Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

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Rennkäfer
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Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von Rennkäfer » 23.09.2016 18:07

Hallo in die Runde,

hab schon wieder Probleme mit Benzin im Öl. Hatte das schon vor ein paar Monaten mal (http://forum.bulli.org/viewtopic.php?f=7&t=21057), hatte daraufhin bei Bus-OK 2 Vergaser-Überholsätze bestellt und die Schwimmernadelventile gewechselt. Nach kurzer Zeit war wieder Benzin im Öl und dann habe ich die Benzinpumpe gewechselt (http://forum.bulli.org/viewtopic.php?f=7&t=21590).

Nun hatte ich gehofft, dass jetzt Ruhe ist. Aber nein, ausgerechnet letztes Wochenende war wieder der Ölstand zu hoch und am rechten Vergaser und Ansaugrohr war Benzinaustritt deutlich zu sehen. Also den Schlauch vom Vergaser abgehängt und verschlossen, dann das Vergaser-Oberteil abgeschraubt. Der Schwimmer schwimmt recht schön, dürfte also wohl dicht sein. Dann das Schwimmernadelventil herausgeschraubt und mit Bremsenreiniger durchgespült (hatte keine Druckluft zur Verfügung) und dann wieder eingebaut, das Öl gewechselt und am nächsten Tag eine Probefahrt gemacht: alles dicht und OK! Das war am Mittwoch. Bin dann über 200 km gefahren, zwischendurch getankt (aber nicht übervoll) und alles war OK, als ich hier angekommen bin.

Gestern hab ich meinen Bully bloß ein paar Meter hin und her rangiert, vorher extra in den Motorraum geschaut und alles war OK und heute wollte ich wegfahren mit Bully und hab wieder pro Forma in den Motorraum geschaut und da war wieder alles nass am rechten Versager… Hab jetzt erstmal den Schlauch abgezogen und verschlossen, muss erst noch beim Käfer bei, dann kommt Bully dran.

Ich habe noch 2 nagelneue Schwimmernadelventile von Bus-OK da (aus Vergaserüberholsätzen), aber ich frage mich, ob ein Wechsel überhaupt sinnvoll ist, da die Qualität von den Dingern nicht so toll zu sein scheint… Was sind Eure Erfahrungen mit diesen Teilen, speziell die von Bus-OK? Oder was könnte ich noch machen, damit der Ärger mal aufhört? Die alten wiedereinbauen? Da bräuchte ich aber dünner Dichtungen, die von Bus-OK sind dicker…

Gruß & schönes Wochenende,
Peter

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g_hill
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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von g_hill » 23.09.2016 23:10

Hallo Peter,

sehr ärgerlich die Sache. Mir ist vor 1,5 Wochen das gleiche passiert. Ich habe letztes Wochende rund 11 Liter Benzin-Öl Gemisch aus dem Motor und Zylindern abgesaugt.
Diese Woche habe ich mir auch die Rep.-Sätze von BusOK bestellt und wollte diese morgen einbauen. Jetzt bin ich aufgrund deiner Erfahrungen schwer verunsichert ob ich das machen soll oder nicht. :?: Ich werde auf jeden Fall mein altes Ventil morgen reinigen und erst mal testen.

Ich hab mir zusätzlich ein PIERBURG Kraftstoffrückschlagventil 7.20235.01.0 geordert um die erneuten Überlauf zu verhindern.
http://www.ruddies-berlin.de/si0044.htm
Das wird hinter der Benzinpumpe eingebaut und sollte Schlimmeres verhindern.

Grüße
Hilmar
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Rennkäfer
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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von Rennkäfer » 23.09.2016 23:47

Hallo Hilmar,

vielen Dank für die Info mit dem Rückschlagventil. Sollte man bei einer mechanischen Benzinpumpe EIGENTLICH nicht brauchen, aber nach den Erfahrungen in letzter Zeit überleg ich, ob ich mir nicht auch so ein Teil bestelle. Was kostet das Dingens?

Inzwischen habe ich noch das rechte Schwimmernadelventil gewechselt, dazu auch die Oberteildichtung, anschließend noch das Öl gewechselt (das zweite mal diese Woche, langsam wird's teuer!). Als ich das Altöl abgefüllt habe, bin ich erschrocken, wie schnell das abgelaufen ist, war wohl stark verdünnt... Jetzt hoffe ich, dass endlich mal Ruhe ist! Waren allerdings keine 11 Liter wie bei Dir.

