Tankentlüftung T2a '71
Re: Tankentlüftung T2a '71
Hallo in die Runde, hier kommt das versprochene Update, dass leider die Lösung des Problems noch nicht beinhaltet. Zunächst dachte ich das Problem gelöst zu haben, als ich die Leitungen der Entlüftung, die über das T-Stück im Aktivkohlefilter münden, mal inspiziert habe. Es stellte sich raus, dass beide Leitungen bis zu den Abwinkelungen, die nach oben in die "Ohren" führen, verstopft waren mit einem Gemisch aus Flugrost und fest geworden Benzindampfrückständen, (wenn es sowas überhaupt gibt) so eine Art feiner grau-brauner Staub eben. Daraufhin habe ich die Leitungen mit einem passenen Silberdraht freigebohrt, und es ist gut eine halbe Spraydosenkappe voll mit Staub dabei herausgekommen. Als Test habe ich danach mit sanftem Druck in beide Leitungen gepustet und bei geöffnetem Tank konnte man deutlich hören, dass die Luft im Tank ankam und somit die Leitungen der Entlüftung offenbar frei waren. Dann habe ich natürlich auf euren Rat hin den Tankdeckel ersetzt durch einen ohne Entlüftung. Ich war ganz happy und auch sicher, dass das Problem nun gelöst sein würde, aber leider kam es anders: Weiterhin gibt es nach oder während Fahrten einen Benzingeruch sowohl in den Lüftungsschlitzen der Ohren als auch (wenn auch schwächer) im schmalen Westfalia Schrank auf der rechten Seite, sobald man die Tür öffnet. - hier ist ja der Bereich, wo Benzindämpfe des in den Inneraum reinziehen können.
Ich frage mich nun, ob das Problem wirklich bei einer der Leitungsdichtungen liegt, die hinter der Schottwand liegen. Bei einer Revision mit Endoskop durch die große runde Abdeckung rechts im Motorraum konnte ich keinerlei Feuchtigkeit oder andere Hinweise auf eine Undichtigkeit erkennen. Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass diese noch relativ frischen Dichtungen undicht geworden sind, denn zu keiner Phase ist irgendwo Sprit ausgelaufen oder getropft, sei's beim scharfen Kurvenfahren und/oder nach dem Volltanken. Außerdem stelle ich fest, dass, wenn ich in die rechte Entlüftungsleitung reinpuste und der Tankdeckel gleichzeitig geschlossen ist, nirgendwo Luft hörbar entweicht - und folglich der komprimierte Benzindampf aus der Leitung zurückschlägt. Ich tippe letztlich daher darauf, dass die unvermeidlichen Dämpfe des Entlüftungssystems nicht so abgeführt werden, wie sie sollen. Bevor ich also nun dann doch den Motor komplett rausnehme, um an die Schottwand und die dahinterliegenden Dichtungen zu kommen, wollte ich noch einmal Hilfe suchend in die Runde fragen. Macht es einen Unterschied, wie die Leitungen an die Luftregulierung des Ölbadluftfilters angebracht sind? Denn falls die Dämpfe dort nicht oder zu schwach abgesaugt (weil falsch angeschlossen) würden, würde das sich ja auch deutlich auf das ganze System und den Gestank auswirken. Die offiziellen Abbildungen zum Entlüftungssystem finde ich immer nur ohne den US-Aktivkohlefilter und dessen Anschlüsse ans Kurbelgehäuse und den Luftfilter - in meinem Falle den Ölbadluftfilter. Vielleicht habt ihr noch ein nettes Bild mit den entsprechenden Leitungen und Schläuchen vom T2ab mit Typ4 Maschine und Ölbadfilter. Ach ja: Ich scheue mich noch das Revisionsloch oberhalb des Tankgebers zu bohren, weil ich so ungern originales Blech aufbohre und mein erfahrener Kumopel Horst meint, dass beim T2 die originalen Tankgeberdichtungen selten das Problem wären. Aber diese Maßnahme wäre dann - so kurz vor der langen Urlaubsfahrt - doch immer noch die kleinere. Ich poste später mal meinen Motorraum, vielleicht sieht ja irgendwer den Fehler mit bloßem Auge?
