Anlaufschwierigkeiten bei Inbetriebnahme eines neuen Typ 4 Einspritz-Motors

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Thomas R.
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Re: Anlaufschwierigkeiten bei Inbetriebnahme eines neuen Typ 4 Einspritz-Motors

Beitrag von Thomas R. »

boggsermodoa hat geschrieben: 14.09.2026 00:33 Wenn ein Motor zu Beginn der Fahrt ordentlich läuft um dann nach einer gewissen Fahrtstrecke zu schwächeln, dann hat sich sein Zustand auf dieser Fahrstrecke verändert. Das erste, was mir da in den Sinn käme, sind die Zündkerzen.
Aussetzer? Dann erst recht. Guck dir das Kerzenbild an!
Hallo Clemens,
das Kerzenbild hatte ich schon im Oktober letzten Jahres geprüft und das war bestens. Sich das Kerzenbild aktuell anzusehen, macht erst Sinn, wenn ich wieder mal mit gefahren bin. Das kann ich erst dann machen, wenn ich den Stopfen im Kurbelgehäuse wieder gesetzt habe.

Grüße
Thomas
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Thomas R.
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Re: Anlaufschwierigkeiten bei Inbetriebnahme eines neuen Typ 4 Einspritz-Motors

Beitrag von Thomas R. »

Tanjas&Thomas_T2b hat geschrieben: 14.09.2026 09:00 Hi Thomas,

eigentlich gehört auf das Loch ein konischer Alu Stopfen, den man da mit sanfter Gewalt rein hämmert.
Das da jemand eine Plaste Abdeckung mit Lack verwendet ist ein böser Scherz.

Bei der Einspritzung kommt für harte Aussetzer entweder der Temperaturfühler in Betracht oder der Luftmengenmesser.
(Von Kabelbrüchen jetzt mal abgesehen.)
Wenn der Temperaturfühler Aussetzer hat, fettet der Bus so weit an, das der direkt aus geht wenn der Motor warm ist.
Das kannst du prüfen indem du den Stecker Richtung Steuergerät gegen Masse steckst wenn der Motor war ist.
Wenn die Aussetzer bleiben ist der Fühler schon mal nicht die Ursache.

Der LMM ist eigentlich nicht Temperaturabhängig bei seinen Fehlern. Der müsste immer Fehler erzeugen.

Die Zündung ist immer ein Heißer Kandidat. Ich würde auch noch mal die Zündspule tauschen, wenn du es nicht schon mal gemacht hast.
Wie Clemens schon schreibt Kerzen und Zündkabel, ggf noch der Verteilerfinger sind auch immer mögliche Fehlerquellen.


Was ich jetzt mal beim Support in Heidelberg hatte war zu viel Blow By eines neuen Motors. Durch die Motorentlüftung kam wohl so ungünstig Blow By, das der Motor nicht ans laufen zu kriegen war.
Erst als mir die Motorentlüftung aus dem Ansaugtrakt separiert hatten lief der Motor rund.
Wenn du also einmal den Schlauch gen S-Boot verschließt und die Motorentlüftung anderweitig führst, könntest du das auch einmal ausschließen.

Viele Grüße
Thomas
Hallo Thomas,

den von dir beschriebenen Test des Temperaturfühlers werde ich bei der nächsten Probefahrt machen.

Die Zündungsbauteile Zündspule, Zündgeschirr, Verteilerfinger, Verteilerkappe und Zündkerzen sind alle neu und vor dem Einbau durchgemessen. Der nächste Schritt wäre der Einbau des 123-Zündverteilers, den ich inkl. Zündspule und Zündgeschirr hier liegen habe. Den 123-Zündverteiler einzubauen, da bin ich noch nicht angelangt.

Zum Blow By: das trennen der Kurbelgehäuseentlüftung vom Ansaugtrakt habe ich auch schon im letzten Oktober getestet, ohne Verbesserung des Motorlaufs. Das kann ich aber noch einmal testen; ist ja kein großer Aufwand. Zur Erinnerung: ich habe wegen dem Kurbelgehäuse kein Ventil in der Kurbelgehäuseentlüftung, weil kein passendes zu finden war.

