Teilrestauration T2b Westfalia

In diesem Forum wird es künftig Bilderthread geben, die gerne auch zu kleinen Diskussionen anregen können, aber vornehmlich Bildern vorbehalten bleiben sollten.

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Paul
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Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Paul » 31.10.2018 21:46

Hallo zusammen,

ich wollte diesen Winter endlich mal den Rost angehen. Offensichtliche Durchrostungen habe ich eigentlich nur am Batterieboden. Erste Ansätze zeigen sich aber bereits unten an den Rahmen der seitlichen Lamellenfenstern und an der Trittstufe Fahrerseite. Aber dazu später mehr.

Zur ursprünglichen Planung der Restauration (wen nur der aktuelle Plan interessiert, bitte ab nächstem Absatz weiterlesen): Ich habe lange mit dem Gedanken gespielt den Bus chemisch entlacken und entrosten zu lassen, die kleinen Karosseriearbeiten selbst zu machen und die großen machen zu lassen und anschließend eine KTL und Komplettlackierung innen und außen. Ich hatte mir auch schon Angebote für Entlacken, Entrosten und KTL machen lassen (da gibt es zwei Firmen in Zweibrücken, Gesamtkosten ca. 6 k€). Allerdings hat es sich als deutlich schwieriger herausgestellt einen geeigneten Karosseriebauer und Lackierer zu finden, der binnen 2 Monaten die notwendigen – und noch unbekannten – Karosseriearbeiten macht und eine zweifarbige Komplettlackierung aufbringt. Nach längerem Suchen war ich dann bei Schad Oldtimer (www.schad-oldtimer.de), die sich den Bus mal genauer angeschaut haben. Der Lack ist schon ziemlich durch – auch der kalifornischen Sonne geschuldet. Durch partielle Nachlackierungen habe ich nämlich 5 verschieden Beigetöne am Bus, an manchen Stellen matt, an anderen glänzend.
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Eine Endoskopie der Schweller und des vorderen Querträgers haben aber sehr erfreuliches zutage gebracht: Der Unterboden ist auf den ersten Blick mehr oder weniger rostfrei. :dance: In den Schwellern ist selbst Oberflächenrost kaum zu finden. Einzig der Batterieboden ist durch. Daher wurde der Restaurationsplan geändert:

Aktueller Restaurationsplan: Der Unterboden wird trockeneisgestrahlt und einschließlich aller Hohlräume mit Kriechöl vorbehandelt und mit Wachs konserviert, vorausgesetzt das Trockeneisstrahlen fördert keine gravierenden Rostnester zutage. Motor und Getriebe sowie Heizungsschläuche und Anbauteile baue ich vorher selbst aus. Der durchgerostete Batterieboden wird ersetzt und der Rost an den Fenstern beseitigt. Anschließend möchte ich den Bulli außen zweifarbig (oben weiß, unten beige) komplett neu lackieren lassen – vorausgesetzt beim Schleifen zeigen sich keine Unfallschäden oder Rostnester, die zuerst noch beseitigt werden müssen. Fenster und Anbauteile baue ich vorher selbst aus. Das Anschleifen würde ich ebenfalls selbst machen. Ich liebäugele auch noch mit dem Gedanken die amerikanischen Seitenbegrenzungen und die meinen Recherchen nach nicht originalen Zierleisten zu entfernen und die Löcher zu verschließen. Die vorderen Türen würde ich ebenfalls komplett lackieren lassen, da der Lack innen auch schon stark abgenutzt ist. Der restliche Innenraum-Lack ist noch super.

