Ölkühler nachrüsten

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Harald
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Ölkühler nachrüsten

Beitrag von Harald » 27.05.2008 21:06

Moin Leude,

war am Wochenende wieder aktiv und habe nen kleinen Workshop gebastelt:

PLATZHALTER


Wenn Ihr schon nen Kühler nachgerüstet habt und ich alternative Anbauvorschläge in den Workshop setzen könnte: Immer her mit den Bildern. Gibt da ja gute Sachen, aber so ungefragt wollte ich da auch nicht zuschlagen und das einfach einbauen (in den Workshop).

Hat Jemand nen Vorschlag, welcher Filter verwandt werden könnte? Habe ich auch vergessen, nachzuschauen.

Gekühlte Grüße,
Harald*393

edit1:
Ich habe am 06.05.08 die Seiten 3 und 4 überarbeitet eingestellt - nach einer Tour mit 3.069 km hat sich der Kühler bewährt. Die gleiche Strecke (Bremen-Gardasee) bin ich vor 2 Jahren ohne Kühler gefahren, ein himmelweiter, unheimlich beruhigender Unterschied. Es fällt auf, daß so nach etwa 1 Stunde Autobahn die Öltemperatur ab 80° weiter steigt. Bei Außentemperaturen um die 25° und 100 km/h pendelt sich die Temperatur auf der Strecke bis Österreich bei 100-110° ein. Gegen 16:00 Uhr, mittlerweile fast 35° Außentemperatur war am Ende der Europabrücke, also einer recht starken und vor allem langen Steigung die Öltemperatur gerade einmal bei fast 130°. Den Anstieg führe ich auch darauf zurück, daß der Fahrtwind an Kühlleistung erliert, wenn der Bulli eben nur noch 60 km/h schafft. Vor zwei Jahren stand die Temperatur an dieser Stelle (mit dem gleichen Anzeigeinstrument!) aber bei sehr bedenklichen 150°!
Auf der dann folgenden Abfahrt vom Brenner ging die Temperatur sogar auf 80° zurück!

Grüße,
Harald*393

edit2:
Per PN wurde ich nach den Kosten und Teilen gefragt:
Hallo Harald,

erst mal vielen Dank für den übersichtlichen und leicht verständlichen Workshop.

Ich fahre nen 76er T2b Westfalia, der mit dem 2,0l Einspritzer ausgerüstet ist. Der Motor läuft prima und auch recht flott, doch irgendwie bleibt immer das mulmige Gefühl, den Bus über seine Grenzen zu belasten, so dass der Ölfilm reisst.
Deshalb möchte ich meinem besten Stück auch mit einem Ölkühler ausstatten, damit der Sommerurlaub ohne Motorschaden am Brenner über die Bühne läuft :D

Deine Installation finde ich sehr gut, deshalb möchte ich gar keine eigenen Experimente starten, sondern deine Version so gut wie möglich kopieren. Deshalb wollte ich dich fragen, ob du mir etwas weiter helfen kannst.

Welche Teile hast du genau verwendet? (Marke oder Teilenummer, etc)
Wo hast du die Teile bestellt?
Gibt es irgendwelche Finessen, die ich unbedingt beachten muss?

Habe unter der Woche immer keine Zeit für meinen Bus und muss die Wochenenden so effizient wie möglich nutzen, deshalb ist jede "Starthilfe" von deiner Seite eine massive Hilfe für mich
:thumb:

Danke und Gruß,
Hallo,

danke für´s Kompliment - tut gut, nachdem ich ja gerade woanders Haue kriege ;-)

Ich habe meine Ölkühleranlage schon ziemlich lange und seinerzeit bei Ahnendorp gekauft. Da kannste über Googel sicher was am Preis machen. CSP hat die ja mittlerweile auch.

