Vellmann Zündmodul

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ecki007
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Re: Vellmann Zündmodul

Beitrag von ecki007 » 13.01.2021 20:57

Also die Teile sind Standard wie bei Reichelt oder ähnliche Elektronikversender:
IN414824 Ohm 4W
ZD129 geht auch ZY120
den BUY50 hab ich bei E-Bay vor ein paar Monaten noch gekauft.
Ein vernünftigen ersatztyp hab ich keinen gefunden.

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Clas
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Re: Vellmann Zündmodul

Beitrag von Clas » 13.01.2021 22:32

Hmmmm.
Für Standard haben die das aber sehr gut versteckt.
Reichelt, ELV und Conrad.
In der Bucht ist noch einiges zu finden, aber 4 Watt Widerstände scheint es auch dort fast gar nicht zu geben.
2,3,5 Watt alles da. 4 Watt nur braune NOS :lol:
Über die Bauform der Kondensatoren wird dort auch nicht beschrieben.
Ist das von Belang?

Gruß
Clas
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aircooled68
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Re: Vellmann Zündmodul

Beitrag von aircooled68 » 14.01.2021 00:41

Die 1N4148 Diode ist ein Standardbauteil.
https://www.reichelt.de/de/de/schalt-di ... 0.html?r=1

Bei den Widerständen kannst auch eine hörere Wattleistung nehmen. Oder 2x 12Ohm 2W in Reihe oder 2x 48Ohm 2W parallel schalten.

Bauform der Kondensatoren ist egal, solang die Kapazität und die Spannung stimmt. Und es sollten keine Elektrokytkondensatoren sein (außer C1 im Bootsforum).

Der Schalttransistor zur Zündspule sollte den gleichen Eigenschaften entsprechen. Dazu müssen Datenblätter verglichen werden, wenn nach einem Ersatz geschaut werden soll.

Ansonsten hab ich mir die Schaltung nicht näher angeschaut.

Gruß Jan
Zuletzt geändert von aircooled68 am 14.01.2021 00:49, insgesamt 2-mal geändert.
https://vw-type2-id.xyz/mplate/22138101/#
Typ 4 (CA) - 1679cc, 49 kW (66 PS)
Vmax = 141km/h
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Steffen*793
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Re: Vellmann Zündmodul

Beitrag von Steffen*793 » 14.01.2021 00:43

Hallo Clas,
(ich mal wieder =) )
Der Widerstand muss nicht genau 4 Watt haben, sondern *mindestens*. 5 Watt gehen also auch, eine gängiger Wert.
Die Diode hat die Bezeichnung 1N4148 und ist eine der meistverwendeten Dioden.
ZD129 dürfte ein Schreibfehler sein, es soll ZD120 heißen. Da geht irgendeine Zenerdiode 120V 1,3Watt (zulässige Verlustleistung).
Im Boote-Forum sind in den Transistorbezeichnungen in der Stückliste Leerzeichen drin, die gehören da nicht rein. Die Transistorten sucht man also besser als z.B. BC548C, BD136 usw..
Die Dioden 1N4001 bis 4007 sind ähnlich, aber unterschiedlich spannungsfest (in der sperrenden Richtung). Man kann also i.d.R. eine mit einer höheren Endziffer nehmen, 1N4007 an Stelle von 1N4006.
C1 ist ein Elektrolytkondensator, die Bauform sollte keine Rolle spielen. Axial verdrahtet halte ich für etwas vibrationsfester, weil beidseitig verlötet. Bei C2 macht man mit einem Folienkondensator m.E. nichts verkehrt, z.B. WIMA MKS. Typ WIMA FKP ist mit hohen Impulsströmen belastbar, dürfte es aber nicht brauchen. Was sagen die Elektroniker?

Es sind wirklich alles gängige Teile, bis auf den Endstufentransistor.

Gruß,
Steffen

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aircooled68
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Re: Vellmann Zündmodul

Beitrag von aircooled68 » 14.01.2021 01:00

Die 1N4001 (D7) ist im Schaltplan des Booteforums nur als Verpolungsschutz drin.
https://vw-type2-id.xyz/mplate/22138101/#
Typ 4 (CA) - 1679cc, 49 kW (66 PS)
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Re: Vellmann Zündmodul

Beitrag von Steffen*793 » 14.01.2021 01:15

von aircooled68 » 13.01.2021 23:00
Die 1N4001 (D7) ist im Schaltplan des Booteforums nur als Verpolungsschutz drin.
... wobei ich mit frage, was für einen Schutz die bringen soll. Bei Verpolung macht sie einen Kurzschluss und raucht ab. Und der Rest der Schaltung dann auch. Bei unabgesicherter Versorgungsspannung kracht das ordentlich!
Ob die Diode vllt. in die Versorgungsleitung eingestreute, negative Spannungsspitzen kappen soll? Sollte nicht nötig sein, wenn die Kabel vernünftig verlegt sind... aber wer weiß.

