Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

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Tanjas&Thomas_T2b
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 20.03.2019 13:23

Hi Christian,

so glatt ist der Bus ab Werk vermutlich niemals gewesen :wink:
Auf den Bildern sieht das echt spitze aus.
Da kann es ja dieses Jahr noch mit dem Zusammenbau los gehen, wenn der Lackierer nicht zu lange braucht.
Aber bei den Vorarbeiten muss der ja nur noch die Deckschicht machen, das sollte ja fix gehen.

Viele Grüße,
Thomas
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von T2Bulli » 08.05.2019 20:55

Mein ursprünglich geliebtes Projekt, dieser tolle Doka Thread...und dann kam alles anders. :cry:

Es gibt Neuigkeiten, die eigentlich keine sind. Meine Doka ist heute zum dritten Mal zurück aus Berlin nach Hause in meine Werkstatt gekommen. Grundsätzlich unveränderte Dinge, da der Berliner Karosseriebau Fachbetrieb aus Weißensee eine sehr differenzierte Auffassung von fach- und sachgerechter Karosserierestauration hat.

Mehr kann ich dazu aktuell nicht öffentlich schreiben. Also zeigt her, wie sieht es bei euren Projekten aus!

Beste Grüße

Sebastian
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von T2Bulli » 30.05.2019 12:04

Das folgende Foto zeigt die linke Seitenwand der Doka und wurde absichtlich bei Dunkelheit aufgenommen. In der Doka stand eine Lampe. Sieht das nach hochfertiger fach- und sachgerechter Karosserierestauration aus? Und das Foto zeigt noch nichtmal das ganze Ausmaß der Krater und Dellen... :wall:
IMG_20190524_211021502.jpg


Und so sieht die Seitenwand (Blick nach Hinten) bei Licht betrachtet aus: :cry:
IMG_20190514_180218846.jpg


Das Projekt scheint zur Lebensaufgabe zu werden...
Enttäuschende Grüße
Sebastian
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von Franz-Josef » 30.05.2019 12:33

Hallo Basti,
das sieht für mich offen gestanden nach Pfusch aus - und Abzocke.
Viele Grüsse Franz-josef

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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von powderjunkie » 03.06.2019 11:50

Krasse Scheisse!! Das sieht ja übler aus als vor der Resto!
Und sowas schimpft sich "Meisterbetrieb".
Wie geht es nun weiter mit deiner Doka Basti?!

Mein Projekt hat mal wider Pause. Alles ist nun mit 2K Epoxy grundiert und wartet darauf, dass das Dach und die Flächen oberhalb der Wulst noch gespachtelt werden.
DSC05031.jpg
"Leider" ist ein Hauskauf dazwischen gekommen und Mai und Juni sind für Umbau- und Umzugsarbeiten reserviert. Geh dann ab Juli wider in der Werkstatt weiter...

Wünsche allerseits gutes gelingen!

Hangloose
Christian
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von powderjunkie » 09.08.2019 08:26

So, die Spachtelarbeiten sind abgeschlossen. Gab, wie eigentlich alles, mehr Arbeit als gedacht.
Der Ablauf war immer derselbe.
1. Unebenheiten ertasten und mit Kreisen visualisieren.
2. Mit Metallicspachtel (der sollte etwas elastisch bleiben) die groben Unebenheiten spachteln. Dieser Vorgang musste ich zum Teil bis zu 3x widerholen.
3. Danach mit Feinspachtel die restlichen Unebenheiten wegspachteln, resp. schleifen. Auch das ging meistens nicht in einem Arbeitsgang
4. Mit 2K Epoxy Primer grundieren.

Das sieht dann etwa so aus:
Spachtelarbeiten oben.JPG
Spachtelarbeiten Dach.JPG
Geschliffen habe ich mit 40er Körnung und das meiste von Hand. War eine mühsame Arbeit resp. "Functional Training" für Arme und Oberkörper! Aber so hatte ich das beste Gefühl für die Unebenheiten.

Weiter geht's es mit den Bordwänden parat machen und dann kommt schon bald Füller und Lack! :thumb:

Wünsche allen gutes Gelingen!

Hangloose
Christian
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von powderjunkie » 24.12.2019 10:36

Möchte euch kurz vor den Festtagen noch ein Update zu meinem Projekt geben.

