Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

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Olaf/DFL
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Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von Olaf/DFL » 31.03.2015 14:23

Moin,

mein Camper soll mit einer Zweitbatterie ausgestattet werden, die die Versorgung von Kühlschrank (Waeco ColdMachine CU 55 mit VD-01 Verdampfer, ca. 3-3,5 Ah), Radio (zeitgenössisches Motorola Sapphire mit geringer Ausgangsleistung, Mono), Innenbeleuchtung (LED Soffitten) und 2-3 Kfz-Steckdosen übernimmt. Darüber hinaus soll über die Außensteckdose ein Ladegerät für die Zweitbatterie betrieben werden können, das dann auch gleichzeitig die Versorgung des 12 V-Stromkreises mit den genannten Verbrauchern übernimmt, wenn 230 V gerade verfügbar sind.

Ich habe mir bereits ein paar Threads zum Thema durchgelesen und aus den Infos mal einen Schaltplan erstellt. Querschnitte und Leitungsfarben sind aufgeführt. Der Vollständigkeit halber habe ich LiMa und Anlasser (leicht ausgegraut, weil nicht zum Versorger-Stromkreis zugehörig) mit in den Plan aufgenommen.
Für den getrennten 230 V Stromkreis werden H07RN-F 2,5mm² Leitungen verwendet.
www.dropbox.com/s/2yyt3dbv7x7hl ... .png?raw=1
Folgende Fragen habe ich nun:
  • Wäre der Schaltplan für den Verbraucherstromkreis so inkl. Kabelquerschnitte, Farben, Absicherungen, etc. grundsätzlich in Ordnung oder könnte etwas verbessert werden?
  • Nehme ich ein „gewöhnliches“ Trennrelais (70 A), das über D+ der Lichtmaschine geschaltet wird oder aber das im Schaltplan vorgesehene und von T2NJ72 hier empfohlene „intelligente“ Trennrelais, das erst die Zweitbatterie mit lädt, wenn die Starterbatterie voll ist?
  • Das „intelligente“ Trennrelais würde ja auch öffnen, wenn das Ladegerät bei verfügbaren 230 V den 12 V Stromkreis speist und die Verbraucherbatterie bereits ausreichend Spannung aufweist. Ist das ggfs. ein ungewünschter Effekt, da das das Ladegerät evtl. nicht mag?
    Schaltschwellen des Cyrix CT 120:
    Bild
  • Das Laden der Starterbatterie über das Ladegerät (Waeco IU 812 Kompaktladegerät 8A 12V) macht nach einhelliger Meinung hier im Forum kaum Sinn, da diese unterwegs kaum geleert wird, wenn die Verbraucher wie Radio, Kühlschrank, Licht, etc. über die Zweitbatterie laufen. Das würde ja auch gegen die entsprechende Funktion des „intelligenten“ Trennrelais sprechen, dass es auch beim Laden der Zweitbatterie öffnet, oder? Ist die Funktion ggfs. für das Ladegerät unvorteilhaft (nur für eine Batterie vorgesehen, ggfs. Spannungsabfall bei zugeschalteter Starterbatterie)?
  • Sind die vorgesehenen Spannungsspitzenkiller ratsam? FW177 hatte das hier empfohlen und die Kosten (<10€ je Stück) sind eher zu vernachlässigen.
  • Ist die 30 A-Sicherung auch zwischen Starterbatterie und Trennrelais sinnvoll oder kann die hier entfallen?
  • Müssen Starter- und Versorgerbatterie vom gleichen Typ sein (Blei, Gel, AGM) oder können die unterschiedlich sein? Ich würde eine Gel-Batterie als Starterbatterie und eine Gel- oder AGM-Batterie als Versorgerbatterie nehmen wollen.
  • Was wären sinnvolle Kapazitäten für die beiden Batterien? 90 Ah für die Versorgerbatterie (möchte auch mal ein paar Tage ohne externen Strom auskommen) und ca. 60 Ah für die Starterbatterie?
Auf einen Batteriewächter habe ich bewusst verzichtet, da das Kühlaggregat von Waeco einen Unterspannungsschutz integriert hat und ab 10,7 Volt abschaltet. Das Radio wird voraussichtlich selten verwendet, die Innenbeleuchtung ist mit LED-Soffitten ausgestattet. Die Steckdosen werden wohl eher sporadisch mal zum Laden von Handys genutzt.

