Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

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Rolf-Stephan Badura
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Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 23.07.2010 00:47

Hallo zusammen,

man hab ich heute einen Frust... arghhh :evil:

Erst hab ich die Bremstrommeln hinten nicht runterbekommen - ok, WD40 und Einwirkzeit haben geholfen...

Dann habe ich mehrfach versucht die Kronenmuttern hinten runter zu bekommen...
(ich will die ollen, rostigen Bremsankerplatten wechseln!)
Der Bulli hat mit ca. 1m Hebel auf dem Wagenheber geschwebt und ich auf der Stosstange gewippt - nix, zero, nada...
Rum gekloppt wie ein Wilder, 1 1/2 Meter Rohr des Wagenhebers missbraucht, nix.... arrrrrrrrrrggggghhhhh

Die Splinte sind natürlich raus und auch schon mehrfach mit WD40 eingesuppt...
Morgen hole ich noch eine größeren Hammer und noch ein längeren Hebel :twisted:
Wenn das auch nix bringt, gehe ich mit Flammenwerfer ans Werk, grrrrrrr....

Oder was habt ihr für Tipps... :hilfe:


Aus lauter Frust habe ich mich dann an die Vorderachse gemacht.
Erst mal eine der alten Schrauben der Bremsstaubplatten abgerissen - ok ausgebohrt - aber keine passen Schraube im Sortiment, ok... :motz:
Also die neuen Bremsstaubpaltten dran gehalten - argh, nur zwei Löcher statt drei originalen und leicht anderere Umrissform, grummel :zunge2:
Bohrmaschine angesetzt - und erst mal zwei Löcher daneben gesetzt - och nööööö... :wall:
so langsam hätte es mir dämmern müssen - dies ist nicht mein Tag!
Mein liebe Frau hat mir etwas zu trinken runtergebracht - super - und mir erzählt, dass herannahende Regenfront sich aufgelöst hätte.
Toll, dann kann ich ja noch ein bißchen Vorderachse bepinseln... 10min später stand sie mit 'nem Schirm hinter mir... :heul:
Hab mich also beeilt im halbdunkeln und jetzt überall schwarze Farbe für die nächtsen Tagen an Händen, Armen, Beinen...
(POR15 - geht nicht so einfach ab)

Es kann nur besser werden :unbekannt:

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metalsrevenge
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von metalsrevenge » 23.07.2010 07:24

Hallo Rolf.

Wenn gar nix mehr geht, schneid' die Muttern doch mit der Flex ein bisschen ein. :?:
Das nimmt der ganzen Sache ein wenig Spannung und die Kronenmuttern bekommt man ja günstig neu.

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burger
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von burger » 23.07.2010 09:13

Mit nem Brenner zum glühen bringen!
Gruß aus Ostwestfalen,
Markus

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TEH 29920
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von TEH 29920 » 23.07.2010 09:53

Moin,

ich hatte ein Rohr mit gut 3 m und mich mit meinen 80 Kg voll draufgestemmt; dann gings langsam! Da sollte jemand dabei sein und die Nuß halten; wenn die mal abgerutscht ist dann geht das so nur noch schwerer.

Je verzweifelter Du da mit dem Hammer draufschlägst desto größer ist die Wahrscheinlichkeit das Du die frisch lackierte Karosserie erwischst.

Dann beste aber noch nicht am Ziel: http://forum.bulli.org/viewtopic.php?f=7&t=4404 :mrgreen:

Ist einfach ein Sch...

Viel Glück

Gruß Bernd

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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von Benschpal » 23.07.2010 10:02

das gewinde für die schrauben für die ankerplatten ist doch M7 oda?
kann mich da an was erinnern... ich glaub ich hab da gleich ein M8 draus gemacht!
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von Gringo » 23.07.2010 10:58

Das einfachste hat hier noch gar keiner genannt. Nutella essen. :mrgreen: :wink:

Viel Glück mit den Saudingern. Ich hab mich auch auf die Verlängerung gestellt und bin drauf rumgehüpft, dann gings langsam.
"Lieber die Sonne im Herzen, als Flschlft im Hirn"

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patrick
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von patrick » 23.07.2010 11:32

Hallo,
ich würde mir so was besorgen.
Schlagringschlüssel:
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Wenn du den sauber ansetzt und eine Weile mit nem dicken Fäustel bearbeitest müsste die Mutter irgendwann aufgeben.
Mit Wärme und Brenner würde ich der Mutter an dieser Stelle aus 2 Gründen nicht zuleibe rücken :dagegen:
-die Lager und Dichtungen des Achsstummels würden darunter leiden
-die Materialeigenschaften des Achsstummels selbst könnten sich nachteilig ändern

Die Idee mit der Flex ist gut aber wegen der Platzverhältnisse schwierig umzusetzen.
Hier würde ich eher mit der Trennscheibe von der Seite aus-knapp über dem Gewinde-ein Stück der Mutter abschneiden und dann versuchen den Rest mit nem Meissel zu knacken.
Die Gefahr ist hierbei natürlich,daß das Gewinde selbst oder die Bremstrommel in Mitleidenschaft gezogen wird.

