Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

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Rico Mittelholzer
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Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von Rico Mittelholzer » 12.03.2012 18:18

Liebe Forum Gemeinde:

ich habe eine frage. kann ich auf diesem VW 23 T2b 1978
ein Westfalia Aufstelldach verbauen? der jetzige Besitzer
meinte er möchte den Bus verkaufen da er einen t2a gekauft
habe, bei welchem auch das Aufstelldach problemlos montiert werden kann.

ich habe mittlerweile duzende 23er t2b's gesehen die ein solches
Aufstelldach, sei es Reimo oder Westfalia, tragen. wie soll ich
vorgehen? die Firma Amag soll ja angeblich die Bescheinigung
ausstellen. nur wie kriege ich die Bescheinigung wenn der Bus
noch gar nicht mir gehört? das wäre für mich ein argument, den
Bus nicht anzuschaffen wenn das Aufstelldach nicht funktioniert!

bin halt doch 1.83 gross und möchte zukünftig auch kochen können ohne Hexenschuss! ;)

unter Bugbus wird eben ein Westfalia Dach verkauft! das würde ich natürlich
gerne kaufen.. sofern das auch passt!

das Westfalia Dach für t2 bis 1979
http://www.bugbus.net/de/classifieds.ht ... il&id=7293

das wäre der t2b welchen ich passend zum Dach gerne anschaffen würde ;)
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ich danke euch für die Hilfe!
Gruss Rico
VW Bus t2b 1978

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Rolf-Stephan Badura
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 12.03.2012 18:47

Hallo Rico,

ich nicht so einfach,
da das spätere hinten angeschlagene Aufstelldach eine andere Dachkonstruktion hat mit geradem statt gewölbtem Innendachträgern hinten.
Dies dient der geraden Liegefläche oben hinten. Nur schnelles Aufsägen ist da nicht... da muss mehr getauscht werden...

Anders beim frühen vorne angeschlagenem Aufstelldach und das kleine mittige Hubdach haben nur den Dachauschnitt zwischen den tragenden Säulen.

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Hubdach-Grüße,

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Sgt. Pepper
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von Sgt. Pepper » 13.03.2012 00:27

Hi,

die Fahrzeuge mit dem großen Aufstelldach hatten eine völlig andere Dachkonstruktion. Diese wurde nicht nachträglich von Westfalia eingebaut, sondern direkt bei der Herstellung von VW so konzipiert.
Die einzige realistische Möglichkeit ist entweder das kleine Hubdach einzubauen, wie bei Rolf Stephan, oder ein anderes "nachrüstbares" Dach z.B. von Reimo. Um das von dir verlinkte Dach einbauen zu können müsstest du das Komplette Dach an den Säulen Fensterrahmen abzutrennen und eines von einem Bus mit Aufstelldach einzuschweißen.

Ich hab dir mal ein Bild angefügt, das die Dachkonstruktion bei einem T2 mit diesem Dach zeigt. Man beachte den zusätzlichen mittleren Träger und auch, dass der seitliche Rahmen abgesenkt ist, um eine ebene Fläche für das Bett zu erhalten.

Gruß Stephan

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Harald
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Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von Harald » 13.03.2012 00:32

... wollte ich auch erst schreiben. Aber ist das tatsächlich so?

Klar, wer da oben Schlafplätze haben will - der muß die Unterkonstruktion mitnehmen. Aber wenn man nur das Dach haben will - stört da die Dachwölbung?

Bin mir da nicht sicher.

Grüße
Harald
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Sgt. Pepper
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von Sgt. Pepper » 13.03.2012 00:39

Wenn man tatsächlich nur die Stehhöhe haben möchte, dann geht es sicherlich auch so.

Allerdings wird es auch da sehr aufwändig. Alleine die Befestigung der hinteren Schaniere. Diese liegen tiefer, weil sie am Dachrahmen für das Aufstelldach verschraubt sind.
Aber anpassen kann man vieles.
Ein Nachrüstdach von Reimo, etc ist da immernoch sinnvoller.

