Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Technische Fragen und Antworten, Tipps und Tricks für Profis und Bastler. Hier sind die "Fachleute" am Werk.
Benutzeravatar
bullijochen
Wohnt im T2!
Beiträge: 1424
Registriert: 04.07.2010 16:49
IG T2 Mitgliedsnummer: 0

Re: Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Beitrag von bullijochen » 27.11.2020 11:17

Hallo Hendrik wenn du nicht mit Helicoil anfangen willst kannst du doch auch noch versuchen einen längeren Stehbolzen zu holen, da tut rs ein 0815 Gewindestift vom Schraubenhändler da kommt ja null Drehmoment drauf, und von innen eine Mutter auflegen und mit dieser den Bolzen kontern dann bleibt er auch wo er ist. Die Frage ist nur ob man da mit nem Schraubenschlüssel dran kommt.
Gruß Jochen
Bild

Benutzeravatar
HeWeThue
T2-Süchtiger
Beiträge: 608
Registriert: 16.10.2015 17:40
IG T2 Mitgliedsnummer: 904
Wohnort: Lippstadt, Deutschland

Re: Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Beitrag von HeWeThue » 27.11.2020 12:53

Darüber hatte ich auch schon nachgedacht: selbstsichernde Mutter damit es nicht zu hoch steht. Der Ansaugschnorchel müsste ja auch an einem Bolzen befestigt sein... also muss man ja irgendwie drankommen.

Erstmal heute das Öl ablassen... dann sehen wir weiter!
Hendrik Weise

MJ70 T2a US-Westy Mexiko-Reimport BJ 09/69

T2-Stammtisch OWL - Jeden 1. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im "Zweischlingen Gastro" Osnabrücker Str. 200, Bielefeld. :bier:

Benutzeravatar
Matthias S.
Wohnt im T2!
Beiträge: 1298
Registriert: 24.08.2012 22:21
Wohnort: Rhein-Neckar
Kontaktdaten:

Re: Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Beitrag von Matthias S. » 27.11.2020 14:09

HeWeThue hat geschrieben:
27.11.2020 12:53
Darüber hatte ich auch schon nachgedacht: selbstsichernde Mutter damit es nicht zu hoch steht. Der Ansaugschnorchel müsste ja auch an einem Bolzen befestigt sein... also muss man ja irgendwie drankommen.
Vergiss es, lass eben diesen Bolzen bloß in Ruhe, denn der ist länger als die anderen 5 und hat darüber eine Mutter, sollte also auch noch halten. Obacht das Gehäuse ist da sehr dünn und schnell verpfuscht, da sollte man wissen was man tut.

Bild

Grüße, Matthias

Benutzeravatar
HeWeThue
T2-Süchtiger
Beiträge: 608
Registriert: 16.10.2015 17:40
IG T2 Mitgliedsnummer: 904
Wohnort: Lippstadt, Deutschland

Re: Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Beitrag von HeWeThue » 27.11.2020 16:38

Matthias S. hat geschrieben:
27.11.2020 14:09
HeWeThue hat geschrieben:
27.11.2020 12:53
Darüber hatte ich auch schon nachgedacht: selbstsichernde Mutter damit es nicht zu hoch steht. Der Ansaugschnorchel müsste ja auch an einem Bolzen befestigt sein... also muss man ja irgendwie drankommen.
Vergiss es, lass eben diesen Bolzen bloß in Ruhe, denn der ist länger als die anderen 5 und hat darüber eine Mutter, sollte also auch noch halten. Obacht das Gehäuse ist da sehr dünn und schnell verpfuscht, da sollte man wissen was man tut.

Bild

Grüße, Matthias
Danke für das Foto! Enger als gedacht durch die Glocke...

Also würdest du mir zu Schraubensicherung hochfest im 1. Durchgang raten und - falls das nicht hält - auf Helicoil-Einsätze für die betroffenen Stehbolzen?
Hendrik Weise

MJ70 T2a US-Westy Mexiko-Reimport BJ 09/69

T2-Stammtisch OWL - Jeden 1. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im "Zweischlingen Gastro" Osnabrücker Str. 200, Bielefeld. :bier:

Benutzeravatar
HeWeThue
T2-Süchtiger
Beiträge: 608
Registriert: 16.10.2015 17:40
IG T2 Mitgliedsnummer: 904
Wohnort: Lippstadt, Deutschland

Re: Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Beitrag von HeWeThue » 27.11.2020 19:28

Hab gerade das Öl abgelassen.