Der Adapter: Ahnendorp 16020 (EUR 63,76) / CSP 115 353 021TH (EUR 77,00)
Der Kühler: Ahnendorp 15009 (EUR 92,00) / CSP 117 021 33013 (EUR 108,00)
Der Schlauch: Ahnendorp 16060 (EUR 8,62/m) / CSP 118 210 013 (EUR 11,00/m)
4 Hohlschrauben: Ahnendorp 16080 (EUR 2,83/Stück) / CSP 118 271 018 (EUR 4,00/Stück)
4 Ringstutzen: Ahnendorp 16100 (EUR 4,32/Stück) / CSP 118 270 01813 (EUR 6,00/Stück)
8 Dichtungen: Ahnendorp ? / CSP 009 7603 1824 (EUR 0,30/Stück)
10 Schlauchschellen: Ahnendorp 16072 (EUR 0,54) / CSP 118 290 020 (EUR 1,20)

Ob Ahnendorp da Preise ohne MwSt angegeben hat? Keine Ahnung, frag doch mal nach. Das ist jedenfalls meine unverbindliche Aufstellung - ich kopier das mal unter meine Anleitung. Vielleicht kannst Du dann mal mitteilen, ob das so passt.

Grüße,
Harald*393
Zuletzt geändert von Harald am 02.11.2009 20:20, insgesamt 4-mal geändert.

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bigbug
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Beitrag von bigbug » 27.05.2008 22:30

Klasse Workshop!
In gewohnt klarer Art und auch für mich verständlich... nur doof daß ich nen AS fahre, für den gibts den Adapter nicht, wie auch, ohne Ölfilter....

Nach Malvern werde ich die gesammelten Erfahrungen nutzen um zu entscheiden ob mein Bussle sowas auch bekommt. Da gibts sicher auch was. Klingt sinnvoller wie so ein Zusatzölsumpf.
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Beitrag von MichaB » 27.05.2008 22:34

Cooler Workshop.

Das sind doch Anleitungen wie man sich die wünscht. :-)

Aber warum nicht Roß und Reiter nennen ?

Welcher Adapter hat hier Verwendung gefunden ?

#Micha#

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Beitrag von FW177 » 27.05.2008 23:03

@Harald
Super macht echt Spaß deine Workshops zu verfolgen! Weiter so!

@Thomas
Wenn Du dann in Erfahrung gebracht hast wie das mit "unseren" Motoren ist schreibs rein ins Forum!

Coole Grüße :wink:
Bild72`er T2 a/b mit Metallschiebedach und Westfalia Campingausstattung gepaart mit Eigenkreation!

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Beitrag von Benschpal » 27.05.2008 23:25

wieder mal klasse der workshop!!

großes lob von

bensch
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Beitrag von Wolfgang T2b *354 » 27.05.2008 23:26

Hallo Harald,

schade, dass ich Deinen Text nicht vor einem halben Jahr hatte :cry:. Hab zwar einen AS und deshalb etwas andere Probleme, aber viele Erfahrungen sind sicher übertragbar. Trotzdem prima, dass Du Dir die Mühe gemacht hast.

Ich hab mein eigenes Lehrgeld bezahlen müssen (ist aber gut angelegt :mrgreen:), doch inzwischen läuft der AS mit externem Kühler und Filter.

Zu Deiner Filterfrage: ich nehme an, dass die externen Filter bei den 1,6er und 2 Liter-Motoren gleich sind (oder zumindest sein können). Ich habe einen Mahle-Filter OC47 drin, Vergleichstypen sind BOSCH 0451103033, FIAAM FT4862, FIAAM FT5089, FRAM PH2870A, FRAM PH2870B, HENGST FILTER H14/2W, KOLBENSCHMIDT 073OS, KOLBENSCHMIDT 50013073, MANN-FILTER W719/5, PUROLATOR L27252, PUROLATOR PC252, PUROLATOR PER252 und tausend andere. Die Abmessungen: Durchmesser ca. 80 mm, Länge ca. 120 mm. Ich glaube, er wird auch im Golf verbaut. Im Grunde genommen ist es ziemlich Wurscht, welchen Filter man einbaut, solange die Anschlussmaße stimmen (Gewinde und Dichtungsdurchmesser, Länge ist unkritisch), er ein Hauptstromölfilter ist (kein Nebenstrom) und ein Rücklaufventil hat.

Schöne Grüße

Wolfgang

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Beitrag von boggsermodoa » 28.05.2008 02:30

Hallo Harald,

danke für die Mühe!
Darf ich trotzdem etwas neunmalklugeln?

