Hallo zusammen,
ich möchte gerne einmal auf eure Erfahrungen zurückgreifen, da ich gerade am hin und her überlegen bin.
Mein revidierter AS Motor hatte nach wenigen 100 km Ölverlust zwischen Motor und Getriebe. Also alles ausgebaut, Getriebeglocke gereinigt, neuen Simmerring verbaut, da ich diesen in Verdacht hatte. Danach den Motor mit Getriebe in der Garage auf einer Halterung für eine Weile laufen lassen. Nachdem ich das Getriebe wieder abgenommen habe, war die Glocke wieder feucht. Diesmal aber so wenig, dass ich die Ursache ausmachen könnte, nämlich die Dichtung des Schwungrads nach innen. Dem hatte ich vorher tatsächlich keine Beachtung geschenkt. Der O-Ring sah überhaupt nicht gut aus. Wurde scheinbar beim Einbau teilweise gequetscht.
Was mich jetzt wundert: Zusätzlich war eine Papierdichtung verbaut, die ebenfalls kaputt ist. Jetzt wollte ich diese nachkaufen, aber überall steht geschrieben, dass diese Papierdichtung nur bis '68 verbaut wurde.
Könnt ihr mir helfen? Brauche ich diese Dichtung, sollte ich sie weglassen oder spielt das keine Rolle? Ich tendiere ja dazu, sicherheitshalber wieder eine zu verbauen.
Viele Grüße aus Leipzig,
Enrico
Dichtung Schwungrad
-
enricohelli
- T2-Autor
- Beiträge: 6
- Registriert: 18.07.2024 17:48
Dichtung Schwungrad
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
Norbert*848b
- *

- Beiträge: 7770
- Registriert: 30.10.2013 22:57
- IG T2 Mitgliedsnummer: 848
Re: Dichtung Schwungrad
Hallo Enrico,
Dieser Ring wird meistens "graphittiert" geliefert, so dass die Schwungscheibe besser auf die Kurbelwelle "flutscht".
Ein leicht aufgezugener Fettfilm kann zudem auch zweckdienlich sein.
Wer das gemacht hat, hatte leider keine Ahnung. Nicht alle Teile aus dem Dichtungssatz müssen verbaut werden, halt nur die, die zu diesem Motor-Baujahr gehören, das muss man halt wissen und das Klavier richtig spielen können.
Die beiliegenden Papierdichtungen an den Zylinderfüßen zu verbauen, ist auch eine "Frefeltat", weil das nicht nachhaltig ist (Zyliner-Kopfschrauben können sich nach einer Zeit lösen). Da verwendet man besser so ein Mittel wie Dirko HT.
Ist das vorschriftsmäßig passiert?
Ich hatte dazu einmal etwas angemerkt und darf das hier einfügen:
Dann darf ich noch etwas an Erläuterung zur Fettfüllung im Bereich der Wurmfeder (also der innere Bereich des Simmerringes) ausführen. Das Fett nimmt die Wärme während der ersten Umdrehungen auf, wo noch kein Öl hinkommt und schmiert natürlich auch erst einmal. Wichtig ist ebenso, auch etwas Öl/Fett auf die Schwungradlauffläche zu geben.
Absolute Sauberkeit sollte obligatorisch sein, irgendwelche Fussel vom Putzlappen könnten sich schon störend auswirken.
Ja, dieser O-Ring ist die Abdichtung der Kurbelwelle zur Schwungscheibe (Teilenummer 311 105 295 A, Abmessung 53,4 x 3 mm).,
Dieser Ring wird meistens "graphittiert" geliefert, so dass die Schwungscheibe besser auf die Kurbelwelle "flutscht".
Ein leicht aufgezugener Fettfilm kann zudem auch zweckdienlich sein.
Wer das gemacht hat, hatte leider keine Ahnung. Nicht alle Teile aus dem Dichtungssatz müssen verbaut werden, halt nur die, die zu diesem Motor-Baujahr gehören, das muss man halt wissen und das Klavier richtig spielen können.
Die beiliegenden Papierdichtungen an den Zylinderfüßen zu verbauen, ist auch eine "Frefeltat", weil das nicht nachhaltig ist (Zyliner-Kopfschrauben können sich nach einer Zeit lösen). Da verwendet man besser so ein Mittel wie Dirko HT.
