Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

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Bruchpilot
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Re: Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

Beitrag von Bruchpilot »

Nach dem finalen Reinigen mit etwas höherem Druck sieht das ganze dann so aus:
IMG_20200719_182342_5.jpg
IMG_20200719_182359_9.jpg
Auf der heißen Seite (Zyl. 3-4) hat das Gehäuse etwas stärkere Oxidationen.
IMG_20200719_182408_8.jpg
Auf der anderen Seite sieht es besser aus. Kann daran liegen, dass hier ein Ölverlust für aktiven Korrosionsschutz gesorgt hat. :wink:
IMG_20200719_182436_8.jpg
Viel Liebe hat dieser Motor wohl eher nicht abbekommen. Dennoch, auf den Bildern sieht es schlimmer aus als es ist, die Kipphebel sind in einem vernünftigen Zustand.
IMG_20200719_182905_4.jpg
Was man hier deutlich erkennt, ist dass er Muldenkolben verbaut bekommen hat. Ich vermute dass es daran liegt, dass es ein original VW Austauschmotor ist. Hat eben auch die beiden Pfeile und das X an der Motornummer. Hat so ein Motor eigentlich auch ander Köpfe?
Die Zyinder sind noch ausreichend gut und teilweise sieht man noch die Spuren vom Hohnen. Im Linken Zylinder liegt noch Dreck der beim auseinander bauen hinein gefallen ist. Nicht davon irritieren lassen.
IMG_20200719_200302_5.jpg
IMG_20200719_200307_5.jpg
So und nun der besagte Zylinderkopf. Links sieht man das defekte Auslassventil. Ich würde mal sagen das war kurz vor ab.
IMG_20200719_203636_8.jpg
Hier sieht man jetzt noch mal deutlicher die beiden Risse die von der Kerze weg gehen. Der Riss zwischen den Ventilen ist hier schwer zu erkennen.
IMG_20200719_203644_4.jpg
Am Nachbarzylinder habe ich auch zwei Risse die ebenfalls vom Kerzengewinde weg laufen.
IMG_20200719_203657_0.jpg
Den Ablagerungen nach schließe ich auf Öleintrag in den Brennraum, vielleicht hat das auch zu Glühzündungen geführt. Irrsinniger Weise sind die Ventilführungen kaum verschlissen, Die Ventile lassen sich kaum in der Führung seitlich bewegen (vgl. Anleitung im Rep. Handbuch).

Fazit: Der Karren hat zwar nicht viele km gesehen, ist dafür aber ohne Erbarmen ran genommen worden.

Werde mir den anderen Kopf noch genauer ansehen und evt. noch Bilder vom besagten Ventil nach liefern.
Gibts nen Trick wie ich die Köpfe ganz gut sauber bekomme? Ich hätte an Strahlen mit Natriumbicarbonat gedacht (wobei ich dafür nen Sack bestellen müsste....).

Gruß
André

PS: nur um Missverständnisse zu vermeiden: ich rede hier vom Übergangsmotor. Der originale ist noch immer im Bus. :wink:
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T2B-78
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Re: Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

Beitrag von T2B-78 »

Hi André,

schöne Bilder!

Ich finde den Motor gar nicht so sehr verölt, da habe ich schon andere Luftgekühlte gesehen, die lange mit undichten Stößelschutzrohren, oder gar defekter Ölkühlerdichtung gelaufen sind, da wird das Öl überall hin gepustet.
Dass die linke mehr als die rechte Seite korrodiert ist, spricht zum einen für einen - zum Zeitpunkt der Einlagerung - noch recht trockenen Motor und für eine schlechte Lagerung bei der links sehr viel mehr Nässe vorhanden war als rechts, so dass sich der Wärmetauscher fast völlig auflöste.

Übrigens, das lange Blech über dem Rumpf nach vorne zum Getriebe solltest Du versuchen zu entrosten, denn es ist anders als beim Käfer und für den Bus relativ teuer.