Gruß Stephan
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von ulme*326 » 13.03.2012 02:04

Das angebotene Dach ist nicht gerade billig - allerdings sieht es noch recht gut aus.
Ist es komplett? Hast Du auch die Holzplattenkonstruktion des Klappbettes? Und die Haupt-Verriegelungsplatte samt Gegenplatte?
Sind auch die umlaufenden Aluschienen für die Zeltstoffverspannung dabei - ohne die würde ich gar nicht erst anfangen.
Grundsätzlich kann man das, wenn man karosseriebautechnisch gut drauf und ausgerüstet ist, hinbekommen.
Oder einen kennt der das kann. Der kostet dann aber sicher - ich schätze mal 6 Tage a 8 Stunden. 4 Tage Blechnern, 1 Tag verputzen, 1 Tag Lackieren
Es muss nach Schablone aufgeschnitten, gefalzt, gekantet und Blechteile müssen sehr aufwändig eingesetzt werden.
Der alte C-Spriegel muss rausgesägt und ein neuer eingesetzt werden mit deutlichen Verputzarbeiten.
Das Dach muss an den Schweissstellen verzinnt/gespachtelt und neu lackiert werden. Innen und aussen.
Der VW-Original-Einbausatz bestand aus folgenden Teilen (die Maße sind nur der besseren Vorstellung wegen in ca. - cm angegeben) :
Dachrandverstärkungen links und rechts (ca. 2,5m lange profiliert Blechstreifen mit 12-15cm Breite)
Spriegel Mitte Sonderkonstruktion (C) - abgeplattet
Quer-Schottversteifung der Bombierung des Daches folgend hinten ca. 1,2m x ca. 7cm
und zwei Einschweißkonsolen li/re. (U-Profil 15x25mm, 35cm lang) als Gegenplatten für die Dachscheren.
Zeichnungen gibt es m.W. keine - die Blechteile kann man bei Bussen die gerade ohne Dach (z.B. während Resto) dastehen oder an abgesägten Dächern (ich hätte z.B. so eines da stehen - zur Ansicht) sehr schön abphotographieren und herausmessen.

Die Variante Dachverpflanzung geht auch jedoch ist sie im Bereich der hinteren Ecken sehr aufwändig und bei zu kurz abgesägten Dächern kaum mehr möglich. Mitte Fenster ist eine gute Schnittposition. Die Dachverpflanzung muss aber ein Profi nach den Regeln der Kunst mit hinterlegten Inlinern hinter den Säulen-Trennstellen machen. Da wird gerne gemurkst.

Die von Harald angesprochene low-budget-Umrüstung mit Erhalt des original-C-Spriegels läßt das Schliessen des Daches nach meiner Einschätzung zu und erlaubt den Verzicht auf die Dachrandverstärkungen li/re/hinten. Die Scheren-Gegenplatten bräuchte man ebenfalls. Mit einer konturierten, aber (fürs Absenken des Daches erforderlich) herausnehmbaren Schaumstoffmatratze würde man allenfalls ein Kinderbett hinter der schiebedachgroßen Stehöffnung hinbekommen. Von aussen würde man es nicht sehen - nur im Sinne des T2b-Westfalia-Aufstelldaches (Erwachsenen-Doppelbett) wäre es nicht nutzbar. Der TÜV müßte das Loch im Dach zwischen B und C-Spriegel ohne Verstärkungsmaßnahmen analog der Hubdachlösung akzeptieren. Lediglich der Randbereich dieses Loches im Dach müßte umlaufend mit ca 10mm nach innen senkrecht abgekantet und in die Dachinnenverkleidung entschärfend integriert werden. Das ist dann aber nur ein vorgetäuschtes Westfalia-Aufstelldach.
Du siehst Du hast mehrere Möglichkeiten Dich zu entscheiden. :unbekannt:

PS: ist das auf dem Bild ein Rechtslenker? Ein Rechtslenker mit Westfalia-Aufstelldach gab es das überhaupt? Aber das am Rande. Zumindest gab es meines Wissens die Westfalia-Innen-Ausstattungen nur für Linkslenker. Dem Dach wärs egal. Und mit ziemlicher Sicherheit ist das Bild seitenverkehrt. Nen Tankdeckel hat er nämlich auch nicht :wink: .
PS2: Mein Rat: einen Westfalia mit diesem Dach suchen. Nicht umbauen. Du sparst enorm Geld und Nerven - selbst wenn die Westfalias deutlich teurer sind als die Kombis. Allenfalls die low-budget-Lösung - für die wäre mir das angebotene Dach aber zu teuer. Bis Du die erforderlichen Dichtungen neu hast bist Du weitere 400€ los.
Gruesse von der Oberschwaebischen Barockstrasse
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boggsermodoa
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von boggsermodoa » 13.03.2012 04:03

