Motorhalter selbst bauen

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Emret2
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Motorhalter selbst bauen

Beitrag von Emret2 » 30.11.2019 22:29

Guten Abend Forum :bier:

Ich habe mehr als eine Frage.
Aktuell mache ich meinen Motor für kommendes Jahr frisch. Mein Motorgehäuse hat keine Bohrungen für die T2a-Traverse, also habe ich mir anfang der Saison diesen Adapter gekauft
https://classicparts.de/Motorgehaeuse-A ... gKOLfD_BwE

Der Adapter hat mich nicht überzeugt, da bei Last der Adapter Öl verliert. Ob das alles so gesund ist für die Ölpumpe glaube ich auch kaum. Heute habe ich angefangen mir aus Flacheisen Halter zu bauen. Zwei von drei klappen ohne Probleme. Beim dritten habe ich leider keine Gussnase am Gehäuse, also habe ich überlegt oben ein Loch mit Gewinde zu bohren, die Frage ist nur, wie weit kann ich dort ins Gehäuse rein? Geht das an den Stellen überhaupt oder richte ich damit Schaden an? Bild1 / Bild 3

Als nächstes wollte ich gerne einen Ölfilter verbauen, nun habe ich gelesen dass es dort bei den Ölpumpen Unterschiede gibt an der Nockenwelle, ist frontal ersichtlich welche Version ich dort benötige? Mein Gedanke war so etwas zu verbauen
https://www.cox-shop.de/Hochleisungs-Oe ... lle-319-mm
Dafür muss ich ja die Ölpumpe ausbauen und die Stehbolzen entfernen. Zwei der vier Bolzen habe ich schon raus, die anderen beiden sind hartnäckig weil vorne auch nicht genug Platz ist zu kontern mit Muttern, gibts da einen leichteren Weg? Bild 2

Zum Schluss wollte ich gerne einen Ölkühler unter den Bus bauen, dort habe ich die Möglichkeit vom Thermostat gesehen
https://www.ahnendorp.com/VW-Kaefer-Typ ... anguage=de
Dafür muss ja der Gebläsekasten runter, muss ich dafür das ganze Geweih demontieren samt Lichtmaschine?

Viele Frage, das weiß ich. Ich wäre für Rat dankbar! :gut:
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Norbert*848b
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Re: Motorhalter selbst bauen

Beitrag von Norbert*848b » 01.12.2019 01:38

Hallo Emre,
Emret2 hat geschrieben:
30.11.2019 22:29
Beim dritten habe ich leider keine Gussnase am Gehäuse
Du meinst für das linke Muttergewinde?
Emret2 hat geschrieben:
30.11.2019 22:29
also habe ich überlegt oben ein Loch mit Gewinde zu bohren
Das was auf Deinem 3. Bild eingekreist ist? Da befinden sich Stopfen die die gebohrten Ölkanäle verschließen wenn ich das richtig sehe.
Die Stopfen anzubohren stellt wohl keine Lösung dar.
Emret2 hat geschrieben:
30.11.2019 22:29
Als nächstes wollte ich gerne einen Ölfilter verbauen
Das ist ja offensichtlich eine Ölpumpe mit Aus- und Eingang für ein Full-Flow-System.
Du kennst diesen Beitrag?: viewtopic.php?f=7&t=25319&p=248064&hili ... ow#p248031
Emret2 hat geschrieben:
30.11.2019 22:29
Zum Schluss wollte ich gerne einen Ölkühler unter den Bus bauen
Dieses Thermostat wird, soweit ich das richtig erkenne, anstatt des originalen Ölkühlers aufgesetzt. Die Anschlüsse führen dann auf einen separaten Ölkühler.
Emret2 hat geschrieben:
30.11.2019 22:29
Dafür muss ja der Gebläsekasten runter
Das Ansauggeweih kann nach meinen Erinnerungen verbleiben. Nur unten rechts das Thermostat ausbauen, Keilriemen abnehmen, Lichtmaschinenspannband ab und Schrauben links und rechts vom Gebläse lösen, dann Kühlgebläse mitsamt Lichtmaschine abheben.
… hoffe nichts vergessen zu haben. Vielleicht wirft noch ein Kollege ein wachsames Auge auf meine Ausführungen. :D
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

Emret2
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Re: Motorhalter selbst bauen

Beitrag von Emret2 » 01.12.2019 02:12

Hallo Nobert,

genau, für das linke Gewinde. Mir hatte im Nachbarforum mal jemand ein Bild zukommen lassen, der User hatte an der Gussstelle gebohrt und ein Gewinde rein geschnitten (Siehe Bild 1).
Welche Möglichkeit würde denn noch in Frage kommen auf der linken Seite einen Halter zu montieren?

Genau, ich wollte dort auf die Full Flow-Variante umbauen. Das originale Ölsieb ist mir viel zu grob. Jede Saison kommt zwar ein Ölwechsel aber man kann ja dem Motor so auch etwas gutes tun.
Das Thermostat wird so auf das Gehäuse geschraubt, genau. Ich hatte zuerst darüber nachgedacht den Adapter zu kaufen um den originalen Ölkühler + Zusatzölkühler zu fahren, jedoch wurde mir dort geraten wenn schon den originalen auszubauen damit alle Zylinder gleich viel Kühlung bekommen.

Welches Thermostat meinst du mit unten rechts?

Und wie wäre dann der Tipp die Ölpumpe auszubauen? Ich habe gesehen dass es dafür Werkzeug gibt, ist das wirklich notwendig? Und welche Variante würde da in Frage kommen? Gibt wohl welche für 3 und 4 Punkt Nockenwellen.

Danke für die Hilfe!
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Norbert*848b
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Re: Motorhalter selbst bauen

Beitrag von Norbert*848b » 01.12.2019 16:39

Hallo Emre,
Emret2 hat geschrieben:
01.12.2019 02:12
Mir hatte im Nachbarforum mal jemand ein Bild zukommen lassen, der User hatte an der Gussstelle gebohrt und ein Gewinde rein geschnitten (Siehe Bild 1).
Ja, der Typ war offensichtlich in der glücklichen Lage, alle Angüsse vorzufinden und brauchte nur noch die Bohrungen zu setzen. :)
Leider sehen nicht alle Typ 1 Motoren so aus. Die meisten habe diese Angüsse leider nicht. Auch hab ich schon erfahren, dass das manchmal nur das eine oder andere Motorgehäuse diese hat.
(Insbesonders bei Austauschmotoren schon hin und wieder gesehen.)
Bei "Universalgehäusen" ist so etwas immer vorhanden. Die Anlageflächen sind geplant und die Gewinde fertig geschnitten und mit den üblichen Helicoileinsätzen versehen.
Leider hab ich noch nicht heraus bekommen, welches Maß da genommen wurde. Sicherlich nicht 1D, sondern eher 1,5 oder gar 2D. (1D Wäre die Gewindetiefe von 10 mm bei einer M10 Schraube).
Bei verwendeten Industriemotoren fehlten oftmals die Einsätze und die Leute waren am verzweifeln, weil sie die Gewindegröße nicht zuordnen konnten und das mit dem Einsatz nicht wussten. :?
Bitte dran denken, dass die Motortraverse satt angezogen werden muss.
Typ 2, alte Motortraverse bis incl. MJ 71, M10: 40 Nm, M8: 25 Nm
Typ 2, neuere Motortraverse ab MJ 72, M10: 60 Nm, M8: 30 Nm

Da Dein Motorengehäuse diese Angüsse nicht hat, sehe ich leider keine andere Möglichkeit, da irgend welche alternativen Aufnahmepunkte zu finden. Schließlich ist das Problem nicht neu und niemand anders hat eine bessere Lösung gefunden als die mit dem Ölpumpenadapter. :(
(Vielleicht könnte man eine Gehäusedichtmasse mit besserer Klebewirkung einsetzen, um den Deckel dicht zu bekommen,
Händlerbeispiel: https://www.typ4shop.de/Motorteile-Kolb ... 49b7551fe9)
Emret2 hat geschrieben:
01.12.2019 02:12
Genau, ich wollte dort auf die Full Flow-Variante umbauen.
Ich sehe aber nur die Möglichkeit eine "Full-Flow-Ölpumpe einzubauen, wenn kein Adapter verwendet wird. Außerdem wäre die Motortraverse abzuändern / anzupassen, so dass Du mit den Anschlüssen zurecht kommst.
Emret2 hat geschrieben:
01.12.2019 02:12
Welches Thermostat meinst du mit unten rechts?
… das standardmäßig vorhandene, was sich unterhalb Zylinder 1/2 befindet. Das Gestänge ist mit den Kühlluftklappen im Gebläsekasen verbunden.
Deshalb muss das Themostat ausgebaut werden. :wink:
Emret2 hat geschrieben:
01.12.2019 02:12
Und wie wäre dann der Tipp die Ölpumpe auszubauen? Ich habe gesehen dass es dafür Werkzeug gibt, ist das wirklich notwendig?
… geht m.E. nach nur mit dem vorgeschriebenen Abzieher (ev. auch Selbstbau): viewtopic.php?f=7&t=23645&p=234866&hili ... er#p234866
Händlerbeispiel: https://www.wagenteile.de/shop_de/01611 ... vw201.html
Emret2 hat geschrieben:
01.12.2019 02:12
Gibt wohl welche für 3 und 4 Punkt Nockenwellen.
Da gibt es keine Unterschiede nach meinem Kenntnisstand. :thumb:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Matthias S.
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Re: Motorhalter selbst bauen

