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Zündspule liefert keinen Zündfunken

Verfasst: 11.03.2026 17:09
von langhansen
Hallo in die Runde,

leider habe ich an meinem Bulli (T2b, Motor CB, 1700er von 1973) ein hartnäckiges Zündungsproblem und ich kriege die Thematik nicht aufgelöst…

Am Sonntag wollte ich zum Oldtimertreffen und hatte gleich zu Beginn Startschwierigkeiten.
Am Unterbrecherkontakt stimmten letztlich die 0,4mm Abstand nicht mehr und nach dem Nachstellen schien auch alles soweit gut.

Aber dann, nach ca. 2 km war schlagartig der Motor aus – kein Ruckeln, kein Stottern, einfach tot. Alle Startversuche waren vergeblich – es gibt keinen Zündfunken.
Nun habe ich meist auch einige Ersatzteile mit…
Der Unterbrecher war gut, die Kontaktflächen sind sauber. Verteilerdeckel und auch Finger sind ohnehin gerade ausgetauscht worden und sehen gut aus.
Das Hauptstromkabel von Zündspule liefert nur einen ganz schwachen Zündfunken – ein Ersatzkabel ebenfalls.
Da ich auch noch eine nagelneue Bosch-Zündspule dabei hatte, habe ich auch diese gewechselt – ohne Erfolg.

Der ADAC kam dann auch mittlerweile – dieser hat die Zündspule separat geprüft, also Klemme 15 hat Zündungsplus, an Klemme 1 hat er den Kondensator abgeklemmt und ein separates Kabel angeklemmt – mit diesem Kabel hat er an einem sauberen Massepunkt die Induktion in der Spule ausgelöst = Ergebnis ist nur ein schwacher Funke.
Zur Gegenprobe hat er eine Zündbox vom Golf 4 probiert – da war ein kräftiger blauer Zündfunke zu sehen.
An meinen 3 Zündspulen (erfolglos getestet) liegen die Widerstände der Primären Wicklung bei 3,3 -4,2 Ohm und bei der sekundären Wicklung bei 6-10 kOhm – eigentlich sollten die Werte doch gut sein?!
Ich habe dann noch die Masseverbindung (-band) auf gute Kontaktflächen kontrolliert, aber nun bin ich mit meinem (kleinen) Latein am Ende.
Was kann/muss ich noch prüfen - hat hier jemand noch eine „zündende“ Idee?
Danke

Re: Zündspule liefert keinen Zündfunken

Verfasst: 11.03.2026 18:58
von Norbert*848b
Moin Andreas,
langhansen hat geschrieben: 11.03.2026 17:09 Der ADAC kam dann auch mittlerweile – dieser hat die Zündspule separat geprüft, also Klemme 15 hat Zündungsplus, an Klemme 1 hat er den Kondensator abgeklemmt und ein separates Kabel angeklemmt – mit diesem Kabel hat er an einem sauberen Massepunkt die Induktion in der Spule ausgelöst = Ergebnis ist nur ein schwacher Funke.
Ja, ist klar, ohne Kondensator (Wert etwa 0,22 Mikrofarad) gibt es nur einen schwachen Zündfunken an Klemme 4.
(Kabel von Klemme 4 von der Verteilerkappe abziehen und etwa 10mm vor eine Masse halten.
Verteilerkappe geöffnet, Kontakte in "offen-Stellung", Zündung einschalten, dann mit Schraubendreher die Kontakte kurzschließen,
es sollte jetzt ein satter Funke überspringen. Wenn nicht, Kondensator tauschen und den Vorgang wiederholen.
Ist nun ein "satter" Funke zu erkennen, lags am Kondensator.
Falls immer noch kein entsprechender Funke vorhanden ist, hätte ich jetzt die Zündspule in Verdacht.)

Ja, es ist manchmal schwierig. Nur drei Bauteile, die für die Hochspannungserzeugung nötig sind und oftmals sucht man sich einen Wolf.
Dann gibt es noch hin und wieder Schwierigkeiten mit vernünftiger Kontaktierung (das Kabel von den Kontakten zur Flachsteckhülse, das kleine Masseband im Verteiler von der Kontaktplatte zur Gehäusemasse Verteilergehäuse usw..

Vielleicht auch noch interessant, was der Kondensator bewirkt: