Limbach L200 Aufnahme Motorträger

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David
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Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von David » 22.03.2016 19:40

Hallo zusammen,
An die Limbach Fahrer unter uns :)
Ich bin gerade dabei in meine T2a Doka einen Limbach Motor einzubauen. Jetzt passen die Normalen Schrauben (2x M10x40, 1x M8x70) für den Motorträger nicht. Löcher sind etwas zu groß.

Könnte eine seltene Größe sein?! M11 M9?
Mhhhh sehr komisch...

Hat jemand vielleicht das gleiche Problem gehabt? Oder einen Rumpf in der Garage zum überprüfen?
Sonst schneide ich das Gewinde auf die nächste Größe nach?!

Grüße
David

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tom+claudis_bulli
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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von tom+claudis_bulli » 22.03.2016 21:03

Hi David,
ich habe am Samstag das gleiche Problem gehabt aber nicht mit einem Limbach Motor sondern mit meinem neu aufgebauten Typ 1 mit fast NOS Gehäuse von 1994. Ich war auch verwundert.
Ich habe aus den M10 Gewinde M12 gemacht, funktionierte problemlos ohne vorbohren! Für das M8 habe ich einen Helicoil montiert, dann kann die M8 Schraube weiterverwendet werden.
Du musst dann aber die Motortraverse für die zwei M12 Schrauben aufbohren.
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Norbert*848b
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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von Norbert*848b » 22.03.2016 21:37

Hallo David,
David hat geschrieben:Könnte eine seltene Größe sein?! M11 M9?
Nur mal eine Idee, hab da so eine Ahnung ohne der Limbachspezialist zu sein. Vielleicht hat man es nicht für nötig gehalten die Helicoileinsätze (als Case-saver) hineinzudrehen. Versuch einfach einmal mit einem 10er bzw. 8er Helicoilgewindebohrer da hineinzukommen. Auch kannst Du (mit den Normschrauben) prüfen ob die Steigungen zum jeweiligen Standardgewinde (M10 x 1,5 bzw. M8 x 1,25) passen.
Größere Gewinde nachschneiden würde ich erst einmal nicht und wenn dann nur im äußersten Notfall (und dann auch wieder nur mit Gewindeeinsatz). Schau Dir einmal die Drehmomente (M10 = 60 Nm, M8 = 30 Nm) und Schraubenfestigkeiten (meine 10,9 in Erinnerung zu haben) für diese 3 Schrauben an. Die sind schon recht sportlich und ohne "Case-Saver" im Magnesiumguss wohl schwerlich hinzubekommen.
Falls tatsächlich Gewindeeinsätze nachzurüsten wären, so ist unbedingt auch auf die entsprechende benötigte Länge (Nennlänge) für diese Einsätze zu achten. Das "Sackloch" ausmessen, ggf. mit einem alten Motorgehäuse vergleichen. Ohne es genau zu wissen, würde ich von mind. 2d ausgehen.
Vgl. bitte Seite 35:
http://www.atlas-technik.com/Files/kata ... -03_de.pdf
Viel Erfolg!
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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tom+claudis_bulli
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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von tom+claudis_bulli » 23.03.2016 00:40

Hi Norbert,
du denkst also da sollten Helicoileinsätze drinnen sein. Soweit habe ich nicht gedacht! :shock: Wäre aber sinnvoll.
Das muss ich mir nochmal anschauen. Wir haben die Gewinde eigentlich nur mit einem Gewindeschneider M12 "nachgeschnitten".
Aber mit einem Helicoil wird es jetzt nicht mehr auf M10 klappen wegen der unterschiedlichen Steigung.
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Norbert*848b
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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von Norbert*848b » 23.03.2016 01:29

Hallo Thomas,
tom+claudis_bulli hat geschrieben:... du denkst also da sollten Helicoileinsätze drinnen sein.
Der Verdacht liegt m.E. nach zumindest sehr nahe. Ich kann auch gern erklären wie ich da drauf komme. Ich habe in meinem Besitz 2 x 50 PS Motoren (Kennungen "AD", einen eingebaut und einen in Reserve). Beides sind allerdings VW-Austauschteile mit einem eingeschlagenen X am Ende der Motornummer. Beide Motoren haben für die Befestigung der Traverse entsprechende Helicoileinsätze für die jeweiligen Schrauben. Ob das im Rahmen der VW-seitigen Motorrevision entstand oder schon beim Originalblock so war, entzieht sich natürlich verständlicherweise meiner Kenntnis.
Der Guss beim späteren AS-Motorblock soll ja wohl auch geändert worden sein (kenne ich nur gerüchteweise und hab da nie genau recherchiert) in Richtung mehr Festigkeit. Ob Da immer noch die beschriebenen Einsätze (zwingend) notwendig waren, kann ich somit auch nicht sagen und bestenfalls nur vermuten.
tom+claudis_bulli hat geschrieben:Wir haben die Gewinde eigentlich nur mit einem Gewindeschneider M12 "nachgeschnitten".
Das würde ich auch erst einmal so lassen, denn diese M12 noch mit Helicoil zu versehen, würde ja wohl noch eine weitere Schwächung des Gehäuses bedeuten und ich meine in Erinnerung zu haben, dass da auch nicht mehr so unendlich viel Futter vorhanden ist. Wenn das jeweilige Sackloch mehr als 2d ist, solltest Du m.E. nach beim geforderten Drehmoment und dann sogar 8.8er Schrauben bei M12 auch eigentlich noch gut hinkommen.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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kabul
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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von kabul » 23.03.2016 02:40

