T2 205er Reifen

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luthier
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T2 205er Reifen

Beitrag von luthier » 22.03.2018 14:46

Erst einmal Entschuldigung, dass ich dieses Thema wieder hoch bringe, hat ja schon einige Threads dazu gegeben. Aber durchgestiegen bin ich noch nicht so ganz.

Ausgeliefert wurde der Bus ja, in meinem Fall ein T2a Westfalia Bj. 1969, mit den 185/82R14 Reifen. Da diese nach heutigem Standard nicht mehr hergestellt werden, ist der 185/80R14 der zugelassene Reifen.
Nun ist es möglich auch einen 205er Reifen zu fahren, was ich gerne machen würde. Ich habe hier auch schon das Gutachten vom TÜV Nord im Forum gefunden.

Was mich dabei wundert, ist, dass hier ein 205/70R14 zugelassen wird. Voraussetzung der Zulassung ist ja die max 1% größerer, minimal 4% kleinerer Radumfang.

Der 205/70 weißt ein um 2,5% kleineren Umfang als der 185/82. Der 205/75 weißt nur eine Abweichung von 0,6% ins Positive auf.
Gehe ich vom 185/80 aus sieht es natürlich anders aus. Dann Ist der 205/70 nur 1,4% kleiner und der 205/75 1,8% größer und damit nicht zulassungsfähig. Meiner Meinung nach müsste allerdings der 185/82 als Basis verwendet werden.

Gehe ich an die Sache einfach nur viel zu mathematisch ran, oder gibt es einen Grund, dass der 70er anstatt dem 75er zugelassen ist?

FeuerFritz
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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von FeuerFritz » 23.03.2018 01:17

Hallo Luthier,

ich liebe Deine Beiträge wirklich sehr.
Sich über die Nummernschildbefestigung einen Kopf machen und noch nicht mal das vordere weggerostete Blech dran, bzw. den Rost am Dahinterliegenden entfernt.
Hochrechnungen bzgl. Reifenquerschnitte machen und eine riesen Baustelle in der Garage verwalten.
Ich denke Du solltest Dir zeitnahe Gedanken machen, wo und was Du am ersten Ausflug essen wirst. Ich würde den Schmorbraten mit Knödel empfehlen :versteck:

Nicht böse, einfach nur sweet :knuddel:
Grüsse Christian

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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 23.03.2018 08:49

luthier hat geschrieben:
22.03.2018 14:46
Ausgeliefert wurde der Bus ja, in meinem Fall ein T2a Westfalia Bj. 1969, mit den 185/82R14 Reifen. Da diese nach heutigem Standard nicht mehr hergestellt werden...
Das ist so formuliert Unfug. (genaueres dazu http://www.vw-t2-bulli.de/index.php?tires-de)
Ich hab neue Marken-Reifen, die nach der Aussage angeblich nicht mehr hergestellt werden...

Aber hier soll es ja eh um breitere Reifen gehen...
hier schon oft diskutiert, wo man nicht ein neues Faß aufmachen muss (oben rechts Forensuche hilft :thumb: ):
forum/viewtopic.php?f=7&t=16634
75 weißt nur eine Abweichung von 0,6% ins Positive auf
Der Tacho zeigt also langsamer an, als Du fährst - das sieht der Rennwacht und Zulassung nicht so gern.
Kann man vielleicht noch lösen mit Tachoänderung (Stichwort: Wegdrehzahl) und Abnahme/Papierkram.
Wenn nicht die Jungs von der Abgasprüfung nervös werden aus Unsicherheit und veto einlegen.
Gehe ich an die Sache einfach nur viel zu mathematisch ran
Hier geht es um einfache Ingenieursmathematik trifft auf Gesetzestexte mit diversen Rundungvorschriften und mehreren Grenzwerten.
Wenn man Mathe studiert hat, eher gruselig, aber einfach.
Also Normen und Gesetzestexte lesen und ein bißchen einfaches Rechnen hilft um die Aufgabe zu lösen.

Grüße,

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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von Norbert*848b » 23.03.2018 14:22

Moin luthier,
luthier hat geschrieben:
22.03.2018 14:46
Ausgeliefert wurde der Bus ja, in meinem Fall ein T2a Westfalia Bj. 1969, mit den 185/82R14 Reifen.
Ja, genau genommen nach der seinerzeitiger Reifenbezeichnung 185 R14, auf Scheibenrad 5 JK 14.
http://www.vw-t2-bulli.de/data/books/ma ... manual.pdf
luthier hat geschrieben:
22.03.2018 14:46
Nun ist es möglich auch einen 205er Reifen zu fahren
Nach den mir vorliegenden Informationen aber nur der 205/70 HR 14 auf der 5 1/2 J x 14 Felge (alternativ 6 J x 14).
Quelle, S18: http://www.michaelknappmann.de/bulli/mi ... frame.html