Ich werde jetzt erst einmal an den herausgedrückten Stopfen am Kurbelgehäuse gehen und dabei den Auspuff abdichten. Vielleicht bekomme ich dann auch plausible Werte von der Lambdaanzeige.
Nach meiner Recherche kann man Stopfen für das Kurbelgehäuse bekommen, aber die sind teils aus Blech, nicht aus Vollalu. Oder muss man sich die selbst anfertigen, z.Bsp. aus einem Alustab? Von dem Kunststoffstopfen möchte ich kein Maß abnehmen. Kann mir einer das Maß des Stopfens angeben, bevor ich die ganze Verblechung abgebaut habe?

Grüße
Thomas
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MichaIN
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Re: Anlaufschwierigkeiten bei Inbetriebnahme eines neuen Typ 4 Einspritz-Motors

Beitrag von MichaIN »

Hallo!

Nur mal ein gedanke, vielleicht habe ich das auch überlesesn:

Die Beschreibung deiner zweiten problematischen Probefahrt klingt für mich nach Zündkondensator. Bei der Beschreibung der getauschten Zündungsteile taucht der nicht auf.
-> Hattest du den geprüft?

Ich hatte auch mal einen defekten Unterbrecherkontakt (war nicht am T2, aber sollte egal sein).. Das Kontaktplättchen am festen Teil (Amboss) hatte sich gelöst und war mit dem des beweglichen (Hammer) verbacken. Sah auf den ersten Blick OK aus, Schließwinkel stimmte auch. Aber der Übergangswiderstand war zu hoch, deshalb zu schwacher Zündfunke.

In beiden Fällen würde die 123 tatsächlich eine Änderung bewirken.

Gruß Michael
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bullijochen
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Re: Anlaufschwierigkeiten bei Inbetriebnahme eines neuen Typ 4 Einspritz-Motors

Beitrag von bullijochen »

Ich bin jetzt nicht ganz firm beim Einspritzer. Aber wenn er kalt gut läuft und anachließend wenn er warm ist ausgeht würde ich auf den Choke tippen.
Eine andere Frage, die Sonde zeigt zu mager an? Wo sitzt die denn? Fangen wir doch mal bei den basics an und arbeiten uns langsam vorran. Zuerst einmal prüfen ob der Motor zu fett zu mager ausgeht und wenn das nicht der Fall ist die Zündung prüfen. Also erstmal Sonde klar bekommen.
Gruß Jochen
Ps: Beschreib mal die aussetzer? Ist das ein kurzes Ruckeln, knallts im Auspuff? Wie geht er aus? Schlagartig? Langsam über ein bis 2sec? Was passiert wenn du beim ausgehen aufs Gas gehst?
Gruß Jochen :bier:

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Thomas R.
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Re: Anlaufschwierigkeiten bei Inbetriebnahme eines neuen Typ 4 Einspritz-Motors

Beitrag von Thomas R. »

MichaIN hat geschrieben: 16.09.2026 00:00 Hallo!

Nur mal ein gedanke, vielleicht habe ich das auch überlesesn:

Die Beschreibung deiner zweiten problematischen Probefahrt klingt für mich nach Zündkondensator. Bei der Beschreibung der getauschten Zündungsteile taucht der nicht auf.
-> Hattest du den geprüft?

Ich hatte auch mal einen defekten Unterbrecherkontakt (war nicht am T2, aber sollte egal sein).. Das Kontaktplättchen am festen Teil (Amboss) hatte sich gelöst und war mit dem des beweglichen (Hammer) verbacken. Sah auf den ersten Blick OK aus, Schließwinkel stimmte auch. Aber der Übergangswiderstand war zu hoch, deshalb zu schwacher Zündfunke.

In beiden Fällen würde die 123 tatsächlich eine Änderung bewirken.

Gruß Michael
Hallo Michael,

danke für deinen Beitrag. Ich habe zwei revidierte Zündverteiler. Einen klassisch mit Kontakten, der andere mit einem elektronischen Zündmodul. Bei der zweiten Probefahrt war der mit dem elektronischen Zündmodul verbaut. Also kein Kondensator da, der Probleme hätte machen können.