Für die Demontage und das Anschleifen (und eventuell die Motorüberholung) habe ich den kompletten Dezember eingplant (Elternzeit). Für den anschließenden Zusammenbau im April habe ich ebenfalls einen Monat, wobei ich jetzt schon sehe, dass das sehr sportlich ist, denn ich möchte zusätzlich folgende „Optimierungen“ vornehmen:
  • Alle Fenster- und Türdichtungen tauschen
  • Motorüberholung
    • Alle Motordichtungen erneuern
    • Teile auf Verschleiß prüfen
    • Motorverblechung sandstrahlen und lackieren
    • Einspritzdüsen prüfen und ggf. erneuern
  • Kupplung erneuern
  • Wärmeübertrager sandstrahlen, lackieren und Dämmmatten erneuern
  • Heizungsschläuche reinigen/ersetzen
  • Benzinleitungen erneuern
  • Frontscheibe austauschen (hat einen Steinschlag im Fahrersichtfeld)
  • 110 V Hilfsspannungsversorgung auf 230 V umbauen (DC/DC Wandler und Steckdosen innen/außen)
  • Gas verrohren
  • Anständige Soundanlage verbauen (hier bin ich noch am überlegen, was für einen Receiver ich verwenden soll. Außerdem würde ich gerne zusätzlich zu dem Lautsprecher im Armaturenbrett und denen hinter der Sitzbank, welche in die Kickpanels integrieren)
  • Teppiche erneuern
  • Wärme- und Geräuschdämmung (mit Alubutyl und Armaflex?)
  • Auf konvexe Außenspiegel umrüsten (und neue Gummidichtungen verwenden)
  • Aufstelldach und Gepäckwanne streichen
Folgende Arbeiten habe ich noch optional im Hinterkopf:
  • Einbau einer Standheizung
  • Umrüstung des Kühlschranks auf Gasbetrieb
  • Umrüstung auf elektrische Wischwasserpumpe
  • Kabelbaum neu knüpfen
    + zusätzliche Lautsprecher
    + Öltemperatur
    + elektronische Zündung?
    + AHK?
    + Standheizung?
    + Wischwasserpumpe?
  • Gepäcknetz für den Kofferraum
  • Traggelenke tauschen
  • Alle Schlösser auf einen Schlüssel bringen
Ich freue mich über Anregungen, Ideen, Kommentare und Fragen jeglicher Art. :D

Hier noch Bilder zu dem Rost an den Seitenfenstern und der abgenutzten Innenseite der Fahrertür
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Feinbein » 31.10.2018 23:59

Hallo Paul,

Dein Vorhaben klingt gut. Zu den einzelnen Arbeiten will ich nichts sagen. Das ist Deine Entscheidung und wird sich im Lauf der Restaurierung noch zeigen.
Aber Dein Zeitplan ist sehr sportlich. Du musst davon ausgehen, dass noch die ein oder andere Sache dazukommt, Teile nicht rechtzeitig lieferbar sind oder Arbeiten, die Du an Dritte übergeben hast länger dauern :wall:
Frage mich nicht, woher ich das weiß :unbekannt:

Gruß Stephan

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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Norbert*848b » 01.11.2018 00:37

Hallo Paul,
Feinbein hat geschrieben:
31.10.2018 23:59
Dein Vorhaben klingt gut... Aber Dein Zeitplan ist sehr sportlich.
Ja, dem kann man sich nur anschließen. Willst Du denn schon kommenden Sommer damit in den Urlaub fahren?

Solch ein Thema ist mir schließlich nicht unbekannt.
Nachdem Motor raus, zerlegt und auf Beendigung der Arbeiten beim Motorbauer gewartet, hatte ich mich zunächst auf die Bremsanlage und das Fahrwerk konzentriert.
(Getriebe hatte ich vorher für gut befinden können.) Überlebenswichtige Komponenten wie Lima, Anlasser Scheibenwischermotor wurden zwischendurch inspiziert.
Dann kam das Entrosten (Fensterrahmen, Batterieboden) mit zunächst nur Beilackierung dran. Das war dann schon knapp mit der Zeit geworden, um mit dem Fahrzeug wirklich in den Urlaub starten zu können.
Paul hat geschrieben:
31.10.2018 21:46
110 V Hilfsspannungsversorgung auf 230 V umbauen (DC/DC Wandler und Steckdosen innen/außen)
Ja, könnte man machen mit 'nem AC/AC Wandler von 230 auf 110V.
Paul hat geschrieben:
31.10.2018 21:46
Umrüstung des Kühlschranks auf Gasbetrieb
… m.E. nach nicht so wirklich ohne Weiteres möglich.
… sicherlich habe ich jetzt nicht alle Punkte berücksichtigen können...
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Paul
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Paul » 01.11.2018 11:26

Hallo Stephan, hallo Norbert,

der straffe Zeitplan ist auch meine größte Sorge. In den letzten anderthalb Jahren sind wir um die 10.000 km mit dem Bus gefahren; technisch ist er gut in Schuss. Einige Reparaturen habe ich auch bereits durchgeführt. Die Achsen und Bremsanlage wollte ich zunächst nicht anfassen und mir lieber für einen anderen Winter aufheben. Bremsleitungen und Schläuche hatte ich letztes Jahr schon neu gemacht.