ulme*326 hat geschrieben: Die von Harald angesprochene low-budget-Umrüstung mit Erhalt des original-C-Spriegels läßt das Schliessen des Daches nach meiner Einschätzung zu und erlaubt den Verzicht auf die Dachrandverstärkungen li/re/hinten. Die Scheren-Gegenplatten bräuchte man ebenfalls. Mit einer konturierten, aber (fürs Absenken des Daches erforderlich) herausnehmbaren Schaumstoffmatratze würde man allenfalls ein Kinderbett hinter der schiebedachgroßen Stehöffnung hinbekommen. Von aussen würde man es nicht sehen - nur im Sinne des T2b-Westfalia-Aufstelldaches (Erwachsenen-Doppelbett) wäre es nicht nutzbar. Der TÜV müßte das Loch im Dach zwischen B und C-Spriegel ohne Verstärkungsmaßnahmen analog der Hubdachlösung akzeptieren. Lediglich der Randbereich dieses Loches im Dach müßte umlaufend mit ca 10mm nach innen senkrecht abgekantet und in die Dachinnenverkleidung entschärfend integriert werden. Das ist dann aber nur ein vorgetäuschtes Westfalia-Aufstelldach.

Moin!

Isses schon wieder nach 25 Uhr?! :surprised:
Montage des Schlafdaches a modo Reimo vor 30 Jahren:
(Aus der Erinnerung. Die hatten damals so'n langhaarigen Studenten, der die Dinger vormontiert hat. :wink: )

- Dachausschnitt herstellen zw. B- und C-Spriegel. Maße gab's auf 'ner Freigabebescheinigung von VW.
- Verstärkungsrahmen aus Holz um den Ausschnitt "anschablonieren" und außen aufsetzen, von innen durchs Blech verschrauben (Treibschrauben). Der Rahmen diente gleichzeitig als Auflage für's Bett. Am Blech wurde nix gefalzt, abgekantet oder sowas.
- Dach auflegen, ausrichten, evtl. vorne etwas abschleifen/an die Dachkrümmung anpassen.
- Scherengelenke (am Dach bereits vormontiert) mit untergelegten Flacheisen durch die Dachhaut verschrauben (IIRC 3 x M8 pro Seite).
- Widerlager für vordere Aufsteller (Gasfedern) montieren. Gasfedern sind zwar teuer, aber schrauberfreundlich und sorgen automatisch für ein straff gespanntes Zelt. Für die Zeltmontage gab's IIRC irgend 'ne Vorrichtung, die die Federn ein paar cm vor'm Endanschlag gehalten hat.
- Zelt (war am Dach bereits vormontiert) mit Leisten auf der Dachhaut montieren.
- Bett montieren. Die Liegefläche war zweigeteilt. Die vordere Hälfte konnte in Führungen über die hintere geschoben werden.

Um das Dach zuzuklappen, mußte das Bett aufgebaut sein, also die vordere Hälfte sich in der vorderen Position befinden. Das stört überhaupt nicht. Die Kopffreiheit im Innenraum ist dann immer noch höher, als beim ursprünglichen Blechdach. Zuhaltung des Daches mit zwei 20mm-Spanngurten. (So mach ich das an meinem Westfalia-Dach übrigens auch. Ist zwar primitiv, aber vertrauenerweckender als die Gummiknebel, insbesondere wenn man einen Canadier und zwei Fahrräder auf dem Dach spazieren fährt.)

Das Reimo-Dach war höher, voluminöser als das Westfaliadach. Das war m.E. vor allem damit begründet, daß sich davor keine Gepäckwanne befand. Die Vorderkante des Dachs stand also im Wind und mußte entsprechend formsteif sein. Dazu braucht's einen entsprechen hochstegigen vorderen Rand, noch über der Krümmung des Blechdaches.

Die spannende Frage wäre also, ob man im Westfalia-Dach ein Bett unterbekommt, wenn man es auf diese Weise aufbaut. Wenn ich so über Stephans Foto peile und mir eine Holzlatte waagerecht hinter der Gepäckwanne auf's Dach aufgelegt vorstelle, dann bin ich da nicht allzu zuversichtlich. Die Holzplatte bekommt man vielleicht unter, aber die Polster werden wohl sehr bescheiden ausfallen müssen, wenn sie nicht 'ne Etage tiefer mitreisen sollen. Da muß man auf jeden Fall genau ausmessen und überlegen, was man tut - und was man braucht. Ich habe z.B. kein Bett im (alten, vorne angeschlagenen) Dach, aber der Stauraum dort ist Gold wert. Im Stand werden dort immer alle Reisetaschen und Rucksäcke reingestopft.


