Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für draußen?

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Majus
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Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für draußen?

Beitrag von Majus » 27.05.2013 13:09

Moin,

wir haben in unserem Bulli derzeit einen mobilen Gaskocher. Unser Westi wurde ohne Kocher ausgeliefert, daher hatten wir uns einen zweiflammigen CADAC Gaskocher mit Grillaufsatz (siehe den hier http://www.amazon.de/Cadac-Gaskocher-2- ... B002NV9SJS) gekauft, der an unsere blaue Campinggaz Flasche paßt, mit der wir auch manchmal, aber eben selten, den Kühlschrank betreiben.

Ich bin nicht ganz zufrieden mit de rKösung, da zu einen der Windschutz fehlt und ich zum anderen das Handling mit der Flasche nicht mag (aus dem Fach unter der Spüle rausholen, Druckminderer anschließen etc.

Was kann man also tun?

- Windschutz kaufen und ansonsten weiter wie gehabt mit der Flasche rumwuseln
- Umstieg auf einen schönen Benzinkocher
- Gasanschluß optimieren (z.B. Flasche im Auto lassen und einen langen Gas-Schlauch mit Bajonettanschluss/T-Stück vom Kühlschrank nach draußen führen)

Für benzin oder dergleichen spräch, daß der Kocher ohne irgendeinen Schlauch wäre und sich frei positionieren ließe. Dagegen spricht, daß man immer wieder von schlecht laufenden Spritkochern liest, die gewartet werden wollen und nicht immer gut regelbar zu sien scheinen.

Wie sind denn Eure Erfahrungen diesbezüglch?

Grüße
Marius

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Wolfgang T2b *354
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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Wolfgang T2b *354 » 27.05.2013 13:36

Hallo Marius,

wir haben einen zweiflammigen Coleman-Benzinkocher im Einsatz.
Majus hat geschrieben:Für benzin oder dergleichen spräch, daß der Kocher ohne irgendeinen Schlauch wäre und sich frei positionieren ließe.
... und, wenn Du einen entsprechenden Kocher hast, dass Du keinen Treibstoff mit Dir herumschleppen musst (hast ja einen ganzen Tank voll).
Majus hat geschrieben:Dagegen spricht, daß man immer wieder von schlecht laufenden Spritkochern liest, die gewartet werden wollen und nicht immer gut regelbar zu sien scheinen.
Das ist genau so. Angeblich soll es besser sein, wenn Du ihn mit Waschbenzin betreibst, aber damit fährt unser Auto so schlecht.

Schöne Grüße

Wolfgang

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Rolf-Stephan Badura
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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 27.05.2013 13:51

Hallo Marius,

wenn wir länger stehen, steht ein Gasbuddel mit Kocher samt Windschutz und extra Gas-220V-12V-Kühlschrank draussen im Schatten oder ggf. im Vorzelt...
(Trotz Kochmöglichkeit im Bulli - aber wer will da schon fettige Sachen braten. :wink: )
Das Zeugs steht in 1-2 min betriebsbereit draussen.

Spiritus und Benzinkocher habe ich aus meine Studentenzeit negativ in Erinnerung. Fummelei und zu wenig Power.
Als Berliner liebe ich Kochen mit Gas auch aus der heimischen Küche ohne irgendwelche Gas-Neurosen.
Adapter für französiches Campinggaz ist auch an Board :wink: Aber im Bulli haben wir für länger Trips auch meist 2x 5kg Flaschen... das reicht laaaange...

Grüße,

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Tanjas&Thomas_T2b
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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 27.05.2013 14:07

Hi Marius,

ich habe früher einen Coleman Benzinkocher benutzt.
Über zu wenig Leistung konnte ich mich da nicht beklagen.
Allerdings hat der auch öfter mal rum gezickt.
Sprich wenn der kalt ist rußt der teilweise rum.
Druckabfall beim Kochen, so dass man zwischendurch mal wieder nachpumpen musste.
Und Geruchsbelästigung durch den Spritt.

Der Vorteil liegt in der hohen Verfügbarkeit vom Sprit.

Gas ist die sauberste Lösung und funktioniert eigentlich immer.
Hier ist halt die Verfügbarkeit ein potenzielles Problem.

Ich würde jetzt mal noch Spirituskocher in den Ring werfen.
Die sind günstig, platzsparend, funktionssicher und Spiritus bekommst du auf der ganzen Welt.

