Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

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Norbert*848b
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Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Norbert*848b » 28.11.2013 18:30

Ein freundliches Hallo,

gerichtet an alle die daran interessiert sind, gültig vom T1 bis T3, letzterer aber dann nur mit Motorraumerhöhung.

Dieses Thema kocht immer mal wieder unter den verschiedensten Vorzeichen hoch, deshalb einmal ein kleiner Beitrag von mir der so wenige wie mögliche offene Fragen hinterlassen soll.

Wer nichts Gebrauchtes mehr bekommt, ist heutzutage auf den Selbstbau angewiesen. Fertige Bausätze sind schwer oder auch gar nicht zu bekommen, bestenfalls noch in GB. Aber wenigstens bei den Beschlägen tun sich noch Quellen auf. Original Westfalia scheint es gar nicht mehr zu geben, fast ausnahmslos wird nur noch die „Just Kampers-Ausführung“ von diversen Händlern angeboten.

Anbei eine wahllose (nicht nach Preisen geordnete) Auflistung von Bezugsquellen:

http://www.bus-ok.de/T2-Schlafsitzbaenke_2

http://www.justkampers.com/vw-t25-parts ... d-t25.html

http://www.kieftenklok.net/component/pa ... n&vmcchk=1

http://www.status-vw.co.uk/split-van-50 ... bunks.html

http://nlavw.com/gb/interior/168-a-pair ... 2-bay.html

http://www.coolairvw.co.uk/Item/NA/2118 ... inges.html

Beispiele von Realisierungen finden sich hier (nicht wundern wenn Angaben in Zoll [inches] auftauchen, so ist es eben in Amerika, 1 inch = 2,54 cm):

http://www.thesamba.com/vw/forum/viewto ... 49&start=0
http://www.thesamba.com/vw/forum/viewtopic.php?t=352049
http://volkswagens.wikia.com/wiki/How_w ... _split_bus

Wenn man seine Version nach dem originalen deutschen (Sicherheits-) Standard ausrichten möchte, lassen sich hier weitere Anregungen für Variationen finden:
(Normale Plastikteile für die Front-/Seitenteilzusammensetzung finde ich nämlich nicht so prall, da würde mir schon bei einer Vollbremsung der Werkzeugkasten um die Ohren fliegen!)
Als solides Beispiel mit Westfaliabeschlag:
viewtopic.php?f=7&t=3730&start=0&hilit=schlafbank
oder
http://forum.bulli.org/viewtopic.php?f= ... %20p151175
hier ein Beitrag unter Berücksichtigung besonderer Sicherheitsaspekte für Klappenverriegelung:
http://campervancrazy.wordpress.com/tag ... oll-bench/
und eine Bezugsquelle dazu:
http://www.reimo.com/r40/vc_content/dat ... R/0144.pdf

:thumb: Soweit mag sich der eine oder andere schon orientiert haben, aber nun zu der Frage die am meisten quält:

:wall: Wo bekomme ich dann einen Bauplan her?

Auf deutschen Seiten wird man da wohl kaum fündig werden. Hilfreich ist es dann zu wissen, dass im englischen Sprachbereich das Teil der Begierde „Rock and Roll Bed“ genannt wird.
(Wer bei „Just Kampers“ geordert hat wird angeblich auf Nachfrage von denen bedient, wie es sonst aussieht, vermag ich nicht zu sagen.)

Es gibt zwei Bezugsquellen für ein und denselben Bauplan:
Hier alle 3 Seiten in einer Datei:
http://www.amescador.nl/documenten/Inbo ... d_Roll.pdf
und hier die Seiten nacheinander:
http://www.veedubs.net/files/RRplans1.jpg
http://www.veedubs.net/files/RRplans2.jpg
http://www.veedubs.net/files/RRplans3.jpg

