Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

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Bulli-Tom
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Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von Bulli-Tom » 30.07.2016 13:38

Hallo Forum,

ich möchte kurz unseren 68er T2a vorstellen:

- Baujahr 1968 mit Westfalia Dormobiledach
- 47 PS
- wurde leider ohne Campingausstattung
- 3er Sitzbank vorne
- 3er Sitzbank hinten
Ohne Titel 6.jpg
Jetzt möchten wir nachundnach den Bus wieder etwas aufhübschen. Die "Restauration" soll aber abschnittsweise immer im Herbst/Winter stattfinden. Eine Komplettzerlegung möchte ich möglichst verweiden; wie wollen auch fahren :wink: Es soll keine Hochglanzresto werden - schließlich ist der Bus fas 50 Jahre alt

Bitte gebt eine kurze Einschätzung ob dies mit diesem Zustand so möglich ist oder ich doch das volle Programm durchziehen soll

- An den "wichtigen" Stellen konnte ich kein bzw. kaum Rost entdecken (Unterboden, Schweller,..)
- die beiden Endspitzen + Batteriefach wurden vor 3 Jahren getauscht
- die Technik haben wir vor 4 Jahren überholt (neue Bremsen incl. HBZ, Schläuche neu, Benzinleitungen, Reifen...)
- die Fahrertür ist unten etwas "morsch"
- Hecklappe hat an der Unterseite ebenfalls Rost
- Schiebetür: Links hinten leichter Rost
- Dachrinne hinten durch bzw. angerostet
- am vorderen Befestigungspunkt vom Dormobiledach scheint ebenfalls eine Durchrostung vorzuliegen (die Innenverkleidung zeigt hier Wasserschäden)
- das linke Kniestück hat ein kleines Loch
- alle Fensterdichtungen sind spröde
- die Türdichtungen sind kaum noch vorhanden (Läuft Wasser rein)
- Die Außendichtungen der Fenster sind total bröselig

20160730_105435.jpg
Kniestück rechts
20160730_105455.jpg
Radhaus Rechts hinten
20160730_105504.jpg
Radhaus Rechts vorne
20160730_121000.jpg
Schweller
Zuletzt geändert von Bulli-Tom am 30.07.2016 13:49, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von Bulli-Tom » 30.07.2016 13:42

20160730_105315.jpg
Fahrertür
20160730_105345.jpg
Fahrertür
20160730_105427.jpg
Beifahrertür
20160730_105652.jpg
Regenrinne (mit Loch...)
20160730_105212.jpg
Regenrinne Dormobile
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Bulli-Tom
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Re: Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von Bulli-Tom » 30.07.2016 13:44

20160730_105712.jpg
Heckklappe
20160730_105446.jpg
Einstieg links
20160730_105537.jpg
B-Säule
20160730_105633.jpg
Regenrinne
Meine ersten Punkte auf dem Programm - Wassereinbruch stoppen.....
- Tür/Heckklappendichtungen erneuern
- Außendichtung Fenster erneuern

Weitere Punkte:
- Türen unten instandsetzen
- Wassereinbruch am Dach schließen
- Dachrinne reparieren
- Kniestück links schweißen
- alle Fenster raus + Gummis erneuern. Hoffentlich nicht soviel Rost beseitigen....
- Innenausstattung nachrüsten

Wie würdet Ihr vorgehen? Ist eine abschnittsweise Resto sinnvoll?

Gruß

Tom
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Re: Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von Bulli-Tom » 01.08.2016 11:49

Hallo Forum,

:hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :gut:

kann mir keiner mir eine kurze Einschätzung geben??

:hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :hilfe: :gut:


Danke!

Tom
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Jonas_Kessler
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Re: Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von Jonas_Kessler » 01.08.2016 12:10

als alter Dormobile-Fan sag ich dann halt irgendetwas dazu...

Klar kannst du abschnittsweise vorgehen, in Deinem Fall sogar im laufenden Betrieb, würde ich sagen. Ich mache das so bei meinem Alltags-Bus. Jedes Jahr wird eine andere Baustelle geschweißt und beackert. Schon seit 15 Jahren. Und dann wieder gefahren. Der einzige echte Nachteil am System ist die Optik, die ist natürlich immer Flickwerk vom feinsten, weil keine Ganzlackierung dabei herausspringt. Inzwischen fahre ich sogar Kuhmuster mit Rostschutzlackierung, weil's eh egal ist...

