Das Blinkerschalter-Dilemma
Verfasst: 18.02.2026 18:33
Moin allerseits,
Gern sieht einmal ein Blinkerschalter so aus: Das betrifft hin und wieder die Schalter „211 953 513 J“ vom 72er Modell (ggf. auch in frühere MJ als Ersatz eingebaut) sowie „211 953 509 H“, Mod. '73 bis Mod. '74 1/2 (bis FIN 214 2 164 059 [etwa April/Mai '74]).
Der Grund für das Versagen dürfte ein Nachlassen des Weichmachers im Kunststoff sein, neben einem nicht zu vernachlässigen inneren starken Federdruck.
Vor etwa vier Jahren sah mein Blinkerschalter ebenso aus, elektrisch zwar noch funktionstüchtig, aber halt mechanisch schon recht „hakelig“.
Da hab ich mir eine Reparaturmethode einfallen lassen und darf sie hier einmal teilen.
Mit zwei Bohrungen im Gehäuse und einem Stahlnagel 2 mm x 50 mm konnte ich den Schalter wieder nachhaltig funktionstüchtig machen, was sich nun über die angegebenen vier Jahre bewährt hat.
In meinen Mußestunden habe ich jetzt auch meinen Ersatzschalter derart präventiv hergerichtet, so dass ihm das gleiche Schicksal erspart bleibt. Die Bohrungen (2,3 mm Durchmesser) habe ich derart gesetzt, dass gerade noch 1 mm „Futter“ zum Gehäuse-Ende übrig bleibt. Da ist also ordentlich „Zielwasser“ gefordert.
Den Stahlnagel hab ich am Ende zunächst verzinnt und dann eingesteckt. Das überstehende Ende wurde „weggedremelt“, wobei ich noch so etwa 1,5 mm Abstand zum Gehäuse eingehalten habe. Das Ende habe ich dann mit einem „Zinnklecks“ versehen, so dass der Nagel arretiert ist und auch nicht mehr herausflutschen kann. Das betrifft jetzt alle Blinker Rückstellschalter-Einheiten ab MJ '68 bis FIN 214 2 164 059
Eine andere „Macke“ bei der Schaltereinheit ist, dass die sie sich oftmals nicht mehr wirklich fest auf dem Mantelrohr befestigen lässt. Der Grund ist derjenige, dass das Material aus Zinkdruckguss besteht und das „fließt“ halt bei länger und über die Jahre anhaltender Belastung. (Belastungspunkte siehe rote Pfeile im Bild.) Für eine Abhilfe ergeben sich verschiedene Maßnahmen.
1) Dort wo die blauen Pfeile sind, beim Bügel etwas Material auftragen
(Schweißpunkt setzen und entsprechend zurecht feilen. Ich hab da z.B. ein Stück von einem Stahlnagel weich aufgelötet.
2) Das Mantelrohr an dem entsprechenden Sitz mit Tape umwickeln.
3) Neuen Bügel mit Übermaß anfertigen.
Gern sieht einmal ein Blinkerschalter so aus: Das betrifft hin und wieder die Schalter „211 953 513 J“ vom 72er Modell (ggf. auch in frühere MJ als Ersatz eingebaut) sowie „211 953 509 H“, Mod. '73 bis Mod. '74 1/2 (bis FIN 214 2 164 059 [etwa April/Mai '74]).
Der Grund für das Versagen dürfte ein Nachlassen des Weichmachers im Kunststoff sein, neben einem nicht zu vernachlässigen inneren starken Federdruck.
Vor etwa vier Jahren sah mein Blinkerschalter ebenso aus, elektrisch zwar noch funktionstüchtig, aber halt mechanisch schon recht „hakelig“.
Da hab ich mir eine Reparaturmethode einfallen lassen und darf sie hier einmal teilen.
Mit zwei Bohrungen im Gehäuse und einem Stahlnagel 2 mm x 50 mm konnte ich den Schalter wieder nachhaltig funktionstüchtig machen, was sich nun über die angegebenen vier Jahre bewährt hat.
In meinen Mußestunden habe ich jetzt auch meinen Ersatzschalter derart präventiv hergerichtet, so dass ihm das gleiche Schicksal erspart bleibt. Die Bohrungen (2,3 mm Durchmesser) habe ich derart gesetzt, dass gerade noch 1 mm „Futter“ zum Gehäuse-Ende übrig bleibt. Da ist also ordentlich „Zielwasser“ gefordert.
Den Stahlnagel hab ich am Ende zunächst verzinnt und dann eingesteckt. Das überstehende Ende wurde „weggedremelt“, wobei ich noch so etwa 1,5 mm Abstand zum Gehäuse eingehalten habe. Das Ende habe ich dann mit einem „Zinnklecks“ versehen, so dass der Nagel arretiert ist und auch nicht mehr herausflutschen kann. Das betrifft jetzt alle Blinker Rückstellschalter-Einheiten ab MJ '68 bis FIN 214 2 164 059
Eine andere „Macke“ bei der Schaltereinheit ist, dass die sie sich oftmals nicht mehr wirklich fest auf dem Mantelrohr befestigen lässt. Der Grund ist derjenige, dass das Material aus Zinkdruckguss besteht und das „fließt“ halt bei länger und über die Jahre anhaltender Belastung. (Belastungspunkte siehe rote Pfeile im Bild.) Für eine Abhilfe ergeben sich verschiedene Maßnahmen.
1) Dort wo die blauen Pfeile sind, beim Bügel etwas Material auftragen
(Schweißpunkt setzen und entsprechend zurecht feilen. Ich hab da z.B. ein Stück von einem Stahlnagel weich aufgelötet.
2) Das Mantelrohr an dem entsprechenden Sitz mit Tape umwickeln.
3) Neuen Bügel mit Übermaß anfertigen.