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Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 23.01.2015 02:08
von Norbert*848b
Hallo Benny,
BulliBenny hat geschrieben:Hat jemand im Forum Erfahrung mit DOT5 Silikonbremsflüssigkeit von Mike Sander?
Sicher meinst Du in erster Linie den T2. Damit kann ich leider nicht aufwarten und zwar aus dem Grund, weil es mir nicht irgendwie möglich war alle Dichtungen gleichzeitig zu tauschen. Die Angelegenheit gestaltet sich auch wegen des Bremskraftreglers etwas "dumm" (soll nicht zerlegbar sein, gibt's nur komplett neu für viel Geld). Ich hatte so eine Maßnahme eigentlich schon immer mal vorgehabt und ist leider bislang verblieben. Besprochen hatte ich das auch schon mit einem kompetenten TÜV-Menschen. Der hatte auch nichts dagegen einzuwenden gehabt, kannte auch den Bericht aus der Oldtimer Praxis. Wollte das auch "abnicken" wenn ich das ganze Programm durchziehen würde. Stecken geblieben waren wir wieder bei den Dichtungen. Die Bremssättel sind geteilt und dazwischen liegen auch wieder Dichtungen, die korrekterweise mit gewechselt werden müssten. Da war also die nächste Schwierigkeit mit der Nachbeschaffung. Außerdem werden neue Bremsenteile ausgeliefert, die innen schon mit Bremszylinderpaste behandelt worden sind. Dabei soll es sich um eingedickte Bremsflüssigkeit handeln. Da bewegt man sich irgendwie immer wieder im Kreis. Konsequenterweise balsamiert man dann die Dichtungen nicht mit Bremszylinderpaste sondern mit Silikonfett ein und das wäre dann erst richtig "sortenrein".
Beim meinem älteren (japanischen) Motorrad habe ich das hinbekommen und zwar mit Harley Bremsflüssigkeit (da gibt' DOT 5 gefühlt schon ewig), was wohl das gleiche ist wie das von Mike (denn gleiche "DOT's müssen sich untereinander mischen lassen). Das hat also gut funktioniert mit der Komplettheit der Dichtungsbeschaffung und dem vollständigen entleeren der alten "Brühe". Eine Umrüstung und war auch bitter nötig. Da hat man Stahlkolben in Alu beim Bremssattel und man kann sich vorstellen wie das gammelt wenn die DOT 4 Flüssigkeit etwas Wasser aufgenommen hat. Beim Bus ist das nicht so das Problem, aber alle 2 Jahre neue DOT 4 muss schon sein für ein langes Leben der Anlage. Sicherlich hast Du schon unter " Erfahrung DOT5 Bremsflüssigkeit im Oldtimer" gegoogelt. Da kann man sich weiter schlau lesen und überlegen welchen Weg man einschlägt oder auch einschlagen kann.

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 23.01.2015 08:59
von Roland *19
AutomaticWesty hat geschrieben:Ein schönes Duo hast du da :gut:
Herzlich Willkommen hier im Forum.
BulliBenny hat geschrieben:Apropos Zulassung - hat jemand Erfahrungen mit Oldtimerversicherungen für Fahrer unter 23 Jahren?
Ich würde es bei der Allianz versuchen, hat bei mir nach einigem Zureden problemlos funktioniert (inkl. Teilkasko + zusätzliche Fahrer außerhalb der Familie + zusätzliche Kilometer).
Ein "Alltagsfahrzeug" dort zu versichern hilft ungemein.

Württembergische, Zurüch und Co. hat bei mir trotz guter Kontakte und (im Fall von Zurich) ADAC sowie IG T2 Mitgliedschaft nicht funktioniert.
Ich habe aber den Eindruck dass sich die Meinungen der Versicherer hierzu laufend ändern und die einzelne Versicherungsagentur meist mehr Freiheiten hat als sie zunächst zugibt.

Bemühe auch mal die Forensuche, dieses Thema kam schon öfters auf.

Grüße Michael
Welche Probleme gab es bei der Zürich? Informiere mich bitte mal, damit ich ggf. was unternehmen kann. Hattest du mit Blaschke zu tun?

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 23.01.2015 12:07
von bullirider
Allianz hat mir grade die Versicherung um 100% erhöht!
Haben nachträglich festgestellt, dass ein Westi ja ein Wohnmobil ist und damit bei der Allianz nicht als Oldtimer versicherbar ist.
So ein Sch..... :wall:
Mal schaun wohin ich wechsle...

