[Workshop] US Einspritzer

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Ole91
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Ole91 » 08.09.2020 12:04

Hallo zusammen :bier:

ich habe mich hierher verirrt mit meinem T3 `80 CV Motor, da ihr einfach die Experten seid was US Einspritzer angeht und ich eure Hilfe brauche :hilfe:

700 km hat mein Motor nun runter und seit Anfang an habe ich das Problem des Hobeln bei hohen Drehzahlen.
Neuer LMM hat nichts bewirkt, nächster Schritt ist Zusatzluftschieber zu wechseln.

Nun wollte ich jedoch eine kurze Ausfahrt machen und nach 40km hat der Motor kein Gas mehr angenommen und ist ausgegangen. Nach 5 min ging er wieder an und fuhr 2 km bis er wieder ausging. Das Ganze habe ich dann 4 Mal wiederholt bis ich es aufgegeben habe.
Funke ist da, Sprit ist da, Düsen funktionieren, Schläuche sind (vermutlich) alle dicht.
Ansatz: Neuer Temp Sensor ist bestellt.

Eine Vermutung habe ich noch: Der Kabelbaum hat einen Anschluss für eine Lambda-Sonde, ich habe aber aufgrund des fehlenden Kats keine verbaut.
Kann es auch daran liegen?

:wall: Fragen über Fragen .... :steine:

Was meint ihr?

Viele Grüße!


Hier nochmal ein Motor-Bild, falls es hilft:

Bild

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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 08.09.2020 15:31

Moin Ole,

ein sinnloses Tauschen bringt erst mal nicht unbedingt etwas.
Den Temperaturfühler kann man doch erst mal wunderbar durchmessen.
Einfach den Stecker vom Steuergerät abnehmen und von Pin 13 gegen Masse den Widerstand messen.
Der Sollte bei 20° Ca. 2,5kOhm betragen. Und bei warmen Motor weniger als 300 Ohm.
Dann kann man währenddessen ja auch noch einmal an den Kabeln wackel und schauen, das da kein Wackelkontakt ist.
Ole91 hat geschrieben:
08.09.2020 12:04
nächster Schritt ist Zusatzluftschieber zu wechseln.
Selbst wenn der defekt ist, kann das nichts mit deinem Problem zu tun haben.
Der Zusatzluftschieber ist ein über ein Bimetall beheizter Schieber, der keinerlei Regelfunktion hat.
Der ist bei kaltem Motor etwas geöffnet und wird über die Heizung im Lauf von rund 5 Minuten geschlossen.
Auch hier gilt, überprüfen und nicht kopflos tauschen.
Ole91 hat geschrieben:
08.09.2020 12:04
Eine Vermutung habe ich noch: Der Kabelbaum hat einen Anschluss für eine Lambda-Sonde, ich habe aber aufgrund des fehlenden Kats keine verbaut.
Kann es auch daran liegen?
Mach mal eine Auflistung deiner Komponenten.
- Steuergerät
- Luftmengenmesser
- Einspritzdüsen
- Zündverteiler
Dann kann ich mal schauen, ob das überhaupt zusammen passt.
Ole91 hat geschrieben:
08.09.2020 12:04
700 km hat mein Motor nun runter und seit Anfang an habe ich das Problem des Hobeln bei hohen Drehzahlen.
Ich tippe ja eher auf ein Zündungsproblem.
Falscher Schließwinkel, defekter Zündkondensator, Zündspule oder Verteilerfinger.

Dein Bild ist nicht angekommen.

Viele Grüße
Thomas
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Ole91 » 08.09.2020 15:44

Moinsen,

Hatte leider kein Multimeter an Board und der Bus steht nun 60km entfernt.

Die Überlegungen mit dem Zusatzluftschieber war, dass er dadurch bei hohen Drehzahlen zu viel Luft zieht und deswegen hobelt.
Habe den mal an 12V angeschlossen und konnte trz ein bisschen durchpusten.

Ich werde die Tage die Teilenummer aufschreiben.
Zündspule, Verteilerfinger sind neu. Ist eine Transistorzündung.
Das Bild öffnet sich wenn du „im neuen Tab anzeigen“ klickst.

Viele Grüße.