- Schlauchschellen sind eher nicht das Mittel der Wahl. Ich kenne aber genug Leute, die so ohne Probleme rumfahren. Professioneller wär's, wenn man die Schläuche in dem Laden, wo man sie gekauft hat, mal eben schnell verpressen läßt.
- Je länger und je dünner die Leitung desto weiter sinkt der Öldruck (--> Physikbuch "Ideale Flüssigkeit" vs. "reale"). Das gleicht man normalerweise über eine stärkere oder stärker vorgespannte Feder am Öldruckregelkolben aus.
- Beim VW ist es evtl. verzichtbar, den Kühler in Gummi aufzuhängen. (Hab ich auch nicht gemacht.) Unverzichtbar ist hingegen, ihn so flexibel aufzuhängen, daß er sich bei Erwärmung ungehindert dehnen kann ohne sich zu verspannen.
- Beliebt sind/waren Ölkühler vom Mercedes W123. (Frag mich nicht, welcher Motor ... und einen W123 findet man heute selbst auf dem Schrott nur noch selten.) Ich habe einen von einem Opel Omega Turbodiesel.
- Den gebläsegekühlten Originalkühler kann man - bei entsprechend großem externem Kühler - bedenkenlos rausschmeißen. Dann allerdings dessen Öffnung in der Verblechung verschließen und die Kühlluftverteilung rechts/links korrigieren. (Alustreifen in Gebläsekasten einkleben.)
- Öldruckkontrolle: Das Risiko eines Öllecks oder des Totalverlustes der Ölfüllung ist nun natürlich höher als vorher. Deshalb sollte man für diesen Fall eine wirkungsvolle Warneinrichtung haben. Das kleine Funzelchen im Tacho taugt dafür jedenfalls nicht. Rallyfahrzeuge haben meist eine 21W Ölwarnlampe z.B. in Gestalt eines Motorradblinkers am Armaturenbrett. Muß man nicht mögen und evtl. stört sich sogar der TÜV dran. Ein Zeigerinstrument taugt für diesen Fall auch nicht viel. Ich habe mir deshalb schon gleich bei meinem ersten ernsthaften VW-Bus einen Summer parallel zur Öldruckleuchte geschaltet (und mich dafür auslachen lassen). Aber dieses ständige Getute, wann immer man die Zündung einschaltet, nervt erheblich. Zur Abhilfe habe diesen Summer dann zwischen Öldruck- und Ladekontrollleuchte geschaltet. Wenn man die Zündung einschaltet sieht er links und rechts 12V und hält die Klappe. Beim Starten quiekt er kurz, was als Funktionskontrolle ganz nützlich ist. Sobald entweder der Öldruck oder die Lichtmaschinenleistung zusammenbricht (Keilriemenriß), schlägt er Alarm, den man dann auch sofort wahrnimmt. Und wenn man mit Licht, Scheibenwischer an, Blinker an und Fuß auf der Bremse an einer Ampel steht, piept er leise im Blinkertakt. ;) Das sei ihm verziehen.
Empfehle ich jedem zur Nachahmung. Sogar VW hat diese meine geniale Erfindung nach kurzer Zeit übernommen. (Da kam nämlich die zweite Generation des Passat raus mit Öldruckwarnbimmel serienmäßig. Ab da wurde ich dann auch nicht mehr ausgelacht.)

Gruß,

Clemens

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westfaliafan
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Beitrag von westfaliafan » 28.05.2008 09:24

Hallo Harald,

Super Beitrag-mal wieder-, :D
Hab auch davor Sprechverbot erteilt :P , seitdem der Ölkühler von racimex dran ist darf auch wieder gesprochen werden.
Meine Variante ist mit der Abnahme an der Ölpumpe (anderer Deckel) und zusätzlichem Thermostat der gleichen Firma. Der originale Ölkühler ist rausgeflogen. Über die Erhitzung des Öls beim Stand durch das Fehlen des originalen kann ich nichts sagen, ist mir noch nicht aufgefallen. Ich denke aber, bedingt durch den Einbauort neben dem Zylinder und der daraus resultierenden Abwärme die noch zusätzlich das Öl erhitzt bräuchte man schon ziemlich hohe Drehzahlen, um den benötigten Luftstrom zur Kühlung zu erzeugen;
Als Schutz für die Lamellen habe ich ein ganz feinmaschiges Drahtnetz vor den Kühler gehängt, rechts und links am Ölkühler eine Gewindestange eingesetzt (mit jeweils 4 Muttern,außen zum festschrauben und innen unter den Laschen, damit diese sich nicht verbiegen) und das Netz dort drumgewickelt.
Luftdurchlass wird kaum behindert, die Lamellen bleiben heil.

