[Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

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Bus-Hoehle
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[Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Bus-Hoehle » 26.06.2020 09:00

So Ihr Lieben,

hier nun mal eine "Photo-Love-Story" über die Wandlung von einem Paar 34 PDSIT Versagern zu Vergasern.

Sie wurden von einem "laufenden" Bulli abgebaut. Soweit man das so nennen kann. Laut Werkstatt war der kalt ohne Startpilot nicht zu starten. Im warmen Zustand dauerte es ca. ne Minute bis er irgendwie lief.

Die hier gezeigten Vergaser sind für einen CA-Motor mit Schaltegtriebe und Papierluftfiler. Nur darauf passen sie. Auf keinen anderen Typ 4 Motor.

Gerade diese Vergaser haben in der Regel eine Menge defekter Teile. Durch konstruktive Änderungen zum Modell 74 wurden einige Teile deutlich robuster. Dazu mehr in den Bildern.

Und nun, Bierchen auf, Knabberkram bereit und entspannen.
Vergaser Gesamt A.JPG
Vergaser Gesamt B.JPG
Vergaser gesamt C.JPG
Zuletzt geändert von Bus-Hoehle am 26.06.2020 09:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Bus-Hoehle » 26.06.2020 09:16

Los gehts.

Erst einmal die Vergaser in alle Einzelteile zerlegen, In ALLE EINZELTEILE!

Dann schauen was noch in Ordnung ist oder in den Schrott muss.
Vergaser Müll.JPG
Dieses hier kommt ungesehen in den Müll und wird erneuert.
Vergaser Chromatieren.JPG
Diese Teile gehen direkt in den Sammeleimer und gehen dann zum Chromatieren.
Vergaser Aufarbeiten.JPG
Stahlteile, die wieder verwendet werden können. Nach entsprechender Aufarbeitung.
Vergaser Schrott.JPG
Diese Teile sind verschlissen oder defekt und kommen in die Altmetalltonne.
Vergaser Gehäuse Bearbeiten.JPG
Gehäuseteile, welche aufgearbeitet werden können. Leider weniger als erwartet.
Vergaser Gehäuse Schrott.JPG
Nicht mehr zu retten. Da baue ich noch alles rettbare raus und dann in den Müll.

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Bus-Hoehle » 26.06.2020 09:27

Vergaser Deckel links defekt.JPG
Seltener Schaden. Abgebrochene Befestigungslasche für das Bi-Metall Gehäuse.
Vergaser Deckel Defekt.JPG
Hier hat ein Komiker eine Schraube in den Deckel gebastelt. Damit reif für die Tonne.
Vergaser Gehäuse Defekt.JPG
Gebrochenes Bi-Metall Gehäuse links. Das war so auf dem Motor. Auch Tonne

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Bus-Hoehle » 28.06.2020 13:02

So. Weiter geht es.

Bei den vorhandenen Vergasern sind ja recht viele Teile defekt. Ersatzteile gibt es nicht. Man muss einen gleichen Vergaser zum Schlachten haben. Auch die ganzen Gestängeteile von der Startautomatik und Beschleunigerpumpe können nur von einem anderen Vergaser übernommen werden. Oder man macht die Teile selber neu. Dazu kommen noch Infos.

Nach dem Entfetten in einem Eimer mit Bremsenreiniger habe ich die Teile ablüften lassen und mit geringem Druck glasperlgestrahlt. Dann schaut das so aus:
P1010030.JPG
P1010027.JPG
P1010028.JPG
Danach werden die Daten geprüft und geschaut ob wirklich alles in Ordnung ist. Hier ist es VW381-1. Das ist ein Vergaser für eine CA-Motor mit Schaltgetriebe und Papierluftfilter. Passt also. Es gibt Unterschiede zwischen den ganzen Varianten, auch beim Vergaserunterteil. Mit oder ohne Dehnstoffventil für die Beschleunigerpumpe, mit oder ohne Bohrungen für die Heißleerlaufanreicherung bei Automatikgetrieben, verschiedene Leerlaufluftkorrekturdüsen.
P1010029.JPG
Es gibt immer die Kennzeichung unter der Schwimmerkammer. Eine Kennzeichung "VWxxx-x" und eine vierstellige Nummer. Damit lässt sich das Vergaserunterteil korrekt zuordnen.