Leider gibt es die originalen Schwimmernadelventile und Dichtungen nicht mehr beim freundlichen VW-Händler um die Ecke... Original sind 1,2 Schwimmernadelventile drin, aber die gibt es (zumindest bei Bus-OK) nicht mehr, gibt nur noch die 1,5er (wahrscheinlich, weil die beim 1600er Käfer serienmäßig drin waren). Die originalen haben auch noch ein Kugel in der Spitze von der Nadel, das ist auch entfallen. Aber ich würde die neuen mal einbauen und dann halt genau beobachten, ob wieder Benzin ins Öl läuft, sollte EIGENTLICH nicht sein...

Viel Erfolg & gutes Gelingen!

Gruß,
Peter

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g_hill
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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von g_hill » 24.09.2016 00:11

Hallo Peter,

ich habe dieses gekauft, Anschluss 6mm, knapp 12 Euro incl Versand : http://www.ebay.de/itm/222249907840?_tr ... EBIDX%3AIT

Bei mir ging das von heute auf morgen. Ich am Tag vorher noch gefahren, ohne Auffälligkeiten und am nächsten Tag stand das Benzin bis oben im Öleinfüllstutzen.
Alternativ kann man auch einen elektrischen Benzinhahn nachrüsten der beim Ausschalten der Zündung absperrt. Das verhindert allerdings auch nur das Überlaufen im Stand.
Aber während der Fahrt muss der Schwimmerstand passen, sonst läuft der Motor zu fett oder zu mager.
Einen Benzinfilter hast du sicherlich drin, oder?
Grüße
Hilmar
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Norbert*848b
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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von Norbert*848b » 24.09.2016 00:36

Hallo zusammen,
Rennkäfer hat geschrieben:... Rückschlagventil. Sollte man bei einer mechanischen Benzinpumpe EIGENTLICH nicht brauchen ...
Richtig, aber bei den meisten Repros ist wohl kein Absperrmechanismus mehr vorhanden wie mir zugetragen wurde. Kannst ja mal bei Deiner Pumpe das ausprobieren ob Sprit kommt wenn Du vergaserseitig die Leitung abziehst.
Rennkäfer hat geschrieben:Leider gibt es die originalen Schwimmernadelventile und Dichtungen nicht mehr beim freundlichen VW-Händler um die Ecke... Original sind 1,2 Schwimmernadelventile drin, aber die gibt es (zumindest bei Bus-OK) nicht mehr, gibt nur noch die 1,5er
So ist es wohl, bei Ruddies noch 1,2 aber auch nur Nachbau.
Wagenteile hat aber auch noch etwas in 1,2 zu bieten:
http://www.wagenteile.de/shop_de/129201 ... 29201.html
Hier haben wir einen Händler, der offensichtlich noch original von Solex etwas hat:
https://www.werk34.de/product_info.php/ ... gaser.html
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von Rennkäfer » 24.09.2016 01:24

Hallo Hilmar, hallo Norbert,

vielen Dank für die Infos! Ja, Benzinfilter sitzt in der Leitung zwischen Tank & Pumpe. Hatte den Schlauch vom rechten Vergaser abgezogen und erstmal mit Schraube (M6) & Schlauchklemme verschlossen, da kam auch bei abgestelltem Motor das Benzin an. Aber die verbaute Pumpe ist eine Original-Typ4-Pumpe, hatte mir damals (2008) ein Bekannter aus Bayern überholt (u.a. auch mit neuer Membran versehen).

Die Schwimmernadelventile von Wagenteile sehen wie Originalteile aus, haben diese Kugelspitze. Aber WO bekomme ich noch die alten (dünnen) Dichtungen für das Oberteil?? Selber schnitzen?

Würde mich wirklich mal interessieren, warum so ein xxx-Teil heute noch funktioniert und morgen plötzlich den ganzen Sprit in den Motor laufen lässt... Oder sollte ich mal andere Schwimmer probieren?