Ich kann Norbert auch nur zustimmen, ich kenne auch die Geschichten von Rissen im Zylinderkopf die man früher mit einem Meißel oder Körner verstemmt hat. Wobei diese notdürftige Reparatur nur im Bereich der Zündkerze zulässig war, denn bei den Ventilen läuft man Gefahr, dass sich der Sitzring löst.

Ich würde jetzt nur noch die Zylinder und Kolben kurz entfernen, dann den Rumpf im Bereich der Zylindern noch mehr säubern und mit brauchbaren Köpfen wieder zusammen bauen. Das sollte für einen Übergangsmotor reichen, ansonsten läufst Du Gefahr, dass Du Dich mit dem Provisorium länger beschäftigst und dabei den eigentlichen Motor aus dem Blick verlierst. Vielleicht sind ja die Köpfe des Originalmotors noch brauchbar, dann könntest Du die erstmal verwenden.

Gruß
Jens
Bruchpilot
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Re: Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

Beitrag von Bruchpilot »

Hallo Jens,

danke für deine Rückmeldung. :)
Ja, das mit den Rissen ist so eine Sache... hab schon überlegt ob ich die löten soll :D Hab hier ein Lot zum Alu Löten, mit dem man "Reiblöten" oder "Diffusionslöten" kann. Hat wohl ne höhere Festigkeit als Alu selbt und ist mir mal auf nem Teilemarkt angedreht worden. Habs aber noch nicht getestet... aber vielleicht eignen sich erst mal andere Aluteile zum üben :D
T2B-78 hat geschrieben: 20.07.2020 20:10 Ich würde jetzt nur noch die Zylinder und Kolben kurz entfernen, dann den Rumpf im Bereich der Zylindern noch mehr säubern und mit brauchbaren Köpfen wieder zusammen bauen. Das sollte für einen Übergangsmotor reichen, ansonsten läufst Du Gefahr, dass Du Dich mit dem Provisorium länger beschäftigst und dabei den eigentlichen Motor aus dem Blick verlierst. Vielleicht sind ja die Köpfe des Originalmotors noch brauchbar, dann könntest Du die erstmal verwenden.
Ja, da muss ich dir recht geben. Dummer weise macht mir das Schrauben an Motoren einfach am meisten Spass.... 8) 8) Das einzig blöde am Versuch die Köpfe vom Originalmotor zu nehmen ist das, dass ich vor dem Motortausch doch noch recht viel schrauben muss und so die Hebebühne eines Freundes wohl etwas länger blockieren muß, insbesondere wenn dann die original Köpfe auch Risse haben sollten und ich bestellen muß.

Ahnendrop hat inzwischen die 043er im Sortiment, bei denen der Kopf etwas verstärkt ist. Die Qualität scheint noch mal besser geworden zu sein. Hab mir einen vernünftigen Eindruck gemacht. Gibts dazu Erfahrungen?

Viele Grüße
André
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T2B-78
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Re: Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

Beitrag von T2B-78 »

Also ich würde in diesen Übergangsmotor keine 550,-€ nur für 2 Köpfe investieren. Das wäre am Ende Perlen vor die Säue. Der soll doch nur eine Zeit lang laufen.
Ich denke, es gibt brauchbare, gebrauchte Köpfe für ca. 100,-€ das Stück, für das Paar evtl. weniger als 200,-€ vielleicht findet sich ja ein Verkäufer, wenn Du mal ein Gesucht startest, hier und auch in anderen Foren (Bugnet, usw..)
Bei Ebay gibt es einen Anbieter, der verkauft einen "Motorüberholsatz" für ca. 500,-€ (als Auktion, da variiert der Preis dann immer etwas), oder hier zum Sofortkauf für 537,-
https://www.ebay.de/itm/Motor-Uberholsa ... Swcs1b~T4F
Da hast Du dann aber neue Kolben+Zylinder, neue Köpfe und einen Dichtsatz... Keine hohe Qualität, aber wie gesagt: Für einen "Übergangsmotor!"