Alle VW-Nummern beginnend mit "3" sind für die 1,7Liter Motoren (CA,CB,CD,CE), alle VW-Nummern beginnend mit "4" sind für die 1,8Liter Motoren (AP,AW), alle VW-Nummern beginnend mit "5" sind für die 2,0Liter Motoren (CJ), alle zweistelligen VW-Nummern beginnend mit "6" sind für den T3 2,0Liter Motor (CU). Ausnahme: VW105-x ist auch für den T3 mit CU-Motor. Die vierstellige Nummer ist eine laufende Nummer aus der Produktion.

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Bus-Hoehle » 28.06.2020 13:25

Ganz wichtig! Die Düsengrößen, bzw. Bohrungen mit Prüfstiften oder präzisen Bohrerschäften überprüfen.
P1010046.JPG
Das Sollmaß steht eingeschlagen daneben. Hier 140. Es kann aber auch eine 1,4 sein. Das wurde mal geändert. In diesem Fall passt es. Es kommt aber auch vor, das die Bohrung auf das Sollmaß angepasst werden muß. Warum es die Abweichunge gibt, keine Ahnung. Entweder nicht korrekt gefertigt, oder beim Einpressen ins Unterteil zu viel Übermaß und die Bohrung wird dadurch "kleingedrückt".

Auch beim Drosselklappenteil muß genau geschaut werden. Wenn bei der Demontage noch die originale grüne Papierdichtung vorhanden ist und an den Befestigungsbohrungen schön klebt und verpresst ist, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit das zugehörige Drosselklappenteil sein. Bei allen anderen Demontagesituationen ist Vorsicht geboten. Es gibt halt viele verschiedene Drosselklappenteile. Leider haben die keinerlei Kennzeichung. Die kann man nur mit entsprechender Erfahrung zuordnen. Hier mal ein paar Bilder von den verschiedenen Drosselklappenteilen.
P1010044.JPG
Links ein frühes Teil für die CA-Motoren mit Ölbadluftfilter, rechts für den CA-Motor mit Papierluftfilter. Mit dem Wechsel auf den Papierluftfiler wurden die Saugrohrlängen geändert und das Gasgestänge überarbeitet. Und damit wurden die Drosselklappenwellen länger. Aber die Lagerung nicht robuster.
P1010040.JPG
Das sind die Bohrungen für die CO-Schraube und die Übergangsbohrungen für die 1,7Liter Motoren
P1010041.JPG
Das sind die Bohrungen für die CO-Schraube und die Übergangsbohrungen für den CU-Motor (T3)
P1010042.JPG
Das sind die Bohrungen für die CO-Schraube und die Übergangsbohrungen für den 2,0Liter CJ-Motor. Für einen 1,8Liter Motor habe ich gerade kein Teil da. Auch hier sind die Bohrungen wieder anders.
P1010043.JPG
Hier hat jemand die CO-Schraube ohne Gefühl reingedreht und somit das Drosselklappenteil ruiniert.

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Gastonlagaffe » 28.06.2020 14:12

Genial !!!
Endlich mal Fakten aus Fachmännischer Hand.
Dieses ewige Halbwissen macht mich schon lange wahnsinnig.
Die einzige gute Datenquelle war für mich bisher Ruddies (oder ?)

Ich habe auf Basis deiner Bilder mal meine Vergaserteilesammlung (4 Vergaserpärchen für CJ)durchforstet, da simmt einiges nicht :confused: , alles Gemischtwaren.

Bin ja gespannt was ich im Bus drin hab (waren angeblich CJ Vergaser), der Übergang beim fahren ist grauenhaft und ich bekomme das nicht weg ....
Vielleicht kommt jetzt Rettung.

Grosses Kompliment und Danke
Thomas
DSC_0735_teil.jpg
Verstand beginnt dort wo die Logik endet

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Bus-Hoehle » 28.06.2020 15:10

Ich habe irgendwann mal begonnen, die Bohrungen in den Drosselklappenteilen zu Messen und die Daten aufzuschreiben, damit ich Drosselklappenteile ggf. zuordnen kann. Dazu werden ebenfalls Prüfstifte benötigt. Hier geht nix mehr mit Bohrerschäften oder Messchiebern. Die Prüfstifte sind mit einer 0,01mm Abstufung. Somit sind die Bohrungen ganz klar zu Messen.
P1010047.JPG
Der Stift muss sich durch die Bohrung durchschieben lassen. Mit einem kleineren Stift anfangen und langsam steigern. Manchmal findet man auch einen kleine Grat in der Bohrung. Den kann man damit "freiräumen".
P1010048.JPG
Auch wenn das alles mehr oder weniger gleich ausschaut. Da sind zum Teil große Unterschiede in den Bohrungen. Damit wird der Teillastbereich im Vergaser bestimmt. Änderungen oder "falsche" Drosselklappenteile sind in der Regel nicht von Vorteil.