Gruß,
Peter

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Norbert*848b
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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von Norbert*848b » 24.09.2016 12:44

Hallo Peter,
Rennkäfer hat geschrieben:Aber WO bekomme ich noch die alten (dünnen) Dichtungen für das Oberteil??
Da würde ich dann auch einmal bei Wagenteile nachfragen (ggf. per E-Mail). Falls nur noch dickere Dichtungen erhältlich sind, Kraftstoffniveau ggf. über entsprechende Dichtungen für das SNV anpassen.
Dichtringe Schwimmernadelventil (original 12 x 15 x 0,5)
111 129 213 A, 0,5mm
111 129 213 B, 0,8mm
111 129 213 C, 1,0mm
111 129 213 D, 1,5mm
http://www.wagenteile.de/shop_de/catalo ... adelventil

Schwimmerstand (Kraftstoffniveau) einstellen (auf 12 - 14 mm):
http://www.michaelknappmann.de/bulli/mi ... frame.html
K 25 2-1
Rennkäfer hat geschrieben:Würde mich wirklich mal interessieren, warum so ein xxx-Teil heute noch funktioniert und morgen plötzlich den ganzen Sprit in den Motor laufen lässt...
Ist halt so, kommt immer mal wieder vor, hat schon so manch einen zur Verzweiflung gebracht ...
Rennkäfer hat geschrieben:Oder sollte ich mal andere Schwimmer probieren?
Versuch macht klug.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von g_hill » 25.09.2016 00:43

Hallo Peter,
ich habe heute meinen Motor wieder in Betrieb genommen. Im Auspuff war zum Glück kein Sprit. Bei der Gelegenheit habe ich auch den Benzinfilter erneuert und das letzte Stück gewebeummantelten Schlauch gefunden und ausgetauscht. Ich habe mein Schwimmernadelventil gereinigt und den Vergaser im ausgebauten Zustand getestet. Es schließt einwandfrei, auch mit Druck. Der Schwimmerstand ist auch ok.
Allerdings passt das Rückschlagventil nicht. Alle Spritleitungen und Anschlüsse sind 6mm, nur der Schlauch ab der E-Pumpe hat 8mm. Ich werde mir also ein Rückschlagventil mit 8mm Anschluß besorgen. (Pierburg 7.20235.02.0)

Wenn dein Schwimmer schwimmt brauchst du ihn nicht zu tauschen. Wenn du Bedenken hast, lege den Schwimmer mal auf eine Münzwaage. Er wiegt lt. Datenblatt 7,0 gr +-0,5.
Sollte er schwerer sein tausche ihn aus.
Weiterhin viel Erfolg!

Grüße
Hilmar
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Rennkäfer
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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von Rennkäfer » 25.09.2016 17:01

Hallo Norbert, hallo Hilmar,

nochmal vielen Dank für die ganzen Tipps & Infos. Ich werde das jetzt bei meinem Bully mal weiter beobachten (bin bis jetzt noch nicht damit gefahren) und mir bei Wagenteile 2 neue Schwimmernadelventile und Dichtungen bestellen, ich hoffe, ich bekomme noch die alten dünneren Dichtungen.

Die alten Vergaseroberteil-Dichtungen (so hab ich zumindest gemessen) haben eine Stärke von 0,4 mm, die neuen eine Stärke von 0,9 mm, also ein ganz schöner Unterschied (0,5 mm). Dafür ragt auch diese Schwimmernadel im ausgefahrenen Zustand beim neuen (1,5er) Schwimmernadelventil um 1,2 mm weiter heraus als beim alten (1,2er). Der Alu-Dichtring vom neuen Schwimmernadelventil ist nur 0,75 mm dick, der vom alten dagagen 0,9 mm. Wenn im mich jetzt nicht verrechnet habe, bedeutet das, dass die Spitze des neuen Schwimmernadelventils den Schwimmer um 0,95 mm tiefer nach unten drückt, wenn es korrekt schließt. Vielleicht hält durch den Auftrieb des Schwimmers das Schwimmernadelventil nicht mehr korrekt dicht?

Ansonsten muss ich es auch mal mit einem Rückschlagventil in der Zuleitung von der Pumpe zu den Vergasern probieren.

Gruß,
Peter

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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von Norbert*848b » 25.09.2016 22:50

Hallo Peter,
Rennkäfer hat geschrieben:Ansonsten muss ich es auch mal mit einem Rückschlagventil in der Zuleitung von der Pumpe zu den Vergasern probieren.
Solage Deine Benzinpumpe nicht das tut was sie eigentlich machen sollte, nämlich bei stehendem Motor absperren, sehe ich das als zwingend nötig an ein Rückschlagventil einzusetzen (oder halt die Benzinpumpe so instandsetzen das das wieder passt).
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von Rennkäfer » 25.09.2016 23:39

Hallo Hilmar,

wenn bei Deinem Bus das 6 mm- Rückschlagventil nicht passt und Du es nicht anderweitig brauchst, würde ich es Dir gern abkaufen.
Wenn das OK ist, schick mir bitte eine PN.

