VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

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mmatthes
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Re: VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

Beitrag von mmatthes »

Sgt. Pepper hat geschrieben:Mach es so wie ich, und nehme die Werte nicht so ernst, sondern beachte eher den Trend.
Das sowieso. Mein 1.6er is' ja eh kein Rennwagen... :mrgreen:
Sgt. Pepper hat geschrieben:Wenn du wirklich die ungefähren Temperaturen messen willst, dann wirst du wohl nicht drumherum kommen einen Peilstabsensor zu montieren, welche meiner Meinung nach die beste Methode zum Messen der Öltemperatur darstellen, da hier tatsächlich auch "im Motor" gemessen wird.
Ein Peilstabgeber ist natürlich okay und liefert wahrscheinlich bestmögliche Temperaturwerte. Ich bin nur immer zu faul den Ölmeßstab zu suchen. :wink:

So als Überlegung...
Was wäre wenn ich nun einen 120°C Geber in Verbindung mit dem 150°C Instrument benutzen würde? Vorausgesetzt der niedrigste Widerstand vom 150°C Geber entspräche (ungefähr) dem des 120°C Gebers, würde ja praktisch am Instrument eine zu hohe Temperatur angezeigt. Das wäre dann aber in etwa die korrekte Temperatur an der Kurbelwelle - jedenfalls wenn ich von meinen Praxis-Meßwerten ausgehe.

Von VDO gibt's ja auch einen 120°C Geber mit M14x1.5 Gewinde und der gleichen Länge (Nummer 323-801-001-006 K oder N). Der hat bei 90°C laut Datenblatt 51,2 Ohm Widerstand.
Mein 150°C Geber hat bei 120°C einen Widerstand von 36,5 Ohm. Jetzt wäre interessant zu wissen wieviel Ohm der 120°C Geber bei 120°C hat... verwirrend genug? :)

Hat da jemand 'ne Idee? Gibt's zu den Gebern vielleicht irgendwo genauere Daten bzgl. welcher Widerstand bei welcher Temperatur?

Gruß,
Martin
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Sgt. Pepper
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Re: VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

Beitrag von Sgt. Pepper »

Klingt interessant. Auf diese Idee bin ich noch nicht gekommen.
Ich würde es einfach mal ausprobieren. Versuche aber erstmal herauszufinden, was deine Anzeige bei 100°C auch wirklich anzeigt und verwendet dabei bitte die Kabel und Anschlüsse in deinem Bus. Also Sensor abschrauben, mit nem Wasserkocher in den Motorraum und da den Sensor reinlegen. Dabei musst du aber noch eine Masseleitung an den Sensor legen.
Wenn die Anzeige dann etwa 100°C anzeigt kannst du sicher sein, dass z.B. aufgrund von Übergangswiderständen in der Leitung von hinten nach vorne keine falschen Werte geliefert werden.
Dann kannst du es ja mal mit einem anderen Sensor probieren.

Gruß Stephan
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Andi
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Re: VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

Beitrag von Andi »

warum nicht einfach ein hochohmiges Poti mit dran und dann bei 100° einregeln, wobei, das geht nur wenn die Kurve zu Steil vom NTC ist.
Gruß
Andreas
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mmatthes
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Re: VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

Beitrag von mmatthes »

Sgt. Pepper hat geschrieben:Versuche aber erstmal herauszufinden, was deine Anzeige bei 100°C auch wirklich anzeigt und verwendet dabei bitte die Kabel und Anschlüsse in deinem Bus.
Das war eine gute Idee! Habe ich am Wochenende gemacht und - siehe da - bei ca. 95°C Wassertemperatur zeigt das Instrument 80°C an. Also so um die 15°C Verlust in der Leitung. :|

Auf der VDO Webseite und hier gibt es Widerstandskenndaten zu den Gebern. Die habe ich mal in Excel verarbeitet und denke daß der Widerstand vom Geber durchschnittlich um 110 Ohm angehoben werden müßte um am Instrument die korrekte Öltemperatur (an der Kurbelwelle) angezeigt zu bekommen. Die Widerstandskennlinie verläuft zwar nicht linear, aber so mehr oder weniger sollte das hinhauen.