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 23.01.2015 12:52
von BulliBenny
Hallo Norbert,
danke für die Ausführungen. Ja, in der Tat habe ich schon viel in der Hinsicht gegoogelt und die Tatsache, dass ich in diesem Zusammenhang alle Teile erneuern sollte, ist mir bekannt. Das bietet sowieso sich an. Dementsprechend habe ich mich dafür entschieden und in Kürze wird es in die Tat umgesetzt. Wenn ich mich nicht täusche, wurde das Thema nur leider hier noch nicht detaillierte diskutiert, was mich verwunderte. Ein Bekannter hat zumindest sehr positive Erfahrungen in anderen Oldtimern.

Hallo Roland,
ich habe mich damals wie bei so vielen Dingen ausgiebig informiert. OCC, Allianz, Zürich & Co. wollten mich als Fahrer unter 23 leider nicht. Dementsprechend habe ich dankenswerterweise bei der Württembergischen abgeschlossen mit allerdings üppigen Beiträgen trotz Jahreslaufleistung von nur 3000km (Vollkasko, hohe Versicherungssumme).

Gruß Benny

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 30.01.2015 22:18
von BulliBenny
Hallo zusammen,

zwischendurch ein weiteres Update der Arbeiten rund um meinen Bus:
Die Sitze zeigten Spuren vieler Jahre und so sollten auch diese erneuert werden: mit einem auf den oberen Lackfarbton abgestimmten Leder sowie einem karierten Stoff. Wenn der Bus schon eine völlig eigene Note erhalten soll, dann – nach längerer Entscheidung – nicht mit einem weitverbreiteten Westfalia-Muster, sondern...

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 30.01.2015 22:21
von BulliBenny
Ich bin gespannt auf Eure Meinungen!
Schönes Wochenende, Gruß Benny

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 07.07.2015 21:57
von BulliBenny
Hallo Forumianer,

Vorab muss ich alle Originalos darauf hinweisen, dass dieser Beitrag Euch erschrecken wird: Ich habe mich nämlich vor einiger Zeit dazu entschlossen einen Kastenwagen zu restaurieren und diesen mit einer individuellen, ggf. portablen Ausstattung als selbst umgebautes Wohnmobil umzufunktionieren. Alleine schon damit beginnt wohl der erste Stilbruch…

Inzwischen – nach deutlich längerer Zeit als bei den meisten von Euch wie ich annehme – ist der Bus wieder zurück vom Lackierer. Der Bus sollte nach meinem Geschmack eine zweifarbige Lackierung erhalten und ich entschied mich nach langem Abwägen zwischen Werkskombinationen und individuellen Vorstellungen für Saphirblau und Perlweiß, wobei die Lackierübergänge den originalen entsprechen sollten.
In diesem Zuge wurden auch die Stahlfelgen weiß, weil ich das – selbst oder vielleicht gerade bei einem Nutzfahrzeug – eleganter finde. Vor allem in Kombination den damals schon nicht mehr zeitgenössischen Voll-Weißwand- und Chromzierringen (Ravus).

Die Schiebetür musste erneuert werden und zum Zwecke des anstehenden Innenausbaus entschied ich mich für die Variante mit Schiebefenster. Von den frühen Ideen sowohl ein Fenster in die Mitte auf der Fahrerseite reinzuschneiden als auch aus der vollständigen Trennwand hinter dem Fahrerraum einen Durchgang zu flexen habe ich mich verabschiedet – zu wichtig war mir da die Originalität des Kastens im Verhältnis zum Nutzen.

Die äußere Optik sollen zudem Chromzierleisten, Chromstoßstangen als auch verchromte Schlösser respektive Griffe ergänzen. Ja, Chromzierleisten an einem (ehemaligen) Nutzfahrzeug. Gerade in Kombination mit dem dunklen blau sieht das meines Erachtens ganz schick aus. Dass die Zielleiste auf dem Wulst montiert ist, war aus persönlichen Gründen beabsichtigt.

Gruß Benny

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 07.07.2015 22:13
von clipperfreak
na wenigstens wurde er nicht tiefergelegt :D :respekt:

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 08.07.2015 12:45
von kölner
kommt hoffentlich noch :dafür:

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 09.07.2015 09:29
von dany
20140927_175842_resized_1.jpg
Bravo, sehr schön geworden :respekt: Und individuelle Karos schauen immer gut aus ;-)

Gruß Daniel

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 01.11.2015 23:17
von BulliBenny
Hallo,

nach verschiedensten Vorbereitungen in den letzten Wochen war es gestern endlich soweit: der völlig überholte Motor und das Getriebe wurden endlich eingebaut. Wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann, habe ich mich (abgesehen von den großen Motorblechen) für silberne Bleche (bspw. Gebläsekasten) als Kontrast zu dem ansonsten blauen Motorraum entschieden. Nun steht in nächster Zeit das Anschließen sämtlicher Kabel, der Umbau auf eine kontaktlose Zündung, etc. an. Da bietet sich noch eine große Lernkurve :D - auch dank des Forums :wink:

Gruß
Benny

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 18.11.2016 23:12
von BulliBenny
Hallo!

