Dichtung Schwungrad

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enricohelli
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Dichtung Schwungrad

Beitrag von enricohelli »

Hallo zusammen,

ich möchte gerne einmal auf eure Erfahrungen zurückgreifen, da ich gerade am hin und her überlegen bin.

Mein revidierter AS Motor hatte nach wenigen 100 km Ölverlust zwischen Motor und Getriebe. Also alles ausgebaut, Getriebeglocke gereinigt, neuen Simmerring verbaut, da ich diesen in Verdacht hatte. Danach den Motor mit Getriebe in der Garage auf einer Halterung für eine Weile laufen lassen. Nachdem ich das Getriebe wieder abgenommen habe, war die Glocke wieder feucht. Diesmal aber so wenig, dass ich die Ursache ausmachen könnte, nämlich die Dichtung des Schwungrads nach innen. Dem hatte ich vorher tatsächlich keine Beachtung geschenkt. Der O-Ring sah überhaupt nicht gut aus. Wurde scheinbar beim Einbau teilweise gequetscht.
Was mich jetzt wundert: Zusätzlich war eine Papierdichtung verbaut, die ebenfalls kaputt ist. Jetzt wollte ich diese nachkaufen, aber überall steht geschrieben, dass diese Papierdichtung nur bis '68 verbaut wurde.
Könnt ihr mir helfen? Brauche ich diese Dichtung, sollte ich sie weglassen oder spielt das keine Rolle? Ich tendiere ja dazu, sicherheitshalber wieder eine zu verbauen.

Viele Grüße aus Leipzig,
Enrico
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Norbert*848b
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Re: Dichtung Schwungrad

Beitrag von Norbert*848b »

Hallo Enrico,
enricohelli hat geschrieben: Heute 17:47 Brauche ich diese Dichtung,
Ja, dieser O-Ring ist die Abdichtung der Kurbelwelle zur Schwungscheibe (Teilenummer 311 105 295 A, Abmessung 53,4 x 3 mm).,
Dieser Ring wird meistens "graphittiert" geliefert, so dass die Schwungscheibe besser auf die Kurbelwelle "flutscht".
Ein leicht aufgezugener Fettfilm kann zudem auch zweckdienlich sein.
enricohelli hat geschrieben: Heute 17:47 Zusätzlich war eine Papierdichtung verbaut

Wer das gemacht hat, hatte leider keine Ahnung. Nicht alle Teile aus dem Dichtungssatz müssen verbaut werden, halt nur die, die zu diesem Motor-Baujahr gehören, das muss man halt wissen und das Klavier richtig spielen können.
Die beiliegenden Papierdichtungen an den Zylinderfüßen zu verbauen, ist auch eine "Frefeltat", weil das nicht nachhaltig ist (Zyliner-Kopfschrauben können sich nach einer Zeit lösen). Da verwendet man besser so ein Mittel wie Dirko HT.
enricohelli hat geschrieben: Heute 17:47 Ich tendiere ja dazu, sicherheitshalber wieder eine zu verbauen.
Besser ist das. :wink:
enricohelli hat geschrieben: Heute 17:47 ... neuen Simmerring verbaut,

Ist das vorschriftsmäßig passiert?
Ich hatte dazu einmal etwas angemerkt und darf das hier einfügen:
Dann darf ich noch etwas an Erläuterung zur Fettfüllung im Bereich der Wurmfeder (also der innere Bereich des Simmerringes) ausführen. Das Fett nimmt die Wärme während der ersten Umdrehungen auf, wo noch kein Öl hinkommt und schmiert natürlich auch erst einmal. Wichtig ist ebenso, auch etwas Öl/Fett auf die Schwungradlauffläche zu geben.
Absolute Sauberkeit sollte obligatorisch sein, irgendwelche Fussel vom Putzlappen könnten sich schon störend auswirken.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

Hab hin und wieder "Versager" und "Verzweifler" im reviedierten Zustand für den 50 PS Bus-Motor anzubieten.