Deshalb hört sich
Andi hat geschrieben:hochohmiges Poti mit dran und dann bei 100° einregeln
ganz interessant an. Allerdings bin ich, wie schon erwähnt, wohl immer noch ein "Elektrik-Idiot"... :roll:
Wie würde das funktionieren? Man klemmt das Poti einfach vor dem Instrument zwischen das Kabel vom Geber? Wäre das dann stufenlos einstellbar? Und wo kauft man sowas?

Gruß,
Martin
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Sgt. Pepper
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Re: VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

Beitrag von Sgt. Pepper »

Moin,
das die Abweichung doch so groß ist durch die Leitungen wundert mich. Da muss ich selber auch mal gucken beim nächsten Ölwechsel (Sensor als Ablassschraube) wie groß bei mir der Fehler ist. Die Anzeigen haben aber sowieso eine recht große Streuung und die angegeben Messwerte werden nur erreicht wenn die Kabellänge sehr kurz ist. Beim Bus ist ja prinzipiell ein langes Kabel notwendig.
Das mit dem Poti funktioniert genauso wie du es vermutest. Du muss es in Reihe zum Anzeigeinstrument schalten und dann kannst du das entsprechend nachjustieren. Ich würde das so machen, dass die Anzeige im relevanten Bereich von (100 - 130°C) möglichst genau ist, der Rest ist eh sekundär.
Den Poti bekommste bspw. bei Reichelt oder Conrad. Messe aber mal kurz welcher Strom zum Sensor fließt. Sollte eigentlich nicht besonders viel sein.
Nicht dass sich der Poti in Schall und Rauch auflöst bei den geringen Widerständen.

Gruß Stephan
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boggsermodoa
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Re: VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

Beitrag von boggsermodoa »

mmatthes hat geschrieben:
Sgt. Pepper hat geschrieben:Versuche aber erstmal herauszufinden, was deine Anzeige bei 100°C auch wirklich anzeigt und verwendet dabei bitte die Kabel und Anschlüsse in deinem Bus.
Das war eine gute Idee!
:ritter:
boggsermodoa hat geschrieben: Du kannst den Geber auch mal ausbauen und in kochendes Wasser halten (dann natürlich mit einem Masseanschluß). Sollte dann 100°C anzeigen.
<hüstel> 8)
mmatthes hat geschrieben: Auf der VDO Webseite und hier gibt es Widerstandskenndaten zu den Gebern. Die habe ich mal in Excel verarbeitet und denke daß der Widerstand vom Geber durchschnittlich um 110 Ohm angehoben werden müßte um am Instrument die korrekte Öltemperatur (an der Kurbelwelle) angezeigt zu bekommen.
:?:
Ich komme hingegen zu dem Schluß - und zwar ganz ohne Excel - daß der Widerstand bereits jetzt zu hoch ist, (was ja wegen der großen Kabellänge auch logisch erscheint).
:wink:

Gruß,

Clemens
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mmatthes
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Re: VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

Beitrag von mmatthes »

boggsermodoa hat geschrieben:daß der Widerstand bereits jetzt zu hoch ist, (was ja wegen der großen Kabellänge auch logisch erscheint)
Stimmt natürlich, Clemens!
Falsch rum gedacht... hoher Widerstand = niedrige Temperatur. Man müsste den Widerstand senken um eine "korrekte" (...was auch immer das ist...) Temperatur angezeigt zu bekommen. Geht sowas überhaupt mittels Poti... oder sonstwie? :confused:

Das Problem wäre dabei nur, daß die Widerstandskennlinie von so einem Geber nicht linear verläuft. Wenn man den Widerstand über den ganzen Bereich um z.B. 35 Ohm verringern würde, hätte man zwar bei 80°C eine genaue Anzeige aber ansonsten zu wenig oder (viel) zu viel. Was programmierbares wäre dann besser. 8)

Was mich noch wundert ist daß der Ölpeilstabgeber durch das gleiche lange Kabel glaubhafte Temperaturwerte anzeigt (80-90°C nach einer Weile), während der andere Geber bei 60-70°C hängen bleibt. Kühlt das Öl auf der Strecke zwischen Spitze Ölpeilstab bis Öldruckgeber wirklich schon um 20°C runter?