Hier als Beispiel die fünf Bohrungen vom AP, CJ und CU-Vergaser. Beginnend mit der CO-Schraube von "Unten" nach "Oben":

AP - 1,10mm / 0,84mm / 0,89mm / 0,62mm / 1,05mm

CJ - 1,05mm / 0,84mm / 0,89mm / 0,84mm / 0,74mm

CU - 1,10mm / 0,84mm / 0,89mm / 0,94mm / 0,90mm

Wobei das CO-Schraubenloch jetzt nicht das große Problem ist. Denn dort wird mit der Nadel ein Ringspalt eingestellt um das Leerlaufgemisch herzustellen.

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Bus-Hoehle » 28.06.2020 15:18

Jetzt das Gehäuse von der Startautomatik.
P1010035.JPG
Hier müssen drei Flächen geplant werden. Die beiden Flächen für die Pull-Down-Membran und
die Verbindungsfläche zum Vergaserdeckel
P1010036.JPG
Zum Planen müssen die Messingröhrchen entfernt werden.

Beim Zusammenbau die richtigen Röhrchen einsetzen.
P1010038.JPG
Am Flansch der Pull-Down-Membran gehört das Röhrchen mir der keinen Bohrung, als Drossel.

Die Verbindung zum Deckel wird durch ein sehr dünnes Röhrchen hergestellt. Hier soll nicht gedrosselt werden.
P1010039.JPG
Leider hat Solex oder VW zum Teil Reste verwertet. Da findet man schon mal die Röhrchen für die Membran auch in der Verbindung zum Deckel.

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Bus-Hoehle » 28.06.2020 15:37

Der Vergaserdeckel links hat ja den Zentralleerlauf integriert. Hier geht schon mal das Gewinde für das Abschaltventil kaputt. Helicoil funktioniert in der Regel nicht, da die Bohrung schon zu stark unrund ist. Und auch die Auflagefläche fürs Ventil muss wieder hergestellt werden.
P1010031.JPG
P1010033.JPG
Hier kann man schön die Reparatur mit einer Gewindebuchse sehen. Damit ist das Gewinde wieder vollständig und die Auflagefläche ist auch wieder rund und winkelig. Die Gewindebuchse muss selber hergestellt werden. Die gibt es nicht als Reparaturteil. Für das Ausfräsen des alten Gewindes sind spezielle Werkzeuge notwendig. Sonst ist die "Achse" des Gewindes schnell falsch oder die Bohrung versaut.
P1010032.JPG
Die Verbindungsfläche zum Startautomatikgehäuse muss ebenfalls geplant werden. Zum Teil sind die bis zu 0,5mm durchgebogen.
P1010034.JPG
Gaaaanz wichtig. Das richtige Einspritzröhrchen. Die 1,7Liter haben dieses "kurze" Röhrchen. Die 1,8er und 2,0er haben ein längeres. Wird später bein Zusammenbau wichtig.

Die Deckel rechts und links unterscheiden sich in den Einspritzröhrchen und den Belüftungsröhrchen für die Schwimmerkammer. Ansonsten sind die gleich. Hier kann in der Regel Ersatz bei den anderen Vergaservarianten gefunden werden. Ganz frühe 1,7er mit Ölbadluftfilter ausgenommen.

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Bus-Hoehle » 30.06.2020 22:36

Und weiter geht es. Immer noch der Vergaserdeckel.
P1010066.JPG
Das sind die beiden Typen an Reparaturbuchsen, die ich verwende. Die rechte Buchse ist für die ganz üblen Fälle.
P1010074.JPG
Es gibt zwei verschiedene Einspritzröhrchen. Das Obere ist für die 1,7er Motoren, das Untere für die 1,8er bis 2,0er Motoren.
P1010075.JPG
Das Steigrohr im linken Vergaser gibt es in zwei Längen. Es dient zur Versorgung für den Zentralleerlauf. An der unteren Seite ist eine 0,45mm Düse eingepresst.
Lang - Vergaserunterteil ohne Dehnstoffventil
Kurz - Vergaserunterteil mit Dehnstoffventil

Das Kurze passt in alle Vergaserunterteile, das Lange natürlich nicht.
P1010076.JPG
Auch hier gibt es Defekte. Ca. 40% der Steigrohre sind im Düsensitz gerissen. Dadurch kann die Düse rausfallen, bzw. durch den Riss kann zusätzlich Benzin ins Steigrohr gelangen.


