Lambdasonde im Typ4 Endtopf nachrüsten

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schrauberger
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Re: Lambdasonde im Typ4 Endtopf nachrüsten

Beitrag von schrauberger »

Hallo Jochen,

mit nicht nach unten hängen hast Du bei kaltem Moto sicher recht, Ich hab meine Sonde erst am bereits betriebswarmen Motor aufgesteckt, das war wohl keine schlechte Idee, es war kein Kondensat erkennbar.

das kürzen des Schlauches hab ich schon versucht.
Am Ende des langen Schlauches hab ich durch Einstecken von verschiedenen Röhrchen versucht eine Veränderung zu erreichen, ohne wirklich spürbaren Erfolg.
Das AEM zeichnet eine besonders kurze Reaktionszeit aus, verglichen mit anderen Geräten am Markt.
Was in diesem Fall eventuell sogar ein Nachteil ist?
Die Werte schwanken bei 800/min in der aktuellen Einstellung der Gemischregulierschraube von 0,95-1,2 in sehr schneller Abfolge, was soll ich daraus schließen, fett oder mager, unmöglich
Was auffällt, bereits kleinste Verstellungen an der GRS machen sich sofort bemerkbar indem sich der ganze Ausschlag mehr Richtung fett oder mager verschiebt. Einen einigermaßen festen Wert kann ich nicht ausmachen :(
Nach Gehör oder Drehzahl kann ich selbst bei einer1/4 Umdrehung überhaupt keinen Unterschied feststellen.

Ralph
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bullijochen
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Re: Lambdasonde im Typ4 Endtopf nachrüsten

Beitrag von bullijochen »

Hallo Ralph
Lambdasonde sollte immen nach unten hängen da sich auch flüssige bestandteile im Abgas befinden wenn auch nur minimal. Zudem kondensiert im Schlauch eventuell auch was an. Sicher ist sicher weil Flüssiges zeug mögen die Sonden gar nicht.
Bezüglich deiner pulsation denke ich das das fast normal ist. Man wird keinen festgenagelten Wert bekommen. Wie gesagt bei mir schwankt es auch in dem Range. Es kommt immer eine Verbrennung und die ist dann fett 0.95 und anschließend verdünnt sich das Gas wieder durch pulsation im Rohrsystem auf 1,2 und dann wieder eine Verbrennung 0.95 etc..
Mein Gerät hat 5ms Reaktionszeit.
Was hat das AEM?
Gruß Jochen :bier:

Bild
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schrauberger
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Re: Lambdasonde im Typ4 Endtopf nachrüsten

Beitrag von schrauberger »

Hallo Jochen,

OK Sonde mehr Richtung senkrecht stellen.

ich bin von einem Mittelwert ausgegangen, nach Deiner einleutenden Erklärung kann ich also vom fettesten Wert ausgehen.
Das hilft mir sehr, um zu wissen wo mein Gemisch steht.

Ich hab im Netz irgendwo, glaub auf einer AEM Seite eine Aufstellung der Reaktionszeiten 10 verschiedener Marktbegleiter gefunden. In USA ist vergleichende Werbung ja erlaubt, ob das hilft darf bezweifelt werden.
In der Werbebranche wird man ja grundsätzlich belogen🤮.

Das AEM auf Platz1 mit kürzester Reaktionszeit, das z.B Innovate irgendwo um Platz 6 oder so, kann die Seite aber nicht mehr finden.

Im Datenblatt meines AEM 00-0300 X-Series UEGO Gauge steht:
Response Time typical: 20,00ms

Das hab ich noch bei AEM gefunden:
PATENTIERTE X-DIGITAL TECHNOLOGIE – Es ist die schnellste
X-Series Widebands sind die am schnellsten reagierenden Breitband-Luft/Kraftstoff-Verhältnis-Regler in unabhängigen Tests gegen 17 andere Breitband-UEGO-Luft/Kraftstoff-Regler.*Der Controller mit hoher Geschwindigkeit, patentierter, 100% digitaler Implementierung gewährleistet keine Verluste bei der Signalgenauigkeit und volle Transientenreaktion, sodass er in der Lage ist, die geringsten Schwankungen im AFR zu erkennen und sie in vollem Wert auszugeben.

