Hallo Ralph,
als ich Dein erstes Bild sah, habe ich gedacht: so muss es bei mir eine Sekunde vor der Tieferlegung ausgesehen haben. Dein Innenteil hat sich auch schon deutlich nach oben verschoben (siehe letztes Bild) und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Ding aufreißt.
Ich habe große Zweifel, ob ein paar Schweißpunkte die Schwachstelle dauerhaft beseitigt hätten. Dann wäre es halt neben den Schweißpunkten gerissen. Das ist einfach eine Mist-Konstruktion.
Ich habe heute zwei Abschnitte Quadratrohr bekommen, die durchaus vielversprechend aussehen. Wenn ich richtig gemessen habe, dann müsste 30x30 ziemlich genau in die Konstruktion hineinpassen (wenn man vorher das rot markierte Teil aus meinem dritten Bild entfernt). Das ist nur an vier unbedeutenden Stellen festgepunktet, die man mit einem scharfen Meißel von außen erreichen könnte. Eventuell auch abbohren. Dann das neue Teil entweder im Querträger lochpunktverschweißen oder mit Scherbolzen abstützen. Oder beides.
Das Quadratrohr 30x30x3 macht jedenfalls einen sehr stabilen Eindruck. Man muss allerdings die Nahtwulst abarbeiten. Der Wagenheberkopf passt dann saugend rein. Bei 30x30x2 ist’s mir ein bisschen zu luftig, aber wenn Dreck dazu kommt vielleicht gerade richtig. 30x30x2,5 habe ich noch nicht auftreiben können.
Schaun ma ma, ob wir die missratene Konstruktion nicht doch auf Vordermann kriegen.
Schöne Grüße
Wolfgang
Wagenheberaufnahme T2b vorn links
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Re: Wagenheberaufnahme T2b vorn links
Moin Moin,
so, die Reparatur der Reparatur ist erledigt. Ich musste ja, wie weiter vorn beschrieben, meine vordere linke Wagenheberaufnahme erneuern, doch dann ist das neue Teil nach kurzer Einsatzzeit ebenfalls jämmerlich kollabiert.
Den ganzen Querträger nochmals rauszureißen, macht keinen Sinn, da es ja keinen vernünftigen Ersatz gibt. Stattdessen habe ich ein stabiles Teil aus Vierkantrohr in den Querträger implantiert.
Das Vierkantrohr hat 30x30x2,5mm, was ziemlich gut in den Träger passt und auch dem Wagenheberarm genügend Raum lässt. Das Teil ist aus Festigkeitsgründen nicht eingeschweißt, sondern stützt sich mit einem 8mm-Scherbolzen im Querträger ab.
Bei der Festigkeitsberechnung ist mir aufgefallen, dass die bisher angenommenen 5000N Radlast nur die halbe Wahrheit sind. Der Wagenheber hebt zwar nur das linke Vorderrad an, doch gleichzeitig entlastet er sukzessive das linke Hinterrad. Je höher der Wagen aufgebockt wird, desto mehr. Hohes Aufbocken macht z.B. Sinn, wenn man sich im Sand festgefahren hat. Am Ende können es also 7000 oder 8000N sein. Eine ganze Menge für das kleine Blechteil.
Doch vor dem Einbau des neuen Teils musste ich das Trümmerteil erst einmal herausoperieren. Eine blöde Arbeit mit dem Sägeblatt im Querträger. Unten der u-förmige Übeltäter (steht auf dem Kopf) und oben der Vierkanteinsatz. Ich musste die Seitenwände des Vierkantrohres etwas dünner schleifen (0,3mm), was für die Stabilität problemlos ist, da die Seitenwände ohnehin nicht an der Kraftübertragung beteiligt sind. Jetzt sitzt das Rohr stramm drinnen, ohne große Gewaltanwendung, aber trotzdem unverrückbar.
Am inneren Auflager des Wagenhebers hat sich nichts geändert. Der Wagenheber stützt sich nach wie vor auf der Unterseite des Querträgers ab, aber anstatt vorher auf 2mm-Blech jetzt auf 2+2,5mm-Blech.
Auf der Außenseite stützt sich der Vierkanteinsatz auf einem 8mm Bolzen ab, der quer durch den Träger geht. Von dort wird die Kraft direkt in die Karosserie eingeleitet, es werden keine Schweißnähte auf Schub oder Zug belastet. Weil die Kraftaufnahme ein wenig nach innen gewandert ist, verändern sich die Verhältnisse zwar ein bisschen, aber nicht entscheidend. Links oben die Verschraubung des Scherbolzens und rechts oben die kollabierten Teile des neuen Querträgers. Die Öffnung habe ich nicht verschlossen, damit sich kein Wassersack wie im Original bildet.