Geplant ist tatsächlich nächstes Jahr Ende Juni in den Urlaub zu starten. Immerhin habe ich einen vollen Monat Zeit, um den Bus wieder zusammenzubauen und kann mir für ein paar Tage auch sicherlich noch Unterstützung organisieren.

Unschlüssig bin ich mir noch mit den Zierleisten. In den 78er Prospekten haben die Westfalia Busse alle keine Zierleisten, meiner hat aber welche auf Höhe Oberkante Kniestück. Die Leisten sind echt fertig und vermutlich nicht original. Die Löcher von den Nieten zu verschließen ist aber sicherlich einiges an Aufwand. Auf der anderen Seite wüsste ich auch nicht, wo ich die Zierleisten neu bekommen soll - habe sie bisher in keinem Shop gesehen. Was denkt ihr?
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Rolf-Stephan Badura
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 01.11.2018 11:41

Hallo Paul,
der straffe Zeitplan ist auch meine größte Sorge.
Wenn man erst mal dran ist, fallen einem noch mehr Aufgaben ein... :wink:
bzw. zerbröseln gut geglaubte Teile bei der Demontage, die man so nicht wieder einbauen will :oops:
Ich habe für meine Oldies immer 2 Jahre gebraucht... und habe nicht gebummelt... hab aber auch Familie und viel Arbeit.
Bin dann aber trotzdem erst mal ohne Dachhimmel in den ersten Urlaub mit Bulli gefahren.
Unschlüssig bin ich mir noch mit den Zierleisten
Die Zierleisten sind nachgerüstet - und nicht von VW - und auch nicht in der Höhe wo andere originale verbaut wurden.

Zierleisten hatten auch T2b Deluxe Westfalias vom T2a auf der Wulst unter den Fenstern oder
T2b L(uxus) Busse auf Höhe der Türgiffe (wie meiner).

Wenn nicht mehr herzurichten und nicht gefällt, dann halt weg...
Auf der anderen Seite ist es eben zeitgenössischer Chromschmuck - auch was besonderes was Deinen Bulli einzigartig macht.
Die weiße Gummiunterlage könnte vielleicht auch weißer Füllkeder für Eriba Wohnwagen o.ä. als Ersatz helfen - muss man was passendes suchen...

In den USA waren auch diverse Zierstreifen über die ganze Seite sehr beliebt und gab es auch von VW USA.
(Bestellnummern mit ZVW am Anfang). Vielleicht könnte so etwas auch Deine Löcher bzw. deren Ausbesserung etwas verdecken... (z.B. in silber bei theSamba derzeit: https://www.thesamba.com/vw/classifieds ... id=2222383)
Bildschirmfoto 2018-11-01 um 09.49.22.png
Grüße,

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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Paul » 19.12.2018 11:30

Hallo zusammen,

mittlerweile ist viel passiert und es gab sehr viel zu tun, daher bin ich bisher leider noch nicht zum schreiben gekommen.

Der Bus ist innen bis auf Fahrersitz und Armaturenbrett komplett zerlegt. Außen ist noch (fast) alles dran, am Unterboden ist bis auf Achsen und Bremsanlage ebenfalls alles weggebaut. Nach dem Trockeneisstrahlen - was ich wirklich nur empfehlen kann - ist aufgefallen, dass der Schlossträger im Heck von innen Durchrostungen hat. Eine Lackschichtdickenmessung hat zudem ergeben, dass in den hinteren unteren Ecken teilweise Schichtidcken von 3 (!) mm sind. Abschleifen hat ergeben, dass die Amis in die Ecke zum Schlossträger hin auf beiden Seiten "Reparaturbleche" von etwa 5 x 5 cm² eingeschweißt haben. Statt die Schweißunkte abzuschleifen, wurde einfach drübergespachtelt, bis es glatt war. Kurzum, Schloßträger, Batteriebleche und die hinteren unteren Ecken kommen neu. Ansonsten sieht der Unterboden sehr gut aus. Die alte Fugendichtmasse habe ich unter Zuhilfenahme eines Heißluftföns abgekratzt.

Die Möbel habe ich mit dem renuwell Möbelregenerator behandelt. Sieht bisher sehr schön aus. Mal sehen wie lange das hält.

Aufstelldach und Gepäckwanne habe ich abgeschlieffen und gerollt. Bei der Gepäckwanne musste ich noch ein paar Risse anbohren, anschleifen und laminieren. Bin mit dem Ergebnis aber nur mittelmäßig zufrieden.