Gruß
Jens
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Norbert*848b
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Re: Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

Beitrag von Norbert*848b »

Hallo André,
Bruchpilot hat geschrieben: 20.07.2020 18:24 … weder beim Kauf noch hier hatte/ habe ich die Möglichkeit den Motor an einen Anlasser zu klemmen. Aber ob da was bei raus gekommen wäre weiß ich nicht, zumal das eine Auslassventil echt gelitten hat. … sowas hab ich bisher auch noch nicht gesehen...
Bei diesem gerissenen AV wärst Du höchstwahrscheinlich bei 3 bis max. 5 bar gelandet, so meine grobe Einschätzung.
Bruchpilot hat geschrieben: 20.07.2020 18:24 Was mich etwas geschockt hat ist, dass eine Mutter vom Gehäuse lose war und zwischen den Zylindern lag. Ich habe sie lose drauf geschraubt.
Da bin ich auch leicht bis mittelschwer überwältigt. So etwas hab ich noch nicht erlebt bzw. gesehen. :shock:
Entweder Schlamperei bei der Motorrevision oder gar Schlag in der KW, so dass sich die Gehäuseschraube vom 2.HL "losgeschüttelt" hat (gehe ich recht in der Annahme, dass es sich um die mittlere Schraube gehandelt hat?!)
Diese "Gehäuseschrauben" spannen die HL-Gasse entsprechend vor und werden über Kreuz mit 35 Nm angezogen.
(Nach letzten Erkenntnissen wird beim Spindeln von vielen Motorbauern mit 45 Nm angezogen und so entsprechend ist beim Wiederzusammenbau verfahren.)
Als vorsichtige Natur hätte ich jetzt den Motor gespalten und die KW nachgemessen sowie das 2. HL überprüft.
Ggf. könnte man auch die Schrauben nach Vorschrift unter Einsatz von Dichtmittel wieder ansetzen und auf das "normale" Drehmoment anziehen, dann aber die KW auf freien Lauf überprüfen!
Bruchpilot hat geschrieben: 20.07.2020 18:56 Was man hier deutlich erkennt, ist dass er Muldenkolben verbaut bekommen hat. Ich vermute dass es daran liegt, dass es ein original VW Austauschmotor ist. Hat eben auch die beiden Pfeile und das X an der Motornummer. Hat so ein Motor eigentlich auch andere Köpfe?
Vermutlich ja, ist in der TM 28 beschrieben: http://www.michaelknappmann.de/bulli/mi ... frame.html
Bruchpilot hat geschrieben: 20.07.2020 18:56 Gibts nen Trick wie ich die Köpfe ganz gut sauber bekomme? Ich hätte an Strahlen mit Natriumbicarbonat gedacht
Nunja, mein Motorbauer strahlt auch mit Soda, ich nehme hingegen im Wechsel Kaltreiniger / Waschpulver (ggf. wiederholt, halt die "afrikanische" Art) und einen harten Wasserstrahl. :D
Für das grobe entfernen der Ölkohle halt einen Schaber.
T2B-78 hat geschrieben: 20.07.2020 20:48 Bei Ebay gibt es einen Anbieter, der verkauft einen "Motorüberholsatz" für ca. 500,-€ (als Auktion, da variiert der Preis dann immer etwas), oder hier zum Sofortkauf für 537,-
https://www.ebay.de/itm/Motor-Uberholsa ... Swcs1b~T4F
Da könnte ich jetzt nichts zu sagen, aber mit dieser Maßnahme könnte man wohl etwas an einigen km hinkommen. :mrgreen:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert
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Re: Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

Beitrag von Bruchpilot »