Beitrag von Matthias S. » 01.12.2019 21:12

Doch natürlich sind die Ölpumpen vor und nach 71 verschieden da die Nockenwellenräder unterschiedlich tief bauen. Eine falsche Pumpe kann mit dem Gehäuse auf die Nockenwelle drücken oder andersrum nicht richtig einrasten, so das irgendwann der Mitnehmer abreißt.
Mit der Adapter Halterung habe ich schlechte Erfahrungen, obwohl ich noch zusätzliche Laschen zur Motortrennfuge angefertigt habe. Dabei handelt es sich um ein T2b, der ja noch die zusätzliche obere Motoraufhängung hat. Beim T2a liegt da ja das ganze Gewicht des Motors und vor allem der Drehmoment darauf, das wird nicht lange halten. Schau Dich nach einem anderen Motorgehäuse um, alles andere bereust Du nur...
Grüße Matthias

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Re: Motorhalter selbst bauen

Beitrag von Norbert*848b » 01.12.2019 22:06

Matthias S. hat geschrieben:
01.12.2019 21:12
Doch natürlich sind die Ölpumpen vor und nach 71 verschieden da die Nockenwellenräder unterschiedlich tief bauen.
Ja, klar, unbestritten. :wink:
Die Frage bezog sich aber auf das Werkzeug zum Ausbauen der Ölpumpe und da ist mir bislang nur eine Version für beide Pumpenarten untergekommen, oder hab ich da etwas verpasst?
Emret2 hat geschrieben:
01.12.2019 02:12
Und wie wäre dann der Tipp die Ölpumpe auszubauen? Ich habe gesehen dass es dafür Werkzeug gibt, ist das wirklich notwendig? Und welche Variante würde da in Frage kommen? Gibt wohl welche für 3 und 4 Punkt Nockenwellen.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Matthias S.
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Re: Motorhalter selbst bauen

Beitrag von Matthias S. » 02.12.2019 10:51

Ah ja jetzt auf dem großen Bildschirm sehe ich das auch. :D
Trotzdem nicht schlecht mal darauf hinzuweisen.
Grüße, Matthias

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HeWeThue
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Re: Motorhalter selbst bauen

Beitrag von HeWeThue » 02.12.2019 11:57

Hallo Emre,

hab zwei verschiedene Käfermotoren ohne die Anschraubpunkte beidseitig für die T2a-Traverse in meinen Bulli verbaut. Jeweils mit der Ölpumpenhalterung.

System 1 ist der Adapter, der gleichzeitig als Ölpumpendeckel dient. z.B. hier https://www.csp-shop.de/motor/adapter-m ... 4500b.html
Vorteil: -baut nicht weiter auf. Originalschrauben können weiter verwendet werden
Nachteil: - muss definitiv plan gefräst werden, sonst hält der Deckel nicht dicht
- viel mit Ausrichten ist da nicht mehr.

System 2 ist mit einzuschraubenden Stehbolzen, Ölpumpendeckel und zusätzlicher Adapaterplatte wie z.B. hier https://de.hoffmann-speedster.com/bus/b ... e?c=141712
Vorteil: -geht meiner Meinung nach ohne Nacharbeit des Deckels. Hält zumindest bei mir dicht
- durch das zweiteilige System ist da etwas mehr Spielraum zum Ausrichten
Nachteil: -baut auf und führte bei mir zu Problemen mit der Verblecherung hinter der Riemenscheibe. Durch die Schrauben wurde die Verblecherung von hinten gegen die Riemenscheibe gedrückt, sodass es schliff. Habe dann Aussparungen in die Verblecherung geschnitten, damit die Riemenscheibe wieder frei und ohne zusätzliche Axialkraft drehen kann.

Hinsichtlich Fullflow Ölsystem: von CSP gibt's da eine recht neue "Easy Flow" Ölpumpe mit T2 spezifischen Deckel. https://www.csp-shop.de/motor/oelpumpe- ... 1575275555
Zitat: "Der sehr aufwändig gefertigte Pumpendeckel besteht aus CNC-gefrästem Aluminium und verfügt über eine schützende, harteloxierte Oberfläche sowie zwei 3/8-NPT Anschlüsse für den Ein- und Ausgang. Seine Form ist so gestaltet, dass er problemlos mit allen beim Bus der zweiten Generation serienmäßig verwendeten Motortraversen passt.
Die CSP Products EasyFlow Ölpumpe ist sowohl für Motoren mit 3-Punkt-Nockenwelle (Motoren bis '70) als auch in einer Version für 4-Punkt-Nockenwellen (ab '71) erhältlich."

Dazu bräuchte man dann wohl allerdings die originalen Anschraubpunkte für die Bus-Traverse am Gehäuse... :unbekannt:
Hendrik Weise

MJ70 T2a US-Westy Mexiko-Reimport BJ 09/69

T2-Stammtisch OWL - Jeden 1. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im "Zweischlingen Gastro" Osnabrücker Str. 200, Bielefeld. :bier:

Martin018
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Re: Motorhalter selbst bauen

Beitrag von Martin018 » 03.12.2019 00:15

Nach Augenmaß sehe ich am Motorblock M6er Stehbolzen für die Ölpumpe.
Das wird nicht halten, das müssen mindestens M8 der neueren Motoren vorhanden sein.
Auch ich würde versuchen ein anderes Gehäuse zu finden.

Viel Erfolg

Martin

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