Tank, Motor und Getriebe sind draußen. Den Motor habe ich bis auf den Block soweit auch auseinander genommen. Die Maus, die ein Nest in meinen Heizungsrohren gebaut hat, habe ich bei der Gelegenheit auch gefunden.

Bilder folgen heute Abend oder morgen, wenn ich dazu komme.

Was habt ihr denn mit euren ganzen Motorblechen gemacht? Der Gebläsekasten ist anscheinend aus Aluminium-Druckguss und muss dementsprechend nur mal ordentlich gereinigt werden? Was habt ihr mit eurer Motorverblechung und den Auspuff-/Heizungsteilen gemacht? Ich würde jetzt erstmal alles sandstrahlen und dann lackieren. Aber hält ein normalerer Autolack aus der Sprühdose auf allen Motorverblechungen, insbesondere den Zylinderkopfabdeckungen? Und reicht ein gewöhnlicher Auspufflack für bpsw. die 180° Bögen, die jeweils einen Krümmer mit einem Wärmeübertrager verbinden?

Paul
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Paul » 20.12.2018 15:59

Hallo zusammen,

hier noch die versprochenen Bilder:

So sieht der leergeräumte Fahrgastraum aus:
Innenraum.jpg
Das ist der vordere Radkasten auf der Fahrerseite nach dem Trockeneisstrahlen, aber bevor ich die Fugendichtmasse entfernt habe:
Radkasten vorne links.jpg
Hier haben wir den ausgebauten Motor:
Motor.jpg
Und hier ist zu erkennen, wie zugedreckt der Motor ist. Bin mal gespannt wie sich die Öltemperatur nach einer gründlichen Reinigung verhält...
DSC02375.jpg
Neben einem verrosteten Motorabschlussblech und dem durchgerosteten Wärmeübertrager auf der Beifahrerseite ist auch die eine Schaltklappe für die Heizung hinüber:
Schaltklappe Heizung.jpg

Offene Fragen habe ich derzeit noch in Bezug auf:
  1. Den zu verwendenden Lack an den verschiedensten Motorblechen
  2. Habt ihr den Gebläsekasten, die Ansaugrohre und die Hülsen für die Stößelstangen auch lackiert?
  3. Was habt ihr für die Wärmedämmung im Innenraum genommen? Ich möchte die alte Mineralwolle ungern wieder einsetzen und habe eigentlich auch keine Lust auf Mineralwolle im Allgemeinen. Einfach eine Schicht Armaflex?
  4. Wie habt ihr den Fußboden im Fahrgastraum gelöst? Bei mir war der Teppich auf eine Pressspanplatte geklebt, die wiederum auf einer etwas größeren Pressspanplatte lag. Mein Restaurateur hat mir dazu geraten den Boden ebenfalls mit Wachs zu behandeln. Habt ihr dort ebenfalls noch etwas für die Wärmedämmung getan oder ist das wegen Kondenswasserbildung eher schlecht?
  5. Habt ihr die in Folie eingepackte Mineralwolle zur Dämmung über dem Motor und in der Wartungsklappe im Kofferraum wiederverwendet oder gibt es hier sinnvolle Alternativen?
  6. Gibt es die Dämmmatte über dem Getriebe irgendwo neu zu kaufen oder was könnt ihr empfehlen, um eine geeignete Matte zurechtzuschneiden?
Das ist bestimmt nur die Hälft aller Fragen, die ich bisher hatte. Aber mehr fällt mir im Moment nicht mehr ein. :versteck:

Vielen Dank an euch alle schon einmal im Voraus. Weitere Bilder werden folgen.

Paul
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Olli239
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Olli239 » 21.12.2018 12:44

Der leere Fahrgastraum kommt mir bekannt vor... :mrgreen:

3. Ich hab wieder 40mm Dämwolle aus dem Baumarkt genommen, auch wenn sich da die Geister dran scheiden. Über die Suche findest Du viele Diskussionen zu dem Thema, wie z.b. -> viewtopic.php?f=7&t=17089 oder viewtopic.php?f=7&t=25044&p=245480&sid= ... e6#p245437
4. Der Fussbodenaufbau hab ich auch wieder so hergestellt. Die grobe Spanplatte, darauf die größere dünne Holzplatte und darauf den Teppich. Wenn Du andere Materialen verwendest, achte darauf das die Gesamthöhe die Selbe ist, wie die der alten Holzplatten, sonst passen die Befestigungspunkte der Möbel ggfs. nicht mehr.
5. Auch hier hab ich die "Dämmkissen" wiederverwendet. Wenn die Folie nicht zerfledert ist, kann man die gut wiederverwenden.