T2B-78 hat geschrieben: 20.07.2020 20:48 Also ich würde in diesen Übergangsmotor keine 550,-€ nur für 2 Köpfe investieren. Das wäre am Ende Perlen vor die Säue. Der soll doch nur eine Zeit lang laufen.
Ich denke, es gibt brauchbare, gebrauchte Köpfe für ca. 100,-€ das Stück, für das Paar evtl. weniger als 200,-€ vielleicht findet sich ja ein Verkäufer, wenn Du mal ein Gesucht startest, hier und auch in anderen Foren (Bugnet, usw..)
Das ist ein guter Hinweis. Wenn dann hätte ich die Köpfe später beim eigentlichen Motor weiter verwendet. Aber der Hinweis nach gebrauchten Köpfen zu suchen gefällt mir sehr gut! Da werde ich eine entsprechende Such-Anzeige aufgeben. Hab bei mir in der Gegend auch nen Stammtisch kennen gelernt, vielleicht hat da jemand auch noch nen paar Köpfe rum liegen. :gut:
Jetzt stellt sich mir nur folgende Frage: Nach was für einem Kopf muss ich suchen?
Die TM 28 (http://www.michaelknappmann.de/bulli/mi ... frame.html) sagt, dass Köpfe mit 33mm und 35,5 mm Einlassventilen verwendet wurden. Hab gemessen: sind 33mm. Auch sind keine Distanzringe unter den Zylindern eingebaut. Daher schließe ich, dass die Zylindrsitze nicht nachgearbeitet wurden.

Jetzt habe ich eine Frage was die Zylinderkopfnummern betrifft. Bei diversen Anbietern und auch hier im Forum habe ich von 040, 043 und 044ern Zylinderköpfen gelesen. Was ist da genau der Unterschied? Hab bei meinen gerissenen Köpfen geschaut, da steht finde ich folgendes: "043.101.375P VW Zeichen 66" Ich vermute die 043 hat mit dieser Zylinderkopfnummer zu tun. Aber was genau ist der Unterschied? Ich rede hier immer von nem AS mit Doppelkanalköpfen.
Norbert*848b hat geschrieben: 20.07.2020 22:35 Entweder Schlamperei bei der Motorrevision oder gar Schlag in der KW, so dass sich die Gehäuseschraube vom 2.HL "losgeschüttelt" hat (gehe ich recht in der Annahme, dass es sich um die mittlere Schraube gehandelt hat?!)
Diese "Gehäuseschrauben" spannen die HL-Gasse entsprechend vor und werden über Kreuz mit 35 Nm angezogen.
(Nach letzten Erkenntnissen wird beim Spindeln von vielen Motorbauern mit 45 Nm angezogen und so entsprechend ist beim Wiederzusammenbau verfahren.)
Als vorsichtige Natur hätte ich jetzt den Motor gespalten und die KW nachgemessen sowie das 2. HL überprüft.
Ggf. könnte man auch die Schrauben nach Vorschrift unter Einsatz von Dichtmittel wieder ansetzen und auf das "normale" Drehmoment anziehen, dann aber die KW auf freien Lauf überprüfen!
Ja, ist die mittlere Schraube. Das Gehäuse war dennoch an der Stelle dicht. Dass der Kraftfluss sich ohne Vorspannkraft einen anderen Weg sucht, sehe ich auch so. Werde auf die Schnelle die Schraube anziehen und schauen wie sich die KW drehen lässt. Spricht was dagagen erst mit 35Nm und dann mit 45Nm zu testen? Oder leidet der Lagerbock/ das Lager wenn ich auch auf 45Nm gehe und ggf. dann zurück auf 35Nm? Bei den entsprechenden Anzugsmomenten würde ich testen wie sich die KW drehen lässt und ob mir dabei was auffällt. Dafür werde ich noch die Zylinder entfernen. Die Kolben hätte ich am Pleul gelassen....

Gruß
André
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Norbert*848b
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Re: Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

Beitrag von Norbert*848b »

Hallo André,
Bruchpilot hat geschrieben: 22.07.2020 07:16 Nach was für einem Kopf muss ich suchen?
Das ist die Gretchenfrage schlechthin. Ich hab mir seinerzeit einfach Käferköpfe besorgt mit 35,5 mm EV und 32 AV , Ventilschaft-Stärke 8mm.
Bruchpilot hat geschrieben: 22.07.2020 07:16 Hab gemessen: sind 33mm
Die sollten dann aber einen 9 mm Ventilschaft haben wenn ich mich nicht irre.
Bruchpilot hat geschrieben: 22.07.2020 07:16 Jetzt habe ich eine Frage was die Zylinderkopfnummern betrifft. Bei diversen Anbietern und auch hier im Forum habe ich von 040, 043 und 044ern Zylinderköpfen gelesen. Was ist da genau der Unterschied?
Vielleicht findest Du hier eine Antwort auf Deine Frage: http://www.flat4.de/zkopf.htm
… immer wenn ich dachte ich hab's kapiert, dann kamen doch wieder neue (abweichende) Erkenntnisse dazu. :?
Bruchpilot hat geschrieben: 22.07.2020 07:16 Werde auf die Schnelle die Schraube anziehen und schauen wie sich die KW drehen lässt.
Ich würde das so machen: Zunächst die anderen Muttern schrittweise über Kreuz lösen. Dann Dichtmittel ansetzen und alle Muttern entsprechend dem Kreuzmuster schrittweise auf das verlangte Drehmoment von 35 Nm bringen. (BTW: Zuerst die Mutter M 8 neben der Stiftschraube M 12 des KW-Lagers 1 festziehen.)
Bruchpilot hat geschrieben: 22.07.2020 07:16 Spricht was dagagen erst mit 35Nm und dann mit 45Nm zu testen?
Ich wüsste jetzt nicht was dagegen spricht, meiner Meinung nach macht man so etwas aber nicht. Vielleicht hat ein Maschinenbauer eine Erklärung dazu parat.
Bruchpilot hat geschrieben: 22.07.2020 07:16 Dafür werde ich noch die Zylinder entfernen. Die Kolben hätte ich am Pleuel gelassen....
Na wenn das man klappt. So viele Hände hat man gar nicht um die Kolben zu bändigen, so dass sie nirgendwo anschlagen. :?

Ich mach das immer nur mit ausgebauten Kolben, Gummibänder durchs Pleuelauge und fixiert an den Stehbolzen.
Dann schlagen auch die Pleuel nicht an und kann sorgenfrei die KW durchdrehen.
BTW: Die KW sollte man mindestens zwei mal drehen!

Gutes Gelingen!

PS: Vielleicht findest Du hier auch noch hilfreiche Tipps: http://www.wonnegautriker.de/PDF/Aufbau_1835ccm.pdf
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert
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Re: Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

Beitrag von Bruchpilot »

Vor lauter Schrauben komme ich fast nicht zum Schreiben :D :D :D jetzt kurz ne Rückmeldung aus der Mittagspause:
Norbert*848b hat geschrieben: 22.07.2020 12:15 Die sollten dann aber einen 9 mm Ventilschaft haben wenn ich mich nicht irre.
Werde ich messen und dann berichten.
Norbert*848b hat geschrieben: 22.07.2020 12:15 Vielleicht findest Du hier eine Antwort auf Deine Frage: http://www.flat4.de/zkopf.htm
… immer wenn ich dachte ich hab's kapiert, dann kamen doch wieder neue (abweichende) Erkenntnisse dazu.
Ok, doch nicht so trivial wie ich gehofft hatte... Wenn ich es aber richtig verstehe, dann sind die wesentlichen Unterschiede die Ventilabmessungen und die Kühlrippen sowie das Potential zum Kanäle bearbeiten. Das Kompressionsvolumen scheint ja mit 55ccm quasi konstant zu sein --> wenn ich nicht den Hubraum erhöhe brauch ich mir auch keine Gedanken wegen dem Verdichtungsverhältnis zu machen. :thumb:
Mal ne theoretische Überlegung: der Unterschied zwischen 35,5mm und 33mm Einlassventilen müsste doch spürbar sein, allerdings erst bei höheren Drehzahlen, richtig?
Die Seite ist insgesamt echt interessant.... verleitet einen dazu gleich alles zu lesen :D :D.
Norbert*848b hat geschrieben: 22.07.2020 12:15 Ich würde das so machen: Zunächst die anderen Muttern schrittweise über Kreuz lösen. Dann Dichtmittel ansetzen und alle Muttern entsprechend dem Kreuzmuster schrittweise auf das verlangte Drehmoment von 35 Nm bringen. (BTW: Zuerst die Mutter M 8 neben der Stiftschraube M 12 des KW-Lagers 1 festziehen.)
Frage: was für ein Dichtmittel soll ich besorgen? nicht aushärtende Curil K2 oder doch was aushärtendes? Irgenwo hab ich mal was von "dem blauen Motortod" gelesen.... Ich würde tendenziell etwas nicht aushärtendes nehmen, da ich beim Originalmotor schon Dichtmittelwürste im Ölsieb raus geangelt hab.... bin aber sehr offen für Empfehlungen und Korrekturen meiner Überlegungen. ;)
Norbert*848b hat geschrieben: 22.07.2020 12:15 Ich mach das immer nur mit ausgebauten Kolben, Gummibänder durchs Pleuelauge und fixiert an den Stehbolzen.
Dann schlagen auch die Pleuel nicht an und kann sorgenfrei die KW durchdrehen.
BTW: Die KW sollte man mindestens zwei mal drehen!
Hab sie gestern abend noch ausgebaut und die Pleulaugen mit Kabelbindern befestigt. Ging auch ganz gut. Die Mutter hab ich noch nicht angezogen, vorher brauch ich das Dichtmittel. Aber so zum Test lässt er sich ganz gut drehen.