Gruß,
Peter

mooo
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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von mooo » 26.09.2016 08:57

Was wollt ihr denn mit einem Rückschlagventil errreichen?
Ein Rückschlag fördert den Sprit nur in eine Richtung, in die Rückwärtsrichtung sperrt es.
Das Problem, dass ihr hier beschreibt kommt immer von Tank über Benzinpumpe richtung Vergaser. Beim T2 gibt es serienmäßig auch keinen Rücklauf.
Wenn man fährt wird die gleiche Richtung des Sprits benötigt, die auch im Stand die Probleme verursacht.

Das Rückschlagventil bringt hier meiner Meinung nach gar nix.
Was ihr braucht ist eine Art elektrischer Benzinhahn. Ein Elektromagnetisches Ventil, dass absperrt, sobald die Benzinpumpe nicht mehr läuft. Eben eine Art benzinhahn.
z.B. elektromagnetisches Ventil.

http://www.magnetventile-shop.de/magnet ... t-h11.html

Das hier ist ein Zwangsgesteuertes Magnetventil mit einem KV-Wert(kann man bei wikipedia nachlesen was der bedeutet) von 28l/min=1680l/h, also vom Durchsatz völlig ausreicheichend für uns.
Zwangsgesteuert heißt, es ist stromlos geschlossen, sobald Strom anliegt ist es geöffnet. Als Dichtmaterial wird u.a. FKM-Viton angeboten, was laut Artikelbeschreibung Benzinbeständig ist.
Mit so einem Ventil wäre die Benzinzufuhr geschlossen sobald kein Strom mehr anliegt. Ich würde das Ventil hinter die Benzinpumpe setzen, da die elektrischen Benzinpumpen es nicht mögen trocken zu laufen.
Man braucht aber noch einen Adapter von 3/8" auf 8mm. Nicht ganz billig, scheint aber hochwertig. Ich selbst habe so ein Ventil noch nicht verbaut, könnte es mir aber vorstellen für so einen Einsatzzweck einzusetzen.

Was ich schon verbaut habe ist:
http://www.ebay.de/itm/Benzin-Absperrve ... 3641.l6368
Qualitativ überzeugt mich das Ding nicht, hat aber bisher keine Probleme bereitet, auch nicht in Verbindung mit Weber-Doppelvergasern. Die Durchfuhr vom Benzin hat halt einen Durchmesser von unter 6mm.
Vorteil: falls es einen Defekt gibt kann man einfach den mechanischen Benzinhahn betätigen und der Elektromodus ist ausgeschaltet. Solche Ventile werden auch oft im Trabant-Bereich eingesetzt.


Bitte belehrt mich wenn ich falsch liege, aber ich habe mir gerade nochmal die Funktion eines Rückschlagventils vor Augen gehalten und kann mir einfach nicht vorstellen, dass das hier Zielführend ist.
Was mir viel mehr sorgen macht, dass ihr willkührlich Schwimmernadelventile mit anderen Düsendurchmessern verbaut, da ändert sich doch alles. Da ist die ganze Vergasereinstellung dahin. Auch nach Änderung des Schwimmerstandes muss der Vergaser neu eingestellt werden. Auch die Bedüsung kann sich nach einer Änderung zum Serienschwimmerstands komplett ändern. Bitte besorgt euch serienteile, und stellt die Vergaser nach Werkseinstellungen ein, und ja es fängt beim Schwimmerstand an.



Viele Grüße
Moritz

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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von Norbert*848b » 26.09.2016 12:02