Eine offene Frage sehe ich allerdings noch, die bislang nicht so eindeutig geklärt werden konnte. Wie bewerkstelligt man am besten den Auflagepunkt für die Rückenlehne in Schlafstellung.
Einige lassen dazu die Rückenlehne auf dem Motorraum aufliegen und gleichen das dann z.B. mit unterschiedlicher Polsterstärke wieder aus. Andere wiederum verschrauben eine Leiste so am Motorraum, dass eine ebene, durchgängige Fläche entsteht. Vielleicht könnte man sich auch am Westfalia-Patent orientieren. Da sind allerdings die Auflagepunkte gleich fest am Beschlag mit vorgesehen. Es sollte aber doch gelingen und möglich sein, diese Auflagen als eigenständige Gebilde zu biegen und am Motorraum zu verschrauben. An den Enden werden jeweils 5 mm Löcher gebohrt und angesenkt, so dass Senkkopf-Blechschrauben 4,8 x 16 eingesetzt werden können. Der Motorraum ist an den betreffenden Stellen mit 3,8 mm Löchern zu versehen.
:schlaumeier: An dieser Stelle der ausdrückliche Hinweis, dass sich dahinter der Tank befindet und entsprechend vorsichtig gebohrt werden muss. Entweder setzt man eine Anschlagsbegrenzung für die Bohrmaschine ein, oder man schiebt ein kleines entsprechend langes Röhrchen über den Bohrer. In den Anfangszeiten hat Westfalia für diese Befestigung Blindnietmuttern eingesetzt und es kamen M 6 Maschinen-Senkkopfschrauben zum Einsatz. Später, so Mitte der 70er, hat man festgestellt, dass Senkkopf-Blechschrauben mit der Dimension 4,8 x 16 mm völlig ausreichend sind.

Bild
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von T2Bulli » 28.11.2013 19:50

T2NJ72 hat geschrieben:
http://nlavw.com/gb/interior/168-a-pair ... 2-bay.html

Eine offene Frage sehe ich allerdings noch, die bislang nicht so eindeutig geklärt werden konnte. Wie bewerkstelligt man am besten den Auflagepunkt für die Rückenlehne in Schlafstellung.
Einige lassen dazu die Rückenlehne auf dem Motorraum aufliegen und gleichen das dann z.B. mit unterschiedlicher Polsterstärke wieder aus. Andere wiederum verschrauben eine Leiste so am Motorraum, dass eine ebene, durchgängige Fläche entsteht. Vielleicht könnte man sich auch am Westfalia-Patent orientieren. Da sind allerdings die Auflagepunkte gleich fest am Beschlag mit vorgesehen. Es sollte aber doch gelingen und möglich sein, diese Auflagen als eigenständige Gebilde zu biegen und am Motorraum zu verschrauben. An den Enden werden jeweils 5 mm Löcher gebohrt und angesenkt, so dass Senkkopf-Blechschrauben 4,8 x 16 eingesetzt werden können. Der Motorraum ist an den betreffenden Stellen mit 3,8 mm Löchern zu versehen.
:schlaumeier: An dieser Stelle der ausdrückliche Hinweis, dass sich dahinter der Tank befindet und entsprechend vorsichtig gebohrt werden muss. Entweder setzt man eine Anschlagsbegrenzung für die Bohrmaschine ein, oder man schiebt ein kleines entsprechend langes Röhrchen über den Bohrer. In den Anfangszeiten hat Westfalia für diese Befestigung Blindnietmuttern eingesetzt und es kamen M 6 Maschinen-Senkkopfschrauben zum Einsatz. Später, so Mitte der 70er, hat man festgestellt, dass Senkkopf-Blechschrauben mit der Dimension 4,8 x 16 mm völlig ausreichend sind.

Bild
Bei dem von dir oben genannten Link bekommst du eine andere Version, als die weit verbreitete "Just Kampers Version". Die Version kommt dem Original sehr nahe und du findest genau die Auflagepunkte für die Rückenlehne in Schlafstellung vor.