Gruß,

Clemens

(27 Uhr)


PS:
ulme*326 hat geschrieben:Und mit ziemlicher Sicherheit ist das Bild seitenverkehrt. Nen Tankdeckel hat er nämlich auch nicht :wink: .
Köppsele! :wink:
Ich habe heut' mittag das Foto angestarrt und mich nur gewundert, was da für ein dürres Endrohr auf der rechten Seite rausführt. Ist das der zugestopfteste Typ4 aller Zeiten, oddawas? :confused: Daß Tank und Schiebetür fehlen, habe ich garnicht bemerkt! :P

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Rico Mittelholzer
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von Rico Mittelholzer » 13.03.2012 11:05

ich danke euch für die wahnsinnig ausführlichen Beschreibungen!
das hat mir ernorm weitergeholfen, auch wenn ich zugeben muss
teils auch etwas verwirrt! 'grins' ich bin jetzt immernoch hin und
her gerissen! eine weitere alternative wäre ja

http://www.vwcampervanroofs.co.uk/type-2-baywindow.htm

auch wenn sie sehr teuer ist! aber das würde hier bedeuten,
das ich das aufstelldach irgendwann ja doch noch machen könnte!
ich habe soeben der Firma ein Mail geschrieben betreffend meinem
VW typ und bin gespannt was sie dazu sagen werden. 'ich werde euch
natürlich die antwort mitteilen'

ein pilzdach wie oben gezeigt wäre natürlich auch eine vorgängige
variante. sind denn die dinger überhaupt noch zu finden? ich habe
mal all meine links und möglichkeiten ausser hier im forum abgeklappert!

p.s. an alle! das bild ist natürlich spiegelverkehrt und in falscher farbe.
ich will nicht ein 1:1 bild posten von einem bus welchen ich noch gar nicht
besitze!

abgesehen von Dach, was denkt ihr eigentlich über einem VW Bus 23 T2b
aus erster hand. zustand dem preis entsprechend mehr als OK. 3000 CHF ohne
motor und 3600 mit motor (relativ wenig kilometer)! hmpf. und meine
gedanken stecken voll und ganz im dach?

gruss Rico
VW Bus t2b 1978

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Rolf-Stephan Badura
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 13.03.2012 11:38

Hallo Rico,

falls der Bulli ein echtes Schnäppchen ist, zum Thema Stehhöhe:
kauf Dir ein Vorzelt oder eine Sonnenmarkise.
wir Kochen auch meist draussen mit Gas und zweitem Herd oder Grill...
im Bulli halten wir uns fast nur auf zum Schlafen und Fahren.
Und viele andere Bulli Fahrer kommen auch ganz gut klar beim Campen ohne Stehhöhe.
Wenn Du/Ihr jung seid, ohne Rückenaua und max. zu zweit geht das.

Aber wenn Du viel Campen willst damit, ist eine echter Camper auf Dauer passender...

Grüße,

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just
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von just » 13.03.2012 11:59

Für ein Hochdach brauchst du nur Sikaflex und einen Ausschnitt zwischen den Säulen :thumb:
Hochdach T2 - VW fahren in seiner höchsten Form Bus-Blog

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GoldenerOktober *001
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von GoldenerOktober *001 » 13.03.2012 12:05

Hallo!