Viele Grüße,
Thomas
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Majus
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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Majus » 27.05.2013 16:43

Moin,

also dann bestätigt Ihr meine Erinnerungen an Kochen mit Sprit (Benzin und Spiritus) als Energiequelle. Scheint sich also in den letzten Jahren nicht grundsätzlich verbessert zu haben. Die Verfügbarkeitsfrage stellte sich mir bisher weniger, da wir bisher nur in DE, CH, IT und Umfeld unterwegs waren.

Beim Gaskocher bliebe dann noch die Frage, wie man das ganze am besten installiert. Die Flasche darf meines Wissens während der Fahrt nicht an die Leitungen und Druckminderer angeschlossen sein - oder irre ich da? Gibt es irgendein schlaues Bajonett-Anschlußkonzept?

Wenn man ein paar Tage stehenbleibt, ist das ja alles kein Thema, aber für einen Abend ist mir das manchmal zu mühsam, unter die Spüle zu krauchen und die Flasche da entweder rauszuholen, um kochen zu können und sie ggf. wieder reinzustellen und den anderen Druckminderer anzuschließen, um kühlen zu können. Zwei Flaschen (Eine zum Kochen, eine zum Kühlen) lösen das auch nur bedingt.

Kann ich mich eigentlich von den großen Pullen verabschieden und für die Kurztrips einfach kleinere, handliche Kartuschen nehmen? Oder haben die anderen Druck bzw. Anschluß?

Mittwoch komme ich in einen richtigen Campingladen, dort werde ich mich dann nochmal informieren.

Grüße
Marius

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Rolf-Stephan Badura
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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 27.05.2013 17:02

Hallo Marius
Majus hat geschrieben:Kann ich mich eigentlich von den großen Pullen verabschieden und für die Kurztrips einfach kleinere, handliche Kartuschen nehmen? Oder haben die anderen Druck bzw. Anschluß?
Wie ich schon schrieb - Adapter.
Allerdings würde ich den nur zum Kochen nehmen -
ob das dauerhaft für den Kühlschrank gut ist, bezweifel ich, da anderes Gasgemisch in den blauen Campingaz Kartuschen (55% Butan + 45% Propan).
Die Franzosen haben sich da wieder eine Sonderregelung geschaffen, da wird's eng mit dem Auffüllen von Propan...
bei uns wird eher Propan (95% + 5% Butan) verwendet (graue Flaschen), weil auch bei um den Gefrierpunkt noch funktioniert -
da bleibt bei Butan die Küche dopplet kalt :wink: .

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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Jörch *198 » 27.05.2013 18:36

Tanjas&Thomas_T2b hat geschrieben:Ich würde jetzt mal noch Spirituskocher in den Ring werfen.
Die sind günstig, platzsparend, funktionssicher und Spiritus bekommst du auf der ganzen Welt.

Viele Grüße,
Thomas
:dafür:

Ich kann mich über meinen Origo- Spirituskocher nicht beschweren. Er bringt zwar nicht die Hitze eines Gaskochers, aber für uns reicht es hin.

Der Vorteil an den Spiritusflaschen ist, dass sie einfach zu verstauen sind. Irgendwo findet sich immer ein Plätzchen.

In zwei Wochen Urlaub liegt der Verbrauch bei uns (2 Personen) bei 3-4 Liter. Damit kochen wir täglich ein bis zwei Kannen Kaffee und eine warme Mahlzeit.

Falls du also eh verschiedene Kartuschen für Kühlschrank und Kocher brauchen solltest, kann der Spirituskocher auch eine denkbare Alternative sein.

Einzig das Befüllen ist bei meinem (ca. 30 Jahre alten) Modell etwas blöd, weil man mit einem winzigen Trichter rumhantieren muss. :roll:
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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von boggsermodoa » 27.05.2013 19:36

Majus hat geschrieben: Für benzin oder dergleichen spräch, daß der Kocher ohne irgendeinen Schlauch wäre und sich frei positionieren ließe. Dagegen spricht, daß man immer wieder von schlecht laufenden Spritkochern liest, die gewartet werden wollen und nicht immer gut regelbar zu sien scheinen.

Wie sind denn Eure Erfahrungen diesbezüglch?
Moin!

