Neuaufbau Typ4 GD-Motor

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Matthias S.
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Re: Neuaufbau Typ4 GD-Motor

Beitrag von Matthias S. »

Genau, entlüften tut sich das von allein. Allerdings sollte man bei der ersten Fahrt wegen der Luftblasen im Öl zärtlich mit dem Gaspedal umgehen.
Bei Serienmotoren reicht auch nur der Frontölkühler, der Phönix fährt so, klassisch mit Ölkühleradapterplatte und /8er Kühler an der Vorderachse am 50 PS Typ 1, neuerdings auch schwer beladen als Familien Camper mit 4 Personen. Bei Hitze und Pässe gibt es da kein Problem.
Auch mein Typ 3 mit Typ 4 hat dieses Konzept, 1992 als ich den gebaut habe gab es noch nichts Anderes. Mit dem bin ich oft mit 180 und nahe am Drehzahlbegrenzer über die Autobahn geballert und durchaus mal unvermittelt in einen Stau gekommen. Die Öltemperatur steigt dann im Standgas durchaus um 10-15° in ein paar Minuten, da sieht man schön wie die Hitze aus dem Motor abtransportiert wird, um dann aber auch langsam wieder zu fallen.
An meinem Bus fuhr ich bisher immer mit Ölfilteradapterplatte aus Gründen der Redundanz bei Offroadtouren. Allerdings mit dem Nachteil der zeitweisen Unterkühlung und anscheinend gibt es da dann doch ein Problem mit dem Sicherheitsventil am Ölfilterflansch, so dass ein Teil des Öls den Filter umgeht. Tja, man lernt auch nach fast 40 Jahren mit T2 immer noch dazu.
Viele Grüße, Matthias
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kabul
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Re: Neuaufbau Typ4 GD-Motor

Beitrag von kabul »

Bei der ganzen Diskussion um Zusatzölkühler ist mir aufgefallen, dass noch gar nicht die Frage bezüglich einer größeren Ölpumpe als ggf. erforderliche Maßnahme aufgekommen ist. Dem Themenstarter geht es ja um seinen Neuaufbau. Man könnte vermuten, dass die alte Pumpe ebenfalls am Ende ist und spätestens mit einem Zuatzölkühler überfordert sein wird… da könnte er gleich auf 30mm Pumpe gehen?!
(So did I)
Grüße aus Magdeburg!
Hubertus
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Tanjas&Thomas_T2b
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Re: Neuaufbau Typ4 GD-Motor

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b »

Moin Hubertus,

meist sind die größeren Ölpumpen nicht erforderlich, selbst wenn man einen Zusatzölkühler hat.
Das Problem das man sich damit einkaufen kann ist ein zu hoher Ölfluss, der dazu führt das im Kalten Zustand viel mehr Öl durch den Filterbypass läuft und gar nicht mehr gefiltert wird.
Und alles was dann zu viel Ölförderung ist, wird dann über den Öldruckregelkolben direkt wieder in den Ölsumpf zurück geleitet.
Das führt einfach zu größeren mechanischen Leistungs-Verlusten durch die größere Pumpe.
Bei modernen Autos baut man um CO2 einzusparen ja inzwischen sogar regelbare Ölpumpen ein.
(Die Industrie hängt sich da an jeden Strohhalm um technologieoffen auf ein historisches Pferd zu setzen.)

Es gibt ja Motorenbauer, die behaupten man kann mit einer Verstärkten Öldruckregelkolbenfeder den Öldruck im Stand anheben.
Wer so etwas macht, hat den Ölkreislauf im Typ4 Motor noch nicht verstanden.

Wenn man z.B. Stößel mit "Spritzölbohrung" fährt, dann braucht man eine größere Ölpumpe weil durch diese kleinen Löcher absurd viel Öldruck im Stand verloren geht, das dann regelmäßig die Öldrucklampe angeht.

Ich würde erst einmal mit einer originalen Pumpe anfangen, bevor ich eine andere Pumpe verbaue.
Aktuell gibt es ja z.B. bei Kummetat noch welche: https://www.kummetat-tuning.de/shop/mot ... 3793745324

Viele Grüße
Thomas
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kabul
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Re: Neuaufbau Typ4 GD-Motor

Beitrag von kabul »

Tach auch Thomas,
ich bin Spritzöl gebohrt und mit rel. großem Ölkühler an der Vorderachse unterwegs, was dann mit der etwas größeren Pumpe sinnvoll zu sein scheint.
Dass die Stössel da so eine Relevanz haben, war mir nicht klar und ist vielleicht auch für den Themenstarter sachdienlich.
Grüße in den Norden!
Hubertus
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