Das fragt euch alle mit bangem Optimismus und einem Strauß von Grüßen der etwas ratlose
Henning
Ich frage mich nun, ob das Problem wirklich bei einer der Leitungsdichtungen liegt, die hinter der Schottwand liegen. Bei einer Revision mit Endoskop durch die große runde Abdeckung rechts im Motorraum konnte ich keinerlei Feuchtigkeit oder andere Hinweise auf eine Undichtigkeit erkennen. Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass diese noch relativ frischen Dichtungen undicht geworden sind, denn zu keiner Phase ist irgendwo Sprit ausgelaufen oder getropft, sei's beim scharfen Kurvenfahren und/oder nach dem Volltanken. Außerdem stelle ich fest, dass, wenn ich in die rechte Entlüftungsleitung reinpuste und der Tankdeckel gleichzeitig geschlossen ist, nirgendwo Luft hörbar entweicht - und folglich der komprimierte Benzindampf aus der Leitung zurückschlägt. Ich tippe letztlich daher darauf, dass die unvermeidlichen Dämpfe des Entlüftungssystems nicht so abgeführt werden, wie sie sollen. Bevor ich also nun dann doch den Motor komplett rausnehme, um an die Schottwand und die dahinterliegenden Dichtungen zu kommen, wollte ich noch einmal Hilfe suchend in die Runde fragen. Macht es einen Unterschied, wie die Leitungen an die Luftregulierung des Ölbadluftfilters angebracht sind? Denn falls die Dämpfe dort nicht oder zu schwach abgesaugt (weil falsch angeschlossen) würden, würde das sich ja auch deutlich auf das ganze System und den Gestank auswirken. Die offiziellen Abbildungen zum Entlüftungssystem finde ich immer nur ohne den US-Aktivkohlefilter und dessen Anschlüsse ans Kurbelgehäuse und den Luftfilter - in meinem Falle den Ölbadluftfilter. Vielleicht habt ihr noch ein nettes Bild mit den entsprechenden Leitungen und Schläuchen vom T2ab mit Typ4 Maschine und Ölbadfilter. Ach ja: Ich scheue mich noch das Revisionsloch oberhalb des Tankgebers zu bohren, weil ich so ungern originales Blech aufbohre und mein erfahrener Kumopel Horst meint, dass beim T2 die originalen Tankgeberdichtungen selten das Problem wären. Aber diese Maßnahme wäre dann - so kurz vor der langen Urlaubsfahrt - doch immer noch die kleinere. Ich poste später mal meinen Motorraum, vielleicht sieht ja irgendwer den Fehler mit bloßem Auge?
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Henning
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Re: Tankentlüftung T2a '71
Hallo Henning,
ich habe auch keine Lösung Deines Problems, aber eine kleine Anmerkung.
Wenn es "nur" leicht nach Benzin riecht und nicht penetrant heftig stinkt, dann hast Du kaum eine Chance, die Ursache visuell zu erkennen. Weder mit der Kamera noch mit dem Auge. Es reicht ein Tropfen am Tag, um dauerhaft Benzol zu riechen. Nur in seltenen "Glücksfällen" wirst Du flüssiges Benzin erkennen können, das Zeug verdunstet einfach zu schnell. Ich hatte mal einen fast unsichtbaren Kratzer auf einer Dichtfläche, den die Dichtung nicht schließen konnte und ich habe wochenlang gesucht.
Was ich damit sagen will: auch wenn die Trennstelle optisch völlig in Ordnung zu sein scheint, heißt das nicht, dass sie auch geruchsdicht ist. Auch eine erfolgreich abgedichtete Stelle kann noch tagelang weiter riechen, weil unsere Nase schon auf ganz wenige Benzolmoleküle anspricht.
Wenn Du tatsächlich vor dem Urlaub keine Zeit mehr hast, der Sache solide auf den Grund zu gehen und es wirklich nur ein latenter Hintergrundgeruch ist, würde ich versuchen, den Innenraum dicht zu machen, den Urlaub zu genießen und danach das gesamte System gründlich durchzuchecken. Klagen über leichten Benzingeruch sind bei unseren Autos nicht so ungewöhnlich.
Viel Erfolg
Wolfgang
ich habe auch keine Lösung Deines Problems, aber eine kleine Anmerkung.
Wenn es "nur" leicht nach Benzin riecht und nicht penetrant heftig stinkt, dann hast Du kaum eine Chance, die Ursache visuell zu erkennen. Weder mit der Kamera noch mit dem Auge. Es reicht ein Tropfen am Tag, um dauerhaft Benzol zu riechen. Nur in seltenen "Glücksfällen" wirst Du flüssiges Benzin erkennen können, das Zeug verdunstet einfach zu schnell. Ich hatte mal einen fast unsichtbaren Kratzer auf einer Dichtfläche, den die Dichtung nicht schließen konnte und ich habe wochenlang gesucht.