Hallo zusammen,
@ Moritz:
mooo hat geschrieben:Bitte belehrt mich wenn ich falsch liege, aber ich habe mir gerade nochmal die Funktion eines Rückschlagventils vor Augen gehalten und kann mir einfach nicht vorstellen, dass das hier zielführend ist.
Zunächst einmal schönen Dank für diesen Hinweis. Das mit dem Rückschlagventil habe ich in diesem anderen Thread als Überlegung aufgebracht
viewtopic.php?f=7&t=21771&p=219348&hili ... il#p219348
und darf wegen der Übersichtlichkeit den Kernsatz einmal zitieren:
Wenn die Benzinpumpe keinen Absperrmechanismus (mehr) hat (was m.E. eigentlich nicht der Fall sein sollte; habe aber auch schon davon gehört / gelesen, dass das wohl leider längst nicht mehr unbedingt Standard bei Nachbauteilen bzw. elektrischen Nachrüstteilen ist), so sollte man zumindest ein "Kraftstoffrückschlagventil" unter Ausnutzung des "Öffnungsdrucks" eingesetzt haben (...und braucht dann nicht einmal mehr eine Verkabelung).
Nun weiß ich leider nicht, ob Du bei Deiner Betrachtung / Überlegung den "Öffnungsdruck" mit berücksichtigt hast.
Ich habe mich von diesen Informationen leiten lassen, wonach dieser Druck mit 0,15–0,25 bar (Bestellnummer Pierburg 7.20235.01.0) angegeben wird.
http://www.univateq.de/rueckschlagventil
http://www.ms-motorservice.com/inxmail/ ... de_web.pdf
http://www.stahlgruber.de/Kataloge/verb ... p?sb=71945

0,15 bar entsprechen also einer Wassersäule von etwa 1,5 m, bei Superkraftstoff sollten das wegen der geringeren Dichte des Kraftstoffes 2 m sein.
Aufgrund Deiner Bedenken habe ich noch einmal recherchiert und bei Ruddies nachgeschaut:
http://www.ruddies-berlin.de/si0044.htm
Da sind in der Tabelle noch geringere Werte angegeben, aber letztlich heißt es: 7.20469.51 6mm nicht mehr lieferbar = Ersatz = 7.20235.01.0
Somit ist alles gut und der entsprechend benötigte Öffnungsdruck ist vorhanden.
... ansonsten kann man das benötigte Verhalten auch einfach kontrollieren. Das Rückschlagventil (richtig) auf einen entsprechend langen Schlauch stecken und mit Benzin auffüllen. Erst ab 2m darf Flüssigkeit austreten...
mooo hat geschrieben:Was ihr braucht ist eine Art elektrischer Benzinhahn. Ein Elektromagnetisches Ventil, dass absperrt, sobald die Benzinpumpe nicht mehr läuft. Eben eine Art benzinhahn.z.B. elektromagnetisches Ventil.
Mit Sicherheit eine Alternative, aber zusätzlicher Aufwand (und ggf. weitere Fehlerquellen).
mooo hat geschrieben:Auch nach Änderung des Schwimmerstandes muss der Vergaser neu eingestellt werden.
... solange es gelingt den vorherige Schwimmerstand wieder zu erreichen aber sicherlich nicht.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von g_hill » 26.09.2016 19:38

Hallo zusammen,

Ende der Woche sind wir schlauer, bis dahin habe ich das Ventil bekommen und werde es testen. Es arbeitet in Flußrichtung Tank - Pumpe - Vergaser und öffnet diese Richtung bei einem Benzindruck 0,1 - 0,15 bar. Das Ventil gehört in die Leitung von der Pumpe zu den Vergasern. Die Pumpe schafft den Druck locker, das Ventil wird öffnen und die Schwimmerkammern fluten. Bei ausgeschaltetem Motor müsste auch bei vollem Tank das Ventil schließen und die Benzinzufuhr zu den Vergasern unterbinden.

Ich möchte, wenn möglich, auf weitere elektrische Lösung wie E-Benzinhahn oder Ähnliches verzichten wenn eine mechanische Lösung meinen Anforderungen gerecht wird.

Moritz, ich fahre im Übrigen die vollständige "Standard-Konfiguration" in meinen Vergasern, angefangen von den 1,2 Solex-Ventilen über Bedüsung, Schwimmerstand, Lufi bis hin zum von BusHoehle eingestellten CO-Wert. Mehr Standard geht nicht.

Grüße
Hilmar
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Re: Qualität der Repro-Schwimmernadelventile

Beitrag von mooo » 27.09.2016 08:44

OK, habe die Funktion von diesem Rückschlagventil verstanden. Könnte funktionieren. Hilmar, am besten tankst du für deinen Versuch voll und schaust ob dann etwas rauskommt bevor du den Benzinschlauch wieder an die Vergaser steckst.

Ich würde wirklich kein Risiko eingehen, dass irgendwie Benzin im Stand auf das Schwimmernadelventil drückt.

Viele Grüße
Moritz

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