Gruß
Olaf
71er T2a US-Westfalia

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Tanjas&Thomas_T2b
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 31.03.2015 15:05

Olaf/DFL hat geschrieben:Sind die vorgesehenen Spannungsspitzenkiller ratsam? FW177 hatte das hier empfohlen und die Kosten (<10€ je Stück) sind eher zu vernachlässigen.
Ist die 30 A-Sicherung auch zwischen Starterbatterie und Trennrelais sinnvoll oder kann die hier entfallen?
Moin Olaf,

die Spannungsspitzenkiller würde ich weg lassen.
Es handelt sich hierbei um einen Bus in Analogtechnik, der kann Spannungsspitzen ab.
(Wenn überhaupt welche da sind)

Was die Sicherung zwischen den beiden Batterien angeht, brauchst du nur 1 Sicherung zu verbauen.
Verleg die Kabel in Schläuchen und befestige die so, dass dort nicht durch-scheuern kann.
Unser halber Bus ist nicht abgesichert, da würde ich z.B. eher noch eine 60A Sicherung in den Strang zwischen Anlasser und Sicherungskasten bauen.
(Klemme 30)
Und die Leitung die zur Zündspule geht (Klemme 15) hat auch keinerlei Sicherung, da gehört eigentlich auch eine 16A Sicherung hin...

Was deine Wahl der Batterien angeht...
Also die Starterbarterie würde ich mit einem konventionellen Blei-Akku ausrüsten.
Wir haben keine Bremsrückgewinnung, keine Start Stop Einrichtung oder ähnliches.
Sprich du kannst dort wirklich eine "normale" Batterie verwenden.
Von der Größe reicht eine Batterie im Bereich von 50-60Ah, wenn du nur im Sommer unterwegs bist sogar 40-50Ah.
Der Startstrom wird da noch ausreichend hoch sein.

Bei der Wohnraumbatterie macht es Sinn, eine Zyklen feste Batterie einzusetzen.
Wie weit du da in die Tasche greifst musst du selber entscheiden:
90AH Standard: 90€ 200 Zyklen
90AH AGM: 150€ ca. 600 Zyklen
90AH Blei Gel: 300€ 700 Zyklen (Angabe von Sonnenschein)

Viele Grüße,
Thomas

Der auf beiden Seiten billige Blei Akkus drin hat.
Im Angebot: Drehzahlmesser, US-Motor-Kabelbaum 10101000

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aircooled68
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von aircooled68 » 31.03.2015 15:28

Was die Sicherung zwischen den beiden Batterien angeht, brauchst du nur 1 Sicherung zu verbauen
Ich würde die 2 Sicherungen drin lassen. Durch einen Fehler lösen sich beide Leitungen von deinem Relais (in der Zeichnung Kontakt 30 und 87) und haben Kontakt zu Masse, wird dir eine einzige Sicherung nichts nützen.

Die Verbindung von deiner Zweitbatterie zur Sicherung ist wie lang? Ich würde max. nach 20cm nach dem Batteriepol eine Sicherung setzen. (oder nach der 30A zum Trennrelais setzen.)

Die 2 16A Sicherungen für 230V finde ich übertrieben (Zumal auf Campingplätzen meist nur mit 10A abgesichert sind). Fi ist wichtig. Gibt schöne kompakte Lösungen für FI und Leitungsschutzschalter zB:
http://www.conrad.biz/ce/de/product/611 ... archDetail
oder (sichert gleichzeitig die Zuleitung zum Bus)
http://www.reichelt.de/EL-PS-PRCD-S/3/i ... -Schalter+

Starterbatterie:
wenn kein Verbraucher dran hängt, warum sollte diese dann geladen werden???

Wohnraumbatterie zyklenfest und am besten noch tiefentladefest.
Kapazität grobe Rechnung:
Der meiste Strom verbraucht wohl der Kühlschrank mit ~40W, läuft ca. 12-15h am Tag (je nach Einstellung) -> 50Ah Batteriekapazität für 24h ohne Strom, 100Ah für 48h ...

Grüße

Jan
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PC-Doc
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von PC-Doc » 31.03.2015 17:40

Hallo,
das ist ein thema, womit ich mich bald auch beschäftigen werde. :jump:

Ladegerät:
Da gibt es ladegeräte, die wohl direkt zwei batterien laden können. Hab aber noch keine weiteren infos und preise dazu.

230V:
Für den 230V anschluss werde ich bei einem wohnmobilhändler nach fragen, wie der genau aus zu sehen hat. Da gibt es meiner meinung nach vorschriften für.

Trennrelais:
Ich werde ein trennrelais von http://www.thedrive.de (DT RL180/12) verwenden. Schalten werd ich das mit der D+ leitung.