Was ich damit sagen will: auch wenn die Trennstelle optisch völlig in Ordnung zu sein scheint, heißt das nicht, dass sie auch geruchsdicht ist. Auch eine erfolgreich abgedichtete Stelle kann noch tagelang weiter riechen, weil unsere Nase schon auf ganz wenige Benzolmoleküle anspricht.
Wenn Du tatsächlich vor dem Urlaub keine Zeit mehr hast, der Sache solide auf den Grund zu gehen und es wirklich nur ein latenter Hintergrundgeruch ist, würde ich versuchen, den Innenraum dicht zu machen, den Urlaub zu genießen und danach das gesamte System gründlich durchzuchecken. Klagen über leichten Benzingeruch sind bei unseren Autos nicht so ungewöhnlich.
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Re: Tankentlüftung T2a '71
Noch ein kleiner Gedanke meinerseits.
Wenn unklar ist ob eine Undichtigkeit an den Schläuchen oder dem Tankgeber besteht würde ich die oben erwähnte "Revisionsöffnung" nur mit einer Stichsäge oder einem Multimaster schneiden, keinesfall mit einer Flex.
Wenn unklar ist ob eine Undichtigkeit an den Schläuchen oder dem Tankgeber besteht würde ich die oben erwähnte "Revisionsöffnung" nur mit einer Stichsäge oder einem Multimaster schneiden, keinesfall mit einer Flex.
Es grüßt aus dem schönen Nordhessen der Klaus.
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Re: Tankentlüftung T2a '71
Hallo,
das ist entgegen der Überschrift ein später Geber.
es hört nicht uff
Dieses Mal ist der neue Tankgeber selbst, die Ursache der Undichtigkeit. Entweder ist das Weiße Kunststoffteil undicht geworden, oder die Punktschweißungen am Geberdeckel sind verpfuscht. Ich konnte nicht genau feststellen wo das Leck ist. Die Punktschweißungen sehen mit der Lupe betrachtet verdächtig aus, das ist mehr gestanzt als geschweißt.
Egal, ich hab beides mit meiner Allzweckwaffe UHU plus (grün)
abgedichtet. Wie immer mit vollem Erfolg
Die Reparatur wurde bei eingebautem Geber durch das Revisionsloch fix erledigt.
Nach einer Probefahrt die Nase ins Revisionsloch gehalten, kein penetranter Spritgeruch mehr und alles trocken
Ralph
das ist entgegen der Überschrift ein später Geber.
es hört nicht uff

Dieses Mal ist der neue Tankgeber selbst, die Ursache der Undichtigkeit. Entweder ist das Weiße Kunststoffteil undicht geworden, oder die Punktschweißungen am Geberdeckel sind verpfuscht. Ich konnte nicht genau feststellen wo das Leck ist. Die Punktschweißungen sehen mit der Lupe betrachtet verdächtig aus, das ist mehr gestanzt als geschweißt.
Egal, ich hab beides mit meiner Allzweckwaffe UHU plus (grün)
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Die Reparatur wurde bei eingebautem Geber durch das Revisionsloch fix erledigt.
Nach einer Probefahrt die Nase ins Revisionsloch gehalten, kein penetranter Spritgeruch mehr und alles trocken

Ralph
Schöne Grüße von der Baar
Biete in Originalqualität:
Reparaturbleche für Laderaumboden und
Typ4 Wärmetauscher.
Sämtliche BKV-Unterdruckleitungen und
Nachlaufleitungen für Bremsflüssigkeit.