Ohne meinen Whisperlite gehe ich eigentlich nicht aus dem Haus. 8)
Angeschafft habe ich den freilich für Motorradtouren, aber er hat sich dabei dann sofort zu den unverzichtbaren Ausrüstungsgegenständen in allen sonstigen Lebenslagen gemausert. Auch wenn ich im Bus einen eingebauten Kocher und im Vorzelt einen aufgebauten, zweiflammigen Gaskocher betriebsbereit rumstehen habe, koche ich mein Kaffee- oder Spaghettiwasser stets auf dem Benzinkocher. Ich trinke den Kaffee nämlich gerne zum Frühstück, nicht 'ne halbe Stunde danach, und auch als Nachtisch kann ich mir was besseres vorstellen, als nun endlich gare Kartoffeln, Reis oder Spaghetti.
Von schlechter Leistung kann keine Rede sein. Das Ding hat geschätzt und gefühlt doppelt so viel Power wie die größere der beiden Gasflammen. Die Regelbarkeit ist entgegen allen Unkenrufen auch gegeben. Sie ist zwar nicht linear, aber das Ding kennt durchaus Zwischenzustände zwischen "volle Pulle" und "gerade so nicht erlöschen". Ich kam damit bislang immer klar. Hab' ihn zum Reinigen bislang ein einziges Mal zerlegen müssen. Er hat so'n "Klickerstift" unter der Düse, der in 'ner Bohrung hin und her fällt, wenn man ihn schüttelt und dadurch eventuelle Pußpartikel aus der Düse klopft. Reicht nach meiner Erfahrung völlig aus für einen jederzeit sicheren Betrieb.
Das Kochen bzw. Anzünden ist freilich ein Ritual. Kocher auffalten, Flasche anschließen, zwanzig Pumpenhübe, Ventil öffnen, bis etwas Sprit in der Schale schwappt und der "Strumpf" getränkt ist. Ventil zu, anzünden und sich dabei ein schwarzes Näschen holen, weil's rußt ohne Ende. Dabei wird das gebogene Röhrchen erhitzt, das als Verdampfer fungiert. Sobald das warm ist, Ventil auf und man hat eine saubere Flamme. Das Rußen hört freilich erst auf, wenn der "Startsprit" in der Schale komplett aufgebraucht ist, was noch ein paar Sekunden dauern kann.
Nach Gebrauch pinsele ich diesen Ruß immer ab, bevor der Kocher wieder in seinem schwarzen Säckchen verschwindet. Zu jedem Kochen gehört also zweimal Hände waschen ... aber das ist ja ohnehin keine ganz dumme Angewohnheit. :wink:
Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:Kartuschen
:shock:

Mein letzter - und damit meine ich, mein ganz bestimmt letzter - Kartuschenkocher hat auf dem Campingplatz in St. Moritz sein jähes Ende in einem Bach gefunden, und dieser Bach hatte es dann so eilig, ihn davonzuspülen, daß ich ihn nicht mehr wiedergefunden habe. Reingeschmissen habe ich ihn, in anderthalb Meter hohe Flammen gehüllt, die auch gerne den halben Campingplatz hätten abfackeln können.
--> Never ever!

Gruß,

Clemens

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Harald
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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Harald » 27.05.2013 23:31

Nachdem jetzt so viel Qualifiziertes kam - hier noch was aus ner anderen Richtung:

Ich war immer Fan von den Petromax-Lampen, die man mit Spiritus betreibt. Irgendwie faszinierte die Technik. Allerdings sind die Dinger im Betrieb mächtig laut - und abhängig vom immer seltener (und damit teurer) aufzutreibenden Petroleum. Das Duft-Lampenzeug aus dem Baumarkt geht gar nicht, viel zu dreckig. Und das Vorglühen mit dem Sprit in der Schale nervte wegen Fummelei und Ruß auch mächtig.

Sgt. Pepper hantierte auf dem 1. Mai mit ner Benzinlatüchte von Coleman rum, die ich mir jetzt auch geholt habe, dazu nen Liter Waschbenzin von Coleman. Und das überzeugt! Absolut saubere Verbrennung, leise, geruchsneutral, easy zu handeln.

Bin ich echt von angetan - ich würde daher mal die gängigen Outdoor-Foren in die Richtung untersuchen.

Wie gesagt: nur ne Meinung aus dem Lampensektor, nicht Kochbereich.