Ich habe selbst eine vor 30 Jahren eine selbstgebastelte Transistorzündung drin. Sie ist nach einem Schaltplan aus einem Buch gebaut. Leider ohne Motorstillstandsunterbrechung.
Aber die hat eine Diode in Reihe in der +-Leitung, das schützt dann wirklich vor Verpolung. Die Zündspule bleibt +-seitig, Klemme 15, wie bisher angeschlossen.

Gruß,
Steffen
Zuletzt geändert von Steffen*793 am 14.01.2021 01:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Vellmann Zündmodul

Beitrag von Norbert*848b » 14.01.2021 01:41

Moin zusammen,
ich lese hier schon länger mit.
die Schaltung aus dem Booteforum ist doch schon reichlich in die Jahre gekommen.
Die Velleman-Zündung erscheint mir auch nicht mehr unbedingt "State of the Art" zu sein.
Das seltsame an dieser Schaltung ist, dass man den alten Zündkondensator weglassen muss, aber in der Schaltung findet sich wieder ein Kondensator von 0,22 Mikrofarad parallel zum Schalttransistor. Das ist im Übrigen der gleiche Wert wie bei der Kontaktzündung.
https://www.velleman.eu/downloads/0/ill ... _k2543.pdf

Wenn ich mir heutzutage eine kontaktgesteuerte Transistorzündung bauen sollte, würde ich auf eine modernere setzen, so wie es hier beschrieben ist:
http://xs400.net/wb/media/faq_anhaenge/ ... x_V3.4.pdf
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Vellmann Zündmodul

Beitrag von Steffen*793 » 14.01.2021 01:55

von Norbert*848b » 13.01.2021 23:41
Das seltsame an dieser Schaltung ist, dass man den alten Zündkondensator weglassen muss, aber in der Schaltung findet sich wieder ein Kondensator von 0,22 Mikrofarad parallel zum Schalttransistor. Das ist im Übrigen der gleiche Wert wie bei der Kontaktzündung.
ja, ist bei meiner Zündanlage auch so und genau die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Ich vermute, der Kondensator darf nicht mehr parallel zum Unterbrecherkontakt geschaltet sein. Parallel zum Schalttransistor aber schon.
Wenn ich mir heutzutage eine kontaktgesteuerte Transistorzündung bauen sollte, würde ich auf eine modernere setzen, so wie es hier beschrieben ist:
http://xs400.net/wb/media/faq_anhaenge/ ... x_V3.4.pdf
Diese Schaltung hatte ich auch schon gefunden. Wie einfach die ist, kaum Bauteile!
Andererseits: Wir fahren einen Oldtimer und die alten Schaltungen mit Darlington-Transistor stammen aus dieser Zeit. IGBTs gab es in den 70ern noch nicht oder zumindest waren sie noch nicht gebräuchlich.

Gruß,
Steffen

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Re: Vellmann Zündmodul

Beitrag von aircooled68 » 14.01.2021 02:02

Lieber raucht die Diode D7 ab als irgendein Transistor oder Kondensator und musst nicht ewig nach dem kaputten Bauteil suchen. Für Spannungsspitzen sind die 1n400x eigentlich zu langsam. Solang das richtig verdrahtet ist, merkst du das ja auch nicht.

Eine Sicherung würde wohl fliegen, bevor D7 abraucht. Aber bei der Diode in der Plusleitung in Reihe bist halt ~0,7V unter der Versorgungsspannung für die komplette Schaltung. Das kann je nach Analog-Schaltung an Effizienz kosten, glaub ich hier aber nicht daran. Es gibt auch verlötbare Glassicherungen, die den gleichen Nutzen haben. Nach einer Fehlbeschaltung muss man eben dieses eine Bauteil austauschen. Hab das bei Industrieanlagen auch schon häufiger gesehen und reparieren müssen...

Bei Motorstillstand und geschlossenem Unterbrecher würde an R8 die Leistung unnötig abfallen und warm werden. Immerhin nicht über die Zündspule.

Gruß Jan

PS: -12V macht mich im Schaltplan im Bootsforum etwas stutzig. Nicht, dass hier mit 24V gearbeitet wird

PSS: gab schonwieder ein paar neue Einträge: Der Kondensator des Unterbrecherkontakts nimmt die Induktionsspannung der Zündspule auf. Deshalb muss/sollte dieser an den Schalttransistor gehen, der nun die eigentliche Arbeit des Unterbrecherkontaktes übernimmt. Wahrscheinlich nur als Vorsicht.
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Re: Vellmann Zündmodul

Beitrag von Clas » 14.01.2021 02:41

Norbert*848b hat geschrieben:
14.01.2021 01:41
Wenn ich mir heutzutage eine kontaktgesteuerte Transistorzündung bauen sollte, würde ich auf eine modernere setzen, so wie es hier beschrieben ist:
http://xs400.net/wb/media/faq_anhaenge/ ... x_V3.4.pdf
Das scheint ja noch simpler zu sein und auch noch viel kleiner.

Gruß
Clas
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