So, nun muss ich aber mal fragen, mit welchem programm du diese schöne zeichnung erstellt hast? Ich such noch sowas für meine verkabelung zu dokumentieren. Hab im hauptkabelbaum einige extras eingebaut, so wie die zusatzleitung für Radio und innenbeleuchtung.

Gruss aus dem bergischen
Ralf
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`78 Westfalia Champagne Edition II
1302 Cabrio grün und 1303 alaskablaumetallic.

Biete einstellbare Tankkonstanter + Kabelbäume + Schloss Anpassungen

Suche immer defekte Schlösser und Tankkonstanter, bitte alles anbieten, nicht weg werfen.

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Olaf/DFL
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von Olaf/DFL » 31.03.2015 23:38

Danke für die Antworten bisher. Spannungsspitzenkiller sind also doch überflüssig und können entfallen. Oder gibt es andere fundierte Meinungen dazu?
Sämtliche Kabel werden in Schläuchen verlegt und gut gegen Durchscheuern geschützt.

Dann lag ich bei der Wahl der Kapazitäten der Batterien zumindest nicht verkehrt. Kann ich denn ohne weiteres unterschiedliche Batterietypen verbauen oder bringt das irgendwelche Probleme mit sich?
aircooled68 hat geschrieben:Die 2 16A Sicherungen für 230V finde ich übertrieben (Zumal auf Campingplätzen meist nur mit 10A abgesichert sind). Fi ist wichtig. Gibt schöne kompakte Lösungen für FI und Leitungsschutzschalter zB:
Ich hatte so eine Kombination von FI und Sicherungsautomaten ins Auge gefasst: http://www.reimo.com/de/82055-fehlerstr ... _schalter/
In der Zeichnung wusste ich den nur nicht besser darzustellen. Das Teil hat 2x 13A Sicherungen. Ist das immer noch zu hoch?

Die Sicherung der Leitung von der Zweitbatterie zu den Verbrauchern ziehe ich dann weiter Richtung Pluspol. Dann könnte ich den Sicherungskasten auf zwei Steckplätze reduzieren und die Zuleitungen von Zweitbatterie und Ladegerät oben und die Verbraucher unten nach den Sicherungen anschließen, richtig?
PC-Doc hat geschrieben: Ladegerät:
Da gibt es ladegeräte, die wohl direkt zwei batterien laden können. Hab aber noch keine weiteren infos und preise dazu.
Die Mehrheit scheint hier die Meinung zu vertreten, dass ein Laden der Starterbatterie auf dem Campingplatz keinen Sinn macht, da diese (in meinem Fall) nicht durch Verbraucher belastet wird. Deshalb würde ich ein einfaches Ladegerät für nur eine Batterie wie das Waeco IU 812 nehmen. Langen die 8A Ladestrom aus oder sollten es mehr sein, um die Zweitbatterie schneller laden zu können?
PC-Doc hat geschrieben: Ich werde ein trennrelais von http://www.thedrive.de (DT RL180/12) verwenden. Schalten werd ich das mit der D+ leitung.
Das sieht gut aus. Die Befestigung der Leitungen zu den beiden Batterien sieht sicherer aus als wenn die nur über Flachstecker erfolgt.
PC-Doc hat geschrieben: So, nun muss ich aber mal fragen, mit welchem programm du diese schöne zeichnung erstellt hast? Ich such noch sowas für meine verkabelung zu dokumentieren. Hab im hauptkabelbaum einige extras eingebaut, so wie die zusatzleitung für Radio und innenbeleuchtung.
Ich habe kein spezielles Programm zur Erstellung von Schaltplänen verwendet, sondern Open Office Draw - also ein normales Zeichenprogramm...
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Norbert*848b
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von Norbert*848b » 01.04.2015 01:08

Hallo Olaf,
Olaf/DFL hat geschrieben:Nehme ich ein „gewöhnliches“ Trennrelais (70 A), das über D+ der Lichtmaschine geschaltet wird oder aber das im Schaltplan vorgesehene und von T2NJ72 hier empfohlene „intelligente“ Trennrelais, das erst die Zweitbatterie mit lädt, wenn die Starterbatterie voll ist?
Falls das Cyrix-ct aus irgendwelchen Gründen nicht in Frage kommen sollte, könnte man auch auf ein sogenanntes "Nagares" Relais ausweichen, nicht gerade ein Schnäppchen, dafür aber haltbar (bei WoMo-Fans inzwischen der "Geheimttipp", die der Standardrelais überdrüssig geworden sind; mögliche Lieferanten über Google).
Olaf/DFL hat geschrieben:Auf einen Batteriewächter habe ich bewusst verzichtet, da das Kühlaggregat von Waeco einen Unterspannungsschutz integriert hat und ab 10,7 Volt abschaltet.

