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Fragen zu Ansaugstutzen Typ 1 Motor

Verfasst: 24.01.2020 23:27
von suomi_bus*818
Hallo zusammen,
ich habe 2 Fragen zu den Typ 1 Ansaugstutzen.
- ein Stehbolzen am Zylinderkopf hat nicht gegriffen. Hier habe ich eine längere Innensechskantschraube benutzt die jetzt fasst. Kann man generell anstatt der Bolzen auf Innensechskantschrauben umrüsten? Klar kann man, aber spricht etwas dagegen? Ich meine das schon mal gesehen zu haben. Vorteil wäre, dass ich bei Bedarf die Ansaugstutzen abnehmen kann, wenn zb die Dichtung defekt ist. Denn aktuell bekomme ich die Stutzen nicht ab ohne das Geweih abzunehmen. Es steckt nämlich ein Stück in den Stutzen und verkantet diese dann an den stehbolzen. Oder am Geweih soweit kürzen, dass die Dichtung noch greift und man die Stutzen abziehen kann?
- was haltet ihr von dem Foto? Bin vielleicht 10000 km mit dem Motor gefahren nach Neuaufbau. Einfach undicht und zieht Luft?

Grüße
Erik

Re: Fragen zu Ansaugstutzen Typ 1 Motor

Verfasst: 25.01.2020 16:34
von Zamba
Hallo Erik,
so sah es bei mir auch aus, mit den Metalldichtungen. CSP hat welche aus Pappe, damit war bei mir Ruhe.
Aber die Idee, die Stehbolzen zu ersetzen hat was.
Gruß

Re: Fragen zu Ansaugstutzen Typ 1 Motor

Verfasst: 26.01.2020 12:40
von suomi_bus*818
Danke für den Tipp. Das werde ich ausprobieren.
Grüße
Erik

Re: Fragen zu Ansaugstutzen Typ 1 Motor

Verfasst: 26.01.2020 17:28
von sham 69
suomi_bus*818 hat geschrieben:
24.01.2020 23:27

... aber spricht etwas dagegen? Ich meine das schon mal gesehen zu haben. Vorteil wäre, dass ich bei Bedarf die Ansaugstutzen abnehmen kann...
Grüße
Erik
Hallo Erik,

Dagegen sprechen nur die etwas fummeligere Montage, da das anfädeln schwieriger wird sowie niedrigere Drehmomente beim festziehen, mit einer Schraube zieht man halt schneller mal das Gewinde aus dem Guss als mit einer Mutter auf korrektem Stehbolzen.
Ich würde ggf. erstmal einen längeren Stehbolzen probieren, ansonsten auf deine Schraubenvariante zurückgreifen und mir für später eine Reparatur vornehmen.
Kommt auch auf deine Möglichkeiten an. Möglicherweise wäre Helicoil oder verschweissen und neu bohren / schneiden auch eine Option.
Für 50PS wäre mir sowas egal, bei 150 nicht.

Re: Fragen zu Ansaugstutzen Typ 1 Motor

Verfasst: 28.01.2020 14:57
von bugster_de
Hi,

dagegen spricht, dass man nie eine Stahlschraube in ein Alugewinde mit der Absicht des permanenten Öffnen/Schliessens der Verschraubung machen sollte. Im einfachtsen Fall lockert die sich auf Grund der Temperaturunterschiede, im schlimmeren Fall kommt das Gewinde aus dem Alukopf raus. Als Notreparatur im Urlaub um nach Hause zu kommen ja, aber wie oben schon geschrieben wäre richtiger ein Helicoil zu setzen. Gibt da auch so Stahleinsätze, die man dann ggf. öfters öffnen und wieder verschliessen kann.
Und auch einen Stehbolzen nicht mit Loctite oder ähnlichem ins Alu verschrauben. Beim nächsten mal kommt dann unter Garantie das Gewinde aus dem Alukopf raus. Wenn man Glück hat bleibt dann noch genügend Fleisch für ein Helicoil, aber auf Glück würd ich mich da nicht verlassen wollen. Die Gewinde im Kopf und im Block sind alle original leicht auf "Untermaß" geschnitten, so dass der Stehbolzen schonmal klemmt. Dann wird er eingegschraubt bis zu der Stelle an der das Gewinde unterbrochen ist und damit ist er fest.

Re: Fragen zu Ansaugstutzen Typ 1 Motor

Verfasst: 28.01.2020 20:34
von schrauberger
Hallo,
ich möchte hier mal ganz klar eine Lanze für Helicoil brechen.

Das ist nicht nur ein Reparaturgewinde, sondern die Festigkeit und Qualität der Gewinde wird nicht unwesentlich erhöht !!!

Mit einem Helicoileinsatz erhöht sich nicht nur die Festigkeit eines Gewindes durch den (leicht) größeren Durchmesser, auch die Gewindeflanken z.B. Im Aluwerkstück werden durch vergütete Stahlflanken ersetzt.
Die Gewinde werden dadurch fester und unempfindlicher.
Häufiges Montierend/Demontieren stellt überhaupt kein Problem mehr dar.
In der Industrie werden neue Aluteile die öfters demontiert werden müssen, standartmäßig mit Helicoil ausgerüstet.
Auch ein rausgerissenes Gewinde ist völlig problemlos .
Das Kernloch eines Helicoil Gewindes ist einige Zehntel mm größer als der rausgerissene Nenndurchmesser.
Das defekte Gewiinde wird zuerst mit dem im Satz enthaltenen Bohrer wenige zehntel mm saubergebohrt, dann mit speziellem Helicoilgewindebohrer das neue Gewinde geschnitten, und zum Schluß der mit Loctite benetzte Einsatz eingedreht.

Besser als neu :ritter:

Re: Fragen zu Ansaugstutzen Typ 1 Motor

Verfasst: 28.01.2020 22:47
von bullijochen
schrauberger hat geschrieben:
28.01.2020 20:34
Hallo,
ich möchte hier mal ganz klar eine Lanze für Helicoil brechen.

Das ist nicht nur ein Reparaturgewinde, sondern die Festigkeit und Qualität der Gewinde wird nicht unwesentlich erhöht !!!

Mit einem Helicoileinsatz erhöht sich nicht nur die Festigkeit eines Gewindes durch den (leicht) größeren Durchmesser, auch die Gewindeflanken z.B. Im Aluwerkstück werden durch vergütete Stahlflanken ersetzt.
Die Gewinde werden dadurch fester und unempfindlicher.
Häufiges Montierend/Demontieren stellt überhaupt kein Problem mehr dar.
In der Industrie werden neue Aluteile die öfters demontiert werden müssen, standartmäßig mit Helicoil ausgerüstet.
Auch ein rausgerissenes Gewinde ist völlig problemlos .
Das Kernloch eines Helicoil Gewindes ist einige Zehntel mm größer als der rausgerissene Nenndurchmesser.
Das defekte Gewiinde wird zuerst mit dem im Satz enthaltenen Bohrer wenige zehntel mm saubergebohrt, dann mit speziellem Helicoilgewindebohrer das neue Gewinde geschnitten, und zum Schluß der mit Loctite benetzte Einsatz eingedreht.

Besser als neu :ritter:
Genau deswegen hab ich in meinen neuen zylinderköpfen und in der ölablassschraube gleich einen coil gesetzt.. :gut: :gut: