Getriebe Eingangswelle Frage

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bengerer
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Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von bengerer » 26.05.2019 21:28

Hallo,

ich habe heute den Motor aus unserem T2 herausgenommen, um den Tankgeber zu überprüfen.

Hierbei ist mir aufgefallen das die Getriebeeingangswelle ziemlich viel Spiel hat.
Die kann man locker 2-3mm hin und her bewegen. Ist das noch im Rahmen, oder sitzt da hinter dem Wellendichtring ein Lager das defekt ist?

Dann habe ich noch eine Frage zur Getriebeaufhängung.
Ist beim T2 a das Getriebe nur am Achsrohr aufgehängt und dann mit dem Motor verschraubt?
Weil bei B Modell ist ja das Getriebe nochmal an der Kupplungsglocke aufgehängt.
Oder fehlt bei unserem hier ein Bauteil?

Grüße Manuel

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Norbert*848b
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von Norbert*848b » 26.05.2019 22:12

Hallo Manuel,
bengerer hat geschrieben:
26.05.2019 21:28
Die kann man locker 2-3mm hin und her bewegen. Ist das noch im Rahmen...
Ja, das gehört so. Die Eingangswelle wird ja auch noch im Pilotlager der Hohlschraube (zur Schwungscheibenbefestigung) geführt.
Das Pilotlager vor Einbau bitte auch wieder mit etwas MOS2 Fett bei Laune halten (genau wie die Verzahnung der Eingangswelle).
Das weißt Du aber sicherlich schon alles, arbeitest selbstverständlich nach Reparaturleitfaden. :D
bengerer hat geschrieben:
26.05.2019 21:28
Ist beim T2 a das Getriebe nur am Achsrohr aufgehängt und dann mit dem Motor verschraubt?

Ja, das ist so, deshalb muss man bei Motorausbau auch das Getriebe abstützen.
bengerer hat geschrieben:
26.05.2019 21:28
Weil bei B Modell ist ja das Getriebe nochmal an der Kupplungsglocke aufgehängt.
Genau genommen ab dem T2 a/b, ab da wurde ja auch der Typ 4 Motor eingesetzt, was eine stärkere Auslegung erforderte. :thumb:
https://volkswagen.7zap.com/de/rdw/typ+ ... 599-46000/
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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bengerer
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von bengerer » 26.05.2019 22:26

Ok,
ich dachte mir nur das dies evtl. zuviel ist.
Und vorallem weil über den Wellendichtring, Getriebeöl in die Kupplungsglocke gelangt.
Dann hier die Welle schon eingelaufen sein, oder ist hier nur der Dichtring hinüber?

Einen Leitfaden habe ich, ich dachte auch es ist wie beim B, und habe das leider nicht untergebaut. Das ist dann leider abgesackt, kann das einen Schaden verursacht haben?

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Norbert*848b
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von Norbert*848b » 27.05.2019 04:18

Hallo Manuel,
bengerer hat geschrieben:
26.05.2019 22:26
Und vor allem weil über den Wellendichtring, Getriebeöl in die Kupplungsglocke gelangt.
… vermutlich ist der WDR defekt und Austausch ist angesagt, kenne das Thema "selbstverfreilich". :D
bengerer hat geschrieben:
26.05.2019 22:26
Dann hier die Welle schon eingelaufen sein...
… habe noch keine eingelaufene derartige Welle angetroffen, vermutlich hat es nur der WDR hinter sich gebracht. :(
bengerer hat geschrieben:
26.05.2019 22:26
… ich dachte auch es ist wie beim B, und habe das leider nicht untergebaut.
Tja, ist schon so manch einem Anderen auch schon passiert. :(
… das Problem haben wir des Öfteren hier im Forum.
bengerer hat geschrieben:
26.05.2019 22:26
Das ist dann leider abgesackt, kann das einen Schaden verursacht haben?
Sry, Ferndiagnose leider aus der Entfernung schlecht möglich. :(
Schaltstange, womöglich auch vorderes Schaltgehäuse, könnten über Gebühr "gebeutelt" worden sein … was das auch immer bedeuten könnte mit welchen Auswirkungen auch immer. :(
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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bengerer
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von bengerer » 27.05.2019 10:07

Dann werde ich das mal prüfen.
Die Schaltstange hatte auf jeden Fall sehr viel Spiel, deswegen wurde auch das Getriebe demontiert.
Um hier noch die Führungen der Schaltstange zu erneuern.
Vielleicht hat das ja gereicht damit die Stange ein bisschen nachgeben konnte.

Danke für die Einschätzung

Grüße Manuel

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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von Sgt. Pepper » 27.05.2019 10:34

Moin,

mach in dem Zuge auch gleich den Dichtungrring am Eingang der Schaltstange neu.
Der ist recht schnell erneuert und dort sifft es recht häufig, was den Gummiteilen der Schaltstangenkupplung nicht gut tut.

Grüße,
Stephan
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bengerer
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von bengerer » 27.05.2019 11:07

Ja denn hätte ich auch gleich mitgemacht.
Heuer im Frühjahr habe ich an der Schaltung vorne alles erneuert.
Und jetzt ist hinten am Getriebe alles dran.
Schaltstange ist schon demontiert.
Da reinige ich jetzt noch das Rohr, tausche die Führungen aus und mache am Getriebehals die Büchse und Wellendichring neu.
Und jetzt kommt eben der Wellendichtring an der Eingangswelle dazu.

Dann fällt mir noch was ein.