Die Bordwände sind angepasst, ausgerichtet, geschliffen und grundiert. Bin froh habe ich mich für die KlassicFab Variante entschieden. Diese passen sehr gut und so habe ich mir x-Stunden Spenglerei bei den alten Bordwänden erspart.
Bordwände richten und malen.JPG
Zwischenzeitlich habe ich die Achsteile, welche ich sandgestrahlt und grundiert hatte mit Autolack hübsch gemacht. Zuerst habe ich die Teile gestrichen. Da mir aber das Ergebnis jedoch nicht passte, habe ich die Teile angeschliffen und gespritzt, was dann viel besser aussah.
Achsteile.JPG
Habe dann die Doka vom Rollgestell genommen und die Aufnahmen an Vorder- und Hinterachse entrostet, geputzt und mit Epoxy grundiert.
Achsaufnahmen.JPG
Danach das Rollgestell wider angeschraubt, was eigentlich ganz gut funktioniert hat. Im Anschluss die gesamte Doka aussen mit 240er Körnung angeschliffen und fürs füllern vorbereitet.
Schliff für Füller.JPG
Doka abkleben und durch den Lackierer füllern lassen. Zuerst wollte ich den Füller selber spritzen, habe mich dann aber für den Profi entschieden, in der Hoffnung, dass dann das Füller schleifen einfacher geht. Der Profi war mit den Vorbereitung und dem Ergebnis zufrieden. Einzig an der Fahrertüre muss ich wohl nochmals mit etwas Spachtel ran...
Füllern.JPG
Jetzt bin ich dran den Unterboden anzuschleifen und für die nächsten Arbeitsschritte vorzubereiten. Habe mich entschieden, die Radläufe und Kanten mit Spritz-Kit zu behandeln. Dieses Vorgehen hat mir ein bekannter Autolackierer ans Herz gelegt und hat mich überzeugt. Nun ist geplant, dies am 15. Januar zu machen und dann gleich den gesamten Unterboden "nass-in-nass" mit Autolack (L345 lichtgrau) einzufärben. Wenn das gemacht ist, geht es ans Füller schleifen. Auch der gesamte Innenraum muss noch angeschliffen werden. Geplant ist, bis Mitte 2020 die Doka lackiert zu haben, da mein Autolackierer dann in Rente gehen will. Hoffe das reicht!

Wünsch euch allen frohe Festtage und gutes Gelingen bei euren Projekten!

Hangloose
Christian
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von T2Bulli » 25.12.2019 18:50

Hallo Christian,

die Fotos lassen mein Herz erfreuen! Sehr schön zu sehen, dass du nun auf die Zielgerade zusteuerst. Hast du die Ladebordwände direkt aus Kolumbien oder aus Holland bestellt? Was musstest du daran anpassen? Sie sehen sehr gut aus und wenn sie dann auch noch perfekt passen... Erzähle ruhig mehr, das wäre hier sicher für den einen oder anderen interessant - mich grundsätzlich eingeschlossen. :D

Ich kann leider nichts neues berichten. :(

Frohes Fest
Basti
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von powderjunkie » 30.12.2019 11:49

Danke Basti für die Komplimente. :knuddel: Ja, es geht voran, ist aber immer noch ein weiter Weg bis zur ersten Fahrt...

Zu den Bordwänden: Musste eigentlich nichts grosses anpassen. Einzig die]Löcher für die Gummistopfen musste ich hinten und auf der Seite in die Wulst bohren. Die "Trittstufe" hinten war durch den Transport etwas verbeult, diese musste ich richten und die Aufnahme für die Befestigungsbügel vorne (oder wie man die nennt) waren bei den originale angeschweisst. Die fand ich aber bei Jeffrey von bus.OK.nl zum schrauben. Ahh ja, die Löcher um die Muttern an den Seitenwänden habe ich noch etwas aufgebohrt, sodass ich mehr Platz hatte die Bordwände besser auszurichten. Alles nur kleine Sachen und wie gesagt, die Bordwände sind ein sehr schönes Reproteil welche ich direkt bei Gerson via Kolumbien bestellt habe. Der Transport hat zwar mit 420$ zu Buche geschlagen, war aber mittels Luftfracht in knapp 2 Wochen bei mir, gut verpackt in einem "Holzsarg".
Bordwand-Sarg.jpg
Bordwand-Ausgepackt.jpg
Bordwand-Sarg-leer.jpg
Hoffe bei dir gibt es bald ein "Happy-End"! Hast du die Doka wieder bei dir, oder ist sie immer noch beim "Meisterbetrieb"?
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von ulme*326 » 30.12.2019 12:40