Gruß, Basti
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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Norbert*848b » 28.11.2013 21:11

Hallo Basti,
ja, in der Tat, das ist tatsächlich so. Mit Brille wäre das nicht passiert! :shock:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von bulliuser » 10.12.2013 10:19

Sehr guter Beitrag Norbert ;-)

:dafür:

Gruß
Dirk

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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Norbert*848b » 10.12.2013 17:42

Nachtrag

Hallo zusammen,
mich haben hierzulande Hinweise erreicht, dass bei Ausrichtung der Justkampers-Scharniere am Seitenteil gemäß Bauplan die Rückenlehne dann ca. 5 cm auf dem Motorraum in Schlafposition aufliegt und sich somit eine Stufe ergibt. Auch im angelsächsischen Raum wurden derartige Erfahrungen gemacht.
Dieses Problem lässt sich auf verschiedene Art und Weise lösen, da sollte für jeden Geschmack und jedwede Gegebenheit etwas dabei sein. Ich hab da einmal etwas zusammengetragen:

1. Die Lehne ist so weit zu kürzen bis es passt, es muss dann jeder selbst wissen und entscheiden ob das für ihn noch ausreichend ist und die benötigte Liegelänge auch noch erreicht wird.
2. Man nutzt die Auflage in gegebener Form und macht den Höhenausgleich durch unterschiedliche Polsterstärken von Motorraum / Rückenlehne.
3. Die Scharnierbefestigung am Seitenteil ist so auszurichten und anzupassen, dass sich eine stufenlose Ebene über alles ergibt. Dann lässt sich auch mit gleicher Polsterstärke arbeiten.

Zum letzten, dem 3. Punkt habe ich zur Verdeutlichung eine Zeichnung mit Anmerkungen erstellt:

Bild

A
Unter Vernachlässigung des Befestigungspunktes B die Scharniere solange ausrichten, bis die gewünschte und benötigte Position für Schlaf/Liegestellung erreicht ist.
B
Eine Befestigung zur Karosserie (am Radkasten und nicht Motorschottwand) herstellen. Dazu muss die Lasche ggf. entsprechend nachgebogen werden oder man fertigt sich passende Ausgleichsstücke aus Hartholz oder Metall an. Bitte darauf achten, dass man sich den Zugang zu der Sicherheitsgurtbefestigung nicht verbaut.
C
Je nach dem für welche Auflagevariante man sich entschieden hat, sind eventuell noch 2 Auflagebügel im Bereich der Scharniere für die Rücklehne anzufertigen und anzubringen. Für bessere Stabilität kann es auch sinnvoll sein, einen 3. in der Mitte zu setzen.
D
In diesem markierten Bereich sollte die Sitzfläche unbedingt auf den Seitenteilen aufliegen, damit die Scharniere in Sitzposition auch entlastet sind.
E
Falls sich der Lehnen- oder Sitzbereich bei Belastung zu weit durchbiegen sollte, sind bedarfsweise Verstärkungsleisten im aufgezeigten Bereich nachzusetzen. Die Länge sollte dabei geringer ausfallen als der Abstand der Seitenteile zueinander. Als ausreichend dimensioniert könnten schon Leisten mit den Abmessungen ab 30 x 40 mm angesehen werden, wobei die Stabilität natürlich auch von der verwendeten Holzart abhängt.

Ich hoffe mit dieser kleinen Ergänzung noch offene Fragen beantwortet zu haben und wünsche gutes Gelingen.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von bulliuser » 10.12.2013 18:22

perfekt!

Norbert,

ich denke, dass du hier ganze Arbeit geleistet hast! Wenn man sich alles in Ruhe ansieht und auch durchliest,
dann sollte es kein Problem sein, eine Schlafbank nachzubauen!

Eine Frage (WICHTIG) wäre da von meiner Seite aus noch:

Wie weit ist der Tank hinterm Blech entfernt und wie tief darf der Bohrer ca. gefahrlos rein?

Gruß
Dirk

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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Norbert*848b » 10.12.2013 18:59

Hallo Dirk,
wenn du deinen Bohranschlag auf nur 3 mm begrenzt, kommst du mit Sicherheit durchs Blech und bleibst dann auch im "grünen Bereich" . Die maximale Schraubenlänge die dann durchreichen darf, kannst du mit einem kleinen Draht ertasten. Wenn ich mich recht erinnere, ist bei meinem Fahrzeug mindestens immer eine Daumenbreite Platz. Da ich nun aber nichts über Fertigungstoleranzen weiß, möchte ich mich da verständlicherweise in dieser Form zurückhalten.
Westfalia hat zu diesem Thema in der Selbstbauanleitung geschrieben, dass man in dem Bereich vorsichtig bohren soll um keine dahinter liegenden Teile zu beschädigen - Schluss aus-. Damit waren die dann aus dem Schneider. :D