Grüße, Andreas

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Harald
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Beitrag von Harald » 28.05.2008 10:37

boggsermodoa hat geschrieben:Hallo Harald,

danke für die Mühe!
Darf ich trotzdem etwas neunmalklugeln?
Ja, natürlich! Warst doch ausdrücklich dazu aufgefordert!

Und weil ich gerade mit Jemanden kommuniziert habe, der wie ich empfindlich darauf reagiert, ob hier der alte Ton wieder hochkommt: Clemens, Deine Kritik ist immer sachlich, nett gehalten und vor allem dienlich - da gab es hier mal Mitstreiter, die das überhaupt nicht draufhatten, also weitermachen!

An alle: Stellt doch mal Photos Eures Kühlers ein - und dann bitte auch gleich, wie Ihr den befestigt habt. Deswegen habe ich nämlich seinerzeit, als ich den das erste Mal verbaut habe, am längsten unter dem Bulli gelegen - wohin mit dem Teil und wie festmachen?
Und wenn ich dann das Bild in den Workshop übernehmen dürfte: Bitte kurzen Hinweis darauf.

Aber wieder zu Clemens:

- Schlauchschellen sind eher nicht das Mittel der Wahl. Ich kenne aber genug Leute, die so ohne Probleme rumfahren. Professioneller wär's, wenn man die Schläuche in dem Laden, wo man sie gekauft hat, mal eben schnell verpressen läßt.
Halte ich auch für besser. Nem Kumpel ist der Schlauch abgerutscht, weil die Schelle nicht fest war? Schlauch war jedenfalls unbeschädigt, kann er sich bis heute nicht erklären. Wenn wir hier eine Plug-an-play-Version zusammenstellen können ist das einfacher: Zum verpressen mußt Du ja wissen, wie lang der Schlauch zu sein hat. Steht aber bei mir an. Ich werde noch ein wenig Probe fahren, dann die Schläuche ausbauen, vermessen und verpressen lassen.
Wird also eingepflegt

- Je länger und je dünner die Leitung desto weiter sinkt der Öldruck (--> Physikbuch "Ideale Flüssigkeit" vs. "reale"). Das gleicht man normalerweise über eine stärkere oder stärker vorgespannte Feder am Öldruckregelkolben aus.
Das habe ich schonmal gehört, könntest Du da mal konkreter werden? Hast Du eine andere Feder eingesetzt oder wie?

- Beim VW ist es evtl. verzichtbar, den Kühler in Gummi aufzuhängen. (Hab ich auch nicht gemacht.) Unverzichtbar ist hingegen, ihn so flexibel aufzuhängen, daß er sich bei Erwärmung ungehindert dehnen kann ohne sich zu verspannen.
Wird eingepflegt

- Beliebt sind/waren Ölkühler vom Mercedes W123. (Frag mich nicht, welcher Motor ... und einen W123 findet man heute selbst auf dem Schrott nur noch selten.) Ich habe einen von einem Opel Omega Turbodiesel.
Jepp, habe auch noch einen aus nem 123 liegen. Ist aber nur ein U-Rohr mit Lamellen - und eben lang bzw. breit. Habe mich dann wieder für den Racimex entschieden, mir gefällt der Einbauplatz einfach.

- Den gebläsegekühlten Originalkühler kann man - bei entsprechend großem externem Kühler - bedenkenlos rausschmeißen. Dann allerdings dessen Öffnung in der Verblechung verschließen und die Kühlluftverteilung rechts/links korrigieren. (Alustreifen in Gebläsekasten einkleben.)
Sehe ich anders. In Italien im Stand bei irgendnem Stau war ich schon ziemlich froh, daß da noch das Gebläse kühlte. Zudem: Warum sollte ich, wo ist der Vorteil? Um an den Kühler ranzukommen muß der Motor raus. Schreckt sicher viele ab. Mein Workshop soll ja gerade den Respekt vor einem vermeintlich wahnsinnigen Aufwand nehmen. Die Idee mit dem Summer finde ich auch nicht so schlecht, laß ich hier aber mal zunächst nur im Forum. Wie bei meinem Workshop für das Einsellen der Ventile: Ich will den Leuten des Respekt vor vermeintlich total komplizierten Sachen nehmen. Wer ran geht und das dann hinkriegt liest auch im Forum weiter.