Ralph
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schrauberger
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Re: Lambdasonde im Typ4 Endtopf nachrüsten

Beitrag von schrauberger »

Hallo,

als Anregung vielleicht auch noch interessant, meine Umsetzung zur Installation der Anzeige.
Der VA Winkel ist aus 1,5er Blech hergestellt und wird einfach in die Falte zwischen Armaturenbrett und gepolsterter Leiste eingesteckt.
Ohne sichtbare Bohrlöcher und jederzeit easy zu entfernen.
Die Kabel führen in den Luftkanal und von dort über 2 per Gummidurchführungen unter das Armaturenbrett abgedichteten Bohrungen weiter Richtung Stromversorgung und Sonde.
Die Stecker sind klein genug um sie durch die Schlitze zu führen und dann einfach unsichtbar im Luftkanak liegen zu lassen

Ralph
image.jpg
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schrauberger
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Re: Lambdasonde im Typ4 Endtopf nachrüsten

Beitrag von schrauberger »

schrauberger hat geschrieben: 08.06.2024 11:03 Hallo Jochen,



Ich hab im Netz irgendwo, glaub auf einer AEM Seite eine Aufstellung der Reaktionszeiten 10 verschiedener Marktbegleiter gefunden. In USA ist vergleichende Werbung ja erlaubt, ob das hilft darf bezweifelt werden.
In der Werbebranche wird man ja grundsätzlich belogen🤮.

Das AEM auf Platz1 mit kürzester Reaktionszeit, das z.B Innovate irgendwo um Platz 6 oder so, kann die Seite aber nicht mehr finden.

Im Datenblatt meines AEM 00-0300 X-Series UEGO Gauge steht:
Response Time typical: 20,00ms

Ralph
Hab AEM angeschrieben, die haben mir die gesuchte Liste geschickt:
AEM Vergleich Reaktionszeit.png
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schrauberger
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Re: Lambdasonde im Typ4 Endtopf nachrüsten

Beitrag von schrauberger »

Noch eine Info, das AEM Kabel muss zwischen Sonden Stecker und Anzeige zur Montage im Bus verlängert werden. Das ist problemlos möglich.
Nur das Sondenkabel vom Stecker zur Sonde darf nicht geändert werden.
Zur Verlängerung funktioniert ein 6-adriges Kabel mit min. je 0,5qmm.
Alle 6 Kabel verlängern!
Der Kostenpunkt komplett liegt inclusive Bosch 4.9 Sonde bei unter 250€. Gekauft bei BAT Motorsport. Die haben mich (Elektro honk) sehr freundlich mehrfach telefonisch bei Problemen unterstützt, und auch mehrfach Teile überprüft. Ein fachkundiger fairer Ansprechpartner, meine Empffehlung, nicht verwandt oder…

Ralph
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kabul
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Re: Lambdasonde im Typ4 Endtopf nachrüsten

Beitrag von kabul »

Zwischen den Jahren...

mache ich mir Gedanken über zuviel unverbrannte Kohlenstoffverbinungen die mein Bus nun schon seit Jahren zu emmitieren scheint :twisted:
(Verbräuche liegen bei leerem Bus, rel. sportlicher Fahrweise, 60/40 Stadt-/ Land- Fahrten bei 12, eher 13 Litern- CJ 2,1L Weber 40IDF70, NW vom 914er, Zyl./K. AAPerf.)

Nachdem dieser Tret hier doch recht vielversprechend scheint, würde ich es dem Ralph gerne gleich zu tun- der Umwelt zur Liebe! :D

Wie sind die Erfahrungen nach anderthalb Jahren? Klappt das alles so wie gedacht?

Das Produkt AEM 00-0300 X-Series UEGO Gauge (AEM 30-...) mit Bosch Sonde ist scheinbar immer noch so im Netz erhältlich.
Bei BAT Motorsport für besagte knapp 250€. Bei anderen Händlern augenscheinlich bis zu 100€ preiswerter- gibt es da Unterschiede in der Konfiguration? Ich hab's auf den ersten Blick nicht rausgefunden.

Jedenfalls würde ich mich über einen kurzen Kommentar zu den Erfahrungen mit dem Teil freuen (und vielleicht einige Mitleser auch)!