@Ralph: ich könnte mir vorstellen, der Vierkantrohreinsatz wäre auch für Dich eine Lösung. Ein passendes Rohrstück 30x30x2,5mm kannst Du von mir haben.
Ich habe noch keinen Härtetest gemacht, aber den Wagen ein paarmal hoch und runtergekurbelt. Er hält jetzt schon länger als die vorherige Konstruktion. Sollte es wider Erwarten Probleme geben, dann melde ich mich von der Reparatur der Reparatur der Reparatur.
Schöne Grüße
Wolfgang
so, die Reparatur der Reparatur ist erledigt. Ich musste ja, wie weiter vorn beschrieben, meine vordere linke Wagenheberaufnahme erneuern, doch dann ist das neue Teil nach kurzer Einsatzzeit ebenfalls jämmerlich kollabiert.
Den ganzen Querträger nochmals rauszureißen, macht keinen Sinn, da es ja keinen vernünftigen Ersatz gibt. Stattdessen habe ich ein stabiles Teil aus Vierkantrohr in den Querträger implantiert.
Das Vierkantrohr hat 30x30x2,5mm, was ziemlich gut in den Träger passt und auch dem Wagenheberarm genügend Raum lässt. Das Teil ist aus Festigkeitsgründen nicht eingeschweißt, sondern stützt sich mit einem 8mm-Scherbolzen im Querträger ab.
Bei der Festigkeitsberechnung ist mir aufgefallen, dass die bisher angenommenen 5000N Radlast nur die halbe Wahrheit sind. Der Wagenheber hebt zwar nur das linke Vorderrad an, doch gleichzeitig entlastet er sukzessive das linke Hinterrad. Je höher der Wagen aufgebockt wird, desto mehr. Hohes Aufbocken macht z.B. Sinn, wenn man sich im Sand festgefahren hat. Am Ende können es also 7000 oder 8000N sein. Eine ganze Menge für das kleine Blechteil.
Doch vor dem Einbau des neuen Teils musste ich das Trümmerteil erst einmal herausoperieren. Eine blöde Arbeit mit dem Sägeblatt im Querträger. Unten der u-förmige Übeltäter (steht auf dem Kopf) und oben der Vierkanteinsatz. Ich musste die Seitenwände des Vierkantrohres etwas dünner schleifen (0,3mm), was für die Stabilität problemlos ist, da die Seitenwände ohnehin nicht an der Kraftübertragung beteiligt sind. Jetzt sitzt das Rohr stramm drinnen, ohne große Gewaltanwendung, aber trotzdem unverrückbar.
Am inneren Auflager des Wagenhebers hat sich nichts geändert. Der Wagenheber stützt sich nach wie vor auf der Unterseite des Querträgers ab, aber anstatt vorher auf 2mm-Blech jetzt auf 2+2,5mm-Blech.
Auf der Außenseite stützt sich der Vierkanteinsatz auf einem 8mm Bolzen ab, der quer durch den Träger geht. Von dort wird die Kraft direkt in die Karosserie eingeleitet, es werden keine Schweißnähte auf Schub oder Zug belastet. Weil die Kraftaufnahme ein wenig nach innen gewandert ist, verändern sich die Verhältnisse zwar ein bisschen, aber nicht entscheidend. Links oben die Verschraubung des Scherbolzens und rechts oben die kollabierten Teile des neuen Querträgers. Die Öffnung habe ich nicht verschlossen, damit sich kein Wassersack wie im Original bildet.
@Ralph: ich könnte mir vorstellen, der Vierkantrohreinsatz wäre auch für Dich eine Lösung. Ein passendes Rohrstück 30x30x2,5mm kannst Du von mir haben.
Ich habe noch keinen Härtetest gemacht, aber den Wagen ein paarmal hoch und runtergekurbelt. Er hält jetzt schon länger als die vorherige Konstruktion. Sollte es wider Erwarten Probleme geben, dann melde ich mich von der Reparatur der Reparatur der Reparatur.
Schöne Grüße
Wolfgang
- schrauberger
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Re: Wagenheberaufnahme T2b vorn links
Hallo Wolfgang, gerne nimm ich dein Angebot an, allerdings.Wolfgang T2b *354 hat geschrieben: ↑06.05.2026 15:56 Moin Moin,
@Ralph: ich könnte mir vorstellen, der Vierkantrohreinsatz wäre auch für Dich eine Lösung. Ein passendes Rohrstück 30x30x2,5mm kannst Du von mir haben.
Schöne Grüße
Wolfgang
Um den Bus fit für etwaige Pannen zu machen müssten alle 4 Aufnahmen überarbeitet werden.
Reicht dein Rohr Bestand auch für 4?