Grüße
Harald
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Majus
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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Majus » 28.05.2013 00:42

Moin nochmal,

schön, was hier an Gedanken zusammengekommen ist.
Harald hat geschrieben: Sgt. Pepper hantierte auf dem 1. Mai mit ner Benzinlatüchte von Coleman rum, die ich mir jetzt auch geholt habe, dazu nen Liter Waschbenzin von Coleman. Und das überzeugt! Absolut saubere Verbrennung, leise, geruchsneutral, easy zu handeln.
Danke - auch interessant. Leise ist beim Kochen nicht ganz so ein Thema, aber generell natürlich bedenkenswert, aber geruchsneutral ist schon ein Kriterium.
boggsermodoa hat geschrieben:
Ohne meinen Whisperlite gehe ich eigentlich nicht aus dem Haus. ... Ich trinke den Kaffee nämlich gerne zum Frühstück, nicht 'ne halbe Stunde danach, ...

Das Kochen bzw. Anzünden ist freilich ein Ritual.
Das liebe ich genau an meinem Primus (ähnlich dem da: http://www.baechli-bergsport.ch/De/Micr ... us-Gas.htm), den ich seit 15 Jahren habe. Rauf auf die Kartusche schrauben, Hahn auf, Piezotaster drücken und Bialetti drauf stellen. Einfach, schnell sauber und ein kesses Fauchen dazu :D

Da mir das Teil aber zu wacklig ist, nutze ich den auch für kaum was anderes.
boggsermodoa hat geschrieben:
Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:Kartuschen
:shock:

Mein letzter - und damit meine ich, mein ganz bestimmt letzter - Kartuschenkocher...
... in anderthalb Meter hohe Flammen gehüllt, die auch gerne den halben Campingplatz hätten abfackeln können.
--> Never ever!
Öhh. Wie jetzt? Wie kam denn das? Stechkartusche?
Jörch *198 hat geschrieben:
Tanjas&Thomas_T2b hat geschrieben:Ich würde jetzt mal noch Spirituskocher in den Ring werfen.
Die sind günstig, platzsparend, funktionssicher und Spiritus bekommst du auf der ganzen Welt.
:dafür:

Ich kann mich über meinen Origo- Spirituskocher nicht beschweren. Er bringt zwar nicht die Hitze eines Gaskochers, aber für uns reicht es hin.
Bringt der auch genug Leistung, um auch mal etwas zu braten? Oder reicht es eher nur zum Garen? (Ist ja auch viel gesünder... :mrgreen: )
Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:
Majus hat geschrieben:Kann ich mich eigentlich von den großen Pullen verabschieden und für die Kurztrips einfach kleinere, handliche Kartuschen nehmen? Oder haben die anderen Druck bzw. Anschluß?
... da anderes Gasgemisch in den blauen Campingaz Kartuschen (55% Butan + 45% Propan).
Die Franzosen haben sich da wieder eine Sonderregelung geschaffen, da wird's eng mit dem Auffüllen von Propan...
bei uns wird eher Propan (95% + 5% Butan) verwendet (graue Flaschen), weil auch bei um den Gefrierpunkt noch funktioniert -
da bleibt bei Butan die Küche dopplet kalt :wink: .
Hmmh, die Gasmischung ist auch ein schönes Thema. In den großen Campinggas-Flaschen ist Butan. In den Kartuschen sind die Mischungen sehr unterschiedlich. Siehe Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Gaskartusche - Ist also keineswegs eindeutig, selbst bei Campingaz als Hersteller gibt es diverse Mischungen. Wußte ich auch nicht.

Die grauen Propangasflaschen sind hier übrigens offenbar gar nicht üblich.

Eure Anmerkungen helfen auf jeden Fall, jetzt werde ich mal in die Läden tigern und mir die Geräte anschauen und sie in die Hand nehmen.


Grüße
Marius

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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Majus » 28.05.2013 01:17

Moin,

noch zwei Bilder zum Thema:
2012-06-1618-47-512012-06-1618-47-51M9-P_M9-P_M9-P_M9-P_L1002739.jpeg
dies ist unser CADAC Kocher, der mit den großen Campingaz Flaschen betrieben wird und sich mit den Aufsätzen auch zum Braten eignet.
2012-06-1708-45-572012-06-1708-45-57M9-P_M9-P_M9-P_M9-P_L1002749.jpeg
und das ist der Kaffeekocher

Grüße
Marius

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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von boggsermodoa » 28.05.2013 01:51