Seit wenigen Tagen hat der zweite Bus endlich auch TÜV und ist inzwischen auch zugelassen – Grund genug für ein Update nach langer Zeit. Vor allem, weil das Forum immer wieder eine gute Hilfe war und ist. Die letzten Beiträge sind offensichtlich nach der Lackierung und Hochzeit (Motoreinbau) gewesen.

Dann ging es endlich los mit dem Wohnmobilausbau:
Gedanklich bin ich immer wieder verschiedene Möbelanordnungen, mögliche Materialien, Rechtliches (bspw. zur Eintragung von Sitzen), etc. schon lange im Voraus durchgegangen. Immer wieder schaute ich mir bei diversen Bullis und Wohnmobilen sinnvolle Konstruktionen an. Mit diesen Ideen gestaltete ich dann unzählige Entwürfe, doch nun ging es endlich los. Inzwischen hatte ich auch einige, optisch aufeinander abgestimmte Materialien gefunden.
Logischerweise begann der Ausbau mit einer Bodenplatte, bei der ich eine Lösung zur Unterlüftung schaffen wollte, um auch Schimmel zu vermeiden. Also wählte ich Dielen aus WPC (eine besonders widerstandsfähige Holz-Kunststoff-Mischung), um eine ein Querverstrebung auf dem Fahrzeugboden aufzubauen. In den Zwischenräumen verwendete ich Hohlraumversiegelung von FluidFilm. Aus mehreren Gründen: Zum Einen ist dieses Produkt leicht zu verarbeiten. Außerdem war es bei Tests in der Regel sehr gut platziert und es ist die einzige/ eine der wenigen Lösungen auf Naturbasis (Lanolin). Das war mir im Innenraum besonders wichtig zur Vermeidung giftiger Ausdünstungen im späteren Wohnraum des Bullis. Auf die WPC-Zielen verschraubte ich eine robuste Siebdruckplatte. Aufgrund der Wertigkeit dieses Materials nahm ich auch das Mehrgewicht im Vergleich mit anderen Materialien (bspw. Spanplatten) durch. Abschließend wurde letztendlich Vollvinyl in Nußbaum-Optik verlegt. Dieser moderne Bodenbelag steht in seiner Optik und Haptik keinesfalls Parkett nach, ist allerdings deutlich unenempflicher, was gerade bei einem Wohmobilboden, bei dem man doch das ein oder anderem Mal mit Schuhe einsteigt, von Vorteil ist. Durch ein Klicksystem lässt sich Vollvinyl auch gut verlegen, aufwändig gestaltet sich nur die verwinkelten Abmessungen des Fahrzeugbodens. Die Vinyl-Dielen lassen sich allerdings komfortabel mit einem Cutter-Messer zurecht schneiden.

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 19.11.2016 00:42
von aircooled68
Geil.
Was hast du vor mit Dämpfung und Dämmung?
Gruß Jan

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 19.11.2016 01:24
von BulliBenny
Hallo Jan! Was meinst du genau?
Dämmung habe ich (noch) nicht vorgesehen. Vielleicht bereue ich das noch - wer weiß. Klar, im Sommer kann es dementsprechend heiß werden, aber es gibt ja Mosquitonetze... Für Frühjahr oder Herbst, die Berge oder Nordeuropa hatte ich
mit Fußbodenheizung geliebäugelt. Dazu gab es ja hier auch mal einen Beitrag. Letztendlich war mir da aber der Aufwand im Vergleich zum Nutzen (Heizleistung) nicht gut genug.

Re: Im Westen nichts Neues - 2 weitere Bullis

Verfasst: 19.11.2016 12:23
von Jonas_Kessler
... nix für ungut, aber bei Vinyl-Bodenbelägen braucht man sich um andere Luftschadstoffe kein Gedanken mehr machen, da sind dann über Jahrzehnte genügend Weichmacher in der Raumluft. Ist aber gewissermaßen original, zumindest bei Camping-PVC Bodenbelägen, die chemisch ja die selbe Sauerei sind...