Die originalen Camper sind nett anzusehen, aber m. E. nach völlig unbrauchbar. Mag ich möglicherweise den Berlin noch ausnehmen, so stehen da drin beim "Wohnen" überall Möbel im Weg! Mag sein, daß ich durch mein vollgeräumtes "Küchenstudio" "Stockholm" geschädigt bin, aber wenn ich mir einen Camper original backen könnte, so hätte er eine Schlafbank und sinnvollen Stauraum. Über einen Herd (wer kocht im Urlaub schon zweiflammig?) lasse ich mit mir reden, aber eine Schüsselwäsche von mir oder Geschirr findet draußen am Bach oder Brunnen statt! Heizung kommt auf die Jahreszeit an, wenn, dann aber Gas. Ecksitzbank ist völlig unbrauchbar, man will ja gegenüber sitzen und jederzeit aufstehen können.
Wichtig jedoch ist, bei Schlechtwetter genügend Platz in der Karre zu haben! Und da stehen die Westfalia-Puppenmöbel - so schön sie ja anzusehen sind - einfach nur immer im Weg herum! Auch ein irgendwie geartetes Aufstelldach würde ich nicht brauchen; pflegebedürftig, immer undicht, nicht schallisoliert. Außerdem sieht es sofort nach Camping aus. Und ich übernachte sehr häufig in freier Wildbahn. Ein Blechdach ist eine stabile, dauerhafte und solide Sache; bei schönem Wetter findet das Leben ohnehin nur draußen statt, bei schlechtem Wetter braucht man nur den Fahrersitz, um dorthin zu fahren, wo das Wetter schön ist...
Ich persönlich bevorzuge einen Hochdachbus. Da ist Platz, auch in der Höhe, genug Stauraum bei gleichzeitig nicht eingeschränkter Grundfläche. Am besten als Kasten - da kann keiner reinschauen! Aber mit der Optik muß man leben können - und ein Image ist im Gegensatz zum hohen Gebrauchswert nicht vorhanden.

Der angebotene Bus macht die Mundwinkel lecker! Kaufen, Spaß haben und Busfahren erleben. Mit Motor und sofort einsatzbereit! Deine genauen Bedürfnisse erforschst Du am besten live und am Objekt. Und wenn Du dann weißt was Du noch brauchst, dann kannst Du es einbauen oder den Bus gegen einen anderen tauschen. Bei dem Eindruck, den dieser Bus spontan auf micht macht, machst Du da nichts verkehrt.

Und abschließend: Eher kauft man sich lieber noch einen zweiten Bus, als das man einen wieder hergibt... :mrgreen:

Wir sehen uns in freier Wildbahn!
Gruß Torsten
Mit dem Bus da steckenbleiben, wo die Anderen erst gar nicht hinkommen...

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Rico Mittelholzer
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von Rico Mittelholzer » 13.03.2012 13:26

GoldenerOktober *001 hat geschrieben:Hallo!

Die originalen Camper sind nett anzusehen, aber m. E. nach völlig unbrauchbar. Außerdem sieht es sofort nach Camping aus. Und ich übernachte sehr häufig in freier Wildbahn. Ein Blechdach ist eine stabile, dauerhafte und solide Sache; bei schönem Wetter findet das Leben ohnehin nur draußen statt, bei schlechtem Wetter braucht man nur den Fahrersitz, um dorthin zu fahren, wo das Wetter schön ist...

Der angebotene Bus macht die Mundwinkel lecker! Kaufen, Spaß haben und Busfahren erleben. Mit Motor und sofort einsatzbereit! Deine genauen Bedürfnisse erforschst Du am besten live und am Objekt. Und wenn Du dann weißt was Du noch brauchst, dann kannst Du es einbauen oder den Bus gegen einen anderen tauschen. Bei dem Eindruck, den dieser Bus spontan auf micht macht, machst Du da nichts verkehrt.

Und abschließend: Eher kauft man sich lieber noch einen zweiten Bus, als das man einen wieder hergibt... :mrgreen:

Wir sehen uns in freier Wildbahn!
Gruß Torsten
ach lieber torsten du hast ja sowas von recht! ich bin halt etwas .. geblendet vom
bus feeling! anbei das bild meiner wunderschönen reise durch italien! das was man
hatte will mann halt auch wieder! aber du hast vollkommen recht! wieviel mal habe
ich wirklich im bus gekocht? pasta ist auf dauer eh langweilig! und weisst du, da steht
bei mir ein ultramonster rum! ein hanomag henschel mercedes l207 inkl küche und
solardach! (bilder liegen bei) da kannst du ohne hubdach stehen!

ich glaube meine entscheidung ist langsam klar! kaufen lackieren, motor rein, lämpli
ersetzen.. heckklappe müsste noch ersetzt oder geschweisst werden und die brems-
beläge vorne ersetzen. .. dann wärs ja bald schon fertig! p.s. was bedeutet eine gezogene
handbremse über 3 jahre? rostig ja, aber das hat nur auswirkungen auf dei beläge oder?

