Zündaussetzer

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bulli71
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von bulli71 » 11.09.2019 21:32

mathiasT2 hat geschrieben:ja..der Funke war schwach, leider hab ich nach dem Wechsel der Zündspule nicht mehr danach gesehen. Werd ich morgen nachholen, auch nochmal nach den Zündkabeln sehen.
Ich glaub ja selbst nicht an ein Problem am Vergaser :|
Nutz doch schon mal den heutigen Abend um nach defekten Zündkabeln zu schauen. Hier bei mir ist dunkel, wenn du in keiner anderen Zeitzone lebst dürfte das auch bei dir so sein Bild

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mathiasT2
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von mathiasT2 » 12.09.2019 09:43

Im dunkeln ist alles unauffällig.
Das Hauptzündkabel von der Spule zum Verteiler hab ich mal gemessen mit 0,3 ohm. Wieviel sollte oder darf das Kabel an Widerstand haben? sicher eher gegen 0. Leider habe ich keinen Ersatz zum probieren- tauschen.
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Norbert*848b
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von Norbert*848b » 12.09.2019 13:51

Hallo Mathias,
mathiasT2 hat geschrieben:
12.09.2019 09:43
Das Hauptzündkabel von der Spule zum Verteiler hab ich mal gemessen mit 0,3 ohm.
Das sollte m.E. nach nicht das Problem darstellen.

Mach mal bitte Folgendes: Verteilerkappe abnehmen und den Motor so drehen, dass die Kontakte geschlossen sind.
Den mittleren Stecker von der Verteilerkappe abnehmen und so fixieren dass er ca. 5mm entfernt an Masse liegt.
Zündung einschalten und mit einem isolierten Teil den Kontakt anheben. Nun sollte ein sauberer Funke überspringen.
Ist das nicht der Fall, dann die Spannung an Klemme 15 überprüfen (Sollwert wenigstens 11,5 V).
Bei geschlossenem Kontakt müsste die Spannung an Klemme 1 etwa 0 V betragen.
Es sollte auch kein großes Kontaktfeuer zu beobachten sein, ansonsten könnte man wohl auf einen defekten Kondensator schließen.
Die Zündspule könnte natürlich auch noch fehlerhaft sein. Hast Du sie einmal durchgemessen?
(von 1 nach 15 etwa 3 - 5 Ohm, von 1 nach 4 in etwa 8k Ohm).

Wenn dieser Test erfolgreich verlief, dann kann eigentlich nur noch die Verteilerkappe, der Verteilerfinger bzw. die Zündkabel in Frage kommen können.
Verteilerkappe auf irgendwelche "Kohlespuren" überprüfen und auch den Mittelkontakt (Kohlestift) auf Freigängigkeit testen.
Der Verteilerfinger sollte einen Wert von 5 k Ohm besitzen. Von den 4 äußeren Kontakten der Verteilerkappe zu den jeweiligen Kerzensteckern gemessen, sollte einen Wert von 1 k Ohm ergeben.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Zündaussetzer

Beitrag von mathiasT2 » 12.09.2019 20:12

Hallo,

die genannten Tests von Norbert habe ich alle ausgeführt.
"Zündung einschalten und mit einem isolierten Teil den Kontakt anheben." der Funke war satt und kräftig..beim 3.Versuch hab ich´s wohl mit dem isolieren nicht mehr so genau genommen :( fragt nicht..es tut weh :roll: .
Nach dem Tausch aller Zündkabel und Kerzen läuft er nun wieder..aber ich muß gestehen,daß ich nicht genau weiß woran es nun eigentlich lag..Kabel oder Kerzen? Die Kerzen waren neu..4tkm gelaufen..

Danke an alle, beste Grüße Mathias
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von mathiasT2 » 13.09.2019 06:52

Guten Morgen,
ich denke nach nochmaliger Überlegung, daß es ziemlich sicher am Zündkabel von der Spule zum Verteiler lag...Da war auf einer Seite das Zündkabel schon etwas korrodiert..Nachdem ich das etwas abgerieben hatte kam dann auch der satte Funken.
und ich hatte sämtliche Kabel mit 2 kOhm verbaut. Jetzt auf 1 kOhm geändert (andere Stecker am Verteiler). Neuer Kabelsatz ist bestellt.
Das blöde ist, daß ich das Hauptzündkabel nicht mal als Ersatz an Bord hatte..Jetzt kommt ein ganzer Satz rein.