Beste Grüße
Hubertus
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schrauberger
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Re: Lambdasonde im Typ4 Endtopf nachrüsten

Beitrag von schrauberger »

Hallo Hubertus,

welche Verdichtung hast du gewählt? Meine liegt aktuell bei 9,15:1
Die Verbräuche schwanken abgesehen von der Verdichtung auch je nach Art der Nutzung.
Mein alter Motor mit 9,6:1 verbrauchte auf der Bahn mit 110km/h genau10l/100km.
In der Gruppe mit vielen 50PS Mopeds im Schleichgang über Land sogar leicht darunter :thumb:
Viel Stadt und Kurzstrecke auch gerne mal etwas zügiger 14l/100km.

Das AEM Teil hat sich als gute Investition rausgestellt, das Abstimmen während der Fahrt, besonders im Teillast bringt Erkenntnisse, die auf dem Prüfstand nicht so einfach feststellbar sind.
Unsere Motoren fressen aber Sonden, das liegt sicher auch daran das sie oft recht fett (gute Innenkühlung) abgestimmt werden, aber die Sonden das nicht so recht vertragen.
Es empfiehlt sich vielleicht nach den Abstimmarbeiten die Sonde zur Schonung auszubauen, hab ich aber nicht.
Die original mitgelieferte Bosch LSU 4.9 funktionierte 10tkm.
2 weitere in der Preisklasse um 100€ hielten nur 1tkm.
Momentan ist eine für 25€ verbaut, ist wohl ein China Fake-Teil, aber funktioniert seit 3tkm. Wie genau die misst kann ich schlecht beurteilen, die Werte sind ähnlich oder gleich? den vorherigen Sonden.

BTW, wichtig ist ein guter HC Wert. Der wird aber per 4Gastester zusammen mit dem CO gemessen, ist bei unter 100 ppm super, bei 300 ppm zähneknirschend noch akzeptabel und kann hundsmiserabel sein, obwohl das Lambdatool gute Werte anzeigt. HC sollte also vor der Lambdamessung mal kontrolliert werden.

Ralph

Sgt. Pepper: Auf Wunsch des Autors wurden Einheiten ppm ergänzt.
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kabul
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Re: Lambdasonde im Typ4 Endtopf nachrüsten

Beitrag von kabul »

Hallo Ralph,
prompte Meldung von Dir – finde ich priemstens!

Habe mal meine Motordokumentation angehängt->
01 Motordok TYP4.jpeg
Verdichtung ist eher mau, würde ich heute vermutlich etwas höher gehen.
Bevor ich den Ölkühler verbaut habe bin ich mit Kerzen (kälter) und Frühzündung (9°) etwas zurück gegangen und habe das bis heute so gelassen.

Auf Deinen Tip, den HC Wert vorab per ASU zu testen, wäre ich jetzt gar nicht gekommen!
Werde dann mal beim TÜV vorbei schauen. Leider ist mein langjähriger äusserst gutmütiger Prüfer gerade in Rente gegangen... :heul:

Für mein Empfinden (ohne weitere TYP 4 Erfahrung) läuft der Bus gut, hat “ordentlich“ Drehmoment, keine Leistungslöcher und ist angemessen laut...
Zwei Bullifreunde (Typ1 +Typ4) von mir sind schon mal mit dem Bus gefahren und meinten auch das der top läuft.
Von daher keine Klagen, selbst der Verbrauch stört mich nicht wirklich. Besser als Magerlauf und Motorklingeln- aber zu fett ist auf Dauer halt auch nicht gut.

Die Sonde werde ich zunächst nur im Endrohr einpflanzen. Die
bereits genannten Nachteile sind bekannt, aber da vertraue ich auf Theos Ansatz, der das wohl auch so verbaut hat.
Die Vergaser laufen ordentlich synchron und das Kerzenbild ist gleichmässig, da sollte eine Sammelmessung weiter hinten funktionieren.
Mich interessieren besonders die Teillastzustände auf der Autobahn und das scheint, so wie Du schreibst, gut zu funktionieren.

Schade nur, dass die Dinger so leicht den Geist aufgeben! Wiederbelebungsversuche per Bremsenreiniger ist wohl keine Option :versteck:

Egal, dann werde ich mal bei BAT bestellen...

Vielen Dank jedenfalls und schon mal guten Rutsch usw.... an alle hier!

Grüße
Hubertus
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