Andreas Lammellenschutz wird noch eingepflegt, OK

Wolfgang Danke, Ölfilter werden eingepflegt.

Micha Hast Recht, werde noch Daten und Bezugsquellen einpflegen. Ich glaube, der Adapter ist vollkommen universell, mal sehen, vielleicht finde ich den bei anderen Zulieferern auch günstiger. Den Ölkühler habe ich auch schon wo anders ohne Racimex gesehen.

Und nochmals: Gebt Bilder von Euren Kühlern her!

Grüße,
Harald*393

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Beitrag von boggsermodoa » 28.05.2008 14:49

Nun denn!
Bild

Der Kühler sitzt zwischen den Vorderrädern, hinter'm BKV (wird von diesem auch etwas abgeschattet) und sitzt mit der Unterkante höher als die Spurstangen und der Lenkstockhebel. --> weitgehend unaufsetzbar und zumindest schieße ich mir selbst keine Steine dagegen. Er hängt an weich gebogenen Trägern aus Alumaterial (20x5) die mit Flacheisenstücken an die Falz der Längsträger gepratzt sind. Ordentliche Menschen könnten sich auf den Pratzen sicher auch etwas Lack vorstellen. ;) Die Leitungen sind aus verzinktem Hydraulikrohr (12x1) hergestellt und durch Öffnungen in den Querträgern geführt. Unaufsetzbar, unkaputtbar, aber ordentliche Menschen ... ;) Zur Verlegung mußten sie einmal getrennt werden (Schneidringverschraubung). Sie queren über's Getriebe von der linken Motorseite kommend nach rechts. Befestigt sind sie an drei oder vier Stellen mit verschraubten Kunststoffhaltern aus dem Hydraulikbereich.
Bild
Um die Bewegungen des Motors aufzunehmen sind kurze Schlauchstücke als elastisches Glied eingefügt. Temperaturresistent bis 250°C und Berstdruck weit jenseits dessen, was je an Öldruck zustande kommen kann. Und sauteuer! Das Bild zeigt auch das Thermostatventil von Ahnendorp an der Stelle des originalen Ölkühlers und dessen zugeschweißte Öffnung in der Motorverblechung. Der Übergang von Schlauch zu Rohr ist ebenfalls mit Banjos und Hohlschrauben SW22 ausgeführt. Dort können die Leitungen beim Ölwechsel aufgetrennt und geleert werden. Ist aber tricky und noch nicht der Weisheit letzter Schluß.

Subj. Workshop und "Traut euch!": Hmm, das ist hier kein Kindergeburtstag, sondern eine der kritischsten Stellen, an denen man überhaupt Hand anlegen kann. Entweder man kauft sich was Erprobtes, was plug'n'play montiert werden kann und wofür irgendwer sonst gerade steht, wenn's schiefgeht oder man weiß selbst, was man tut. Aus dem Grund möchte ich auch mit dieser Öldrucksache nicht weiter ins Detail gehen, weil das einfach zu sehr von der individuellen Situation abhängt. Entweder man mißt den Druck oder läßt sich von jemandem beraten, der einen Überblick über all die verschiedenen Varianten hat und Praxiserfahrung dazu mitbringt.

Gruß,

Clemens

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Beitrag von Harald » 28.05.2008 15:19

Hammer!

Arbeitest Du in der Hydaulik? Mann Oh Mann - was ´n geiles System :shock:

Trotzdem: Was meinst Du mit dem Öldruck und "stärker vorgespannte Feder am Öldruckregelkolben"? Zwingend?

Jedenfalls echten Dank für die dollen Bildchens. Werde jetzt den Getriebeheber holen, um meinen Unterkiefer vom Brustkorb zu bekommen.

