Frankeich von oben und unten

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TEH 29920
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von TEH 29920 » 30.12.2013 12:58

Moin,

ich hab in diesen Tagen mit dem Syncro bisschen im Gelände "gepielt" und wollte dazu noch was nachtragen:
Matthias S. hat geschrieben:Mich hätte interessiert, ob sich eine echte Sperre nachrüsten lässt.
Ich war überrascht wie wenig eine Hinterachssperre wirklich bringt, ein echte 100% Sperre. Mit den Syncro ohne Allrad - also abgeschaltet und nur mit Sperre hinten bleibt man fast genauso hängen wie ganz ohne; es drehen dann halt beide Seiten durch statt nur einer. Erst das zuschalten des vollen Allrad bringt den gewünschten Vortrieb.
Hätte ich so auch nicht gedacht. Deshalb hat sich wahrscheinlich diese 40% Sperre nicht wirklich in nennenswerter Stückzahl durchgesetzt.

Nur für alle die sich mit dem Gedanken tragen hier was verändern zu wollen.
Da bringt das Aufziehen von Reifen mit entsprechendem Gelände- Profil mehr.

Gruß Bernd

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boggsermodoa
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von boggsermodoa » 11.01.2014 20:26

TEH 29920 hat geschrieben: ... es drehen dann halt beide Seiten durch statt nur einer. Erst das zuschalten des vollen Allrad bringt den gewünschten Vortrieb.
Das Auto war sicher unbeladen, oder?

Neben Reifen und Reifendruck ist die Gewichtsverteilung so ziemlich der entscheidendste Faktor für die Traktion im Gelände. Guck dir mal an, was Jean-Louis Schlesser schon so alles gewonnen hat - ohne irgendwelche Antriebswellen nach vorne.
http://www.schlesser-aventures.com/page ... _avant.htm

Ich erinnere mich noch an die Markteinführung des Mercedes G und seine Präsentation in den lokalen Niederlassungen. Bei uns hatte man dazu mit dem Bulldozer einen ganz beachtlichen Parcours auf dem Firmengelände zurechtgeschoben, mit Steilhängen, Schräghängen, Holperstrecken um die mögliche Achsverwindung zu demonstrieren etc. Ein Kumpel von mir (übrigens auch T2-Besitzer damals), der dort arbeitete und der dazu verdonnert war, ein ganzes Wochenende lang dem interessierten Publikum das Auto vorzuführen, hatte mich eingeladen, doch mal vorbeizukommen und 'ne Runde auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen. Er wußte ja, daß ich Kummer gewohnt war und hat's folglich ganz schön krachen lassen. Mal sah man nur den Himmel, mal verschwanden wir in einem tiefen Erdloch und ständig mußte man sich davor hüten, mit dem Schädel an den Dachholm zu knallen. Gegen Ende der Vorführung hat er in einer Steilabfahrt gebremst und angehalten, daß ich kurz davor war, mich mit den Händen am Dach abzustützen, weil m.E. jetzt eigentlich nicht mehr viel zu 'nem Überschlag vorwärts fehlen konnte. (Wir fuhren das Modell mit kurzem Radstand.) Ich guck ihn an. Er guckt mich an, grinst, schiebt den Rückwärtsgang rein und fährt den Hang rückwärts wieder hoch! :surprised: Oben angekommen meinte er dann: "Das waren jetzt die ersten und einzigen Meter mit zugeschalteter Vorderachse. Alles andere ging rein mit Heckantrieb und ohne Sperrdiff. Diese ganze Strecke hier, die ist für das Auto vollkommen pille-palle. Das kommt da nicht mal in die Nähe seiner Grenzen!"