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Re: Tankentlüftung T2a '71
N'Abend,
noch ein Update , verbunden mit ein, zwei Fragen. Vorweg erstmal: Der Urlaub war schön, trotz des Benzin-Miefs im Westfalia Seitenschrank. Zuhause angekommen, wollte ich die Sache jetzt aber endlich abstellen. Habe es (noch) nicht über's Herz bringen können die Revisionsöffnung zu schneiden, dafür aber erstmal den Motor ausgebaut
Hätte mich fast geärgert, wenn ich nichts gefunden hätte, vieles war intakt und trocken. Der dicke Formschlauch ist noch so geschmeidig und rissfrei, dass ich mich scheue den Zubehörschlauch zu bestellen, sind eh beide NBR-Schläuche. Die Entlüftungsleitungen waren am Tank wie neu, Engpässe oder Verstopfungen gibt es nur an den Abwinklungen im Motorraum. Der Tank sieht eigentlich ganz proper aus, und ich hatte es auch noch richtig in Erinnerung, dass alle Verbindungschläuche der Tankentlüftung noch ganz dicht und rissfrei waren, Tauschen will ich sie dennoch, sind sehr billig und haben noch den Textilmantel. Hier eine erste Frage: Denkt ihr, dass ich diese Verbindungsschläuche auch noch mit meinen gelagerten NBR Schläuchen (DIN 73379 2A) austauschen kann? Ich ignoriere die bekannten Warnungen nicht, denke aber, dass die Schläuche letztlich nur mit Dämpfen in Berührung kommen - E5 hin oder her...und außerdem stehe ich etwas unter Zeitdruck, der Bulli muss wieder von der Bühne.
Nun zum Tank selbst: Er hat um den Abfluss herum von innen doch einiges an Rost angesetzt - E5 und E10 sei Dank. Aber auch wenn es dort keine sichtbaren Durchrostungen gab, hat sich doch minimal etwas Sprit durch den eingepressten Tankabflussrand nach außen gemogelt, und eben nicht, wie ich gedacht hatte, durch das Tanksieb und die dazugehörigen Dichtungen. An anderen Stellen des Tankbodenblechs gibt es auch noch ein paar angerostete Partien. Ich hab erstmal alles erreichbare grob gebürstet (nichts verbacken, nur die Flakes entfernt), und nun denke ich darüber nach, Rostumwandler und eine Versiegelung aufzubringen. Der nach einem bekannten Bären mit -x am ende benannte Epoxy-Rostumwandler mit Grundierung scheint ein probates Mittel für eine Tankentrostung zu sein, auch ohne Betonmischer und wochenlanges Aushärten, sicher bin ich mir aber nicht. Da der Tank sonst sonst ja ganz OK ist, wollte ich eine Beschichtung nur am Boden anbringen, in der Hoffnung, dass die sich nicht irgendwann löst. Also lautet das Programm wohl: Zitronensäure, Rostumwandler, evtl Beschichtung, inklusive mehrfachen Spülens/Trocknens. Aber ich nehme gerne noch eure neusten Erfahrungen zu Tankversiegelung an.
Oder doch die einfache Lösung? Erst heute hat mich ein anderer Bullifreund verständnislos angeschaut und gefragt, warum ich nicht einfach einen neuen Tank bestelle. "Wegen der Schwallbleche?", hab ich zaghaft geantwortet, aber vielleicht hat er ja recht und ich mache es nur wieder unnötig kompliziert.
Ach ja: Schließlich hab ich noch ein winziges Mütterchen vom Tankgeber (alte Ausführung) im Tank gefunden, das für den Ausfall der Anzeige verantwortlich sein müsste, es befestigt den Behälter des Gebers. Dicht nach außen war der TG aber, und die Dichtung war top, wird wieder verbaut.
Alles in allem gab es also keine spektakulären Entdeckungen, aber es war wohl doch sinnvoll, den Tank mal ausgebaut zu haben. Und vielleicht hört in Summe der gefundenen Fehler dann endlich auch das Gemüffel auf. Ich werde es euch wissen lassen...irgendwann - und in einer kürzeren Nachricht, versprochen.
Schönen Abend wünscht euch
Henning
noch ein Update , verbunden mit ein, zwei Fragen. Vorweg erstmal: Der Urlaub war schön, trotz des Benzin-Miefs im Westfalia Seitenschrank. Zuhause angekommen, wollte ich die Sache jetzt aber endlich abstellen. Habe es (noch) nicht über's Herz bringen können die Revisionsöffnung zu schneiden, dafür aber erstmal den Motor ausgebaut

Hätte mich fast geärgert, wenn ich nichts gefunden hätte, vieles war intakt und trocken. Der dicke Formschlauch ist noch so geschmeidig und rissfrei, dass ich mich scheue den Zubehörschlauch zu bestellen, sind eh beide NBR-Schläuche. Die Entlüftungsleitungen waren am Tank wie neu, Engpässe oder Verstopfungen gibt es nur an den Abwinklungen im Motorraum. Der Tank sieht eigentlich ganz proper aus, und ich hatte es auch noch richtig in Erinnerung, dass alle Verbindungschläuche der Tankentlüftung noch ganz dicht und rissfrei waren, Tauschen will ich sie dennoch, sind sehr billig und haben noch den Textilmantel. Hier eine erste Frage: Denkt ihr, dass ich diese Verbindungsschläuche auch noch mit meinen gelagerten NBR Schläuchen (DIN 73379 2A) austauschen kann? Ich ignoriere die bekannten Warnungen nicht, denke aber, dass die Schläuche letztlich nur mit Dämpfen in Berührung kommen - E5 hin oder her...und außerdem stehe ich etwas unter Zeitdruck, der Bulli muss wieder von der Bühne.