Wieso denn (um Himmels WIllen?) per Luftfracht? :D
Gruesse von der Oberschwaebischen Barockstrasse
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von Franz-Josef » 30.12.2019 12:59

Wenn da grad nichts weiter zu versenden ist, bekommen die ja keinen Container voll - und wenn an dann nicht unbedingt warten kann oder möchte....
Viele Grüsse Franz-josef

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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von powderjunkie » 30.12.2019 13:13

Der Seeweg wurde mir leider nicht angeboten und Greta war im Sommer 2017 noch in der Schule... :dog:

by the way, auf hoher See hätten die sicher gerostet... 8)
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von T2Bulli » 31.12.2019 18:27

powderjunkie hat geschrieben:
30.12.2019 11:49
Danke Basti für die Komplimente. :knuddel: Ja, es geht voran, ist aber immer noch ein weiter Weg bis zur ersten Fahrt...

Zu den Bordwänden: Musste eigentlich nichts grosses anpassen. Einzig die]Löcher für die Gummistopfen musste ich hinten und auf der Seite in die Wulst bohren. Die "Trittstufe" hinten war durch den Transport etwas verbeult, diese musste ich richten und die Aufnahme für die Befestigungsbügel vorne (oder wie man die nennt) waren bei den originale angeschweisst. Die fand ich aber bei Jeffrey von bus.OK.nl zum schrauben. Ahh ja, die Löcher um die Muttern an den Seitenwänden habe ich noch etwas aufgebohrt, sodass ich mehr Platz hatte die Bordwände besser auszurichten. Alles nur kleine Sachen und wie gesagt, die Bordwände sind ein sehr schönes Reproteil welche ich direkt bei Gerson via Kolumbien bestellt habe. Der Transport hat zwar mit 420$ zu Buche geschlagen, war aber mittels Luftfracht in knapp 2 Wochen bei mir, gut verpackt in einem "Holzsarg".

Bordwand-Sarg.jpg Bordwand-Ausgepackt.jpg Bordwand-Sarg-leer.jpg

Hoffe bei dir gibt es bald ein "Happy-End"! Hast du die Doka wieder bei dir, oder ist sie immer noch beim "Meisterbetrieb"?
Danke für deine Rückmeldung, Christian! Das hört sich super an. :gut:

Meine Doka steht seit einer ganzen Weile bei mir, jedoch noch immer als Beweisstück. Ich habe mich nun daran gewöhnt, dass ich hier noch einen langen Atem benötige.

Lasse uns weiterhin an deiner Restauration teilhaben! :dafür:

Gruß, Basti
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von powderjunkie » 30.01.2020 13:10

Der Unterboden strahlt seit letzten Freitag in Wagenfarbe. :jump:
Habe das mit einem Profi (Autolackierer) gemacht und es war toll, mal einem Profi mit Drang zum Perfektionismus zuzuschauen und zur Hand zu gehen!

Vorgängig hatte ich den Unterboden komplett mit P230 angeschliffen und mit rotem Flies angescotcht. Danach die ganze Doka eingepackt.

Zuerst haben wir mit "Spray Seal" abgedichtet und die Radkästen und Querträger Steinschlagschutz gespritzt. Das ging mit demselben Produkt. Für mich eine gute Sache. Andere würden ev. gar nichts abdichten und danach wachsen. Für mich passt das aber so wie wir es gemacht haben sehr gut.

Danach kam "nass in nass" Autolack drauf. Habe mich für die Originalfarbe L345, Lichtgrau entschieden. So war die Doka ursprünglich mal und so soll sie wieder werden.

Bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden! Der Profi hat zwar etwas gekostet, war aber jeden Franken wert...
Unterboden angeschliffen.JPG
Unterboden abgeklebt.JPG
Unterboden kit-lack.JPG
Unterboden lack.JPG

Als nächstes kommt der Innenraum dran mit anschleifen und anscotchen bevor es dann ans Füller schleifen geht. Schleifen, schleifen und nochmals schleifen. Ich habs langsam gesehen und mein "Tennisellbogen" wird's freuen. Aber zuerst erlabe ich mich noch etwas am Ergebnis untenrum! :mrgreen:

Wünsche allen gute Resto resp. gute Fahrt!
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Re: Mein erstes Mal: Restauration einer T2b Doka

Beitrag von ferdnand101 » 29.03.2020 14:25

Starkes Projekt! Ab nächste Woche bin ich auch doka verseucht :D
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