Die rechte Gehäusehälfte ist solide und alle Bolzen schein sind dicht, aber alle 3 linken Bohrungen bereiten Probleme:
- Ein Stehbolzen ist bereits ein M8/M6 und könnte noch etwas weiter drin stehen
- ein mit der Hutmuttern rausgeschraubter Bolzen hat noch Gewindereste von der Gehäusebohrung in seinen Gewindegängen
- der dritte Bolzen ließ sich auch mit der Mutter rausdrehen, aber die Gewindegänge waren halbwegs sauber.
E672AD88-5D1E-40DA-AC64-084B68D8B773.jpeg
Also werde ich wohl zwei Helicoils setzen.

Weiterhin werde ich auf einen normalen Blechdeckel zurückgehen, da ich den Temperaturfühler dort eh nicht mehr gebraucht habe. Im Block ist ein weiterer, den ich angeschlossen habe. Das bisschen mehr Kühlung durch die Rippen des CSP ist sicherlich vernachlässigbar bei externem Kühler.

Weiterhin war das Öl abermals etwas dünnflüssig und roch nach Sprit. Würde ein Rückschlagventil in der Spritleitung nach der Pumpe besser funktionieren als mein Magnetschalter?
Hendrik Weise

MJ70 T2a US-Westy Mexiko-Reimport BJ 09/69

T2-Stammtisch OWL - Jeden 1. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im "Zweischlingen Gastro" Osnabrücker Str. 200, Bielefeld. :bier:

Benutzeravatar
Tanjas&Thomas_T2b
*
*
Beiträge: 3780
Registriert: 27.08.2010 21:32
Wohnort: Hamburg

Re: Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 27.11.2020 20:00

HeWeThue hat geschrieben:
27.11.2020 19:28
Weiterhin war das Öl abermals etwas dünnflüssig und roch nach Sprit.
Hi Hendrik,

wie weit bist du denn mit deiner Vergaserabstimmung?
Hattest du da nicht noch eine Baustelle offen?

Und du wirst hier wohl nicht um Helicoil rum kommen.
Und ich würde dir noch einen Drehmomentschlüssel ans Herz legen, damit du dann später die Hutmutern auch mit den vorschriftsmäßigem Drehmoment anziehen kannst.
Newton.JPG
Z.B. den Proxxon MC30
https://www.proxxon.com/de/industrial/23354.php

Viele Grüße
Thomas
Im Angebot: Drehzahlmesser, US-Motor-Kabelbaum 10101000

Benutzeravatar
HeWeThue
T2-Süchtiger
Beiträge: 608
Registriert: 16.10.2015 17:40
IG T2 Mitgliedsnummer: 904
Wohnort: Lippstadt, Deutschland

Re: Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Beitrag von HeWeThue » 27.11.2020 20:29

Tanjas&Thomas_T2b hat geschrieben:
27.11.2020 20:00
HeWeThue hat geschrieben:
27.11.2020 19:28
Weiterhin war das Öl abermals etwas dünnflüssig und roch nach Sprit.
Hi Hendrik,

wie weit bist du denn mit deiner Vergaserabstimmung?
Hattest du da nicht noch eine Baustelle offen?

Und du wirst hier wohl nicht um Helicoil rum kommen.
Und ich würde dir noch einen Drehmomentschlüssel ans Herz legen, damit du dann später die Hutmutern auch mit den vorschriftsmäßigem Drehmoment anziehen kannst.
Newton.JPG

Z.B. den Proxxon MC30
https://www.proxxon.com/de/industrial/23354.php

Viele Grüße
Thomas

Richtig Thomas, da war noch was! :-)
Die Vergaser haben wir noch kurz vor Saisonende im Oktober mit Lambdatool abgestimmt und der Unterschied zu vorher ist erschreckend! Zündverteiler nochmal getauscht und richtig abgeblitzt. Wie der auf einmal anspringt und rennt!
Dabei wurden auch die Schwimmerstände geprüft und etwas nachjustiert. Eigentlich sollte das jetzt passen.