Gruß,

Clemens

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TEH 29920
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von TEH 29920 » 12.01.2014 12:37

Moin Clemens,

klar wer der leer. Ein hohes Gewicht ist einer der Gründe um irgendwo hängen zu bleiben. Reifen - Breite und Profil - haben einen hohen Einfluss und natürlich der Fahrer, dessen Fähigkeiten.
Beim Bulli ist der Motor ja hinten und somit auf der angetrieben Achse - ist so schlecht ja nicht; oder?
Man kommt ohne Allrad schon weit - wenn man fahren kann; und bleibt dann auf einer einfachen feuchten oder nassen Wiese hängen :oops: Oder auf dem Sandstrand, von der Sand-Wüste mal nicht zu sprechen. Und hier bringt - brachte - eine Sperre hinten alleine nichts, Allrad rein und es ging weiter. Auch verhinderte die eingeschaltete Sperre hinten nicht das Festfahren.

Gruß Bernd

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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von boggsermodoa » 12.01.2014 17:45

TEH 29920 hat geschrieben:Beim Bulli ist der Motor ja hinten und somit auf der angetrieben Achse - ist so schlecht ja nicht; oder?
Das ist sicher nicht ganz verkehrt, aber das allein macht noch keine hecklastige Gewichtsverteilung. Einen leeren T2, der nur über die Diagonale aufsteht, kann ein Kind schon fast hin und her schaukeln, und beim T3 lastet ein noch höherer Anteil auf der Vorderachse. Ich kenne keine Zahlen, aber ich vermute, daß der spätestens wenn vorne zwei Leute drin sitzen frontlastig sein wird. All das Gewicht, das auf der (nicht angetriebenen) Vorderachse lastet, muß zwar mitbewegt werden, steht aber nicht zur Verfügung, um Traktion zu generieren.

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TEH 29920
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von TEH 29920 » 12.01.2014 18:38

Moin Clemens,

geht jetzt ein bisschen OT; besonders da es ja T3 sind. Hier mal ein paar Filmchen:

http://www.youtube.com/watch?v=g1jbk1WbbiU
Einen Unterschied zwischen T2 und T3 würde ich hier nicht machen. Es ist zumindest stellenweise auch ein 2WD dabei und man kann erahnen wo man damit noch mitfahren kann - bei 1,52 Minuten bleibt er am Hang stecken und später sieht man den Fahrer auch nochmal mit Abschleppseil (bei 5,36 Minuten) :wink: Alles anderer sind Syncro.


Auch nett:
http://www.youtube.com/watch?v=nc7msK2--x8
http://www.youtube.com/watch?v=f5qgKRvF0Ks

Gruß Bernd

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Matthias S.
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von Matthias S. » 17.01.2014 01:42

Na der Unterschied von T2 zu T3 bei der Traktion ist aber ganz gewaltig, denn schließlich wurden der Ballast vom Tank, Reserverad und Batterie von der Antriebsachse auf die nicht angetriebene Achse verlagert, jedenfalls kommen die luftgekühlten T3 dadurch gar nicht mehr vom Fleck. Beim T3 Diesel ist das wieder ein wenig besser, nicht nur der schwere Dieselmotor sorgt für Gewicht auf der Antriebsachse, auch die Batterie sitzt wieder im Motorraum. Ich habe schon alle eben aufgezählten als Winterautos gefahren und auch durch schlammige Waldwege. Allerdings hat der T3 die wesentlich bessere Straßenlage, aber nicht nur durch die Gewichtsverlagerung, sondern auch durch die breitere Spur und die modernere Vorderachse.
Vom Allradkonzept des Bus und Golf mit der Viscokupplung halte ich nichts, ich bin Fan von der Audi Quattro Technik, die auch mein Passat Syncro hat. Von den drei Differentialen ist das mittlere und das hintere manuell per Unterdruck sperrbar. Das reichte beispielsweise, um einen im Schnee festgefahrenen Toyata Rav 4 auf verschneiter Alm anzuziehen, und zwar ohne Schneeketten. Leider hat man dem Nachfolgemodell (35i) auch den Motor quer eingebaut und nur den Billigallrad mit Viscokupplung spendiert. Man sieht im Film schön, dass die Vorderräder der T3 Syncro nur ab und zu zucken, es gibt keine gleichmäßige Kraftübertragung auf die Vorderräder.
Grüsse, Matthias

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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von Kaant » 13.02.2014 12:44

Wudnerschöne Bilder!

schneidi
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von schneidi » 17.02.2014 15:55

Tolle Fotos und ein noch tollerer Bericht. Bin Gespannt auf 2014 !

