Ölablasschraube undicht

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Tanjas&Thomas_T2b
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Ölablasschraube undicht

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 16.10.2016 14:16

Moin,

ich habe das Problem, dass ich etwas Öl an der Ablasschraube verliere.
Da hat der Vorbesitzer mal ein neues Gewinde rein geschnitten, aber leider nicht ganz gerade.
Ich habe schon mit Kupferhohlringen als Dichtung zwischen Block und Schraube gearbeitet.
Aber es kommt immer noch Öl raus.
Kann man irgendwie die Auflagefläche dem schiefen Gewinde angleichen?
Ich habe jetzt gedacht, das ich mir eine Stange mit entsprechendem Gewinde drehe
und da irgendwie mit einer art Hohlfräser den ich dann über die Stange schiebe per Hand schleife.
Aber ich habe da nichts passendes entdeckt.

Hat da jemand eine Patentlösung um die Dichtfläche dem schiefen Gewinde anzupassen?

Viele Grüße,
Thomas
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sham 69
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sham 69

Beitrag von sham 69 » 16.10.2016 14:30

Teflonband um das Gewinde.
______________
Mfg Emanuel

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Mazest2b
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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von Mazest2b » 16.10.2016 20:30

Hallo Thomas, ich hatte ein ähnliches Problem.
Mein Vorbesitzer hatte das Gesinde versucht mit einem Helicoil zu reparieren.
Leider war dies nicht richtig ausgeführt und das "neue" Gewinde kam beim Ölwechsel einfach mit raus.
Ich habe dann soweit die Gewindebohrung erweitert, bis ich wieder genug Fleisch hatte für ein neues Gewinde.
Bin dann bei M16 Feingewinde gelandet.
Hab die OP bei eingebautem Motor gemacht.
Den Bohrer und das Schneideisen habe ich immer schön gefettet, damit die Späne nicht in den Motor gelangen.
Bin bisher 3000 Km gefahren und alles ist dicht.


Gruß Danny
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Tanjas&Thomas_T2b
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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 16.10.2016 21:04

sham 69 hat geschrieben:Teflonband um das Gewinde.
:wink: Das wäre ja zu einfach
Eigentlich würde ich gerne mit dem im Moment vorhandenem Gewinde die Fläche planen,
damit man wieder mit Standard Kupferdichtungen arbeiten kann.
Bei dem Teflonband schwimmen beim Ölwechsel dann ja immer die Fetzen vom Teflonband im Öl.
Das hat der Vorbesitzer verwendet und ich habe die ersten zwei Ölwechsel immer Herzrasen bekommen,
weil irgendwelche Teile im Öl schwammen.
Mazest2b hat geschrieben:Hab die OP bei eingebautem Motor gemacht.
Den Bohrer und das Schneideisen habe ich immer schön gefettet, damit die Späne nicht in den Motor gelangen.
Aber wenn ich mit meinem schiefen Gewinde ein neues Loch bohre, wird das ja mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit auch wieder schief sein.
Wenn man das gerade haben will, müsste man ja die Bohrmaschine schon im 90°Winkel auf dem Motor befestigen, damit das gerade wird.

Ich hatte gehofft das man mit einer Art Topfbohrer oder Bohrkrone arbeiten könnte um die Fläche anzugleichen.

Viele Grüße,
Thomas
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Mazest2b
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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von Mazest2b » 16.10.2016 21:44

Hast du eine Möglichkeit eine kleine Magnetbohrmaschine auszuleihen? Im Umkreis der Ölablassschraube lässt sich sicherlich ne magnetisch geeignete Stelle finden.. Ich denke da an dem Blech Deckel vom Ölsieb.

Damit sollte man es ja 100% grade bekommen.

Gruß Danny
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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 16.10.2016 22:45

https://www.youtube.com/watch?v=TnGP6GmfSXM
:D

Hi Danny,

Was es nicht alle gibt, aber ich bezweifle, das ich auf dem geformten Ölsiebdeckel eine Magnetbohrmaschine gerade drauf bekomme.
Und der gesamte Rest des Motors besteht ja aus Alu.
Außerdem will ich ja nicht das Gewinde neu machen, ich will die Fläche dem Gewinde anpassen.

Aber trotzdem eine Interessante Maschine.
Magnetbohrmaschinen kannte ich bisher noch nicht.

