Schütteln bei Teillast: Vergaser, Spritp. oder Zündspule?
- getwhatyoucan
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Schütteln bei Teillast: Vergaser, Spritp. oder Zündspule?
Servus liebe Jünger der luftgekühlten Kultur,
Das ist mein Auto:
VW T2 September 1979, Westfalia Helsinki, 2 Liter-CU-Maschine und Serien Doppelvergaseranlage (alles ca. 70.000 km seid Revision), Digitale Leerlaufstabilisierung ausser Betrieb.
Folgendes Problem an meiner alten Lady lässt mich schlecht schlafen:
Im Teillastbereich (Viertel bis Halbgas) schüttelt ein unrunder Motorlauf (Fehlzündungen?) mein Auto. Dieser Fehler macht sich bei kaltem Motor sowie niedrigen Drehzahlen am stärksten bemerkbar. Manchmal läuft der Motor auch für einige Kilometer vorbildlich und läuft auch bei Teillast rund. Dann taucht der Unrunde Lauf plötzlich wieder auf.
Sonst springt der Motor super an, schluckt seine 11 - 13 Liter (je nach Belastung), und hat bei Dreiviertelgas und Vollast (wird nur selten angewandt) tolle Leistung und Laufkultur. Der Leerlauf ist kalt unrund, bei warmem Motor in Ordnung. Die Temperaturentwicklung des Motoröls geht bei Normalbetrieb nicht über 110°C und bei langen Bergetappen in Kroatien mit 5 Mann an Board auf 130°C (VDO-Peilstabgeber 0-150°C). Ölwechsel immer pünktlich. Porzellanisolator an den Elektroden der alten 4 Kerzen zeigten bräunliche Färbung. Gemisch scheint also zu stimmen.
Folgende Dinge habe ich bereits erfolgreich auf Ihre Funktion geprüft oder gegen neue Ersetzt:
- Zündzeitpunkt (8 v. o.T.) und Unterdruckverstellung auf Dichtigkeit geprüft
- Dichtigkeit der Vergaser (mit Startpilot abgesprüht, auf Spritlecks überprüft)
- Zündkabel, Zündkerzen, Verteilerkappe- und Finger ausgetauscht
- Leerlaufabschaltventile und deren Kontakte überprüft
- Vorwärmung der Starterklappen und deren Kontakte überprüft
Sofern möglich würde ich anhand dieser Fakten am ehesten den Vergasern die Schuld in die Schuhe schieben. Der Zentralleerlauf spielt ja im Teillastbereich eine große Rolle. Vielleicht ist er der Schuldige? Gegen Spritversorgung, Zündspule und Vergasersynchonisation sprechen mir nach der gute Lauf bei Dreiviertelgas und Vollast.
Was meint ihr?
Das ist mein Auto:
VW T2 September 1979, Westfalia Helsinki, 2 Liter-CU-Maschine und Serien Doppelvergaseranlage (alles ca. 70.000 km seid Revision), Digitale Leerlaufstabilisierung ausser Betrieb.
Folgendes Problem an meiner alten Lady lässt mich schlecht schlafen:
Im Teillastbereich (Viertel bis Halbgas) schüttelt ein unrunder Motorlauf (Fehlzündungen?) mein Auto. Dieser Fehler macht sich bei kaltem Motor sowie niedrigen Drehzahlen am stärksten bemerkbar. Manchmal läuft der Motor auch für einige Kilometer vorbildlich und läuft auch bei Teillast rund. Dann taucht der Unrunde Lauf plötzlich wieder auf.
Sonst springt der Motor super an, schluckt seine 11 - 13 Liter (je nach Belastung), und hat bei Dreiviertelgas und Vollast (wird nur selten angewandt) tolle Leistung und Laufkultur. Der Leerlauf ist kalt unrund, bei warmem Motor in Ordnung. Die Temperaturentwicklung des Motoröls geht bei Normalbetrieb nicht über 110°C und bei langen Bergetappen in Kroatien mit 5 Mann an Board auf 130°C (VDO-Peilstabgeber 0-150°C). Ölwechsel immer pünktlich. Porzellanisolator an den Elektroden der alten 4 Kerzen zeigten bräunliche Färbung. Gemisch scheint also zu stimmen.
Folgende Dinge habe ich bereits erfolgreich auf Ihre Funktion geprüft oder gegen neue Ersetzt:
- Zündzeitpunkt (8 v. o.T.) und Unterdruckverstellung auf Dichtigkeit geprüft
- Dichtigkeit der Vergaser (mit Startpilot abgesprüht, auf Spritlecks überprüft)
- Zündkabel, Zündkerzen, Verteilerkappe- und Finger ausgetauscht
- Leerlaufabschaltventile und deren Kontakte überprüft
- Vorwärmung der Starterklappen und deren Kontakte überprüft
Sofern möglich würde ich anhand dieser Fakten am ehesten den Vergasern die Schuld in die Schuhe schieben. Der Zentralleerlauf spielt ja im Teillastbereich eine große Rolle. Vielleicht ist er der Schuldige? Gegen Spritversorgung, Zündspule und Vergasersynchonisation sprechen mir nach der gute Lauf bei Dreiviertelgas und Vollast.
Was meint ihr?
Ich wünsche allzeit gute Fahrt,
Adrian.
'79 VW T2b Westfalia Helsinki>> 70 PS CJ 2.0 >> Solex 34 PDSIT >> CP 4Gang
Adrian.
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Re: Schütteln bei Teillast: Vergaser, Spritp. oder Zündspule
getwhatyoucan hat geschrieben:Sofern möglich würde ich anhand dieser Fakten am ehesten den Vergasern die Schuld in die Schuhe schieben.

Der Zentralleerlauf sitzt zwar am linken Vergaser, ist aber von der Konstruktion her völlig symmetrisch. Deswegen ist es nur schwer vorstellbar, daß der die beiden Bänke ungleich behandelt.getwhatyoucan hat geschrieben:Der Zentralleerlauf spielt ja im Teillastbereich eine große Rolle. Vielleicht ist er der Schuldige?
getwhatyoucan hat geschrieben:Gegen Spritversorgung, Zündspule und Vergasersynchonisation sprechen mir nach der gute Lauf bei Dreiviertelgas und Vollast.
Ungleiche Drosselklappenstellungen wirken sich nach oben hin kaum noch aus, da der prozentuale Unterschied des Öffnungsquerschnitts dann immer geringer wird. Im Leerlauf werden auch grobe Fehlstellungen durch den Zentrallleerlauf und die Ausgleichsleitung fast vollständig kaschiert. Die stärksten Auswirkungen hat das also im unteren Lastbereich, und deswegen würde ich genau dort mit dem Suchen anfangen. Daß er kalt 'ne Weile manierlich läuft, könnte mit einer möglicherweise ja wirklich korrekt eingestellten Kaltstartautomatik zusammenhängen.
Mein Tip also : Vergaser synchronisieren.
Gruß,
Clemens
Re: Schütteln bei Teillast: Vergaser, Spritp. oder Zündspule
Da hat er recht, der Clemens
Bevor es an das Synchronisieren geht, würde ich noch einen Test machen, um die Theorie von Clemens zu bestätigen.
Den Zentralleerlauf stilllegen > im ersten Schritt reicht es meiner Meinung nach, den Stecker von dem Ventil (das Große, am linken Vergaser) abzuziehen.
Leerlaufdrehzahl sollte auf ca. 600 U/min abfallen. Dann den Balancetest machen > wechselseitig die Stecker von den Leerlaufabschaltventilen (links/rechts) abziehen.
Die Drehzahlreduktion sollte in beiden Fällen gleich sein. Ist sie das NICHT, hat der Clemens recht (siehe oben).
Also 3 Stecker abziehen und aufstecken, ein Test von 2 Minuten.
VG
Björn

Bevor es an das Synchronisieren geht, würde ich noch einen Test machen, um die Theorie von Clemens zu bestätigen.
Den Zentralleerlauf stilllegen > im ersten Schritt reicht es meiner Meinung nach, den Stecker von dem Ventil (das Große, am linken Vergaser) abzuziehen.
Leerlaufdrehzahl sollte auf ca. 600 U/min abfallen. Dann den Balancetest machen > wechselseitig die Stecker von den Leerlaufabschaltventilen (links/rechts) abziehen.
Die Drehzahlreduktion sollte in beiden Fällen gleich sein. Ist sie das NICHT, hat der Clemens recht (siehe oben).
Also 3 Stecker abziehen und aufstecken, ein Test von 2 Minuten.
VG
Björn
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Re: Schütteln bei Teillast: Vergaser, Spritp. oder Zündspule
Prüf mal Ventilspiel.
Wenn bei einem Ventil kein Spiel mehr da ist, dann stell es korrekt ein.
Dann nach ein paar Hundert km wieder kontrollieren.
Wenn das Spiel wieder zu eng ist oder ganz weg ist ... gibt es neue Info.
Gruß von Sören
Wenn bei einem Ventil kein Spiel mehr da ist, dann stell es korrekt ein.
Dann nach ein paar Hundert km wieder kontrollieren.
Wenn das Spiel wieder zu eng ist oder ganz weg ist ... gibt es neue Info.
Gruß von Sören
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Re: Schütteln bei Teillast: Vergaser, Spritp. oder Zündspule
Das Ventilspiel wird ja durch die Hydrostößel ausgeglichen. Aber die Testmethode mit den Leerlaufabschaltventilen klingt nicht schlecht. Hat jemand eine Idee, vorher man gut einen Synchrotester erwerben kann? Würde die Synchronisation gerne selber machen.
Ich wünsche allzeit gute Fahrt,
Adrian.
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Adrian.
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Re: Schütteln bei Teillast: Vergaser, Spritp. oder Zündspule
genau das war auch mein Gedanke...2012 kurz vorm Maikäfertreffen die selben Symptome gehabt, nach anfänglich auch nur die Vergaser im Verdacht dann doch mal nach nem Tip das Ventilspiel eingestellt.sören *186 hat geschrieben:Prüf mal Ventilspiel.
Wenn bei einem Ventil kein Spiel mehr da ist, dann stell es korrekt ein.
Dann nach ein paar Hundert km wieder kontrollieren.
Wenn das Spiel wieder zu eng ist oder ganz weg ist ... gibt es neue Info.
Gruß von Sören
Kurz vor der Heimkehr dann wieder besagte Symptome...
Ich hätte da mal ein Fehlersuchbild:
ich denke, da haben Hydrostößel auch nichts mehr zu melden...
schöne Grüße
Mani
- boggsermodoa
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Re: Schütteln bei Teillast: Vergaser, Spritp. oder Zündspule
Habe bei unserem 1200er Käfer bereits zweimal das Ventilspiel erfolgreich eingestellt. Wie geht es denn bei einem Typ 4 Motor mit Hydrostößeln von statten? Die Hydrostößel lassen doch gar keinen Spalt zwischen den Kipphebeln und den Ventilen zu, oder?
Ich wünsche allzeit gute Fahrt,
Adrian.
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- Sgt. Pepper
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Re: Schütteln bei Teillast: Vergaser, Spritp. oder Zündspule
Grundeinstellung Hydrostößel:
1. Entsprechenden Zylinder auf OT stellen
2. Einstellschraube Ventilspiel komplett lösen
3. Einstellschraube hineindrehen, bis spielfrei (Schraube liegt an)
4. Von hier aus, 2 Umdrehungen weiter hineindrehen und fertig.
Aber, solange du keine komischen Geräusche hast, würde ich dan an den Hydros nicht herumspielen.
Gehe erstmal den Tipps von Clemens nach. Ferner suche auch mal nach Falschluft im Bereich der Gummiwinkel für den Unterdruck
des Bremskraftverstärkers und auch allen anderen Gummiverbindern zwischen den Vergasern.
Hast du noch den Verteiler mit der doppelten Unterdruckverstellung vom CU verbaut?
Wenn ja, dann wird der ZZP bei 5° n. OT eingestellt! Nicht 8° v. OT!
Das gilt auch bei überbrückter DLS!
Unterdruckverstellung im Verteiler ist leichtgängig? Da die Kontakte nicht getauscht werden müssen guckt da kaum einer rein und bei mir hat
z.B. die Unterdruck- und Fliehkraftverstellung wohl noch nie einen Tropfen Öl bekommen und dementsprechend schwergängig.
Ansonsten kannst du ja mal bei mir rum kommen (ca. 100 km von dir), ich habe genau das gleiche Setup.
Gruß Stephan
1. Entsprechenden Zylinder auf OT stellen
2. Einstellschraube Ventilspiel komplett lösen
3. Einstellschraube hineindrehen, bis spielfrei (Schraube liegt an)
4. Von hier aus, 2 Umdrehungen weiter hineindrehen und fertig.
Aber, solange du keine komischen Geräusche hast, würde ich dan an den Hydros nicht herumspielen.
Gehe erstmal den Tipps von Clemens nach. Ferner suche auch mal nach Falschluft im Bereich der Gummiwinkel für den Unterdruck
des Bremskraftverstärkers und auch allen anderen Gummiverbindern zwischen den Vergasern.
Hast du noch den Verteiler mit der doppelten Unterdruckverstellung vom CU verbaut?
Wenn ja, dann wird der ZZP bei 5° n. OT eingestellt! Nicht 8° v. OT!
Das gilt auch bei überbrückter DLS!
Unterdruckverstellung im Verteiler ist leichtgängig? Da die Kontakte nicht getauscht werden müssen guckt da kaum einer rein und bei mir hat
z.B. die Unterdruck- und Fliehkraftverstellung wohl noch nie einen Tropfen Öl bekommen und dementsprechend schwergängig.
Ansonsten kannst du ja mal bei mir rum kommen (ca. 100 km von dir), ich habe genau das gleiche Setup.
Gruß Stephan
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Re: Schütteln bei Teillast: Vergaser, Spritp. oder Zündspule
Der Ventiltrieb scheint schon etwas lauter, als zu dem Zeitpunkt, an dem ich den Bus kaufte. So laut wie defekte Hydros ist es aber lange nicht.Sgt. Pepper hat geschrieben:Grundeinstellung Hydrostößel:
1. Entsprechenden Zylinder auf OT stellen
2. Einstellschraube Ventilspiel komplett lösen
3. Einstellschraube hineindrehen, bis spielfrei (Schraube liegt an)
4. Von hier aus, 2 Umdrehungen weiter hineindrehen und fertig.
Aber, solange du keine komischen Geräusche hast, würde ich dan an den Hydros nicht herumspielen.
Werden die Ventile ansonsten wie beim Typ 1 Motor in kaltem Zustand eingestellt? Und erkennt man den o.T. der 4 Zylinder anhand der Kerbe auf dem Lüfterrad?
Ich habe den Doppeldosenzündverteiler nach dem Anschlussbild des Einfachdosenzündverteilers angeschlossen. Daher der Zündzeitpunkt von 8.v.o.T. Habe schon schon mit anderen Zündzeitpunkten experimentiert, der originale plus ein bißchen mehr scheint aber der beste zu sein. Der Motor hängt gut am Gas und spingt super an.
Ich wünsche allzeit gute Fahrt,
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