Bei der Auswahl der 2. Batterie dann aber bitte beachten weil: Gel- und Vliesakkus dürfen nur bis max. 80% ihrer Kapazität entladen werden. Einige Hersteller geben für den Gelakku 1,9 v je Zelle (11,4 V beim 12 V Akku) als max. Entladeschlussspannung an.

Fraron bietet auch Batterieladegeräte an, vielleicht ist etwas Passendes dabei:
https://www.fraron.de/batterieladegeraete/
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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aircooled68
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von aircooled68 » 01.04.2015 09:26

Ich hatte so eine Kombination von FI und Sicherungsautomaten ins Auge gefasst: http://www.reimo.com/de/82055-fehlerstr ... _schalter/
In der Zeichnung wusste ich den nur nicht besser darzustellen. Das Teil hat 2x 13A Sicherungen. Ist das immer noch zu hoch?
Das Teil (wie auch die von mir verlinkten) hat 2 Funktionen. Wobei der Sicherungsautomat etwas unwichtiger als der FI ist, da meist die Steckdose abgesichert ist.

Wert des Sicherungsautomates (13A)
Nehmen wir mal an, die Steckdose im Schaltschrank auf dem Campingplatz ist mit 10A abgesichert. Dann fliegt (theoretisch) bei einem Kurzschluss diese und deine bleibt drin. (Praktisch fliegen beide, weil der Kurzschlussstrom so hoch ist...). Laut Reimo ist bei 2,5mm² keine Absicherung im Womo nötig.
Bei den Franzosen und Italienern hab ich schon alles mögliche gesehen und trau denen in Sachen Elektrik nicht :unbekannt:

Wert des FI (30mA)
Im Falle eines Fehlerstromes (zB. durch Feuchtigkeit) löst der FI aus und nicht die Leitungssicherung.
Wichtig dazu, dass der PE / Schutzleiter der Steckdose am Fahrzeug gut mit der Karosserie verbunden ist. Das sieht man leider nicht auf dem Schaltplan.
http://www.vw-mplate.com/mplate-250.htm
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von Olaf/DFL » 01.04.2015 09:47

aircooled68 hat geschrieben: Wichtig dazu, dass der PE / Schutzleiter der Steckdose am Fahrzeug gut mit der Karosserie verbunden ist. Das sieht man leider nicht auf dem Schaltplan.
Das sollte eigentlich über die Verbindung zur Karosseriemasse der PE-Schiene oben rechts neben der Aussensteckdose im Schaltplan symbolisiert werden.
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aircooled68
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von aircooled68 » 01.04.2015 10:07

Achso ist das gemeint.
Das Massesymbol ist 180° gedreht. Deshalb hab ich das ignoriert...
Trotzdem wichtig die Verbindung zur Karosserie zu erwähnen, damit das andere auch nicht vergessen.
http://www.vw-mplate.com/mplate-250.htm
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Olli239
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von Olli239 » 01.04.2015 10:23

Hi,

ich hatte meine Zweitbatterie (60Ah Blei-Säure) vorletztes Jahr auch wieder nachgerüstet, nachdem von der originalen Ausstattung nur "verkohlte Reste" übrig waren.
Mein Aufbau entspricht deiner Zeichnung, ich hab nur nicht den seperaten Sicherungskasten, da der Kühlschrank bei mir durch das Westi-Panel mit 8A abgesichert ist und eine 16A direkt in der Leitung von der Zweitbaterie zum Ladegerät sitzt. Zusätzlich hat der FI bei mir nur 10A und nicht 16A. Ich hab das 70A Relais von Reimo und den großen Bruder vom 802 verbaut. Das 152 kann sogar die Starterbaterie mit 1A mitladen, allerdings nutze ich das Feature auch nicht. So sieht es mittlerweile unter der Rückbank aus: http://forum.bulli.org/viewtopic.php?f= ... ca#p156437

Nach einem Jahr im Camping Betrieb bei Wind und Wetter läuft noch alles Problemlos.

Viele Grüße
Olli

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Olaf/DFL
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von Olaf/DFL » 02.04.2015 16:02

T2NJ72 hat geschrieben:
Olaf/DFL hat geschrieben:Auf einen Batteriewächter habe ich bewusst verzichtet, da das Kühlaggregat von Waeco einen Unterspannungsschutz integriert hat und ab 10,7 Volt abschaltet.