Grüße,
Harald*393

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Beitrag von boggsermodoa » 28.05.2008 16:16

Werde jetzt den Getriebeheber holen, um meinen Unterkiefer vom Brustkorb zu bekommen.
Na komm, so schlimm isses nu auch wieder nicht! :wink:
Wegen des Öldrucks brauchst du dir bei dem kurzen Schlauch, der ja offenbar auch einen ganz ordentlichen Querschnitt hat, wahrscheinlich noch keine Gedanken zu machen. Besser wär's allerdings, ihn zu messen anstatt einfach dem Onkel aus dem Internet zu glauben.
Mit Hydraulik habe ich übrigens nichts am Hut. Ich habe mir nur den ganzen Krempel in einem Hydraulikladen gekauft und die haben mir freundlicherweise noch ein Rohrbiegegerät dazu ausgeliehen. Die Anschlüsse am Kühler bestehen aus einem konkaven Konus plus Außengewinde. Das Gegenstück am Rohr ist eine durchbohrte Halbkugel, die hart aufgelötet wird. Das war - als typisches Automobilteil - in dem Laden für Industriehydraulik nicht vorrätig und mußte von denen erst bestellt werden.
Wenn du verschweigst wo sie her kommen, kannst du die Bilder übrigens gerne verwenden. ;)

Gruß,

Clemens

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Beitrag von Harald » 28.05.2008 16:50

Ja,
danke Clemens. Doch, doch, der Aufwand ist erheblich. Ich liebe sowas!

Bild verwenden auch schönen Dank. Hast Du eines mit etwas mehr Abstand, wo man genauer sehen kann, wo Du den festgemacht hast?

Ist übrigens ein schöner Trümmer - die Kühlleistung dürfte tatsächlich auch ohne zusätzliches Gebläse reichen.

Aber Frage an alle: Habt Ihr Euch Gedanken über den Öldruck gemacht?

Grüße,
Harald*393

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Beitrag von boggsermodoa » 28.05.2008 17:25

Hast Du eines mit etwas mehr Abstand, wo man genauer sehen kann, wo Du den festgemacht hast?
Habichnich - und der Bus ist derzeit auch nicht fahrbereit. Aber die "Location" geht doch aus dem Bild ganz gut hervor. Evtl. die Helligkeit etwas hochziehen. Bei der "Anprobe" waren die Rohrstücke, die nach der 180°-Schleife zum Kühleranschluß führen, mit Draht in den Radkästen an den Blechwinkeln für die Bremsschläuche aufgehängt. Die befinden sich genau senkrecht darüber.
Ist übrigens ein schöner Trümmer - die Kühlleistung dürfte tatsächlich auch ohne zusätzliches Gebläse reichen.
Von der gesamten Kühlfläche isser garnicht mal so groß, aber er sammelt halt viel Fahrtwind ein.
Wenn man den Originalkühler entfernt, hat man nachher dessen Kühlluftstrom zusätzlich zur direkten Kühlung der Köpfe zur Verfügung. Es ist ja nicht so, daß der Motor im Stau überhaupt nicht mehr gekühlt würde. Nur am Ölkühler fällt eben der Kühlluftstrom weg, weswegen dieser aber noch lange nicht völlig wirkungslos wird. Außerdem fällt im Leerlauf ja auch nicht sonderlich viel Abwärme an, weswegen man sich da wirklich keine großen Gedanken zu machen braucht. Wenn man sich bei Bullenhitze aus einem Weichsandfeld rauswühlen muß, ist die Sache freilich 'ne andere.

Gruß,

Clemens

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Beitrag von Wolfgang T2b *354 » 28.05.2008 17:29

Hallo Harald,

noch mal zu der Zusatzfeder im Öldruckregelkolben. Die soll, wie Clemens schon schreibt, die Druckverluste in Schläuchen, Filter, Kühler und allem, was Du noch zusätzlich im Ölreislauf hast, ausgleichen. Sie sitzt innen in der Originalfeder und sorgt dafür, dass der Kolben später abregelt.

Ich habe an meinem AS nur 2x70 cm Druckschlauch (Kühler und Filter sitzen bei mir unterm linken "Batterieboden"), da sind die Strömungsverluste nicht so gewaltig und es geht auch ohne Feder. Ich werde es aber zur Sicherheit noch mal mit Feder testen. Bei längeren Leitungen würde ich auf jeden Fall eine Feder vorsehen.

Gruß

Wolfgang

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