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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 08.09.2020 17:07

Ole91 hat geschrieben:
08.09.2020 15:44
Die Überlegungen mit dem Zusatzluftschieber war, dass er dadurch bei hohen Drehzahlen zu viel Luft zieht und deswegen hobelt.
Das ist ein Trugschluss.
Der Zusatzluftschieber ist nur ein kleiner Beipass zur Drosselklappe.
Und das ist kein Regler, wie er in späteren Modellen verbaut wurde.
Der kann definitiv keinerlei Schwankungen erzeugen.
Der Zusatzluftschieber öffnet und schließt sich innerhalb von mehreren Minuten in "Zeitlupe".
Das kannst du also als Ursache direkt streichen.
Ole91 hat geschrieben:
08.09.2020 15:44
Das Bild öffnet sich wenn du „im neuen Tab anzeigen“ klickst.
Nö, tut es nicht.
Wenn man das Bild hoch geladen hat, muss man auch noch anklicken, "Im Beitrag anzeigen".
Das hast du vermutlich nicht gemacht.

Viele Grüße
Thomas
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von aircooled68 » 08.09.2020 17:30

Das ist, wenn man das Bild halt nicht hier hochläd. Das funktioniert halt so, wie du das gemacht hast halt nicht. So funktioniert das:

Code: Alles auswählen

[url]https://ibb.co/tPGg4kr[/url]

[img]https://i.ibb.co/KzPdXRv/WLZS9242.jpg[/img]
https://ibb.co/tPGg4kr

Bild

Gruß Jan
https://vw-type2-id.xyz/mplate/22138101/#
Typ 4 (CA) - 1679cc, 49 kW (66 PS)
Vmax = 141km/h
A89 (1972) = 032 094 206 506 511 616

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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Ole91 » 08.09.2020 18:05

Danke!
Sorry bin das erst Mal hier unterwegs. :fish:

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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 08.09.2020 22:12

Moin Ole,

auf dem Bild sieht es so aus, als wäre die Spätverstellung deines Zündverteilers nicht korrekt angeschlossen.
https://ratwell.com/technical/VacuumHoses.html
Du hast ja auch den Unterdruckbegrenzer weggelassen, dadurch fällt natürlich etwas weg.
Schau dir einmal genau an, was wo angeschlossen werden muss.

Der Schlauch zwischen Luftmengenmesser und Drosselklappe ist eingerissen und die beiden Schlauchstutzen müssten eigentlich bis über den Kragen im Schlauch stecken.
Das die Schraube wirklich dicht ist, wage ich auch zu bezweifeln.
Der Anschluss der zum BKV geht ist auch notdürftig mit einer Schraube abgedichtet.
Verbinde das lieber direkt mit einem Stück Silikonschlauch in passendem Durchmesser.
Wenn das komplett Undicht ist, hast du auch keine Bremskraftverstärkerunterstützung mehr.

Dein Luftmengenmesserdeckel war ja schon mal offen.
Nimm den doch noch einmal runter und schau dir die Schleifbahn genau an.
Nicht das dein Luftmengenmesser durchgeschliffen ist.


Viele Grüße
Thomas
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von bugster_de » 11.09.2020 12:38

zus. zu den Punkten von Thomas: vorne links am Ansaugplenum hast du die Zuführung für die Abgasrückführung mit einem Blinddeckel verschlossen. Ich hatte sowas bei mir auch mal probiert aber es war nie ganz dicht, weshalb ich nun einfach wieder den AGR Brimborium drin habe aber halt die mechanische Stange zur Drosselklappe nicht mehr verbaut ist.
Genau so einen hatte ich auch mal. Aber der hatte einen Diesel und war von Ford.

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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Micky77 » 11.09.2020 19:17

So heute ging es weiter.

Habe die Benzinpumpe getauscht. Danach sprang er sofort an. Das erste Motorgeräusch nach 30 Jahren Standzeit....
Allerdings werde ich morgen nochmal die Krümmerdichtung tauschen. Die ist undicht.
Werde noch auf einem Forums Kollegen warten um alles genau einzustellen. Freu mich.
Danke für eure Hilfe.
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von simon-dorner » 12.09.2020 17:14

Hallo zusammen,

Wie ein paar von euch mitbekommen haben,
Hat wir ja Startprobleme mit unserem Bulli in Norwegen,
Auf dem Heimweg sind wir dann auf der A7 kurz vor Würzburg liegen geblieben.

Der Bus ist schlichtweg im Benzin ersoffen.
Und hat sich nicht mehr starten lassen.
Es kam einiges an Sprit aus dem Auspuff.