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Matthias S.
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von Matthias S. » 20.09.2014 01:20

Der angekündigte Reisebericht von diesem Jahr ist fertig.

Viel Spaß beim Lesen:
http://feldbahn-dossenheim.de.tl/Savoye ... e-2014.htm

Für euch hier noch ein paar große Bilder:

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Grüsse, Matthias

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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von Sgt. Pepper » 20.09.2014 22:03

Sehr schöner Bereicht auf deiner Homepage!

Grüße,
Stepahn
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 20.09.2014 22:27

:respekt:
und danke für den Bericht und die tollen Bilder... :gut:

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Andi
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von Andi » 21.09.2014 13:31

:jump:

Einfach topp!

Wie kommt man an all die Informationen, soweit abgelegen von zu Hause?

- Welche Pässe?
- Wo sind Plätze?
- Wo geht's weiter?
- Wo sind die Sehenswürdigkeiten?


Würde ich gerne mal "nachreisen" wenn die Kinder größer sind.
Gruß
Andreas
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von TEH 29920 » 21.09.2014 13:54

jupp, kann ich mich nur anschließen! Schöne Bilder, schöner Bericht.

Interessantes Hobby das Du da hast und einfach top so ein Urlaub in der "Wildnis".

Welches Navi verwendest Du?

Gruß Bernd

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Matthias S.
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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von Matthias S. » 21.09.2014 19:10

Man sieht an den Zugriffszahlen, dass es ein verregneter Sonntagnachmittag ist.
Mein Navi ist ein fünf Jahre altes Becker, hat gerade einen neuen Akku bekommen.
Am meisten nutze ich vor Ort die Funktion „auf Karte wählen“. Dort, wo die Wege zu Ende sind, kann man meistens übernachten.
Ansonsten geht auch die Faustregel „drei mal abbiegen“
Ich fahre eher nach Karte, die Michelin 1:200000 sind recht gut geeignet. Die schwarzen, durchgezogenen Straßen sind die besten…
Über die Pässe kann man sich z.B. hier informieren
http://alpenrouten.de/Parpaillon-Col-du ... nt355.html
Die Motorradfahrer stellen auch Filme von Passfahrten ein, beim Ansehen kann man sich überlegen, ob das ein T2 auch schafft.
Da muss man nicht warten, bis die Kinder groß sind. Mit unseren beiden Mädels waren wir jeweils mit 4 und 3 Wochen nach der Geburt so unterwegs.
Bei solchen Touren soll man scih aber sicher sein, dass man seinen Bus sowohl als Mechaniker wie als Fahrer im Grenzbereich voll im Griff hat.

Den Altbergbau muss man sich schon schwerer erarbeiten, da zum Schutz der Anlagen meist wenn überhaupt nur vage Ortsangaben zum Schutz der Anlagen gemacht werden. So auch auf meiner HP. Von Deutschland gibt es nur sehr wenig, da ist die Szene heiß. Als Beispiel nenne ich Mineraliensammler, Sprayer und Glatzen.
In diesem Jahr hatte ich nicht nur wegen Michaels Unglücksbus sehr wenig Vorbereitungszeit, was man an der Anzahl der befahrenen Bergwerke sieht.
2013 hatte ich mir drei Wochen Vorbereitungszeit genommen, dieses Jahr waren es nur zwei Feierabende. Daher gab es mehr allgemein touristische Ziele, was meine Frau gefreut hat.
Ansonsten entwickelt man eine recht gute Spürnase, wenn man schon 31 Jahre im Altbergbau unterwegs ist und 23 Jahre mit den T2.
Grüsse, Matthias

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Re: Frankeich von oben und unten

Beitrag von Matthias S. » 15.09.2017 11:59

Es gab wieder eine Neuauflage dieses Jahr, unter anderem wurde der höchste Punkt, den man in Europa mit einem Geländewagen erreichen kann, bezwungen. Hier geht's zum Reisebericht, viel Spaß beim Ansehen:

http://feldbahn-dossenheim.de.tl/Frankreich-2017.htm



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Grüße, Matthias

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