Über die Suchfunktion bin ich nicht fündig geworden, aber vielleicht hat jemand eine ungefähre Richtung:
Weiß jemand in etwa was eine Westfalia Ausstattung wiegt? Als Referenz würde ich mal Helsinki in den Raum stellen, an der habe ich mich grob beim Design meiner neuen Schränke orientiert und wollte mal einen Vergleichswert beim Gewicht haben, insbesondere ohne die hintere Sitzbank (die ist schon da und zählt daher nicht als Mehrgewicht).
Ich weiß, dass für die Westfalia Schränke ein relativ leichtes Holz verwendet wurde (Pappel?) und ich mit Birke hier schon ein Stück drüber liegen werde. Voraussichtlich liegen die Schränke links an der Wand bis vor hinter den Fahrersitz sowie der einzelne "Turm" im Einstieg an der Schiebetür bei insgesamt 50Kg +ca. 15Kg für den Kühlschrank.
Evtl. würde ich bei unsichtbaren Streben noch durchgängige Aussparungen, bei den größeren Flächen innen Aussparungen von 2/3 der Plattenstärke anbringen um das Gewicht noch etwas zu reduzieren. Lohnt der Aufwand oder mach ich mir zu viel Kopf?
Westfalia Möbel - Gewicht?
- boggsermodoa
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Re: Westfalia Möbel - Gewicht?
Ich denke, eher Letzteres. Bau solide, das ist die Hauptsache. Wil Tondok hat seinerzeit für den Kleiderschrank, das größte Möbelstück im ganzen Auto, Pressspan in ordentlicher Dicke verwendet, also das schwerste und unter allen Aspekten ungünstigste Material - und ist damit um die Erde gefahren. Pappelsperrholz wird gerne genommen, weil es nun mal das leichteste ist, aber es ist auch relativ weich und sollte deshalb irgend eine widerstandsfähige Beschichtung haben. Die muss man allerdings auch wieder mögen (z.B. abwaschbare Kunststofffolie). Birkensperrholz würde ich so lassen, wie es ist, allenfalls ein bisschen ölen oder wachsen.
Die Aufsätze auf den Schränken solltest du m.E. nochmal überdenken. Bei der Helsinki-Einrichtung geht nur der linke Schrank bis unter's Dach - und glotzt dich an und verdunkelt den Raum und rückt dir auf die Pelle und versperrt dir die Sicht. Klar, Stauraum hat man nie genug, aber nicht zu dem Preis! Ich habe ihn rausgeschmissen und freue mich über die gewonnene Wohnqualität und darüber, dass der Blick jetzt auch mal schweifen kann. Seinem Kumpel auf der Beifahrerseite erging es genau so, aber da mag jeder andere Prioritäten haben. Mir war die Helsinki immer entschieden zu eng.
Was aber ist, wenn's mal scheppert? Tomatensoßen und Konservendosen addieren sich zu einem ganz beachtlichen Gewicht, das du mit üblichen Schreinermethoden dann nicht mehr am Platz hältst. Da wäre also m.E. verschärftes Engineering gefragt (Gurte können, richtig angewandt, auch berstende Schränke irgendwie zusammen halten), oder du überlegst dir, ob ein niedriger Schrank in der Mitte, über den du problemlos hinwegsteigen kannst, um ins Fahrerhaus zu gelangen, nicht den gleiche Stauraum bietet, wie die beiden Aufsätze, nur schwerpunktgünstiger und weniger drückend.
Das wäre jedenfalls mein Vorschlag.
Gruß!
Clemens
- boggsermodoa
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Re: Westfalia Möbel - Gewicht?
Nach so viel Meinung jetzt noch ein paar Fakten:
Mein 73er Westfalia Helsinki mit vorne angeschlagenem Schlafdach samt Dachträger ab C-Säule nach hinten (Rohkarosse wie Bus/Kombi mit Schiebedach) hat ein Leergewicht von 1495 kg im Brief stehen.
Mein 73er Westfalia Helsinki mit vorne angeschlagenem Schlafdach samt Dachträger ab C-Säule nach hinten (Rohkarosse wie Bus/Kombi mit Schiebedach) hat ein Leergewicht von 1495 kg im Brief stehen.
Re: Westfalia Möbel - Gewicht?
Hi Clemens
Vielen Dank schon mal.
Die Schrankaufsätze sind gar nicht so wuchtig wie man hier meinen könnte. Die großen Schränke drunter sind 70cm hoch und diese Aufsätze noch mal 30. Da die genau hinter den Sitzen sind, und ich Smart-Sitze mit integrierten Kopfstützen habe, sollte das optisch nicht zu sehr erschlagen.
Lass mich das alles mal bauen und dann schaue ich wie es wirkt, ggfs kann man sie auch kleiner machen. Mir geht es nur wahnsinnig auf den Keks wenn auf Reisen ein Utensil nach dem anderen lose auf Ablageflächen rum liegt, deswegen viele Fächer. Dabei fällt mir ein, ich brauche noch was um die Handtasche der Frau wegzulagern. Die liegt wirklich IMMER im Weg
Vielen Dank schon mal.
Die Schrankaufsätze sind gar nicht so wuchtig wie man hier meinen könnte. Die großen Schränke drunter sind 70cm hoch und diese Aufsätze noch mal 30. Da die genau hinter den Sitzen sind, und ich Smart-Sitze mit integrierten Kopfstützen habe, sollte das optisch nicht zu sehr erschlagen.
