbelwelle gab es als Untermaß im Austausch.
Der Motor läuft inzwischen wieder und schnurrt wie ein Kätzchen. Nun braucht er nur noch vorsichtig eingefahren zu werden...

Ich darf mich jetzt auch für ein paar Urlaubstage abmelden wo ich "Off" sein werde, um mich voll der Entspannung / Erholung zu widmen. Bis demnächst so etwa ab 33. KW.
Zuletzt geändert von Norbert*848b am 28.07.2018 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Wurde auch mal Zeit mich endlich vorzustellen

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 28.07.2018 12:55

Hallo Norbert,

autsch... kommt in den besten Familien vor...
lass Dich nicht unterkriegen, erhole Dich gut

keep on rollin' Grüße Bild

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