Weiter zum Vergaserunterteil. Für die Beschleunigerpumpe gibt es zwei Kugelrückschlagventile. Das Ventil für den Ausgang kann man leicht entfernen und schaut so aus. Es steht später aus dem Unterteil raus und wird in den Deckel gesteckt.
P1010077.JPG

Das Ventil für den Zulauf findet man hinter der seitlichen Bohrung in der Beschleunigerpumpe. Hier ist die Kugel unten und verschließt beim Druckhub den Rückweg.
P1010072.JPG
Wenn man das Unterteil auf den Kopf stellt, muss die Kugel in der Bohrung sichtbar sein. Sich also frei bewegen können. Hier kann man sie sehen.
P1010071.JPG
Das ist die Stellung, wenn die Pumpe wieder Benzin in den Membranraum saugt.
P1010078.JPG
Hier die Welle für den Beschleunigerpumpenhebel. Die ist IMMER fertig. Hab noch keine intakte Welle gefunden. Die sind natürlich leicht nachzufertigen.

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von Bus-Hoehle » 01.07.2020 23:10

Weitere Details am Vergaserunterteil.

Die frühen Gehäuse haben kein Dehnstoffventil für die Beschleunigerpumpe.
P1010105.JPG
Dann wurden Gehäuse mit einer "Vorbereitung" fürs Dehnstoffventil gegossen. Allerdings sind die Bohrungen nicht fertig gestellt und das Gewinde ist nicht geschnitten.
P1010079.JPG
Und hier die Variante mit der Aufnahme für das Dehnstoffventil.
P1010106.JPG
In der Beschleunigerpumpe findet sich häufig Korrosion. Vermutlich Wasserablagerungen. Nach dem Strahlen schaut es dann so aus. Ist aber nicht schlimm. Solange die Dichtfläche in Ordung ist kann das Unterteil verwendet werden.
P1010080.JPG
Und hier nun ein Knaller. Ein Grund für die sogenannten "Montagsautos", die die Werkstätten nicht in den Griff bekamen.

Ein Blick in die Bohrung von der Leerlaufabschaltdüse. Am Grund der Bohrung hat die Düse einen ringförmigen Abdruck hinterlassen. Dadurch kann das Benzin nur durch die Düse in den Leerlaufkanal gelangen. Passt also.
P1010102.JPG
Und hier die Katastrophe. Die Achse des Gewindes passt nicht richtig zur Bohrung. Daduch sitzt die Düse nicht richtig auf dem Zulaufloch, sondern seitlich und dichtet nicht ab. Dadurch kann das Benzin nun durch das ca, 1,6mm große Loch in den Leerlaufkanal gelangen. Dadurch ist dann keine kontrollierte Dosierung mehr möglich.
P1010103.JPG
Immer wenn die Drosselklappe nicht senkrecht steht (Volllast) wird durch den Unterdruck unter der Klappe viiiieeeel Benzin durchgesaugt. Im Teillastbereich läuft der dann immer viel zu fett und das merkt man dann am Verbrauch und Laufkultur. Aber welche arme Socke in der Werkstatt soll sowas finden?
Montagsauto eben.

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von kannsnichlassen » 01.07.2020 23:52

Ich denke, ich würde das nie selbst auf die Reihe bekommen, bin aber voll begeistert und höre Dir sehr gespannt weiter zu.

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von kölner » 02.07.2020 13:57

weitermachen :dafür:

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von TaigagruenerHans » 02.07.2020 14:31

Hallo,

super Arbeit :respekt:

ich habe eine Frage zum Unterdruckanschluss für die Zündverstellung. Kannst du mir auf einem Foto die Bohrung zeigen?

Ich habe immer noch nicht 100%ig verstanden, wo genau der Abgang hingeht. Vor oder Nach Drosselklappe, wird durch die DK im Leerlauf verdeckt... Auch hier im Forum gibt es widersprüchliche Infos dazu.

viele Grüße
Hans

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Re: [Workshop] 34PDSIT - vom Versager zum Vergaser

Beitrag von TaigagruenerHans » 02.07.2020 16:31

Hier mal ein Bild. Also die Frage: Wo kommt der rot markierte Anschluss wieder raus (Hier steckt das Messingröhrchen noch nicht drin)
Udruck PDSIT.PNG
PS: Sorry für doppelpost, ich weiß nicht, wie man Beiträge editiert

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