Bei der Auswahl der 2. Batterie dann aber bitte beachten weil: Gel- und Vliesakkus dürfen nur bis max. 80% ihrer Kapazität entladen werden. Einige Hersteller geben für den Gelakku 1,9 v je Zelle (11,4 V beim 12 V Akku) als max. Entladeschlussspannung an.
Die Waeco Kühlschrankeinheit schaltet ja bei 10,7 V ab. Das läge also nur etwas unterhalb der max. Entladeschlussspannung. Das bringt mich zu dem Gedanken, dass ich die volle Kapazität der Zweitbatterie - ungeachtet des Typs - sowieso nicht nutzen kann. Um zu berechnen, wie lange der Kühlschrank (35-40 Watt Verbrauch) dann ausschließlich mit der Zweitbatterie betrieben werden kann, müsste man wissen, wie häufig der Kühlkompressor in 24 Stunden tatsächlich läuft. Aber ich meine im Forum gelesen zu haben, dass manche das Aggregat schon durchaus mehr als einen Tag ausschließlich mit der Zweitbatterie betrieben haben.

Hier habe ich auch noch einen FI-Leitungsschutz gefunden: http://www.voelkner.de/products/195836/ ... ArCN8P8HAQ
Aber irgendwie finde ich keine mit zwei Sicherungsautomaten in einem Paket. Reicht ggfs. ein Sicherungsautomat für das Ladegerät und die zwei Steckdosen im Innenraum aus? Oder sollte ein zweiter Sicherungsautomat besser hinzukommen?

Den Schaltplan habe ich noch einmal nach den verschiedenen Infos überarbeitet. Ist der Anschluss des Ladegeräts so in Ordnung oder sollte es besser direkt zur Zweitbatterie über eine gesonderte Leitung geführt werden?

https://www.dropbox.com/s/lael00zzucx8d ... .png?raw=1
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von aircooled68 » 02.04.2015 16:16

Hier habe ich auch noch einen FI-Leitungsschutz gefunden: http://www.voelkner.de/products/195836/ ... ArCN8P8HAQ
Aber irgendwie finde ich keine mit zwei Sicherungsautomaten in einem Paket. Reicht ggfs. ein Sicherungsautomat für das Ladegerät und die zwei Steckdosen im Innenraum aus? Oder sollte ein zweiter Sicherungsautomat besser hinzukommen?
Das eine verlinkte Ding reicht völlig aus. Sowas mit 2 Sicherungsautomaten hab ich auch noch nie gesehen.

Den Schaltplan habe ich noch einmal nach den verschiedenen Infos überarbeitet. Ist der Anschluss des Ladegeräts so in Ordnung oder sollte es besser direkt zur Zweitbatterie über eine gesonderte Leitung geführt werden?
Nach der 16A Sicherung reicht ein 2,5mm² Kabel aus.

so in etwa: (wobei beim Durchmesser ist halt: viel hilft viel)
Bild
http://www.vw-mplate.com/mplate-250.htm
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von Wolfgang T2b *354 » 04.04.2015 18:39

Hallo Olaf,
Olaf/DFL hat geschrieben:Um zu berechnen, wie lange der Kühlschrank (35-40 Watt Verbrauch) dann ausschließlich mit der Zweitbatterie betrieben werden kann, müsste man wissen, wie häufig der Kühlkompressor in 24 Stunden tatsächlich läuft. Aber ich meine im Forum gelesen zu haben, dass manche das Aggregat schon durchaus mehr als einen Tag ausschließlich mit der Zweitbatterie betrieben haben.
Ich habe letzten Monat die gleiche Frage gehabt und einfach mal nachgemessen, wie lange der Kompressor läuft und Päuschen macht. Bei mir werkelt ebenfalls ein Waeco/Danfoss-Aggregat, ich habe aber keinen separaten U- oder L-Verdampfer, sondern bei mir ist der Verdampfer in die Innenwände des Kühlraumes eingelassen. Insofern könnte es einen Unterschied geben. Meine Messwerte: niedrigste Einstellstufe, Außentemperatur 34°C, Laufzeit ca. 40%, macht ca. 35 Ah am Tag. Auf Stufe 3 (Einstellknopf etwa 90° gedreht) und bei 33°C geht es hoch auf 65% und ca. 55Ah. Dies alles unter der Voraussetzung, dass der Deckel nicht geöffnet wird. Außerdem ist mein Kühlraum ziemlich gut eingepackt mit bis zu 60 mm zusätzlicher Isolierung.