Ralph
Schöne Grüße von der Baar
Biete in Originalqualität:
Reparaturbleche für Laderaumboden und
Typ4 Wärmetauscher.
Sämtliche BKV-Unterdruckleitungen und
Nachlaufleitungen für Bremsflüssigkeit.
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- Wolfgang T2b *354
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Re: Wagenheberaufnahme T2b vorn links
Hallo Ralph,
Von den 30x30x2 und 30x30x3 habe ich jeweils noch einen halben Meter hier.
Schöne Grüße
Wolfgang
Mmmh, das wird knapp. Ich habe noch 295mm hier rumliegen und noch ein Stück in Südafrika. Pro Aufnahme brauchst Du zwischen 80 und 100mm. Vielleicht auch weniger, je nachdem, wie geschickt Du die Schrägen der Teile im Rohmaterial schachteln kannst. Alternativ: hier hab' ich mein Rohmaterial bestellt https://www.ebay.de/itm/142542606300?var=441531390705.schrauberger hat geschrieben: ↑Gestern 06:21 Um den Bus fit für etwaige Pannen zu machen müssten alle 4 Aufnahmen überarbeitet werden.
Reicht dein Rohr Bestand auch für 4?
Von den 30x30x2 und 30x30x3 habe ich jeweils noch einen halben Meter hier.
Schöne Grüße
Wolfgang
- schrauberger
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Re: Wagenheberaufnahme T2b vorn links
Hallo Wolfgang, dann macht es mehr Sinn wenn ich nen halben Meter vom 30/30/2,5 bestelle. Und das irgendwann im Winter mal angehe.
Trotzdem vielen Dank, auch für deine Beschreibung, sieht gut aus und sollte halten
Wenn die Repro Hersteller die Blechstärke eigenmächtig verringern um die Herstellung zu vereinfachen, werden sie auch ohne Rücksicht auf die Funktionalität, billiges Blech der niedrigsten Festigkeit verwendet haben
Es gibt heute leider in allen Bereichen keine echte Qualität mehr
Das von dir verwendete Material: S235JR ist etwa vergleichbar mit dem von früher bekannten St37, das sollte für den Job ausreichen.
Ralph
Trotzdem vielen Dank, auch für deine Beschreibung, sieht gut aus und sollte halten
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Ralph
Schöne Grüße von der Baar
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- Wolfgang T2b *354
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Re: Wagenheberaufnahme T2b vorn links
Hallo Ralph,
Ich habe den Eindruck, dass das Verringern der Blechstärke nicht der wesentlichste Aspekt beim Einsparen ist, denn die Blechstärke fällt dem Kunden möglicherweise auf. Die Hersteller nehmen einfach, wie Du schon schreibst, die billigste Blechqualität, die sie kriegen können. Wir haben das immer Buttercremestahl genannt. Für den Kunden ist es fast unmöglich, das zu erkennen. Aber die Leichtigkeit, mit der ich den u-förmigen Einsatz hin- und her biegen konnte, macht es offensichtlich. St37/S235 sind im Vergleich dazu hochfest.
Viel Glück bei der Operation, bis dahin habe ich vielleicht auch schon einen Härtetest hinter mir
Wolfgang
Jau, so würde ich's auch machen. Dann kannst Du auch mal ein bisschen experimentieren.schrauberger hat geschrieben: ↑Heute 08:27 ...dann macht es mehr Sinn wenn ich nen halben Meter vom 30/30/2,5 bestelle. Und das irgendwann im Winter mal angehe.
Trotzdem vielen Dank, auch für deine Beschreibung, sieht gut aus und sollte halten![]()
Wenn die Repro Hersteller die Blechstärke eigenmächtig verringern um die Herstellung zu vereinfachen, werden sie auch ohne Rücksicht auf die Funktionalität, billiges Blech der niedrigsten Festigkeit verwendet haben![]()
Es gibt heute leider in allen Bereichen keine echte Qualität mehr![]()
Das von dir verwendete Material: S235JR ist etwa vergleichbar mit dem von früher bekannten St37, das sollte für den Job ausreichen.
Ich habe den Eindruck, dass das Verringern der Blechstärke nicht der wesentlichste Aspekt beim Einsparen ist, denn die Blechstärke fällt dem Kunden möglicherweise auf. Die Hersteller nehmen einfach, wie Du schon schreibst, die billigste Blechqualität, die sie kriegen können. Wir haben das immer Buttercremestahl genannt. Für den Kunden ist es fast unmöglich, das zu erkennen. Aber die Leichtigkeit, mit der ich den u-förmigen Einsatz hin- und her biegen konnte, macht es offensichtlich. St37/S235 sind im Vergleich dazu hochfest.
Viel Glück bei der Operation, bis dahin habe ich vielleicht auch schon einen Härtetest hinter mir
Wolfgang