Majus hat geschrieben:Öhh. Wie jetzt? Wie kam denn das? Stechkartusche?
Jo!
Camping-Gaz-Kartusche über Adapter an 'nem US-Kocher. Sogar irgend so 'ne Nobelmarke, wobei für die Amis ja alles nobel ist, was "made in the U.S.A." ist. Der Kocher war an sich nicht schlecht, passte zusammengefaltet in eine Kaffeetasse und die zugehörigen Kartuschen hatten einen Schraubgewindeanschluß. Um auch Stechkartuschen verwenden zu können, gab's einen Adapter, bei dem man die Kartusche in zwei heruntergeklappte Drahtbügel eingehängt und dann von oben einen Dorn eingeschraubt hat. Das Bolzengewinde war aus Kunststoff und hatte immenses Spiel im Innengewinde. Beim Kochen ist das ohne äußeren Anlaß (ich war 2m weg) ausgerissen und es kam zu 'ner Riesenstichflamme - zwischen Zelt und Motorradgespann. :shock:
Zum Glück lagen meine Motorradhandschuhe griffbereit auf den Instrumenten. Ich hab' mir einen angezogen, den Kocher geschnappt und 10m weiter in den Bach geworfen.
Ist nix weiter passiert, aber seither habe ich von den Dingern die Nase voll.

Gruß,

Clemens

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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Majus » 28.05.2013 08:10

Das kann ich verstehen - ich habe wie Rolf-Stefan keine Angst vor Gas (
Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:Als Berliner liebe ich Kochen mit Gas auch aus der heimischen Küche ohne irgendwelche Gas-Neurosen.
- aber bei den Stechkartuschen graust es mir.
boggsermodoa hat geschrieben:Das Bolzengewinde war aus Kunststoff und hatte immenses Spiel im Innengewinde. Beim Kochen ist das ohne äußeren Anlaß (ich war 2m weg) ausgerissen
Plastikgewinde? :dogeyes:

Mein Primus-Kocher ist auch so eine In-eine-Kaffeetasse passende Faltminiatur. Aber eben mit Metallgewinde.

Aber keine Angst, ich will Dich nicht bekehren... :mrgreen:

Grüße
Marius

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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von bigbug » 28.05.2013 09:08

Um bei den Kartuschekochern noch ein Exemplar in die Runde zu werfen:

Für die kleine Kocherei haben wir den hier
Den gibts auch für das dreifache in blau von Campinggaz. Die Kartuschen gibt es auch zu unterschiedlichsten Preisen (1€ noname irgendwo auf nem Markt bis zu fast 5 € im Baumarkt, da steht dann auch Campinggaz drauf :stupid: ) Das Teil ist eigentlich vollkommen ausreichend. Bei starkem Wind ist allerdings auch hier ein Windschutz in irgend einer Form zu empfehlen.

Und wenn es länger wie nur eine Mahlzeit sein soll: Den hier, den gabs für 30 GBP auf dem vanfest, allerdings ohne den Markenaufdruck und natürlich ohne DVGW-Zulassung. Da mußt du dir den Schlauchanschluß selber basteln, funzt aber prima. Was leider nicht geht, ist zweieinhalb Liter Spätzlewasser permanent am Kochen zu halten, ein starkes Sieden ist das höchste der Gefühle. Für eineinhalb Liter Spaghettiwasser hat das Teil aber mehr als genug Bums.
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Re: Philosophiefrage: Gaskocher oder Benzinkocher für drauße

Beitrag von Sgt. Pepper » 28.05.2013 10:57

Moin,

für was größeres habe ich immer meinen alten Geniol BW- Dieselkocher im Bus.
Das Prozedere zum Starten dauert zwar so ca. 10 min mit Pumpen und Schnellstartbrenner, dafür hat der aber auch genug Power um
einen 2l Topf mit Wasser schnell zum Kochen zu bringen. Leider hat es beim letzten Einsatz aufm Festival den großen Alu-Topf dabei zerbröselt.
Einmal mit zuwenig Wasser aufgesetzt und schon hatte der ein Loch. :(

Man muss schon etwas Freude an der verhältnismäßig komplizierten Bedienung und dem Startprozedere haben. Weil für mal eben schnell ist
der nix. Ich betreibe den mit Petroleum (flüssig Grillanzünder), damit rußt der kaum und lässt sich besser regeln.

Einen Nachteil hat das ganze aber schon... er besticht halt durch eine leicht dieselige Note.

Gruß Stephan
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