Bei länger Fahrt, also so ab 50km aufwärts.
Peift die Kupplung wenn diese getreten wird.
Normal ist das doch dann das Ausrücklager, dass sieht aber Augenscheinlich noch sehr gut aus.
Könnte das noch andere Ursachen haben? Oder sieht man das einem solchen Lager nicht an.
Es hackt auch nirgends und lässt sich leicht drehen.

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Sgt. Pepper
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von Sgt. Pepper » 27.05.2019 12:55

Moin,

das pfeifen kann auch von einem defekten Nadellager in der Zentralmutter am Schwungrad liegen.
Dies ist das sogn. Pilotlager welches die Eingangswelle der Getriebes im Schwingrad/Kurbelwelle führt.

Im eingekuppelten Zustand gibt es keinen Drehzahlunterschied zwischen Schwungrad und Getriebeeingangswelle, das Lager dreht sich also nicht. Erst wenn du die Kupplung betätigst, drehen sich Eingangswelle und Schwungrad entsprechend unterschiedlich und das Pilotlager dreht sich mit der Differenz. Desswegen macht das nur Geräusche wenn du die Kupplung getreten hast.

Beim Typ4 lässt sich das Lager ausziehen und tauschen. Beim Typ1 Motor vermutlich auch, ich habe das hier aber bisher noch nicht gemacht.

Grüße,
Stephan
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von Norbert*848b » 27.05.2019 13:42

Moin,
Sgt. Pepper hat geschrieben:
27.05.2019 12:55
Beim Typ4 lässt sich das Lager ausziehen und tauschen. Beim Typ1 Motor vermutlich auch, ich habe das hier aber bisher noch nicht gemacht.
… geht beim Typ 1 Motor auch, lohnt sich aber nicht wirklich. In größeren Abständen, wenn auch einmal ein neuer Kupplungssatz fällig wird, nehme ich diese Hohlschraube sowie auch die dazugehörige Sicherungsscheibe neu. Hab bislang auch nie Ärger mit einem fehlerhaften Pilotlager gehabt ("knocking on Wood"). :D
Händlerbeispiel: https://www.wagenteile.de/shop_de/model ... d.html?p=2
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von Sgt. Pepper » 27.05.2019 13:51

Moin,

ich auch nicht. Hab das Lager auch nie ausgetauscht sondern nur gereinigt und neu gefettet. Je nach Zustand des Lagers kann es also sein, dass sich das Problem mit etwas Fett schon erledigt hat.
Natürlich mit dem Restrisiko, das es ne Weile ruhig ist und danach wieder Krach macht, weil defekt. Allerdings ist der Motorausbau beim a ja nicht so aufwändig.

Grüße,
Stephan
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von bengerer » 27.05.2019 13:59

Ok,
danke für die Einschätzung.
Motor ist schon ausgebaut, ebenso das Getriebe.
Dann kommt das Lager auch noch neu rein.

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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von Paul » 27.05.2019 15:15

Hi Manuel,

sei besser vorsichtig beim Ausbau ... Ich hatte Motor und Getriebe ebenfalls auseinander und dachte mir ich tausche das bisher unauffällige Pilotlager prophylaktisch und habe mir Ersatz (der ja sehr günstig ist) besorgt. Allerdings zeigte sich das Pilotlager als sehr widerspenstig beim Ausbau, was sich hier im Forum auch in vielen Posts bestätigen lässt. Das Teil ist nämlich so klein, dass du mit einem Standardauszieher nicht reinkommst. Im Endeffekt hatte ich Glück, dass ich bei meinen stümperhaften Ausbauversuchen das Lager nicht beschädigt habe, ich habe es jetzt nämlich einfach drin gelassen und freue mich, dass es noch intakt ist.

Grüße
Paul
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von g_hill » 27.05.2019 19:14

Hallo zusammen,

ein Tipp zum schonenden Ausbau des Pilotlagers.

Mna nehme ein Stück billige Kernseife. Die Kernseife zerstossen und geduldig durch das Lager in das Sackloch der Kurbelwelle stopfen. Wenn das Loch gestopft ist mit einem pasenden Stück Rundmaterial oder dem passenden Zentrierdorn und einem Gummihammer die Kernseife verdichten, dann nachstopfen, verdichten, nachstopfen, verdichten..... Das Lager kommt nach und nach aus dem Sackloch und wird dabei nicht beschädigt.
Am Ende muss man nur die Seife wieder aus dem Sackloch kratzen, alles saubermachen und fertig. Die Seife kann man dann noch zum Händewaschen benutzen. :D
Habe es selber bei unterschiedlichen Motoren bei jedem Kupplungswechsel so gemacht.

Viel Spass
Hilmar
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von Sgt. Pepper » 27.05.2019 21:26

Das haben auch schon welche mit nassem Papier so gemacht. Ich würde eher Fett dafür empfehen dann muss nicht alles wieder aus dem Loch kratzen.
Zum Austreiben kann man die Plastik-Eingangswellen-Dummies verwenden, die man auch für den Einbau der Kupplung verwendet. Aber ein halbwegs passender Bolzen geht auch.

Grüße,
Stephan
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Re: Getriebe Eingangswelle Frage

Beitrag von g_hill » 27.05.2019 21:32

Sgt. Pepper hat geschrieben:
27.05.2019 21:26
Ich würde eher Fett dafür empfehen
... aber damit kannst du dir hinterher nicht die Hände waschen.... :thumb:
Grüße
Hilmar
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