Viele Grüße,
Thomas
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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von GoldenerOktober *001 » 16.10.2016 23:29

He Thomas,
klopp doch n Holzpflock rein! :zunge2:

Immer diese Perfektionisten...

:dog:
Mit dem Bus da steckenbleiben, wo die Anderen erst gar nicht hinkommen...

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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von MichaB » 16.10.2016 23:40

Hallo Thomas

Mal abgesehen davon, das es Dich bisher ja nicht groß gestört hat das der Bulli
sein Revier markiert, immerhin erwähnst Du das nach sechs Jahren im Forum zum ersten mal,
würde ich es mit einer entsprechenden Unterlagscheibe versuchen.

Also auf der einen Seite z.B. 2.x/mm am anderen Ende z.B. 1.x/mm dick.
Also eine die Schräge ausgleichende Scheibe. Sicher nicht so einfach anzufertigen, aber evtl.
eine Lösung des Problems.

Dazwischen Kupferdichtungen und gut ist.

Nur so ne Idee, da fräsen bei eingebautem Motor wohl nicht so doll ist.

#micha#
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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von Norbert*848b » 17.10.2016 00:15

Hallo Thomas,
Tanjas&Thomas_T2b hat geschrieben:... ich will die Fläche dem Gewinde anpassen.
Dann vielleicht etwas nach diesem Prinzip?
http://dingler.culture.hu-berlin.de/art ... 0/ar250005
So etwas hat sich einmal ein Bekannter von mir gebastelt, nach dem er an seinem Moped das Gewinde der Ölablassschraube verhudelt hatte. Ihm standen allerdings alle Möglichkeiten einer Metaller-Lehrlingswerkstatt zur Verfügung.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von Matthias S. » 17.10.2016 00:24

Ein Zapfensenker wäre mein Vorschlag.
Grüße, Matthias

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Veeduby
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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von Veeduby » 17.10.2016 14:37

Ich würde das Gehäuse nicht noch mehr vermurksen.
Vielleicht hilft eine Radschraube M14x1,5 mit Kugelbund und ein paar Kupferdichtscheiben?
Oder eine Kugelpfanne, das sind U-Scheiben die eine kugelförmige Senkung haben? DIN 6319? Naja, ob man da was passendes zusammenfindet?

Hochtemperatursilikon?

Maik

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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 17.10.2016 21:23

Matthias S. hat geschrieben:Ein Zapfensenker wäre mein Vorschlag.
Grüße, Matthias
Danke Matthias!

Ich glaube ich habe einen möglichen Ansatz:
IMG_1485.JPG
IMG_1486.JPG
Wenn ich jetzt aus dem Kopf mit dem M14x1,5 Gewinde richtig gelegen habe, könnte das was werden.
Ansonsten muss ich das Messingteil noch einmal bauen.
GoldenerOktober *001 hat geschrieben:He Thomas,
klopp doch n Holzpflock rein! :zunge2:

Immer diese Perfektionisten...

:dog:
Ja aber jetzt kommt doch der Winter, und wenn man schon nicht fährt, dann muss man doch basteln.
Und irgendetwas muss ich mir doch raus suchen, was ich noch machen kann.
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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von Matthias S. » 17.10.2016 23:01

Genau so habe ich mir das vorgestellt. Aber das Gewinde der Typ IV Ablassschraube ist wie Lotteriespiel. Von M12 bis M18 ist mir schon untergekommen...
Ich benutze sie aber gar nie und lasse Öl über das Sieb ab, um dann Kaffeesatz, äh, Ölschlamm lesen zu können.
Grüße, Matthias

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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von Micky77 » 17.10.2016 23:33

Du kannst es auch mit Loctide 544 Dichtbekommen .
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Re: Ölablasschraube undicht

Beitrag von GoldenerOktober *001 » 17.10.2016 23:35

Tanjas&Thomas_T2b hat geschrieben:
GoldenerOktober *001 hat geschrieben:He Thomas,
klopp doch n Holzpflock rein! :zunge2:

Immer diese Perfektionisten...

:dog:
Ja aber jetzt kommt doch der Winter, und wenn man schon nicht fährt, dann muss man doch basteln.
Und irgendetwas muss ich mir doch raus suchen, was ich noch machen kann.
Kauf Dir doch einen Zweitbus...
Dann kannst Du auch ganz in Ruhe die nächsten Jahre Deine Ölschraube modifizieren.
Gutes Gelingen!
Mit dem Bus da steckenbleiben, wo die Anderen erst gar nicht hinkommen...

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