Viel Erfolg und frohe Festtage
Olli

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Paul
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Paul » 18.02.2019 13:09

Hallo zusammen,

es gibt Fortschritte - die Blecharbeiten am Heck werden die Woche abgeschlossen und der Unterboden ist gestrahlt. Parallel bin ich dabei den Motor und das Getriebe aufzubereiten. Dazu habe ich auch gleich eine Frage: Was habt ihr mit euren Stößelstangenschutzrohren (schönes Wort, nicht wahr?) und den Zylinderabdeckblechen gemacht? Meine waren schon etwas angegriffen, ist nach dem Strahlen aber alles zu retten. Lediglich das eine Zylinderabdeckblech hat eine minimal Durchrostung; die schweiße ich eventuell noch zu oder lasse sie einfach drin (ca. 2 x 4 mm²). Die Teile zu lackieren ist wegen der Zylinder- und Krümmernahen Einbauposition ja vermutlich keine gute Idee. Verzinken/Vernickeln?

Grüße
Paul
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MichaIN
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von MichaIN » 18.02.2019 18:52

Hallo!

Respekt, wird ja offenbar recht gründlich!

Ich habe selbst einen USA-Westfalia, daher wollte ich das kommentieren:
Norbert*848b hat geschrieben:
01.11.2018 00:37
Paul hat geschrieben:
31.10.2018 21:46
110 V Hilfsspannungsversorgung auf 230 V umbauen (DC/DC Wandler und Steckdosen innen/außen)
Ja, könnte man machen mit 'nem AC/AC Wandler von 230 auf 110V.
Paul hat geschrieben:
31.10.2018 21:46
Umrüstung des Kühlschranks auf Gasbetrieb
… m.E. nach nicht so wirklich ohne Weiteres möglich.
...
Ein Wandler/Trafo von 230V auf 110V ist unnötig. Das einzige 110V-Gerät ist der dicke Trafo 110V -> 12V unter der Rückbank, zum Aufladen der Campingbatterie und Betreiben des Kühlschranks. Aufgrund der archaischen Bauweise muß das Laden dabei über die Eieruhr im Westipanel begrenzt werden um die Batterie nicht zu Tode zu blubbern. Schmeiß den lieber raus und besorge Dir ein moderneres Teil mit Ladelektronik für Wohnmobile.
Die Steckdosen im Innenraum sind eh nur über die Sicherung mit der Außensteckdose verbunden, da kommt die Spannung raus die außen rein geht.
Umbauthreads zu genau dem Thema auch der Steckdosen etc. gab es hier im Forum schon einige.

Für eine Gasumrüstung des Kühlschranks bräuchtest du die ganze Kühleinheit mit Brenner. Wenn Dir der 12V-Betrieb nicht reicht (so schlecht kühlt der damit gar nicht, finde ich) bliebe nur die Umrüstung auf 220V für Landstrom (mittels der Doppelheizpatrone, schwer zu finden) oder der beliebte Umbau auf Kompressorkühlschrank (auch im Forum schon behandelt), der geht auch mit 12V.

Um die Gasanlage müßtest Du dich auch noch kümmern (Gastank, Brenner des Herds). Habe ich aber in deiner Liste vielleicht auch überlesen.


Das Entfernen der Sidemarker hatte ich übrigens auch erwogen. Es steht nur aktuell keine Schweiß/Lackierarbeit an (zum Glück).

Viele Grüße,
Michael
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Paul » 04.03.2019 11:06