Die entscheidende Frag wird also sein: Willst du einen ordentlichen Lack haben, oder ist 100 mal beilackiert auch OK? Wenn Du ganz lackieren willst, dann würde ich im Abschnitts-System alle Blecharbeiten außer den Fensterrahmen zu erst machen. Wenn alles andere gemacht ist, dann in einem Gewaltmarsch die Fenster raus (alle), Fenster-Rahmen instandsetzen und die Kiste (zumindest im oberen Bereich) neu lackieren. Fenster wieder rein. Die Untere Hälfte kann man ja sogar später lackieren, wenn es denn Abschnittsweise Lack sein soll...

Für die Nach und Nach Resto ist übrigens Brantho Korrux "Nitrofest" eine tolle Rostschutzgrundierung, weil Du sie A) jederzeit mit sich selbst ohne Anschleifen übermalen kannst, und b) das Zeug wie ein Decklack wetterfest ist, dh. Du musst erst mal nicht überlackieren, um vollen Korrosionsschutz zu haben. 3.) ist das Material eine perfekte Trennschicht und isoliert alles empfindliche und unverträgliche darunter vom aggressiven Acryl-Decklack. Auch was wert.

In Deinem Fall wird vor allem ein bisschen lokal Sandstrahlen gut sein, wenn Du selber dafür ausgerüstet bist, dann spricht nichts gegen Abschnittsweise. Sonst ist halt "ein mal" zum Strahler fahren unterm Strich einfacher...

Jonas

(der jetzt dann auch dringend wieder ein fahrendes Dormobil braucht. Und in zwei Etappen restaurieren will: 1.) Karosse + Lack + Technik, dann TÜV. 2.) irgendwann einmal Innenausstattung)

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Re: Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von Bulli-Tom » 01.08.2016 12:33

Ich habe vor 15 Jahren bereits einen VW 181 komplett zerlegt und selber neu aufgebaut (bis auf die Lackierung; die hat ein Profi übernommen). Daher kann ich in etwa abschätzen wie lange die Resto an dem Bus bei einer Komplettzerlegung dauern wird... Beim Kübel hat's in allem 2 Jahre gedauert (hier war aber das Blech total morsch, Repbleche gab's keine und zum Schluss habe ich aus zwei 181ern einen ganzen gebaut).

Daher ist (fast..) alles an Werkzeug noch vorhanden: Kompressor. MIG-Spritze, Absetzzangen, etc

Daher möchte erstmal verhindern den Bus jetzt komplett zu zerlegen und irgendwann mal die Lust am Auto zu verlieren... Ich habe habe kein Problem mit der abschnittsweisen Resto und könnte mir vorstellen die reparierten Bereiche zuerst mit der Sprühdose im Originalfarbton zu lackieren. Das hat m.E. auch den Vorteil zu prüfen ob noch weitere verborgene Rostnester lauern oder sogar die reparierten Bereiche wieder rosten...

Ebenfalls fehlt noch die komplette (Camping-)Innenausstattung. Auch hier geht noch viel Arbeit + Zeit ins Land
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Re: Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von Volvo-boy » 01.08.2016 13:04

Hallo Tom,

klar kann man Stück für Stück machen und je nach dem wie gut man Beilackieren kann, wird es brauchbar. Da hab ich auch einiges gelernt..die letzten Beilackierungen waren deutlich besser...
Ich hab bei meinem Auch Stück für Stück gemacht und hab auch noch etwas vor mir.
Hier kannst du mal ein wenig schauen wie es bei mir Vorran ging...
viewtopic.php?f=16&t=15828

Grüße Daniel
VW T2b Baujahr 75 Westfalia Helsinki (Farbe leuchtorange)
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Volvo 144 GL Bj. 71

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Re: Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 01.08.2016 14:09

Hallo Tom,
Bulli-Tom hat geschrieben:... Beim Kübel hat's in allem 2 Jahre gedauert (hier war aber das Blech total morsch, Repbleche gab's keine und zum Schluss habe ich aus zwei 181ern einen ganzen gebaut).
Richte Dich darauf ein, dass der Bulli doppelt soviel Blech hat, viele billige Rep-Bleche nicht passen, viel Repro-Produkte Schrott sind und das ganze Dir mehr Kräfte rauben wird.
Ich hatte auch davor einen Karmann in 2 Jahren ganz locker Body-Off restauriert und dachte der Bulli sei einfacher - ich hab's unterschätzt und hab ganz schön geackert. :oops:

Dein Bulli sieht schon nach Arbeit aus (Türen, Heckklappe, Regenrinne ... ).
Ich vermute da findet sich noch mehr, zumal über vieles schon Farbe rübergejaucht wurde. Was ist z.B. mit Frontscheibenrahmen?
Wenn nur Du Stück für Stück durchrestaurieren willst, dann wirst Du vieles doppelt machen wie Dichtungen raus & rein etc.
Und im Komplettzustand dran rumzuschweißen und zu flexen und zu lackieren hinterlässt gerne hässliche dauerhafte Spuren -
auch auf Glas oder an Inneneinrichtung usw.