... man sollte die Rechnung nicht ohne den Wirt machen, einfach einmal beim zuständigen TÜV unter Angabe des MJ nachfragen. :wink:
Ob da Unterschiede zwischen T2A bis MJ 70 und ab MJ 71 zu machen sind, entzieht sich leider meiner Kenntnis (BTW: ab MJ 71 kam das Scheibenrad 5 1/2 J x 14 mit dem Lochkreis 5 x 112 zur Anwendung, vorher gab es das 5 JK 14 mit einem LK 5 x 205).
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von ralph » 23.03.2018 15:36

Hallo Luthier,

für die 6" Felgen vom T3 Syncro , ET 30 mit 207/70/14 93 Q gibt es eine allgemeine Freigabe von VW . Die müssen also noch nicht mal eingetragen werden.

Die Unterlagen dazu findest du hier im Forum.

viele Grüße

Ralph
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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von Andreas76 » 23.03.2018 15:43

Im alten FZ-Brief von meinem T2b sind die 205er sogar schon aufgeführt, können also ohne weiteres montiert werden

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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von Feinbein » 23.03.2018 16:00

Der Threadersteller hat aber einen T2a. :shock:
Die Freigaben oder 6 Zoll Felgen vom T2b passen da nicht.

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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von ulme*326 » 23.03.2018 16:39

es braucht auch keine 6" Felgen
T2b-Freigabe gilt für 5,5" ebenso
VW hat 205/70 freigegeben, also bestimmt auch beim Geräuschgutachten auf den geänderten Abrollumfang und dessen Einfluss auf die Motordrehzahl bei beschleunigter Vorbeifahrt am Prüf-Microphon mit 50km/h geachtet.
Ich denke die T2b-Freigabe gilt auch für den späten T2a bereits mit Scheibenbremsen vorn und Felgen LK 5x112.
Nicht aber für frühe T2a mit LK 5x205 und Trommeln vorn und generell anderen Radgeifen vorn und hinten (Radhauskanten)

:steine: Mist - jetzt haben wir wieder einen Parallel-Thread.
Gruesse von der Oberschwaebischen Barockstrasse
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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von luthier » 23.03.2018 20:15

[/quote]
FeuerFritz hat geschrieben:
23.03.2018 01:17
bla bla bla
Hallo FeuerFritz,
vielen Dank für die warmen Worte. Ich merke schon, bei dir ist der Name Programm! Da hast es mir mal richtig gegeben.
Wusste garnicht, dass du so gut über den aktuellen Status meines Wagens Bescheid weißt... :respekt:
Wann ich mir über welches Detail Gedanken mache ist wohl meine Sache...ach übrigens meine Felgen sind fertig gepulvert, da mach ich mir Gedanken, welche Schlappen drauf kommen. (siehe unten)

Solltest du mal am Tegernsee seien, lad ich dich gerne ein, mal auf ein oder auch zwei Bier bei mir in der Werkstatt vorbei zu kommen. Dann kannst du dir direkt an Bild machen, wie ich so vorankomme. Den Schmorbraten musst du leider alleine essen...ist nicht so meins. :bier:
Bis dahin, wenn dich meine posts nicht interessieren :zunge2:
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Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:
23.03.2018 08:49
Hier geht es um einfache Ingenieursmathematik trifft auf Gesetzestexte mit diversen Rundungvorschriften und mehreren Grenzwerten.
Wenn man Mathe studiert hat, eher gruselig, aber einfach.
Also Normen und Gesetzestexte lesen und ein bißchen einfaches Rechnen hilft um die Aufgabe zu lösen.
Servus Rolf, es ging mir weniger darum, ob ich diese mathematische Rechnung lösen kann, das bekomm ich gerade noch hin, sondern ob die Herangehensweise, das ganze rechnerisch zu lösen Sinn macht, oder ob die Behörden/ VW sich dabei etwas ganz anderes gedacht haben...



Vielen Dank euch allen, für die Antworten, aber ich merke, es geht euch genau wie mir. So eine klare Antwort gibt es hier nicht. Jedenfalls nicht für den T2a mit 205er Lochkreis.
Ich werde mal bei meinem TÜVler vorbeifahren und ihn ausquetschen. Ich werde berichten...