Gruß
Thomas
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Thomas R.
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Re: Anlaufschwierigkeiten bei Inbetriebnahme eines neuen Typ 4 Einspritz-Motors

Beitrag von Thomas R. »

bullijochen hat geschrieben: 16.09.2026 10:32 Ich bin jetzt nicht ganz firm beim Einspritzer. Aber wenn er kalt gut läuft und anachließend wenn er warm ist ausgeht würde ich auf den Choke tippen.
Eine andere Frage, die Sonde zeigt zu mager an? Wo sitzt die denn? Fangen wir doch mal bei den basics an und arbeiten uns langsam vorran. Zuerst einmal prüfen ob der Motor zu fett zu mager ausgeht und wenn das nicht der Fall ist die Zündung prüfen. Also erstmal Sonde klar bekommen.
Gruß Jochen
Ps: Beschreib mal die aussetzer? Ist das ein kurzes Ruckeln, knallts im Auspuff? Wie geht er aus? Schlagartig? Langsam über ein bis 2sec? Was passiert wenn du beim ausgehen aufs Gas gehst?
Hallo Jochen,
beim Einspritzer besteht der Choke aus einer Kombination aus Temperaturfühler II und dem Zusatzluftschieber. Der Zusatzluftschieber funktioniert wie er soll. Den Temperatursensor II hat Thomas zuletzt in den Fokus gesetzt; wenn der Motor warm ist, kurzschließen, um Aussetzer ausschließen zu können. Der Test steht aus.

Mit der Bewertung der Lambdasonde vertue ich mich ständig: bei einem AFR- Wert von 12 bis 13 (oder weniger) läuft er zu fett, nicht zu mager. Die Sonde sitzt zwischen Sammelrohr und dem Endtopf, wo original der Katalysator gesessen hat.

Seit dem Rauchtest weis ich, dass der Auspuff nicht dicht ist. Im Betrieb dürfte der Frischluft reinziehen und den gemessenen AFR- Wert nach oben ziehen. Das würde bedeuten, dass der Motor noch fetter läuft als die Lambdasonde anzeigt. Vielleicht ist eine Einspritzdüse nicht in Ordnung.

Das „Ausgehen“ war beim Abbremsen vor dem Abbiegen. Da ist er einfach ausgegangen, als wenn man den Zündschlüssel dreht. Das war ohne Ankündigung und kam überraschend dass ich nicht reagieren konnte. Daher weis ich nicht, ob Gasgeben da was bewirkt hätte.
Thomas hat die Theorie aufgestellt, dass der Motor ausgegangen ist, weil der Temperatursensor II Aussetzer hat/haben könnte und der Motor dann angekettet werden würde. Wenn er z.Bsp. wegen einer defekten Einspritzdüse sowieso zu fett läuft, kann das schon den Ausschlag geben.

Deshalb stehen auf meiner ToDo- Liste ganz oben:
1. Auspuff dicht bekommen und parallel den Stopfen im Kurbelgehäuse wieder einsetzen
2. Einspritzdüsen tauschen

Ob es das dann ist, werde ich sehen und berichten. Wird aber ein paar Tage dauern.

Grüße
Thomas
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bullijochen
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Re: Anlaufschwierigkeiten bei Inbetriebnahme eines neuen Typ 4 Einspritz-Motors

Beitrag von bullijochen »

Hallo Thomas, wenn der Auspuff undicht ist wirkt sich das nur im LL aus weil da der Innendruck im Auspuff gering ist. Wenn du unter Last über 1500 rpm bist sollte sich das nicht mehr groß auswirken. Da zeigt sie dann schon einigermaßen vernünftig an.
Wenn der Motor beim Bremsen ausgeht kann auch der Bremskraftverstärker bzw der schlauch nach dem Rückschlagventil undicht sein. Der Motor geht auch nicht aus nur weil der Auspuffundicht ist der läuft auch ohne Auspuff. Der regelt ja nicht nach der Lambdasonde. Wenn der Motor schlag artig beim Bremsen und Kupplung treten ausgeht, ist er in der Regel zu fett. Das wäre ein Indiz für Thomas Theorie. Wenn er zu mager im leerlauf wäre und deswegen ausgeht hungert sich der Motor langsam runter bis er dann ausgeht. Das geht in der Regel nicht schlagartig.
Gruß Jochen :bier:

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