VW BUS 'Amy'
Bild
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Hanomag Henschel Mercedes L207

und hier der L207 henschel! ich habe massenweise ersatzteile! falls jemand einen Henschel fan
kennt. ich bin langsam auf der suche nach einem nachfolger! 8 fach bereift, relativ neuer motor,
etliche doppelte teile wie blinker, rückspiegel, etc. vom feuerlöscher über wagenheber bis hin
zum kühlschrank alles vorhanden! aber halt schon langsam recht rar! zustand ist mit ein relativ
geringem aufwand zu erledigenden. die frontscheibe ist reserviert in DE. inkl. Dichtung. dieser
Bastel ist aus Indien. auf weltreise ist die Frontscheibe kaputt gegangen! das ist ein Eigenbau
eines InderS! ;)

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du siehst auch ich gebe nicht so viel auf .. aber der platz wird langsam eng!
wir sehen uns in freier wildbahn!
VW Bus t2b 1978

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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von Toni43 » 13.03.2012 19:48

ulme*326 hat geschrieben:
PS: ist das auf dem Bild ein Rechtslenker? Ein Rechtslenker mit Westfalia-Aufstelldach gab es das überhaupt? Aber das am Rande. Zumindest gab es meines Wissens die Westfalia-Innen-Ausstattungen nur für Linkslenker. Dem Dach wärs egal. Und mit ziemlicher Sicherheit ist das Bild seitenverkehrt. Nen Tankdeckel hat er nämlich auch nicht :wink: .
Hi Ulme!

Es gab sehr wohl rechtslenker Westy. Denk nur mal an meinen Westy! :wink:

Mfg toni
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Re: Westfalia Aufstelldach für VW 23 t2b 1978?

Beitrag von boggsermodoa » 13.03.2012 22:14

GoldenerOktober *001 hat geschrieben: Die originalen Camper sind nett anzusehen, aber m. E. nach völlig unbrauchbar.
Dem TO braucht man in der Beziehung ja wohl nix mehr zu erzählen, aber ich fände es mal interessant, die ganzen Bauarten und Einrichtungskonzepte einander gegenüberzustellen und auf ihr Für und Wider hin abzuklopfen. Das ist natürlich nur sinnvoll, wenn man's zusammen mit dem geplanten Einsatzzweck betrachtet. Ein Wintercamper hat andere Bedürfnisse als ein Afrikafahrer, eine vierköpfige Familie andere als ein Pärchen.
Hier mal mein "Werdegang":

Mein Erster war ein Kastenwagen mit halbhoher Trennwand. Ich habe ihn mit Fenstern an der Schiebetür und gegenüber ausgestattet, 'ne kleine Schrankzeile mit Kocher an der linken Bordwand, einer Rücksitzbank und einer Sitztruhe entlang der Trennwand. Zum Bettenbau konnte man die nach hinten schieben. Den Höhenunterschied zum Motorraum habe ich glaub' ich mit Polstern ausgeglichen, und wohin die Rückenlehne verschwand, das weiß ich überhaupt nicht mehr.
Vorteil: Viel Stauraum und man konnte mit vier Leuten einen Skat drin dreschen.
Nachteil: Bettenbau viel zu umständlich.

Mein Zweiter war der Hochdachbus auf meinem Avatar und wurde für Fernreisen in den Süden hergerichtet. Keine Fenster in den Seitenwänden, fest aufgebautes Bett auf Höhe des Motorraums, darunter ein Riesenstauraum, in dem zeitweise auch ein zweiter Benzintank untergebracht war. Für 'ne Tour zu dritt hat er mal einen breiten Beifahrersitz (der flog später wieder raus) und ein Klappbett im Hochdach erhalten, das längs gefaltet seitlich ins Dach hochgeklappt werden konnte. Außerdem 'ne riesige Dachluke. Vor den Trennwänden standen noch kleine Schränke, gerade tief genug für einen Kochtopf. Bei geöffneter Schiebetür konnte man einen Tisch ins Freie ausklappen, mit 'ner Stütze in der Schiebetürführung/Grundschwelle. (Für Kocher, Spüle, "Clemens' Stehbierhalle")
Vorteil: Stauraum ohne Ende. Das Leben spielt sich ohnehin draußen ab, waschen, kochen, essen, spülen, oft haben wir sogar im Freien geschlafen, in der Wüste auch gerne mal auf dem Dach.
Nachteil: Man konnte drin liegen und man konnte drin stehen, aber eigentlich nicht sitzen. An 'nem langen Regentag wünscht man sich doch mal 'ne Rückenlehne statt irgendwelcher Seesäcke.
Hab' vor kurzem in Saarbrücken zufällig einen Kunstmaler wiedergetroffen, den ich seit 30 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Für den hatte ich seinerzeit in dem Bus öfters mal Gemälde transportiert. Zwei Betten, das ergibt nun mal 'ne riesige gepolsterte Fläche, auf der man die Pretiosen liegend transportieren konnte. :wink:

Der Dritte war ebenfalls ein Hochdachbus, der bereits ausgebaut war, als ich ihn gekauft habe. Das Übliche, Klappbett wie Westfalia und 'ne Küche davor. Die Kiste war nicht sehr inspirierend und machte auch keine guten Gebrauch von den Möglichkeiten, die das Dach geboten hätte. Hatte ihn nur ein, zwei Jahre lang.
Vorteil: Man konnte zwei Rennräder hochkant an die Trennwand hängen. 8)
Nachteil: Zum Wohnen mußte man die Rennräder erst ausladen. :roll:

Der Vierte war ein Kastenwagen, der für meine oft arschkalten oder verregneten Paddelurlaube etwas Wohnqualität bieten sollte. Dazu habe ich ihm ein Hochdach verpaßt, so wie es auf Justs Foto zu sehen ist. Hab's jedoch nicht nur mit Sikaflex draufgepappt, sondern einen stabilen, "versteckten" Dachgepäckträger aus Rechteckrohr 40x20 druntergewurschtelt, der auch eine mechanische Verbindung zwischen Dach und Karosserie hergestellt hat. Damit erntete ich oft entsetzte Blicke, weil's von außen so aussah, als seien die Kajakbügel nur am GFK verschraubt. :P Das Bett war ähnlich Wil Tondok auf der Höhe der umlaufenden Wulst eingebaut und nutzte eine links eingebaute Schrankzeile mit als Liegefläche. Es erstreckte sich also über die volle Wagenbreite, während der Rücksitz nur etwas mehr als 2/3 breit war. Hinter dem Beifahrersitz befand sich noch eine Sitztruhe, die man leicht entfernen konnte. Hinter dem Fahrersitz war eine Miniküche (Kocher und kleine Spüle) eingebaut, falls man doch mal vom Bett aus ein Frühstück zubereiten wollte. Das Dach diente als Stehhöhe und Stauraum. Der Einbau eines Kinderbettes war geplant (wir waren damals schon mit zwei Kindern unterwegs), aber dazu kam's dann doch nicht mehr.
Vorteil: Stauraum ohne Ende! :shock: Trockenes Bett, da die hinteren Polster nicht mehr auf dem nackten Motorraumblech aufliegen, wodurch sich sonst immer Schwitzwasser bildet.
Nachteil: Man schleppt viel zu viel Gerödel mit! :roll:

Der Fünfte war dann schließlich mein Westi, mit Helsinki(? so heißt das wohl)-Ausstattung und dem alten, vorne angeschlagenen Schlafdach. Die Schränke mußten umgehend raus, weil ich da drin sonst klaustrophobische Anfälle bekommen habe. Die Standheizung gleich mit, weil die nun ziemlich sperrig im Weg rum stand. Die Rückbank war vom Vorbesitzer schon verbreitert und die kleine Truhe links entsorgt worden. Hinter dem Fahrersitz befindet sich jetzt back-to-back ein Einzelsitz, darunter eine zum Wohnraum hin offene Truhe, in der die "Küchenkiste" (Zarges-Box) verschwindet. Der Drehtisch durfte bleiben und wird während der Fahrt zusammen mit Campingstühlen und sonstigem Gerödel an die Trennwand hinter dem Beifahrersitz gestrapst. Geblieben ist also so' ne Art Magnum auf T2-Basis mit Klappdach. Letzteres finde ich übrigens gar nicht so doof, weil es eine große, diffusionsoffene Fläche in die Gleichung einbringt. Wenn's nachts kalt ist, ist es eben kalt - aber es wird nichts klamm!
Vorteil: Gute Luft, back to the roots, Beschränkung auf das Notwendige, Schluß mit dem Wettrüsten!
Nachteil: Kunstrasen und die Gartenzwerge müssen zuhause bleiben - und das, was mit darf, räumt man doch häufig hin und her.


Gruß,

Clemens

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