Ich darf mal ohne Gewähr einen aktiven VW Motorenbauer dem Wortlaut nach zitieren:
" Bei den Motorschrauben, mit Gewinde im Gehäuse ist man schon bei der Produktion davon ausgegangen, dass diese bei der ersten Montage zumindest theoretisch kaputt gehen (aber praktisch halten) weil der Guss im Verhältnis zum Schraubenmaterial butterweich ist. Dort wo VW davon ausging, dass mal was im Lebenszyklus gewechselt oder ausgebaut werden muss, wurden dann Heli's eingesetzt." So oder so ähnlich hab ich das in Erinnerung.
Bei meinem Typ 4 habe ich das an der Ölpumpe so entdeckt, da waren Heli's drin .... und trotzdem ausgerissen.
Helicoil oder besser noch Gewindebuchsen sind die einzige Wahl an diesen Stellen. Ich habe Buchsen setzen lassen, war aber nicht gerade ein Schnapper.

Viel Erfolg!
Hubertus

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tom+claudis_bulli
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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von tom+claudis_bulli » 23.03.2016 15:55

Alles klar, so wie es aussieht werde ich da nochmal ran müssen!
Zur Sicherheit setze ich M12 Helicoil ein, dann bin ich auf der sicheren Seite und Material ist an der Stelle genug!
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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von Wolfgang T2b *354 » 23.03.2016 20:41

Hallo Thomas,

ich hatte letztes Jahr einen gaaaanz leichten Bodenkontakt mit dem Motorträger :oops: und dabei hat's mir zwei von den drei Schrauben herausgerissen. Trotz Helicoil. Ich musste deshalb auf M10-Schrauben umrüsten. War alles kein Problem, lediglich die Durchgangslöcher durch den Motorträger mussten ein wenig aufgebohrt werden.

Schöne Grüße

Wolfgang

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David
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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von David » 24.03.2016 11:15

Hallo,
Danke für die Antworten! Im Limbach Block sind keine Helicoil eingebaut, war gestern mal in der Halle gucken :)

Hier ein Foto:
ImageUploadedByTapatalk1458807080.031009.jpg

Zum Vergleich mein alter B Motor mit Helicoil Einsatz. Auf dem Foto vielleicht nicht ganz so gut zu erkennen.
ImageUploadedByTapatalk1458807226.968272.jpg

Ein Freund von mir setzt mir nächste Woche die Einsätze rein... Werde dann hier noch ein paar Fotos posten.

Grüße
David

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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von Norbert*848b » 24.03.2016 12:49

Hallo David,
was jetzt noch von allgemeinem Interesse wäre, sind die tatsächlichen Längen der jeweiligen Gewindeeinsätze (also wie viel mal Schraubendurchmesser; ? x d).
Ich hatte ja nur mutmaßen können und ging von mind. 2 x d aus, hatte leider seinerzeit die Daten nicht aufgenommen als noch alles am Motor zugänglich war und auch der Ersatzmotor liegt gut verstaut und verpackt im Regal. :?
Es gibt ja auch Nachfüllpackungen in extralang (3 x d), die kann man je nach Anwendungs- und Bedarfsfall mit dem Dremel kürzen, dass sollte aber zwingend vor dem Einsetzen passieren.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von David » 13.12.2016 10:13

Hallo,

Gerade die Bilder auf dem iPhone gefunden... und festgetsellt, ich habe die noch nicht hochgeladen:
Wenn jemand mal das gleiche Problem hat hier ein paar Fotos!
Foto 02.04.16, 15 39 37.jpg
Foto 02.04.16, 15 41 07.jpg
Foto 02.04.16, 15 43 28.jpg
Foto 02.04.16, 15 44 28.jpg
Grüße
David

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Re: Limbach L200 Aufnahme Motorträger

Beitrag von Norbert*848b » 20.12.2016 23:47

Hallo David,
vielen Dank für das Nachreichen der Informationen.
Hast Du jetzt das Sackloch nachgemessen und anhand des Messschiebers versucht darzulegen?
... meine Neugierde war ja seinerzeit in Richtung:
T2NJ72 hat geschrieben:...sind die tatsächlichen Längen der jeweiligen Gewindeeinsätze (also wie viel mal Schraubendurchmesser; ? x d).
Wäre schon, wenn Du das noch konkretisieren könntest. :yau:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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