Na ja... ich messe und probiere die nächsten Tage noch ein bißchen rum. So einen 120°C Geber werde ich mir auch mal anschauen - der hätte zumidest eine passende Kennlinie.

Gruß,
Martin
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boggsermodoa
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Re: VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

Beitrag von boggsermodoa »

mmatthes hat geschrieben:Mein geschraubter Geber befindet sich allerdings mittels Adapter an gleicher Stelle wie der Öldruckgeber, nicht im Öldeckel.
Hallo Martin,

dein Geber steckt also außerhalb des Blocks am Ende einer Sackgasse, in der folglich keine Strömung stattfindet. Ich denke, daß du dort irgend 'ne Mischung aus Block- und Motorraumtemperatur mißt und daß das dein eigentliches Problem ist.

Gruß,

Clemens
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mmatthes
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Re: VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

Beitrag von mmatthes »

Hört sich plausibel an. :)
Zumindest in Relation scheint das aber schon zu funktionieren, zumal der angezeigte Wert auf dem Instrument während der Fahrt ansteigt.

Da ich nicht so gerne auf Peilstab- oder Öldeckelgeber umsteigen würde, möchte ich mal den Vorschlag mit dem Poti ausprobieren. Hat jemand einen konkreten Tipp/Link, welches ich da verwenden könnte? Ich habe schon in diversen Webshops geschaut, blicke aber bei den 1001 Möglichkeiten nicht durch... :roll:
Das Poti müsste wohl negativ logarithmisch sein (?), da der Widerstand zwischen Geber und Instrument verringert werden soll.

Gruß,
Martin
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Wolfgang T2b *354
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Re: VDO Ölthermometer Instrument Anschlussbelegung

Beitrag von Wolfgang T2b *354 »

Hallo Martin,

wenn der Widerstand zu groß ist, dann gibt’s keinen Poti der Welt, der den verringert. Du musst einen Widerstand parallel zum Sensor legen, also mit einem Bein an die Zuleitung, mit dem zweiten an die Masse. Wenn Du Werte von 50 Ohm bei 90°C hast, dann darf er auch nicht zu hochohmig sein, also maximal ein paar Hundert Ohm oder wenige Kilo. Der genaue Wert ist schnuppe, auch die Charakteristik linear oder logarithmisch. Denk' dran, dass Du beim Ausprobieren auch mal auf die Nullstellung des Potis kommen kannst, das ist gleichbedeutend mit einem Kurzschluss in der Zuleitung. Ich geh davon aus, dass die Anzeigeinstrumente einen Kurzschluss nicht übel nehmen, habe es aber noch nicht selber getestet.

Und möglichst für den Dauerbetrieb keinen Poti, sondern einen festen Widerstand (den Poti nur zum Ausprobieren). Die handelsüblichen Potis fühlen sich im Dreck und der Hitze unserer Motorräume überhaupt nicht wohl und werden über kurz oder lang Phantasiewerte anzeigen.

Alles in allem würde ich Dir allerdings raten, solche Basteleien durch einen ordentlich verlegten und richtig dimensionierten Sensor überflüssig zu machen. Als ich noch einen Peilstabgeber hatte, habe ich mich auch immer drüber geärgert, den Peilstab zu suchen und dabei mindestens zwei verschusselt. Da ich andererseits den Sensor an der Ablassschraube nicht gebrauchen konnte, da das Kabel zu gefährdet ist, hab’ ich meinen Sensor seit ein paar Jahren im Öleinfülldeckel in der Nähe der rechten Zylinderbank verbaut. Manche AS-Motoren haben da einen demontierbaren Blechdeckel, dort hat auch Kummetat bei angespitzten Motoren den Geber montiert.

Funktioniert 1a und ist bestens geschützt.

Schöne Grüße

Wolfgang
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