Viel Erfolg & Grüße,

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Re: Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von Jonas_Kessler » 02.08.2016 13:21

Stimmt, gaaaanz wichtig: Beim Schweissen und Flexen immer die Gläser abkleben. Immer. Auch die, die ein bisschen weiter weg sind. Da brennt sich sonst alles an heißem Stahl für immer und ewig ein.

Wenn Du keine Inneneinrichtung hast, kannst Du sie wenigstens nicht beim Arbeiten versauen... Stoffsitze sind da sehr empfindlich gegen Brandlöcher.

Und: Ein mit der Zeit doch ganzen Bus mit der Sprühdose ist ja nun auch ganz schön sportlich. Da würde ich mir doch eine einfache Pistole und eine 3-liter Dose AutoLack gönnen. (Kompressor wirst Du ja haben). Kostet z.B. von MIPA nicht die Welt (z.B. Lackstift24.de-ee). Das spart unterm Strich einiges an Büchsen - und du hast nicht überall das 1-K-Lackgeraffel auf den Flächen, das dann zur irgendwann vielleicht doch mal Ganzlackierung später wieder runter muss.

j.

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Re: Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von T2Arizona » 02.08.2016 20:06

Hallo,
ich hab meinen Bus auch immer wieder teilrepariert.
Als alles einigermaßen gepasst hat, habe ich mich für eine Untenrum-Ganzlackierung entschieden.

So harmlose Sachen wie du an der B-Säule hast, hab ich auch teilweise mit Owatrol eingedämmt.
So kann man Patina/Originallack erhalten und hat nebenbei wenig Aufwand.
Bei kleinen Roststellen habe ich auch Rostumwandler verwendet, hält bis jetzt ganz gut.
Alles eine Frage des Anspruchs.

Flugrost am Unterboden habe mit Mike Sanders unschädlich gemacht.
Ich bin doch nicht blöde und kratz den alten Unterbodenschutz ab :D

Grüße
Michael

Edit: Am Festival bereue ich manchmal die teure Ganzlackierung.
Oder wenn die Kinder am Spielen sind, dann stellt man einen weniger frisch lackierten Bus entspannter ab :D
Das Leben ist zu kurz für langweilige Fortbewegungsmittel.

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Re: Vorstellung 68er T2a mit Dormobiledach

Beitrag von Bulli-Tom » 05.08.2016 12:58

Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:Hallo Tom,
.....
Was ist z.B. mit Frontscheibenrahmen?
......
Viel Erfolg & Grüße,
Am Frontscheibenrahmen ist aktuell noch nichts zu sehen. Ich denke mal wenn die Scheibe rauskommt wird die braune Pest vorquellen :-)


Ich habe das Auto jetzt genauer untersucht und meinen "Schlachtplan" angepasst:

1. Türdichtungen neu (dann können die sich auch in Ruhe setzen :thumb: )
2. genauere Bestandsaufnahme machen, Teile beschaffen und sich in alles Einlesen
3. Rost an der B-Säule mit Owatrol behandeln
4. Regenrinne entrosten (Strahlen) und grundieren
5 nach der Saison das Dormobiledach abnehmen (mir graust schon jetzt davor...) und die Roststellen unter den Scharnieren am Dach beheben

Der Rest (Türen, Scheibengummis, etc.) ist m.E. aktuell nicht so kritisch und kommt danach dran
Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:Hallo Tom,

Richte Dich darauf ein, dass der Bulli doppelt soviel Blech hat, viele billige Rep-Bleche nicht passen, viel Repro-Produkte Schrott sind und das ganze Dir mehr Kräfte rauben wird.
Ich hatte auch davor einen Karmann in 2 Jahren ganz locker Body-Off restauriert und dachte der Bulli sei einfacher - ich hab's unterschätzt und hab ganz schön geackert. :oops: .....
Immerhin gibt's für den T2 irgenwelche Bleche, 2001 gab's beim 181er nix an Repblechen :unbekannt: (heute wird viel mehr angeboten..)
Zum Wohl die Pfalz :wein:

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