Nun frage ich mich aufgrund der Saisonzulassung und dem nicht allzu regelmäßigen Gebrauch, ob ich besser auf einen manuellen Benzinabsperrhahn im Motorraum gehen sollte oder ein Rückschlagventil setze?

Drehmomentschlüssel werde ich beherzigen. Habe mir kürzlich einen „kleinen“ fürs Fahrrad gekauft, der hier definitiv zum Einsatz kommen wird. Und ein Helicoil Set...
Hendrik Weise

MJ70 T2a US-Westy Mexiko-Reimport BJ 09/69

T2-Stammtisch OWL - Jeden 1. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im "Zweischlingen Gastro" Osnabrücker Str. 200, Bielefeld. :bier:

Benutzeravatar
HeWeThue
T2-Süchtiger
Beiträge: 608
Registriert: 16.10.2015 17:40
IG T2 Mitgliedsnummer: 904
Wohnort: Lippstadt, Deutschland

Re: Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Beitrag von HeWeThue » 01.12.2020 23:01

Hab heute zwei Helicoils gesetzt und es scheint mir gelungen zu sein. Dabei ist mir aufgefallen, dass noch ein 2. M8/M6 Bolzen gesetzt wurde.

Hab mir bei CSP nun Silikondichtungen, Stehbolzen mit Innensechskant und Blechdeckel gekauft. Sollte morgen kommen, dann kann ich bis zum Wochenende schon den Motor wieder verschlossen haben.

Danke für die zahlreichen Tipps!
Hendrik Weise

MJ70 T2a US-Westy Mexiko-Reimport BJ 09/69

T2-Stammtisch OWL - Jeden 1. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im "Zweischlingen Gastro" Osnabrücker Str. 200, Bielefeld. :bier:

Benutzeravatar
Matthias S.
Wohnt im T2!
Beiträge: 1298
Registriert: 24.08.2012 22:21
Wohnort: Rhein-Neckar
Kontaktdaten:

Re: Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Beitrag von Matthias S. » 02.12.2020 01:23

Berichte doch mal von deinen Erfahrungen mit den Silikondichtungen, das würde mich interessieren, es gibt noch 6 Typ1 Motoren bei uns in der Familie in Betrieb.

Grüße, Matthias

Benutzeravatar
HeWeThue
T2-Süchtiger
Beiträge: 608
Registriert: 16.10.2015 17:40
IG T2 Mitgliedsnummer: 904
Wohnort: Lippstadt, Deutschland

Re: Was tun bei leckendem Öldeckel durch lose Stehbolzen?

Beitrag von HeWeThue » 06.12.2020 21:58

Hab heute den Motor wieder mit dem Öldeckel verschlossen. Allerdings doch wieder der gerippte von CSP weil ich keinen 7er Bohrer gefunden hatte um das ein oder andere Loch noch etwas zu vergrößern. Ob es an meinen nachgearbeiteten Stehbolzen liegt?

Die Silikondichtungen machen einen guten Eindruck! Sind etwa genauso stark wie die frischen Papierdichtungen, scheinen aber etwas breiter zu sein oder es liegt an der Elastizität. Nach dem Einbau und Anziehen mit 8Nm drückt es die Dichtungen in die Breite.

Auf jeden Fall scheint es nun dicht zu sein und die Hutmuttern konnte ich definiert festziehen. Entsprechend haben wohl die Helicoils ihren Zweck erfüllt. Ich danke für die Tipps und aufmunternden Worte!
Hendrik Weise

MJ70 T2a US-Westy Mexiko-Reimport BJ 09/69

T2-Stammtisch OWL - Jeden 1. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im "Zweischlingen Gastro" Osnabrücker Str. 200, Bielefeld. :bier:

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot], Clas, Google [Bot] und 31 Gäste