Kopf hoch,viel Erfolg und Gruß,

Patrick

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Harald
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von Harald » 23.07.2010 11:41

Rolf-Stephan Badura hat geschrieben: Die Splinte sind natürlich raus und auch schon mehrfach mit WD40 eingesuppt...
... und dann besorgst Du Dir noch ´n Fläschen tauglichen Schraubenlösers. Entweder in der OP oder in der OM war vor Jahren mal ´n Test. Das ging gar nicht gut für das Zeug aus. Ich nehme seitdem immer, wenn ich es finde, dies hier:

http://www.liqui-moly.de/liquimoly/prod ... _1612.html

Probier es einfach mal - ich bilde mir ein, daß sogar ich da nen Unterschied merke. Und wenn Du zig rottige Motorverblechungsschrauben gelöst hast - dann hat man da ne repräsentative, statistisch anzuerkennende Menge!

Grüße,
Harald
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von peter-dd » 23.07.2010 11:59

Ich habe die Kronenmuttern imme rmit der Flex und ner 0,8mm Scheibe fein siziert... stück für Stück mit ruhiger Hand runtergeschnitten.

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burger
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von burger » 23.07.2010 13:09

patrick hat geschrieben: Mit Wärme und Brenner würde ich der Mutter an dieser Stelle aus 2 Gründen nicht zuleibe rücken :dagegen:
-die Lager und Dichtungen des Achsstummels würden darunter leiden
-die Materialeigenschaften des Achsstummels selbst könnten sich nachteilig ändern
Das scheint mir aber sehr theoretisch konstruiert, Wärme hilft immer wenn sonst nichts mehr geht und dabei ist auch noch nie was kaputt gegangen.
Das ist gängige Praxis. Man erwärmt ja auch in erster Linie die Mutter!
Und dann flutscht das auch. Manchmal sitzt die so fest das literweise Rostlöser und der größte Schraubenschlüssel nunmal nicht helfen.
Gruß aus Ostwestfalen,
Markus

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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von heronimo » 23.07.2010 14:59

metalsrevenge hat geschrieben:Hallo Rolf.

Wenn gar nix mehr geht, schneid' die Muttern doch mit der Flex ein bisschen ein. :?:
Das nimmt der ganzen Sache ein wenig Spannung und die Kronenmuttern bekommt man ja günstig neu.

Moin Rolf, sitzt verdammt fest das kleine miststueck.
musste auch die flex nehmen und anflexen.
vorsicht mit dem darunter liegenden gewinde.
viel erfolg.

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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von patrick » 23.07.2010 15:11

@burger

...auch wenn du nur die Mutter erwärmst wird die Wärme trotdem an die umliegenden Bauteile weitergeleitet.
Daß die Teile nach dem Erwärmen immer noch unverändert aussehen heißt nicht,daß du dir nicht doch einen künftigen Schaden eingebrockt hast.
Klar,es kommt immer drauf an wie sehr man erwärmt,aber wenn ich hier öffentlich solche Tips gebe muß ich unter Umständen damit rechnen,daß es jemand mit der Wärme zu gut meint und sich gleich noch die Radlager mit weichglüht :mrgreen:
Das mit dem Erwärmen ist ja auch prinzipiell eine gute Lösung,aber in diesem Fall würde ich immer noch davon abraten.
Hier gilt es ja auch das schiere Drehmoment zu überwinden und nicht irgendeine festgebackene Verkrustung durch Audehnung zum Aufplatzen zu bringen.
Mein Tip wäre immer noch der Schlagringschlüssel.Der wirkt besser als der 3 Meter Hebel und der hier :jump: und ist meiner Meinung nach auch weniger Unfallfördernd-außer vieleicht für den Daumen :mrgreen:

Gruß,Patrick

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Rolf-Stephan Badura
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » 23.07.2010 15:32

Hallo Jungs,

erst mal Danke für die ersten Tipps - tröstlich zu hören, dass nicht nur ich da ein Problem hatte :thumb:
Folgendes steht jetzt zum Plan für morgen:

a) Druckluft-Schlagschrauber (dank an John)
b) nochmal neuer, besserer, festerer Hebel als bisher und schwererer Hammer
c) erwärmen mit Lötlampe (aber nicht glühend, wie jemand schrieb - mir ist schon klar, dass sich die Härteeigenschaften von Metall verändern bei zu viel Hitze)
d) dann erwärmt nochmal a) und b)
e) Flex (solange die Nachbarn nicht zu lange leiden müssen)
f) Schlagringschlüssel (hab ich heute in Berlin nicht bekommen! Weder bei Tip-Autoteile - einem recht großen Laden - noch beim Werkzeugladen um die Ecke)

Mal sehen was ich Sonntag zu berichten hab... :wink: - oder ob ich neue Hinterachsteile brauche :twisted:

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B.C.
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von B.C. » 23.07.2010 15:44

ich hatte auch einen Druckluftschrauber geliehen. Aber den Grossen "Knattermaxe" aus der LKW-Abteilung mit 1"-Anschluß.
Damit ging es dann wie von selbst....

Grüsse

Björn

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tuaelm
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Re: Schrauberfrust mit den Kronenmuttern hinten...

Beitrag von tuaelm » 23.07.2010 15:56

Hallo, ich hatte auch ein 4m langes Stahlrohr, damit gings dann ganz geschmeidig -
mit 1 oder 2m würde ich es nicht empfehlen!!!

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