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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 23.03.2018 21:51

ralph hat geschrieben:
23.03.2018 15:36
...
für die 6" Felgen vom T3 Syncro , ET 30 mit 207/70/14 93 Q gibt es eine allgemeine Freigabe von VW . Die müssen also noch nicht mal eingetragen werden.
...
Hi Ralph,

das ist so leider nicht ganz richtig. Die Felgen sind zwar von VW frei gegeben, aber es fehlen die drei wichtigen Buchstaben "ABE" in den Unterlagen.
Und da die Felgen nur im "Ratgeber für..." stehen, kann man sich die Unterlagen ausdrucken und damit zum Tüv fahren um eine §21Einzelabnahme zu machen. Die kostet dann wieder entsprechend.
luthier hat geschrieben:
23.03.2018 20:15
...ach übrigens meine Felgen sind fertig gepulvert, da mach ich mir Gedanken,
Dann mach dir mal lieber Gedanken darüber, wie du die Pulverschicht an den Auflageflächen wieder runter bekommst, damit sich deine Radbolzen nicht lösen.
Und dann mach dir Gedanken darüber das die Pulverschicht nicht von Rost unterwandert wird.

Viele Grüße,
Thomas
Im Angebot: Drehzahlmesser, US-Motor-Kabelbaum 10101000

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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von ralph » 23.03.2018 22:45

Hallo Thomas,

ich wollte die Rad/Reifen Kobi mal eintragen lassen und er Mensch vom TÜV hat mir gesagt, das würde er nicht tun, da es ja eine Freigabe gäbe.
Im Zusammenhang mit der Eintragung des Motors hat der Motorenbauer das dann mal eben mitmachen lassen. Jetzt steht die Kombi in dem Papieren .

viele Grüße

Ralph
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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von luthier » 23.03.2018 22:52

Tanjas&Thomas_T2b hat geschrieben:
23.03.2018 21:51
Dann mach dir mal lieber Gedanken darüber, wie du die Pulverschicht an den Auflageflächen wieder runter bekommst, damit sich deine Radbolzen nicht lösen.
Und dann mach dir Gedanken darüber das die Pulverschicht nicht von Rost unterwandert wird.
Woher kommen deine Bedenken zur Pulverschicht?
Die Vorspannung der Muttern ist abhängig vom Reibkoeffizient der Oberfläche und der sollte bei einer gepulverten Oberfläche nicht niedriger sein, als bei Lack. Oder hast du hier andere Erfahrungen gemacht?

Das Pulvern von Felgen ist doch heute eigentlich Standard und was das Unterwandern, zum Beispiel bei einem Steinschlag, angeht sind die Materialien auch deutlich besser geworden.

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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von Norbert*848b » 23.03.2018 23:50

Hallo Daniel,
luthier hat geschrieben:
23.03.2018 22:52
Die Vorspannung der Muttern ist abhängig vom Reibkoeffizient der Oberfläche und der sollte bei einer gepulverten Oberfläche nicht niedriger sein, als bei Lack.
... Thomas wird sicherlich noch darauf antworten...
Tanjas&Thomas_T2b hat geschrieben:
23.03.2018 21:51
Dann mach dir mal lieber Gedanken darüber, wie du die Pulverschicht an den Auflageflächen wieder runter bekommst, damit sich deine Radbolzen nicht lösen.
... selbst bei lackierten Felgen lösen sich die Rad-Muttern, wenn man die Anlageflächen nicht wieder schön metallisch blank macht ... und frag nicht woher ich das weiß. :mrgreen:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von luthier » 24.03.2018 00:20

Hab das gerade mal recherchiert und ihr habt recht. Problem ist wohl weniger der niedrige Reibkoeffizient, sondern die Hitzeentwicklung der Bremse. Da bin ich ja an einen tollen Beschichter geraten. Felgen sind dessen Hauptgeschäft, das sollte der eigentlich wissen. :steine:

FeuerFritz
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Re: T2 205er Reifen

Beitrag von FeuerFritz » 24.03.2018 08:13

Guten Morgen,
technisch korrekt spricht man bei der Thematik mit den Schrauben/Felgen mit Pulver drauf vom Setzverhalten und der Vorspannung.

Erklärt: eine Schraube, bzw. Verschraubung im Allgemeineb hält nur deshalb, weil man ihr durch ein vorgeschriebenes Drehmoment eine Vorspannung in die Schraube einbringt.
Hierzu ist in jedem speziellen Fall auch die Oberfläche der Schraubenauflage, als auch der zu verschraubenden Partnern hinreichend beschrieben.
Wenn jetzt jedoch wie in dem Falle Pulverlack mit einer nicht unerheblichen Gesamtstärke in der Gesamtverschraubungskette liegt ist dies nicht korrekt.
Der Pulverlack arbeitet sich durch wechselnd, schwellende Belastung auf Grund seiner geringen mechanischen Festigkeit heraus. In dem Zuge verliert die Verschraubung ihre Vorspannung und die Schraubverbindung wird lose.
Bei Rädern nicht immer ganz ideal.

Im Übrigen wurde über das Pulvern von Felgen schon viel negatives geschrieben, und ich glaube die sich gegenseitig abschreibende Forenwelt ist sich in dem Punkt einig, dass hier lackieren besser ist.

Grüsse Christian
Grüsse Christian

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