Alles klar?
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von bulliuser » 10.12.2013 20:59

Uiuiuiuiiiiii - heikel ;-)

Danke für den Hinweis... Wird schon "schief" gehen :gut:

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Katrin-T1
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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Katrin-T1 » 07.04.2018 10:52

Liebe Leute von der IG T2,

ein guter Freund von mir, Rüdiger aus Berlin, hat mir empfohlen bei Euch einmal anzufragen da ich momentan versuche eine bei eBay erstandene Helsinki Bank in meinen T1 zu verbauen.
Der Verkäufer war leider nicht sehr schlau und hatte alle sich an der Bank befindlichen Holzteile entfernt, was ich leider erst nach der Lieferung herausgefunden habe :wall:
Ich fand diesen Thread sehr hilfreich (Danke, Norbert!), allerdings benötige ich noch einige Maße, die ich leider nicht im Internet habe finden können.
Könnte mir jemand von Euch vielleicht dabei helfen? Das würde mich unendlich glücklich machen!

Die beiden Dreieckigen Seitenteile sind vorhanden und vom Tischler der sie gemacht hat verschraubt - okay, mehr schlecht als recht, denn die Bank sitzt nicht auf den Seitenteilen und die Lehne ist definitiv zu weit hinten. Weiß nicht so recht wie ich den korrekten Winkel herausbekomme. Das Front-Panel fehlt, und im Internet habe ich verschiedene Varianten dafür gefunden (Just Kampers mit "Einbuchtungen" für die beiden Metalldinger und die Westfalia Variante ohne Einbuchtungen).

Wenn möglich hätte ich gern alles so original wie möglich - ähem, auch wenn es nicht so klingt weil ich ja schließlich eine T2 Bank in meinen T1 baue :D

Falls jemand von Euch eine Helsinki hat (oder vielleicht eine Berlin wenn die Maße ähnlich sind - das weiß ich wie gesagt leider nicht), und eine Minute übrig, würde es Euch was ausmachen mir die Maße des Front Panels zu geben, und auch wie weit es in den Raum hineinragt?
Dann wüsste ich schon mal die korrekte Höhe für das Panel auf dem die Bank liegt.
Das würde mir sehr helfen!!!

Auch wenn der momentane Versuch einer Konstruktion etwas peinlich aussieht :oops: kann gern ein paar Bilder posten falls das hilfreich ist?
Vielen Dank im Voraus!

Ganz liebe Grüße aus London,

Katrin

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Norbert*848b
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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Norbert*848b » 08.04.2018 02:32

Hallo Kartin,
sorry, das hört sich alles sehr merkwürdig an. :?
Katrin-T1 hat geschrieben:
07.04.2018 10:52
... und die Lehne ist definitiv zu weit hinten.
Normalerweise kann das eigentlich nicht möglich sein, so es sich dann tatsächlich um original Westfalia Beschläge handeln sollte.
Katrin-T1 hat geschrieben:
07.04.2018 10:52
Das Front-Panel fehlt, und im Internet habe ich verschiedene Varianten dafür gefunden (Just Kampers mit "Einbuchtungen" für die beiden Metalldinger und die Westfalia Variante ohne Einbuchtungen).
Nun ist schwer auszumachen, was du unter "Einbuchtungen" verstehst. Meinst Du damit die Ausschnitte für den Radkasten?
Katrin-T1 hat geschrieben:
07.04.2018 10:52
würde es Euch was ausmachen mir die Maße des Front Panels zu geben, und auch wie weit es in den Raum hineinragt?