Um eines noch mal sicher zu stellen, das Dichtmittel wird zwischen den Unterlegscheiben der Hauptlagerbolzen und den Gehäuse angebracht? Sonst noch stellen?

Spricht etwas dagegen die Muttern dann noch mit Loctite zu sichern? Muss sich ja nicht noch mal lösen.....
Norbert*848b hat geschrieben: 22.07.2020 12:15 PS: Vielleicht findest Du hier auch noch hilfreiche Tipps: http://www.wonnegautriker.de/PDF/Aufbau_1835ccm.pdf
Der link geht leider nicht, Server nicht gefunden. Vor einigen Monaten gings noch als ich mich hier wegen dem Buskauf schlau gemacht habe. Hast du das pdf noch so dass du es mir mailen könntest?
Norbert*848b hat geschrieben: 22.07.2020 12:15 Bruchpilot hat geschrieben: ↑
22.07.2020 09:16
Spricht was dagagen erst mit 35Nm und dann mit 45Nm zu testen?

Ich wüsste jetzt nicht was dagegen spricht, meiner Meinung nach macht man so etwas aber nicht. Vielleicht hat ein Maschinenbauer eine Erklärung dazu parat.
Ich weiß eben nicht auf welches Moment ich anziehen muss, gerade wenn evt mit 45Nm die Lagergasse gemacht worden wäre..... aber müsste es nicht dann auch eine TM von VW dazu geben?
Ich kann natürlich alles mit den Werten anziehen die das Werkstatthandbuch sagt und damit gut sein lassen.....

Gruß
André
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Re: Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

Beitrag von T2B-78 »

Hi André,

zum Thema Dichtmittel haben viele eine eigene Meinung, hier ist meine:

Der blaue Tod ist das Dichtmittel von Hylomar, jedoch nur, wenn man es falsch anwendet, ich würde es trotzdem nicht benutzen wollen, während meiner Ausbildung in den 80ern wurde es oft verwendet (und soweit mir bekannt ohne Probleme, da immer sparsam aufgetragen).
Ich selbst verwende an den Dichtungen der Stößelschutzrohre noch zusätzlich Curil K2 (die nicht aushärtende Masse), habe seitdem keine Probleme mehr an dieser Stelle.
Ebenso bekommen die Papierdichtungen und die Ventildeckeldichtungen einen Hauch Curil K2 ab.
Inzwischen gibt es aber diverse neuzeitliche Dichtmittel, die sind gleichwertig oder evtl. besser, dazu habe ich aber keine Erfahrung, hier werden sich evtl. andere Forianer melden.

Gruß
Jens
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Re: Motor 50PS (AS) macht (un)gesunde Geräusche

Beitrag von Bulli-Tom »

Loctide 574 (orange).

ich habe vor 15 Jahren damit meinen Typ1 beim Neuaufbau abgedichtet - hält bis heute dicht
Zum Wohl die Pfalz :wein:
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