Bild

Nach nun fast 3 Wochen ist unser Bulli
Mit dem ADAC Sammeltransport angekommen.

Die erste Fehlersuche ergab einen defekt der Einspritzdüse vom Zyl. 4
Die Düse war permanent offen.
@Thomas danke für die neuen Düsen und die Überprüfung der alten Düsen.

Nach dem ich die neuen Düsen eingebaut hatte.
Wollte der Bus immer noch nicht rund laufen,
Er hatte die selben Symptome wie in Norwegen,

Er sprang zwar an, lief eine kurze Zeit und ging dann wieder aus.

Also noch mal auf Fehlersuche gegangen.

Mit dem Ergebnis:

Unterbrecherkontakt war verschmolzen sah aus wie eine Kraterlandschaft.
Also unterbrecher, Kondensator, Verteiler und Finger neu.

Jetzt läuft der Bulli wieder

Nochmals danke Thomas für deine Unterstützung


Bild





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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Micky77 » 12.09.2020 18:25

Ist dich top das er wieder läuft.
Hatte damals schon mit den alten Vespas immer probleme mit den Kontakten....
Habe immer auf elektronische Zündung umgebaut. Genau wie bei meinem T2.

Habe noch eine Frage. Mein Auspuff ist ja undicht.
Wenn Ich den Krümmer mit den Flanschen gegen eine Fliese drücke,
müssen dann beide Flansche anliegen?
Oder ist das gewollt das der eine Krümmer ca. 2mm kürzer ist?
Kann es mir nicht vorstellen.

Würde ansonsten die Flansche planen lassen.
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Micky77 » 12.09.2020 19:13

Der eine Flansch liegt plan an der andere hat ca 2mm Luft.
Dateianhänge
IMG_20200912_171829.jpg
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von T2ab » 13.09.2020 00:26

Micky77 hat geschrieben:
11.09.2020 19:17
So heute ging es weiter.

Habe die Benzinpumpe getauscht. Danach sprang er sofort an. Das erste Motorgeräusch nach 30 Jahren Standzeit....
Allerdings werde ich morgen nochmal die Krümmerdichtung tauschen. Die ist undicht.
Werde noch auf einem Forums Kollegen warten um alles genau einzustellen. Freu mich.
Danke für eure Hilfe.
Dann war tatsächlich die “neue“ Benzinpumpe defekt.
Schön, dass er nun läuft!

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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Micky77 » 16.09.2020 14:45

Habe die Kümmer plannen lassen und diese umgehend verbaut. Leider gab es keine Verbesserung.Der Motor / Auspuff hört sich immer noch sehr laut an. Kann es leider nicht genau sagen wo der Lärm herkommt.
Kann es nur eingrenzen. Es ist die Beifahrerseite die mir Ärger macht. Wenn ich bei laufenden Motor den Auspuff kurz zuhalte hört sich anders an. Kann gerne ein Video dazu schicken per Whatts App
Dann bitte PN sofern ich die Nummer nicht habe.

Kann es sein ,das er am Zylinderkopf bzw Zylinder abbläst?

Oder kann es an einem defekten Wärmetauscher liegen?

Wenn es am Zylinderkopf liegen sollte , kann ich diesem im eingebauten Zustand nachziehen?

Motor wurde komplett Neu gemacht .Köpfe wurden geplant.

Danke für Eure Hilfe.
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 16.09.2020 15:05

Hi Ingo,

letztendlich kannst du Undichtigkeiten nur vor Ort selber klären.
Wenn du der Auspuff zu hältst und der Auspuff wirklich dicht ist, geht der Motor im Stand aus.
Wenn der Motor einfach weiter läuft, hast du irgendwo eine Undichtigkeit, die du aber eigentlich leicht finden solltest.
Bei verschlossenem Endrohr musst du dann mal schauen, wo das ganze abbläst.
Micky77 hat geschrieben:
16.09.2020 14:45
Wenn es am Zylinderkopf liegen sollte , kann ich diesem im eingebauten Zustand nachziehen?


Na ja, da musst du schon verdammt viel demontieren, bis du wieder an alle Zylinderkopfschrauben ran kommst.
Ein Teil der Schrauben ist ja von den großen Motor Abdeckblechen verdeckt.
Aber da müsste der Motorenbauer schon echt Murks gebaut haben, wenn die Zylinderkopfschrauben nicht mit dem Drehmomentschlüssel nach Vorschrift verschraubt worden sind.

Viele Grüße
Thomas
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