Das Frontpanel sitzt beim Helsinki zwischen den beiden C-Säulen, Maße sollten vom Fahrzeug abnehmbar sein.
forum/viewtopic.php?f=7&t=15922&hilit=schlafbank
Katrin-T1 hat geschrieben:
07.04.2018 10:52
, auch wenn es nicht so klingt weil ich ja schließlich eine T2 Bank in meinen T1 baue

... bei meinem seinerzeitigen T1 (MJ'67) hatte ich eine Schlafbank vom T2b montiert. Es musste nur das Frontbrett etwas angepasst (geringfügig schmaler gemacht) werden.
Katrin-T1 hat geschrieben:
07.04.2018 10:52
... kann gern ein paar Bilder posten falls das hilfreich ist?
... denke schon, dann sollte man erkennen können, was Du Dir so angelacht hast. :mrgreen:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Katrin-T1
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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Katrin-T1 » 08.04.2018 21:38

Vielen Dank für die schnelle Antwort, Norbert.
Sorry, "die Lehne ist zu weit hinten" ist nicht ganz korrekt, ich meinte den Winkel der Rücklehne.
Sollte ja im Original recht aufrecht sein wenn ich mich nicht irre?
Ich bin zwar kein Ingenieur, aber vermute dass der Winkel verändert werden kann indem ich die Position der Metallscharniere an der Seite verändere?
(Hauptsache sie lässt sich dann noch so gut ein-und ausklappen?)

Mit "Einbuchtungen" meine ich die Stellen des Frontpanels, auf denen diese beide "Metalldreiecke" die sich unter der Sitzfläche befinden, in der Liegeposition aufliegen (entschuldige wenn ich nicht die korrekten Begriffe weiß). -Ich versuche mal ein paar Bilder anzuhängen-

Bzgl. der Maße des Frontpanels meinte ich eher die Höhe. Die variiert ja, je nachdem ob die Bank in Sitz-oder Liegeposition ist.
Nachdem meine Bank in Liegeposition ca. 36cm hoch ist (und selbst da weiß ich nicht ob das korrekt ist bei einer Helsinki), würde ich vermuten dass das die Höhe des Frontpanels ist? Aber ich bin mir nicht sicher ob dann die beiden "Metalldreiecke" in der richtigen Höhe aufliegen, so dass die Liegefläche eben ist?
Ahhh... :motz: Sorry, das klingt alles fürchterlich chaotisch, ich hoffe es macht einigermaßen Sinn

Hier sind ein paar Bilder (weiß nicht warum sie beim hochladen gedreht wurden) und bitte nicht lachen über diese dämliche Konstruktion, die ist nicht auf meinem Mist gewachsen...
IMG_6701.JPG
IMG_6700.JPG
IMG_6699.JPG

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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Katrin-T1 » 08.04.2018 21:40

und hier noch ein paar weitere Bilder
Dateianhänge
IMG_6704.JPG
IMG_6703.JPG
IMG_6702.JPG
IMG_6696.JPG

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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Norbert*848b » 08.04.2018 23:07

Hallo Katrin,
So, jetzt haben wir schon einmal etwas mehr Klarheit. Es handelt sich also offensichtlich um eine Klappbank von einem T2b, erkennbar an der schwarzen Lackierung der Beschläge und letztlich auch am typischen Karostoff.
Mit konkreten Maßen kann ich nun leider nicht dienen, bei meinem Fahrzeug ist noch die T2a Bank verbaut, zwar gleiches Prinzip, aber doch mit etwas anderen Abmessungen, so z.B. auch für 13 cm dicke Polsterung ausgelegt.
Katrin-T1 hat geschrieben:
08.04.2018 21:38
Ich bin zwar kein Ingenieur, aber vermute dass der Winkel verändert werden kann indem ich die Position der Metallscharniere an der Seite verändere?
Ingenieur muss man dazu aber nicht sein, vielleicht wäre das sogar hinderlich. :D