Welche Werte Du für den mitteleuropäischen Sommer bei normaler Benutzung ansetzen musst, kann ich auch nur schätzen. Ich würde mindestens zwischen 20 und 30 Ah pro Tag annehmen.

Und noch ein paar kleine Anmerkungen zu Deinem Schaltplan (den ich aber nur zu linken Hälfte auf dem Bildschirm sehen kann).

Ladegerät: ich weiß ja nicht, was Du mit dem Batterieladegerät noch alles vor hast? Wenn Du auf einem Platz mit Stromanschluss stehst, dann brauchst Du nur ein wenig mehr Ladestrom als Du verbrauchst, denn meistens stehst Du ja nicht nur ein paar Stunden dort, sondern länger. Über die Zeit schafft es auch ein kleines Ladegerät. Ich benutze immer das Netzgerät von meinem Laptop, das ich auf 2,8 A ausgebremst habe. Das ist immer noch deutlich mehr, als wir bei 34° in den Kühlschrank stecken müssen.

Kabel zum Kühlschrank: Ich hatte, als ich meinen Kompressor vor dem endgültigen Einbau mal dauergetestet habe, das Problem, dass die Unterspannungsregelung immer wieder mal kurzzeitig angesprochen hat (mit dem entsprechenden Fehlercode). Der Grund: meine Leitungen waren zu dünn und zu lang. Für den endgültigen Einbau habe ich dann 2,5 qmm, streckenweise auch 4 qmm verlegt, auch wenn nominell 1,5 qmm reichen. Es hängt natürlich auch davon ab, wie lang Deine Kabel sind. Nimm lieber dickere als zu dünne, Dein Anlaufstrom wird's Dir danken.

Sicherungen: In Deiner Zeichnung hast Du als Symbole Torpedosicherungen eingezeichnet. Die sind ok, doch bei höheren Strömen kann es kritisch werden. Deshalb würde ich bei Deinen 30A-Sicherungen auf jeden Fall auf Streifensicherungen umsteigen, das ist die zeitgemäße Variante.

Anschluss Ladegerät: Es macht wenig Sinn, die beiden Kabel unterschiedlich dick zu machen. Ich würde auch für den Anschluss des Ladegerätes keine Sonderlocke an die Zweitbatterie stricken. Sieh zu, dass Du den Strom Deines Ladegerätes in Dein Bordnetz und damit in beide Batterien pumpst und überrede Dein Trennrelais, das auch zuzulassen (ich habe an der Stelle zwei Nato-Knochen :oops:). Selbst mein popeliges Laptop-Netzgerät wird spielend mit meinen beiden Batterien fertig.

Viel Spaß weiterhin an der Elektrik

Wolfgang

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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von Olaf/DFL » 05.04.2015 01:05

aircooled68 hat geschrieben:
Reicht ggfs. ein Sicherungsautomat für das Ladegerät und die zwei Steckdosen im Innenraum aus? Oder sollte ein zweiter Sicherungsautomat besser hinzukommen?
Das eine verlinkte Ding reicht völlig aus. Sowas mit 2 Sicherungsautomaten hab ich auch noch nie gesehen.
Den Schaltplan habe ich noch einmal nach den verschiedenen Infos überarbeitet. Ist der Anschluss des Ladegeräts so in Ordnung oder sollte es besser direkt zur Zweitbatterie über eine gesonderte Leitung geführt werden?
Nach der 16A Sicherung reicht ein 2,5mm² Kabel aus.
Fein, hab´s im Schaltplan angepasst.
Wolfgang T2b *354 hat geschrieben:
Olaf/DFL hat geschrieben:Um zu berechnen, wie lange der Kühlschrank (35-40 Watt Verbrauch) dann ausschließlich mit der Zweitbatterie betrieben werden kann, müsste man wissen, wie häufig der Kühlkompressor in 24 Stunden tatsächlich läuft. Aber ich meine im Forum gelesen zu haben, dass manche das Aggregat schon durchaus mehr als einen Tag ausschließlich mit der Zweitbatterie betrieben haben.
Ich habe letzten Monat die gleiche Frage gehabt und einfach mal nachgemessen, wie lange der Kompressor läuft und Päuschen macht. Bei mir werkelt ebenfalls ein Waeco/Danfoss-Aggregat, ich habe aber keinen separaten U- oder L-Verdampfer, sondern bei mir ist der Verdampfer in die Innenwände des Kühlraumes eingelassen. Insofern könnte es einen Unterschied geben. Meine Messwerte: niedrigste Einstellstufe, Außentemperatur 34°C, Laufzeit ca. 40%, macht ca. 35 Ah am Tag. Auf Stufe 3 (Einstellknopf etwa 90° gedreht) und bei 33°C geht es hoch auf 65% und ca. 55Ah. Dies alles unter der Voraussetzung, dass der Deckel nicht geöffnet wird. Außerdem ist mein Kühlraum ziemlich gut eingepackt mit bis zu 60 mm zusätzlicher Isolierung.
Welche Werte Du für den mitteleuropäischen Sommer bei normaler Benutzung ansetzen musst, kann ich auch nur schätzen. Ich würde mindestens zwischen 20 und 30 Ah pro Tag annehmen.
Hallo Wolfgang!
Super, danke für die Infos. Deine Werte kann ich ja als maximale Tagesverbrauchswerte ansetzen.