Besser ist das.enricohelli hat geschrieben: ↑Gestern 17:47 Ich tendiere ja dazu, sicherheitshalber wieder eine zu verbauen.
Ist das vorschriftsmäßig passiert?
Ich hatte dazu einmal etwas angemerkt und darf das hier einfügen:
Dann darf ich noch etwas an Erläuterung zur Fettfüllung im Bereich der Wurmfeder (also der innere Bereich des Simmerringes) ausführen. Das Fett nimmt die Wärme während der ersten Umdrehungen auf, wo noch kein Öl hinkommt und schmiert natürlich auch erst einmal. Wichtig ist ebenso, auch etwas Öl/Fett auf die Schwungradlauffläche zu geben.
Absolute Sauberkeit sollte obligatorisch sein, irgendwelche Fussel vom Putzlappen könnten sich schon störend auswirken.
Freundliche Grüße aus Algermissen
Norbert
Hab hin und wieder "Versager" und "Verzweifler" im reviedierten Zustand für den 50 PS Bus-Motor anzubieten.
Norbert
Hab hin und wieder "Versager" und "Verzweifler" im reviedierten Zustand für den 50 PS Bus-Motor anzubieten.
-
Phil
- T2-Süchtiger
- Beiträge: 290
- Registriert: 13.05.2005 00:11
- IG T2 Mitgliedsnummer: 0
Re: Dichtung Schwungrad
Hallo Enrico,
also ich würde die Papierdichtung nicht verbauen. Als ich nach einem Schaden aufgrund einer gelösten Schwungscheibe mich durch einige Foren geforstet habe, bin ich auf durchaus ernstzunehmende Beiträge gestoßen, die bei der Verbindung Kurbelwelle/Schwungrad den Kraftschluss als deutlich entscheidender betrachten, als einen Formschluss durch die Stifte. Dem Kraftschluss ist diese Dichtung aber vermutlich nicht zuträglich.
Noch was zum Simmerring: Tom Wilson empfiehlt in "How to rebuild your VW aircooled engine" als nicht zwingenden, aber wünschenswerten Dichtheitsbonus, den Simmerring nur bündig mit dem Gehäuse einzutreiben (oder minimal weiter), auch wenn es bis zum Anschlag noch ein wenig weiter gehen würde. So soll sich der Simmerring an einer bisher "unverbrauchten" Bahn auf dem Schwungrad besser anschmiegen/abdichten. Ich hab´s so gemacht, nachdem ich nach ein paar hundert km zunächst ähnliche Probleme hatte wie du, und nach weiteren 3tkm ist jetzt noch alles knochentrocken. Ob das bei der vorangegangenen Simmerringinstallation das Problem war, weiß ich nicht, aber schaden kann es offenbar nicht
man muss halt sauber darauf achten, dass der Simmerring absolut gerade im Gehäuse sitzt.
Gruß,
Phil
also ich würde die Papierdichtung nicht verbauen. Als ich nach einem Schaden aufgrund einer gelösten Schwungscheibe mich durch einige Foren geforstet habe, bin ich auf durchaus ernstzunehmende Beiträge gestoßen, die bei der Verbindung Kurbelwelle/Schwungrad den Kraftschluss als deutlich entscheidender betrachten, als einen Formschluss durch die Stifte. Dem Kraftschluss ist diese Dichtung aber vermutlich nicht zuträglich.
Noch was zum Simmerring: Tom Wilson empfiehlt in "How to rebuild your VW aircooled engine" als nicht zwingenden, aber wünschenswerten Dichtheitsbonus, den Simmerring nur bündig mit dem Gehäuse einzutreiben (oder minimal weiter), auch wenn es bis zum Anschlag noch ein wenig weiter gehen würde. So soll sich der Simmerring an einer bisher "unverbrauchten" Bahn auf dem Schwungrad besser anschmiegen/abdichten. Ich hab´s so gemacht, nachdem ich nach ein paar hundert km zunächst ähnliche Probleme hatte wie du, und nach weiteren 3tkm ist jetzt noch alles knochentrocken. Ob das bei der vorangegangenen Simmerringinstallation das Problem war, weiß ich nicht, aber schaden kann es offenbar nicht
Gruß,
Phil