Spaß beiseite. Die Metallscharniere haben ja schon feste Punkte zur Befestigung am Fahrzeug. Hinten liegt das Scharnier auf dem Motorblech auf und wird damit verschraubt. Dann kommt noch die Befestigung auf dem Radkasten dazu (einmal davon abgesehen, dass da noch das Holz zum Radkasten mit dran hängt). Großartige Verschiebemöglichkeiten und somit Winkelverstellung der Lehne sind da also nicht mehr drin. Im ausgeklappten Zustand sollte schon einmal die Lehne auf den Scharnierbügeln aufliegen können (das Ausrichten der Sitzfläche kommt im Anschluss) und sollte ohne Winkelversatz zum Motorraum passen (Höhenversatz darf aber sein und wird durch andere Polsterstärke angepasst).
Y_Auflage_Lehne[1].jpg
Y_Auflage_Lehne[1].jpg (37.15 KiB) 14657 mal betrachtet
Wenn die Lehne sauber aufliegt, bestimmt man die erforderliche Höhe (und Position) für das vordere Brett. Die Bügel zum Abstützen müssen nun so aufsitzen, dass die Sitzfläche eben zur Lehne zu liegen kommt. Sicherlich hast Du schon irgendwo auf Bildern gesehen, dass die Vorderwand oben mit einer Stahlschiene zur Verstärkung ausgerüstet ist.
Katrin-T1 hat geschrieben:
08.04.2018 21:38
Mit "Einbuchtungen" meine ich die Stellen des Frontpanels, auf denen diese beide "Metalldreiecke" die sich unter der Sitzfläche befinden
Solche "Ausklinkungen" kommen aber bei einer originalen Westfaliabank nicht vor, wohl aber bei irgendwelchen Universal-/ Nachbauscharnieren.

Der von mir seinerzeit angefügte Link ist mit Vorsicht zu genießen.
Norbert*848b hat geschrieben: Das Frontpanel sitzt beim Helsinki zwischen den beiden C-Säulen, Maße sollten vom Fahrzeug abnehmbar sein.
forum/viewtopic.php?f=7&t=15922&hilit=schlafbank
Da geht es (wie in diesem Thread auch) bunt durcheinander mit allen möglichen Varianten der verschiedenen Beschläge (und somit Abmessungen). Du solltest vornehmlich als Erkennungsmerkmal auf die schwarze Lackierung achten.
Vielleicht findest Du zum Thema hier noch zweckdienliche Anregungen / Hinweise.
http://www.amescador.nl/documenten/1978 ... Manual.pdf
http://www.mybulli.de/info/westfaliaeinbau.htm
Gutes Gelingen!
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Katrin-T1 » 10.04.2018 11:38

Hallo Norbert,
Vielen Dank für Deine Antwort.
Sorry dass ich noch mal auf Dich zurückkomme.
Ich glaube ich hab noch ein paar Fragen.

Die Metallscharniere haben ja schon feste Punkte zur Befestigung am Fahrzeug. Hinten liegt das Scharnier auf dem Motorblech auf und wird damit verschraubt. Dann kommt noch die Befestigung auf dem Radkasten dazu (einmal davon abgesehen, dass da noch das Holz zum Radkasten mit dran hängt). Großartige Verschiebemöglichkeiten und somit Winkelverstellung der Lehne sind da also nicht mehr drin. Im ausgeklappten Zustand sollte schon einmal die Lehne auf den Scharnierbügeln aufliegen können (das Ausrichten der Sitzfläche kommt im Anschluss) und sollte ohne Winkelversatz zum Motorraum passen (Höhenversatz darf aber sein und wird durch andere Polsterstärke angepasst).
Das hätte ch auch gedacht, allerdings habe ich auch ein Original Photo von der Bank als sie noch im T2 war, und da war die Sitzlehne aufrechter.
Keine Ahnung warum sie bei mir halb in Schlafstellung ist.

Wenn die Lehne sauber aufliegt, bestimmt man die erforderliche Höhe (und Position) für das vordere Brett. Die Bügel zum Abstützen müssen nun so aufsitzen, dass die Sitzfläche eben zur Lehne zu liegen kommt. Sicherlich hast Du schon irgendwo auf Bildern gesehen, dass die Vorderwand oben mit einer Stahlschiene zur Verstärkung ausgerüstet ist.
Interessanterweise nein. Diese Metalldreiecke auf den Photos habe ich in der Tat nicht. Sollte sie bei einer Helsinki Bank mit dabei sein?
Als ich von den Metalldreiecken sprach, meinte ich die, die unter der Sitzfläche befestigt sind und auf dem Frontpanel aufliegen.
Kannst Du mir sagen ob ich die Metalldreiecke benötige die man an der Motorschottland anschraubt, so wie auf Deinen Photos?
Das Frontpanel sitzt beim Helsinki zwischen den beiden C-Säulen, Maße sollten vom Fahrzeug abnehmbar sein.
Genau, die Breite ist kein Problem, die lässt sich einfach herleiten (wenn ich weiß wie weit das Frontpanel in den Raum hineinragt, da der T1 ja leicht bauchig ist.
Mein Problem ist hauptsächlich die Höhe.
Weil die Bank ja eben unterschiedliche Höhe hat in eingeklapptem und ausgeklapptem Zustand.
Und das Frontpanel sollte ja eigentlich in Sitzposition bis nach oben reichen, oder?