Gibt es eine Formel, nach der man berechnen kann, wie stark die Spannung bei der Entnahme von x Ah abnimmt? Das wäre natürlich nur ein theoretischer Wert, da die Selbstentladung noch eine Rolle spielt. Aber eine Annäherung würde ja schon reichen, um zu wissen, wieviel Strom bspw. aus einer komplett geladenen Gel-Batterie mit 100 Ah Kapazität entnommen werden können, bis die max. Entladeschlussspannung erreicht ist.
Wolfgang T2b *354 hat geschrieben:Ladegerät: ich weiß ja nicht, was Du mit dem Batterieladegerät noch alles vor hast? Wenn Du auf einem Platz mit Stromanschluss stehst, dann brauchst Du nur ein wenig mehr Ladestrom als Du verbrauchst, denn meistens stehst Du ja nicht nur ein paar Stunden dort, sondern länger. Über die Zeit schafft es auch ein kleines Ladegerät. Ich benutze immer das Netzgerät von meinem Laptop, das ich auf 2,8 A ausgebremst habe. Das ist immer noch deutlich mehr, als wir bei 34° in den Kühlschrank stecken müssen.
Ich werde wohl das kleine Ladegerät von Waeco mit 8A Ladestrom nehmen. Das reicht dann auch dicke aus und kostet nur ca 73€.
Wolfgang T2b *354 hat geschrieben:Kabel zum Kühlschrank: Ich hatte, als ich meinen Kompressor vor dem endgültigen Einbau mal dauergetestet habe, das Problem, dass die Unterspannungsregelung immer wieder mal kurzzeitig angesprochen hat (mit dem entsprechenden Fehlercode). Der Grund: meine Leitungen waren zu dünn und zu lang. Für den endgültigen Einbau habe ich dann 2,5 qmm, streckenweise auch 4 qmm verlegt, auch wenn nominell 1,5 qmm reichen. Es hängt natürlich auch davon ab, wie lang Deine Kabel sind. Nimm lieber dickere als zu dünne, Dein Anlaufstrom wird's Dir danken.
Danke für die Info. Das Kabel von der Sicherungsbox zum Kühlaggregat wird nur ein paar Zentimeter lang sein, da beides zusammen mit dem FI-LS Schalter und dem Ladegerät im Einzelsitz hinterm Fahrersitz unterkommt.
Wolfgang T2b *354 hat geschrieben: Sicherungen: In Deiner Zeichnung hast Du als Symbole Torpedosicherungen eingezeichnet. Die sind ok, doch bei höheren Strömen kann es kritisch werden. Deshalb würde ich bei Deinen 30A-Sicherungen auf jeden Fall auf Streifensicherungen umsteigen, das ist die zeitgemäße Variante.
Ist jetzt auch im Schaltplan geändert!
Wolfgang T2b *354 hat geschrieben: Anschluss Ladegerät: Es macht wenig Sinn, die beiden Kabel unterschiedlich dick zu machen. Ich würde auch für den Anschluss des Ladegerätes keine Sonderlocke an die Zweitbatterie stricken. Sieh zu, dass Du den Strom Deines Ladegerätes in Dein Bordnetz und damit in beide Batterien pumpst und überrede Dein Trennrelais, das auch zuzulassen (ich habe an der Stelle zwei Nato-Knochen :oops:). Selbst mein popeliges Laptop-Netzgerät wird spielend mit meinen beiden Batterien fertig.
Welche beiden Leitungen meinst Du? Das Kabel vom Ladegerät zum Sicherungskasten und das Kabel von dort zur Zweitbatterie? Einen ähnlichen Hinweis gab´s von Jan (aircooled68). Ich habe die Querschnitte jetzt beide mit 2,5 qmm gewählt.
Dein Hinweis zum Trennrelais spräche wieder für das von T2NJ72 empfohlene Cyrix ct!