Nun zum Tank selbst: Er hat um den Abfluss herum von innen doch einiges an Rost angesetzt - E5 und E10 sei Dank. Aber auch wenn es dort keine sichtbaren Durchrostungen gab, hat sich doch minimal etwas Sprit durch den eingepressten Tankabflussrand nach außen gemogelt, und eben nicht, wie ich gedacht hatte, durch das Tanksieb und die dazugehörigen Dichtungen. An anderen Stellen des Tankbodenblechs gibt es auch noch ein paar angerostete Partien. Ich hab erstmal alles erreichbare grob gebürstet (nichts verbacken, nur die Flakes entfernt), und nun denke ich darüber nach, Rostumwandler und eine Versiegelung aufzubringen. Der nach einem bekannten Bären mit -x am ende benannte Epoxy-Rostumwandler mit Grundierung scheint ein probates Mittel für eine Tankentrostung zu sein, auch ohne Betonmischer und wochenlanges Aushärten, sicher bin ich mir aber nicht. Da der Tank sonst sonst ja ganz OK ist, wollte ich eine Beschichtung nur am Boden anbringen, in der Hoffnung, dass die sich nicht irgendwann löst. Also lautet das Programm wohl: Zitronensäure, Rostumwandler, evtl Beschichtung, inklusive mehrfachen Spülens/Trocknens. Aber ich nehme gerne noch eure neusten Erfahrungen zu Tankversiegelung an.
Oder doch die einfache Lösung? Erst heute hat mich ein anderer Bullifreund verständnislos angeschaut und gefragt, warum ich nicht einfach einen neuen Tank bestelle. "Wegen der Schwallbleche?", hab ich zaghaft geantwortet, aber vielleicht hat er ja recht und ich mache es nur wieder unnötig kompliziert.
Ach ja: Schließlich hab ich noch ein winziges Mütterchen vom Tankgeber (alte Ausführung) im Tank gefunden, das für den Ausfall der Anzeige verantwortlich sein müsste, es befestigt den Behälter des Gebers. Dicht nach außen war der TG aber, und die Dichtung war top, wird wieder verbaut.
Alles in allem gab es also keine spektakulären Entdeckungen, aber es war wohl doch sinnvoll, den Tank mal ausgebaut zu haben. Und vielleicht hört in Summe der gefundenen Fehler dann endlich auch das Gemüffel auf. Ich werde es euch wissen lassen...irgendwann - und in einer kürzeren Nachricht, versprochen.
Schönen Abend wünscht euch
Henning
- Tanjas&Thomas_T2b
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Re: Tankentlüftung T2a '71
Moin Henning,Hennemann hat geschrieben: ↑10.08.2025 23:26 Denkt ihr, dass ich diese Verbindungsschläuche auch noch mit meinen gelagerten NBR Schläuchen (DIN 73379 2A) austauschen kann? Ich ignoriere die bekannten Warnungen nicht, denke aber, dass die Schläuche letztlich nur mit Dämpfen in Berührung kommen - E5 hin oder her...und außerdem stehe ich etwas unter Zeitdruck, der Bulli muss wieder von der Bühne.
ich würde das auf keinen Fall machen. Bei jedem Tanken steht die Belüftung im Bereich Tank voll Benzin.
Der Einfüllstutzen ist ja höher als der Tank.
Und jetzt wegen zwei Tagen Bestellzeit in einem Jahr den Motor potenziell noch mal raus nehmen zu müssen, damit man da ran kommt ist auch nicht der Hit.