Die Westfalia Zeichnungen sind alle wunderschön, leider haben sie keine Maße dabei :cry:
Hat irgend jemand hier im Forum eine originale Westfalia Helsinki Bank und würde seine Maße mit mir teilen?
Sorry, vielleicht bin ich einfach etwas schwer von Verstand :steine:

Ganz liebe Grüße und vielen Dank vorab.

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Re: Selbstbau einer Schlafbank / Klappbank

Beitrag von Norbert*848b » 11.04.2018 19:26

Katrin-T1 hat geschrieben:
10.04.2018 11:38
Die Metallscharniere haben ja schon feste Punkte zur Befestigung am Fahrzeug. Hinten liegt das Scharnier auf dem Motorblech auf und wird damit verschraubt. Dann kommt noch die Befestigung auf dem Radkasten dazu...
Katrin-T1 hat geschrieben:
10.04.2018 11:38
Keine Ahnung warum sie bei mir halb in Schlafstellung ist.
... hoffentlich ist die Mechanik nicht ruiniert, aus der Entfernung natürlich schlecht auszumachen. :?
Das Funktionsprinzip entspricht eigentlich dem eines stink normalen Schlafsofas. Wenn man das von der Schlafstellung in die Sitzstellung bringen möchte, hebt man den Sitzbereich so weit hoch, bis jedes Scharnier "klack" gemacht hat und drückt dann auf den Sitzbereich. ... einfach einmal testen, notfalls jedes Scharnier einzeln. Die Standarddefekte an den Scharnieren sind oftmals gebrochene Federn, die gäbe es aber auch einzeln nachzukaufen.
Händlerbeispiel:
https://www.bus-ok.de/T1-und-T2-Feder-f ... -Westfalia
Katrin-T1 hat geschrieben:
10.04.2018 11:38
Diese Metalldreiecke auf den Photos habe ich in der Tat nicht. Sollte sie bei einer Helsinki Bank mit dabei sein?
Die hinteren Auflagepunkte für die Lehne sind Bestandteil des Scharnieres und bei allen Bänken normalerweise vorhanden. Ich hoffe einmal, dass die niemand abgesägt hat.
Hier ein Bild dazu von einem Kollegen, der das Scharnier angepasst hat (also noch kein fertiger Zustand).
Y_SBank1.jpg
Katrin-T1 hat geschrieben:
10.04.2018 11:38
Als ich von den Metalldreiecken sprach, meinte ich die, die unter der Sitzfläche befestigt sind und auf dem Frontpanel aufliegen.
Ja, so hatte ich das auch verstanden.
Katrin-T1 hat geschrieben:
10.04.2018 11:38
Kannst Du mir sagen ob ich die Metalldreiecke benötige die man an der Motorschottland anschraubt, so wie auf Deinen Photos?
Ja, wo sonst soll denn die Lehne aufliegen?
Katrin-T1 hat geschrieben:
10.04.2018 11:38
Mein Problem ist hauptsächlich die Höhe.
Weil die Bank ja eben unterschiedliche Höhe hat in eingeklapptem und ausgeklapptem Zustand.
Und das Frontpanel sollte ja eigentlich in Sitzposition bis nach oben reichen, oder?
... vielleicht sagen Bilder mehr als Worte:
Y_SBank2.jpg
Y_SBank3.jpg
Katrin-T1 hat geschrieben:
10.04.2018 11:38
Die Westfalia Zeichnungen sind alle wunderschön, leider haben sie keine Maße dabei
... ich bin immer noch der Meinung, dass das Maß auch zu ermitteln wäre auf Grund der Fotos / Beschreibung.
Vielleicht wäre es eine gute Idee, dass Du einmal einen Stammtisch in Deiner Nähe besuchst, um Dir eine funktionierende Bank anzuschauen.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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