Hier der aktualisierte Schaltplan:
https://www.dropbox.com/s/5jijqukljnfbm ... .png?raw=1

Ich habe die Auflösung etwas angepasst. Wer die Grafik immer noch nicht komplett sieht, kann sie unter dem folgenden Link komplett anschauen: https://dl.dropboxusercontent.com/u/153 ... rie_v2.png

Danke für die Anregungen bisher und gerne weiter!! :dafür:
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Re: Schaltplan Zweitbatterie / Verbraucherstromkreis / 230 V

Beitrag von Wolfgang T2b *354 » 05.04.2015 13:36

Hallo Olaf,
Olaf/DFL hat geschrieben:Gibt es eine Formel, nach der man berechnen kann, wie stark die Spannung bei der Entnahme von x Ah abnimmt? Das wäre natürlich nur ein theoretischer Wert, da die Selbstentladung noch eine Rolle spielt. Aber eine Annäherung würde ja schon reichen, um zu wissen, wieviel Strom bspw. aus einer komplett geladenen Gel-Batterie mit 100 Ah Kapazität entnommen werden können, bis die max. Entladeschlussspannung erreicht ist.
Mach's nicht so filigran! Damit optimierst Du die Nachkkommastellen - und die Stellen vorm Komma sind nur geschätzt. Die Selbstentladung kannst Du getrost vernachlässigen (es sei denn, Du willst als Rentner in Mallorca auf dem Campingplatz überwintern :lol:) und auch Entladeschlussspannung und Co. musst Du nicht speziell berücksichtigen. Die Nennkapazität ist die entscheidende Hausnummer. Wenn die Batterie in Ordnung und voll ist, dann ist die Nennkapazität das, was Du rausholen kannst, also in Deinem Beispiel 100 Ah, langsame Entladung vorausgesetzt. Alles, was länger als einen Tag dauert, ist per se langsam. Wenn Dein Kompressor im Mittel 2 A zieht, ist also nach 50 Stunden Feierabend.
Olaf/DFL hat geschrieben:Das Kabel von der Sicherungsbox zum Kühlaggregat wird nur ein paar Zentimeter lang sein, da beides zusammen mit dem FI-LS Schalter und dem Ladegerät im Einzelsitz hinterm Fahrersitz unterkommt.
Entscheidend ist der gesamte Kabelstrang von der Quelle (Batterie) bis zum Kompressor, nicht nur die letzten Zentimeter. Wenn das alles ausreichend dick ist, prima.
Olaf/DFL hat geschrieben:Welche beiden Leitungen meinst Du? Das Kabel vom Ladegerät zum Sicherungskasten und das Kabel von dort zur Zweitbatterie? Einen ähnlichen Hinweis gab´s von Jan (aircooled68). Ich habe die Querschnitte jetzt beide mit 2,5 qmm gewählt.
Was 'reingeht, muss auch wieder raus! Es macht wenig Sinn, die Masseleitungen dünner auszuführen als die Zuleitungen.
Olaf/DFL hat geschrieben:Dein Hinweis zum Trennrelais spräche wieder für das von T2NJ72 empfohlene Cyrix ct!
Da kann ich nichts dazu sagen. Ich habe bei mir keine Automatik verbaut, weil ich im Ernstfall auch Strom aus der Hauptbatterie ziehen können wollte. Die kann ja auch ihren Teil dazu beitragen, mein Bier kalt zu halten (solange ich ihr noch ein wenig Strom zum Starten lasse).
Olaf/DFL hat geschrieben:Ich habe die Auflösung etwas angepasst.
Jetzt kann ich's gut lesen.
Wenn ich das richtig interpretiere, dann willst Du zwei getrennte Stromkreise installieren, oder? Mir wär' das zu kompliziert, jedes Mal darüber nachdenken zu müssen, wer aus welcher Quelle versorgt wird. Aber wenn Du es so machen möchtest, dann sorge dafür, dass sich die Verbraucherkreise wirklich nicht überschneiden. Innenbeleuchtung und Radio an Deinem rotgelben Kabel zum Sicherungskasten sind Kandidaten dafür. Wenn sich die Kreise berühren, also einzelne Verbraucher sowohl Strom aus der ersten wie auch aus der zweiten Batterie bekommen können, dann hast Du im Krisenfall völlig unklare Stromflüsse.

Viel Erfolg weiterhin

Wolfgang

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