Nochmal danke an alle und schon mal schönen Start ins Schrauberwochenende.
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von Norbert*848b » 13.09.2019 13:43

Moin Mathias,
mathiasT2 hat geschrieben:
13.09.2019 06:52
und ich hatte sämtliche Kabel mit 2 kOhm verbaut.
Ja, eigentlich auch nicht verkehrt und letztendlich "unschädlich".
Da darf ich noch etwas ergänzen bzw. nachbessern:
Für eine Radioentstörung wurden seinerzeit alle Stecker auf der Verteilerkappe mit 1 kOhm Winkelsteckern versehen.
http://www.michaelknappmann.de/bulli/mi ... tstoer.htm
Im Zündkreis sollte man sich in Summe stets unter 10kOhm Widerstandswert bewegen!
Rechnen wir jetzt einmal die Werte für Verteilerfinger (5k), Kerzenstecker 1K) sowie 2 x Entstörstecker (je1k) zusammen, das wären also 8 kOhm und somit passend. :thumb:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Zündaussetzer

Beitrag von mathiasT2 » 14.09.2019 19:32

Abschlußbericht:

Also es war das Zündkabel von der Spule zum Verteiler. :gut: Habe heute wieder die alte Zündspule und die Kerzen eingebaut..Proberunde :oops: selber Fehler wieder..dachte. mis, doch die Zündspule..angehalten. das Zündkabel raus aus der Spule..bischen rumgefrickelt..weiter..alles bestens..warum habe ich nicht zuerst nach dem blöden Kabel gesehen???? :unbekannt:

Beste Grüße Mathias
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Re: Zündaussetzer

Beitrag von bulli71 » 14.09.2019 19:41

mathiasT2 hat geschrieben:Abschlußbericht:

Also es war das Zündkabel von der Spule zum Verteiler. :gut: Habe heute wieder die alte Zündspule und die Kerzen eingebaut..Proberunde :oops: selber Fehler wieder..dachte. mis, doch die Zündspule..angehalten. das Zündkabel raus aus der Spule..bischen rumgefrickelt..weiter..alles bestens..warum habe ich nicht zuerst nach dem blöden Kabel gesehen???? :unbekannt:

Beste Grüße Mathias
Weil ich es ganz oben schon mal vorgeschlagen habe?BildBild
Am Ende ist es doch super dass du den Fehler gefunden hast und alles wieder geht, und solche Aktionen sind letztendlich die lehrreichsten.


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Re: Zündaussetzer

Beitrag von Norbert*848b » 15.09.2019 22:31

Hallo Mathias,
mathiasT2 hat geschrieben:
13.09.2019 06:52
Da war auf einer Seite das Zündkabel schon etwas korrodiert.
Welche Seite überhaupt?
Das kommt mir aber insgesamt aber sehr spanisch vor. :?
Korrosion ist eigentlich nicht möglich, hab ich jedenfalls noch nicht erlebt, solange die Gummikappe noch in Ordnung ist und die Isolation fest umfasst.

Man kann aber von Oxidation ausgehen. Das passiert dann gern, wenn die Kontaktgabe nicht wirklich vorhanden ist und ein sog "Vorfunke" überspringt.
Das mag daran liegen, dass die mechanische Vorspannung der Steckerhülse nicht ausreichend ist (also kontrollieren), oder das Zündkabel schlichtweg nicht tief genug eingesteckt wurde.
Das Ganze ist nämlich etwas "tricky". Erst die Gummikappe zurückziehen, so hat man ein gewisses Feingefühl. Dann das Zündkabel einstecken, bis man einen gewissen "Klick" wahrnimmt. Dann ist die Hülse nämlich erst richtig eingerastet. Hilfreich ist es auch, die Kontaktbohrung sowie Hülse / Kabelende mit etwast Silikonfett bzw. ersatzweise auch Vaseline einzuschmieren. Dann "flutscht das ganze auch viel besser. Danach erst die Gummikappe aufstülpen, am besten auch mit Silikonfett geschmeidig machen. :wink:
Y_IgnWT.jpg
Das richtige "aufgesteckt sein" auf die Zündspule kann man leicht mit einem Ohmmeter überprüfen. Einfach den Widerstand von der Verteilerseite (Kabel 4) nach Klemme 1 Zündspule messen. Da sollte dann der Wert für den bekannten Sekundärwiderstand nachvollziehbar sein.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Zündaussetzer

Beitrag von mathiasT2 » 16.09.2019 09:49

Man kann aber von Oxidation ausgehen. Das passiert dann gern, wenn die Kontaktgabe nicht wirklich vorhanden ist und ein sog "Vorfunke" überspringt.
Norbert hat natürlich (wie immer) Recht. Ich hatte ja vor dem Urlaub die Kappe gewechselt..Da hat das Kabel wahrscheinlich nicht mehr ganz fest gesteckt. Das war der Übeltäter.

Grüße Mathias
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