Lass mich das alles mal bauen und dann schaue ich wie es wirkt, ggfs kann man sie auch kleiner machen. Mir geht es nur wahnsinnig auf den Keks wenn auf Reisen ein Utensil nach dem anderen lose auf Ablageflächen rum liegt, deswegen viele Fächer. Dabei fällt mir ein, ich brauche noch was um die Handtasche der Frau wegzulagern. Die liegt wirklich IMMER im Weg
Thorsten (ex *123)
- Wolfgang T2b *354
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Re: Westfalia Möbel - Gewicht?
Wer? Die Frau?
Noch was Ernstes: ich gehöre zur Schwergewichtsfraktion (busmäßig!), weil ich damals nur beschichtete Spanplatte zur Verfügung hatte. Bei allen Nachteilen hat das einen netten Vorteil: ich habe auch nach 45 Jahren noch problemlos das gleiche Material bekommen, auch unterwegs. Bei uns sind immer wieder mal sogar größere Teile kaputt gegangen oder ich musste etwas neu bauen. Und alles sieht immer noch zueinander passend aus. Also entweder Standardware benutzen oder ordentlich Material bunkern.
Und: Fächer kann man nie genug haben. Ich hasse es, wenn das Zeug überall rumliegt (und beim Bremsen rumfliegt).
Schöne Grüße
Wolfgang, der die eigene Planungsphase damals als extrem spannend empfand
- Norbert*848b
- *

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Re: Westfalia Möbel - Gewicht?
Hallo Thorsten,
Gib einmal bei Google folgendes ein: "Artgewicht von Pappelsperrholz".
(da wird dann auch mit Birke verglichen.)
... und dann kannst rechnen.

Hab ich leider noch nie nachgewogen, wozu denn auch?
Gib einmal bei Google folgendes ein: "Artgewicht von Pappelsperrholz".
(da wird dann auch mit Birke verglichen.)
... und dann kannst rechnen.
Ja, richtig, Pappel wegen gewisser "Splittersicherheit". Hin und wieder interessierte sich der TÜV dafür, welche Holzart die Selbstausbauer benutzt haben. Mit der Antwort "Pappelsperrholz" hatte man eigentlich keine Schwierigkeiten zu befürchten.
Freundliche Grüße aus Algermissen
Norbert
Hab hin und wieder "Versager" und "Verzweifler" im reviedierten Zustand für den 50 PS Bus-Motor anzubieten.
Norbert
Hab hin und wieder "Versager" und "Verzweifler" im reviedierten Zustand für den 50 PS Bus-Motor anzubieten.
- GoldenerOktober *001
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Re: Westfalia Möbel - Gewicht?
AHK? So ein praktischer Aufhänger...
Nachrichtlich: Meine Schrankwand (der Bus heißt mit Stockholm-Ausstattung nicht ohne Grund so) wiegt absolut leer (ohne Frau, ohne Handtasche, ohne den Fettsack am Steuer, nicht mal ein Ohrstäbchen...) 1805 kg (!), was sicherlich der ungewöhnlichen Ausstattung-Kombination geschuldet ist. Seit ich das aber weiß, weiß ich auch, warum sich das Ding so durch die Gegend wuchtet - und fahre seither mit dem Rosenauto den Goldenen Oktober.
Ich habe allerdings nie verstanden, warum man sich die vorhandene Schiebetüröffnung halbvoll mit Möbel stellt - auch wenn der Klapptisch des "Gewürzregals" die geilste Erfindung seit der des Rades ist!
Gruß Torsten
Mit dem Bus da steckenbleiben, wo die Anderen erst gar nicht hinkommen...
- boggsermodoa
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Re: Westfalia Möbel - Gewicht?
Weil man ja nur relativ selten mal mit dem Stapler eine Euro-Palette reinfuhrwerkt und weil sonst aller Schrankraum auf der linken Seite wäre. Da dreht dann am Colle Sommeiler ständig das rechte Hinterrad durch.GoldenerOktober *001 hat geschrieben: ↑Gestern 23:26
Ich habe allerdings nie verstanden, warum man sich die vorhandene Schiebetüröffnung halbvoll mit Möbel stellt - auch wenn der Klapptisch des "Gewürzregals" die geilste Erfindung seit der des Rades ist!
Gruß Torsten
Der Bus auf meinem Avatarbild hatte ein festes Bett. Da passte ein zusätzlicher Tank drunter, ein halber VW-Bus in Ersatzteilen und eine halbe Autowerkstatt. Hinter dem Fahrersitz gab es eine Truhe für Essensvorräte, hinter dem Beifahrersitz einen hohen Schrank mit geringer Tiefe für Kocher, Geschirr und Wasserkanister. Der hatte einen nach außen klappbaren Tisch an der Seite hängen, genannt "Clemens' Stehbierhalle".
Klamotten waren in Reisetaschen untergebracht, die entweder im Bett oder am Boden rumflogen, genau wie die Gitarre in ihrem Koffer.
Das war primitiv, aber von Stauraumvolumen, Gewicht und Schwerpunktlage kaum zu schlagen. Gekocht und gegessen wurde stets draussen, häufig auch draussen geschlafen. Das war also nix für Wintercamping oder Schottland im Spätherbst. Für Marokko oder die Türkei hat es jedoch gepasst. Heute möchte ich es allerdings auch ättwas bequemer.
Die Euro-Palette hätte man immerhin noch durch die Heckklappe einladen können. Für einen befreundeten Maler habe ich zwar keine Euro-Paletten, aber öfter mal sperrige Bilder durch die Gegend gekarrt. Die fanden auch im Dachbett Platz, das man über 2/3 der Wagenbreite im Dach ausklappen konnte.