Ich empfehle immer noch kompromisslos die Schläuche, die ich hier beschrieben hatte:
viewtopic.php?f=7&t=28525
Da würde ich ehrlich gesagt auch einen Neuen Tank nehmen.Hennemann hat geschrieben: ↑10.08.2025 23:26 Erst heute hat mich ein anderer Bullifreund verständnislos angeschaut und gefragt, warum ich nicht einfach einen neuen Tank bestelle. "Wegen der Schwallbleche?", hab ich zaghaft geantwortet, aber vielleicht hat er ja recht und ich mache es nur wieder unnötig kompliziert.
Die Schwallbleche hat VW bei späteren Tanks auch nie eingesetzt.
Die einzigen Tanks die ich retten würde, sind die vom Einspritzer, weil hier die Catchtanks in den Repros fehlen.
Aber die Vergaser bringen ihren Catchtank ja in der Schwimmerkammer mit. Das wäre also kein Argument.
Viele Grüße
Thomas
Im Angebot: Drehzahlmesser, US-Motor-Kabelbaum *680
Re: Tankentlüftung T2a '71
Vielen Dank Thomas,
da geb ich dir recht, bei den Schläuchen wird nicht mehr gezaudert, sondern geordert. Beim Tank bin ich unschlüssig, da die rostigen Bereiche überschaubar sind und ich der Zubehörqualität nicht traue.
Werde also noch ein wenig vor mich hin grübeln...aber vielleicht hat schon wer Erfahrungen mit den neuen Tanks. er müsste aber die zwei Entlüftungsstutzen haben und das Gewinde am Tankabfluss für die Überwurfmutter des Benzinhahns.
Vielen Dank und Grüße von
Henning
da geb ich dir recht, bei den Schläuchen wird nicht mehr gezaudert, sondern geordert. Beim Tank bin ich unschlüssig, da die rostigen Bereiche überschaubar sind und ich der Zubehörqualität nicht traue.
Werde also noch ein wenig vor mich hin grübeln...aber vielleicht hat schon wer Erfahrungen mit den neuen Tanks. er müsste aber die zwei Entlüftungsstutzen haben und das Gewinde am Tankabfluss für die Überwurfmutter des Benzinhahns.
Vielen Dank und Grüße von
Henning
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Re: Tankentlüftung T2a '71
Hi Henning,
letztendlich weiß ich nicht wie schlimm dein Tank aussieht. Bei minimalen Rostansätzen würde ich einfach gar nichts machen.
Jedes Entrostungsmittel greift auch die Oberflächen an und vergrößert damit die Oberfläche für späteren Rostbefall.
Da muss man abwiegen was man tut.
Von den neuen Tanks habe ich bisher noch nichts schlechtes gehört.
Wenn die nach kurzer Zeit undicht wären, hätte man das sicherlich schon mal hier im Forum gelesen.
Viele Grüße
Thomas
letztendlich weiß ich nicht wie schlimm dein Tank aussieht. Bei minimalen Rostansätzen würde ich einfach gar nichts machen.
Jedes Entrostungsmittel greift auch die Oberflächen an und vergrößert damit die Oberfläche für späteren Rostbefall.
Da muss man abwiegen was man tut.
Von den neuen Tanks habe ich bisher noch nichts schlechtes gehört.
Wenn die nach kurzer Zeit undicht wären, hätte man das sicherlich schon mal hier im Forum gelesen.
Viele Grüße
Thomas
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Re: Tankentlüftung T2a '71
Recht hast du, Thomas, danke für den Zuspruch. Ich verfahre daher jetzt nach "Bedenken first, Konto second" und hab den neuen Tank bestellt. Den alten kann ich mir dann mal in Ruhe vornehmen und für schelchete Zeiten an die Seite legen. Der Tank hat laut Ralfs VW Teile sogar die Schwallbleche drin, nur die Entlüftungsröhrchen haben 6 statt 7mm Außendurchmesser, aber das lässt sich per Schlauchschellen regeln.
Viele Grüße und happy day sagt
Henning
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Re: Tankentlüftung T2a '71
Hi Henning,
Schläuche im Durchmesser per Schelle zu reduzieren ist nicht der Königsweg.
Es gibt doch auch den 5,5mm Schlauch: https://tk-carparts.de/kraftstoffschlau ... e-22400400
Und dann ggf, einen Adapter Drehen von 6 auf 7mm.
Oder das Tankschlauch-Reduzierstück: https://tk-carparts.de/reduzierstueck-k ... 251201909a
Schlaf da ggf. noch mal eine Nacht drüber: Viele Grüße
Thomas
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