Hallo zusammen,

die Arbeiten gehen weiter, insbesondere am Motor. Dazu habe ich auch gleich ein paar Fragen:
Ich habe ja einen GE Motor mit Hydrostößeln, wenn der Block auch von einem GD zu stammen scheint – zumindest sagt das die Prägung. Die Stößel habe ich geprüft und einer war tatsächlich zu weich. Also entlüftet und wieder eingebaut. Das war vor etwa 2 Wochen. Der Bentley empfiehlt nach dem Ausbau der Stößel das Ventilspiel initial einzustellen.
  1. Zwei weitere Stößel waren auf einmal weich, also ebenfalls entlüftet. Beim weiteren Einstellen wurden zwei weitere Stößel weich. Liegt das an der (naturgemäß) horizontalen Lage der Stößel in einem Boxer? Und sollten sich die Stößel über die seitliche Zulaufbohrung nicht eigentlich selbst entlüften?!?
  2. Nachdem wir eine halbe Stunde Ventile beobachtet haben, um herauszufinden welcher Zylinder gerade auf Zündung steht und wie rum der Motor dreht (…), ging mit der Grundeinstellung (lt. Bentley Einstellschraube soweit aufdrehen, bis Kipphebel gerade Kontakt zum Ventil hat und dann die Einstellschraube zwei volle Umdrehungen reindrehen) beim 4. Zylinder das Auslassventil nie komplett zu. Es steht immer ein klein wenig offen. Lustigerweise hatte ich dieses Phänomen vorher am 1. Zylinder, das hat sich aber auf mysteriöse Art und Weise beim weiteren Ventile einstellen von alleine behoben… Was ist hier los?
Dann habe ich mich mit der Ölpumpe beschäftigt:
  1. Ich habe eine Melling M-79AHV Ölpumpe verbaut. Ist das überhaupt die richtige für meinen Typ 4?!
  2. Ich habe nur den Deckel der Pumpe abgenommen. Dort war eine sehr, sehr dünne Dichtung verbaut, die nicht nur den äußeren Ring dichtet, wie bei den einschlägigen Dichtungen, die zu kaufen sind, sondern bis auf die beiden Pumpenräder und deren Ausschnitte alles abdichtet. Eine solche Dichtung habe ich aber bei keinem Händler gefunden. Ist das einfach eine zurechtgeschnittene Papierdichtung und sollte ich die auch wieder so einbauen?
Grüße
Paul

PS: Macht es Sinn diese sehr spezifischen, technischen Fragen hier zu behandeln oder sollte ich sie lieber in den Technikbereich verschieben?
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von MichaIN » 04.03.2019 16:46

Hallo Paul,

zum PS: Technikbereich. Definitiv.
Nach Themen separiert, u.U. findest Du auch Altthreads, die du erweitern kannst.

Gruß Michael
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Paul » 04.03.2019 22:52

Hier mal noch ein paar Bilder, um der Bilderecke gerecht zu werden:

Die Ecke hinten rechts unten herausgetrennt:
LRG_DSC02525.JPG

Die Ecke hinten rechts unten instandgesetzt:
LRG_DSC02650.JPG

Der gereinigte Motor mit den verzinkten Stößelstangenschutzrohren und Hitzeschutzblechen:
LRG_DSC02690.JPG

Habe ich hier etwa einen Hallsensor an meinem Kurbelgehäuse?! :surprised: Das Kabel ist bisher nur im Motorraum rumgebaumelt. Kann ich die Funktion des Sensors mit dem Mutlimeter testen?
LRG_DSC02696.JPG
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Sgt. Pepper » 07.03.2019 15:18

Moin,

den Hallgeber kannst/brauchst du nicht testen. Der ist für das VW-Diagnose-System in den Werkstätten gewesen und hat heute keine Funktion mehr. Damals gab es Geräte die das Signal des Hallgebers z.B. für die Zündungskontrolle oder Drehzahlerfassung verwendet haben.
Ich würde den einfach drin lassen, einmal aus Gründen der Originalität und auch, weil der Sensor nicht so einfach zu demontieren ist, da im Gehäuse verpresst.

Bei den früheren Baujahren hatte VW sogar eine Schnittstelle für die Computerdiagnose vorgesehen. Da war dann der Stecker vom Hall-Geber mit einem entsprechenden Gegenstück an das Prüfnetzwerk im Fahrzeug verbunden. War nicht lange im Programm und hat sich damals noch nicht durchsetzen können.

Grüße,
Stephan
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Re: Teilrestauration T2b Westfalia

Beitrag von Norbert*848b » 07.03.2019 19:04

Moin zusammen,
Sgt. Pepper hat geschrieben:
07.03.2019 15:18
den Hallgeber kannst/brauchst du nicht testen.
… nix mit Hall!, ist ein einfacher induktiver Geber und allgemein bekannt als OT-Geber bzw. TDC-Marker. :wink:
viewtopic.php?f=7&t=23867
http://www.ratwell.com/technical/TDCMarker.html
Es ist schon in gewisser Weise bemerkenswert, … immer irgendwie zyklisch (gefühlt halbjährlich) taucht diese Frage nach dem ominösem Teil wieder auf. :stupid:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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