2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

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Thomas R.
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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Thomas R. » 27.11.2016 13:32

T2NJ72 hat geschrieben: Bilder sagen mehr als Worte:
Y_ResF.jpg
Bei Unklarheiten bitte nachfragen!
:gut:
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Thomas R.
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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Thomas R. » 05.12.2016 23:28

Hallo,
ich habe heute mal Zündverteilerkappe und Verteilerfinger durchgemessen.
- von der Kappe innen zu den Kontakten außen: 0 Ohm = Soll
- vom Kohlestift innen zum Kontakt außen, bei ganz in die Feder gedrücktem Kohlestift: um die 30 Ohm = Soll 50-150 Ohm. Trotzdem OK?
- Verteilerfinger 1,1 kOhm = ???

Die Kontakte in der Verteilerkappe und der Kontakt am Verteilerfinger hatten etwas Grünspan angesetzt.
IMG_2418.jpg
IMG_2420.jpg
IMG_2422.jpg
IMG_2423.jpg
Hab ich so auch noch nicht gesehen. Ist das normal? Oder schädlich? Wie kommt sowas?

Was meint ihr zu den Ergebnissen?

Die anderen zu prüfenden Bauteile werden ich in den nächsten Wochen oder Monaten angehen, wenn es weiterhin so kalt bleibt :dagegen:

Gruß ....
Thomas
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Norbert*848b
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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Norbert*848b » 07.12.2016 00:41

Hallo Thomas,
Thomas R. hat geschrieben:- von der Kappe innen zu den Kontakten außen: 0 Ohm = Soll
.. sauber, ist ok :!:
Thomas R. hat geschrieben:- vom Kohlestift innen zum Kontakt außen, bei ganz in die Feder gedrücktem Kohlestift: um die 30 Ohm = Soll 50-150 Ohm. Trotzdem OK?
Und ob, passt prima, 30 Ω sind ja ziemlich dicht an 50 Ω :!:
Thomas R. hat geschrieben:- Verteilerfinger 1,1 kOhm = ???

Da passt m. E. nach aber überhaupt nicht. So ich mich dann recht erinnere, ist in deinem Modell ursprünglich eine Kontaktzündanlage gewesen, zwar Umbau auf kontaktlos, aber das ändert nichts am Bestand.
Der Verteilerfinger sollte bei der Spulenzündung mit Unterbrecher 5 kΩ haben und die Entstörstecker auf den Zündkerzen haben 1 kΩ .
1 kΩ für den Verteilerfinger ist nur bei der TSZH üblich (siehe Fußnote in meiner Zeichnung vom 27.11.2016 02:04), also der Transistorzündung mit Hallgeber. Die Widerstände in den Zündkerzensteckern für diese Hall-Anlage betragen dann bis 5 kΩ bei Entstörung für Radio, ansonsten nur 1 kΩ .

Allgemein kann man festhalten, dass für beide Zündanlagen im Hochspannungsstromkreis insgesamt ein Widerstand von mehr als 5 kΩ bis etwa 7,5 kΩ vorhanden sein sollte. Die von der Zündspule erzeugte Hochspannung sorgt bekanntermaßen für einen Funkenüberschlag in der Zündkerze. Das kann kurz und heftig sein (und die gesamte Energie wird in allerkürzester Zeit verbraten), wenn der Gesamt-Widerstand in der Hochspannungsleitung zu niedrig ausfällt. Insgesamt mehr als 5 kΩ sorgen jedoch dafür, dass die Energie nicht sofort und augenblicklich abfließen kann, sondern für eine längere Brenndauer sorgt, um auch das gesamte Gemisch vollständig entzünden zu können. Das ist gerade bei dem ungünstig gestalteten Brennraum vom luftgekühlten VW Motor zwingend notwendig. Die andere positive Begleiterscheinung ist eine ausreichende sowie auch geforderte Funkentstörung (Radio,TV-Empfang) durch entsprechend dimensionierte Widerstände im Verteilerfinger sowie bei den Kerzensteckern.

Nun hast Du Zündkerzen mit eingebauten Widerständen verbaut. Leider konnte ich für Bosch die Werte nicht ausfindig machen. Nun lässt sich nur mutmaßen, ob die Widerstandskerzen ggf. den zu geringen Widerstand des Verteilerfingers ausgleichen könnten. Da wäre ich jetzt aber wirklich überfragt.
Thomas R. hat geschrieben:Hab ich so auch noch nicht gesehen. Ist das normal?
Fürchte eher nicht, hab ich so krass auch noch nicht gesehen, ist ja schon wirklich ein deutlicher Abbrand.
Thomas R. hat geschrieben:Wie kommt sowas?
Nach meiner Theorie eben wenn die Widerstände im Hochspannungszweig zu gering sind. (wenig Ohm viel Strom.)

Um Dir etwas an die Hand zu geben, würde ich jetzt einmal vorschlagen den vorhandenen Verteilerfinger gegen einen mit 5 kΩ zu tauschen. Auch würde ich gleichzeitig die
Zündkerzen gegen "NGK B5ES" austauschen. Die Hochspannungskontaktstellen in der Kappe würde ich ein wenig mit einem Schaber glätten und einmal nach längerer Probefahrt inspizieren.
Ich bin mir außerdem nicht sicher, ob diese Maßnahme Dein Problem überhaupt beseitigen kann. Der Versuch ist es aber jedenfalls Wert und die richtige Zusammenstellung der Zündanlage hat auch ungeahnte Vorteile für die Zukunft. :wink:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Thomas R.
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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Thomas R. » 08.12.2016 01:00

Hallo Norbert,
vielen Dank für deine umfangreiche und umfassende Bewertung. :gut:

Dann aktualisiere ich mal die Prüf- und Tauschliste:
- Zündkerzen auf "NGK B5ES" tauschen
- Verteilerfinger gegen einen "5- kOhmigen" tauschen
- Zündzeitpunkt korrekt einstellen
- Kontakte Benzinpumpe reinigen und prüfen
- Doppelrelais "anklopfen", Kontakte und Masse prüfen
- die eine Stelle der Unterdruckleitungen richtig instand setzen
- zu guter letzt der Kontakt des Benzinpumpenschalters im LMM prüfen

Auch wenn der Tausch der Zündkerzen und des Verteilerfingers nicht die Ursache der Motoraussetzer sind: es sind dann zwei Schwachstellen weniger.

Die Kontaktstellen in der Zündverteilerkappe sind schon gereinigt.
Eine Probefahrt wird bei dem Wetter nicht möglich sein, also werde ich mir noch etwas Zeit lassen können.
Ich berichte, wenn es wieder etwas neues gibt. Vielen Dank für euren Rat.

Gruß .......
Thomas
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Thomas R.
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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Thomas R. » 12.11.2017 15:06

Thomas R. hat geschrieben:
08.12.2016 01:00
Hallo Norbert,
vielen Dank für deine umfangreiche und umfassende Bewertung. :gut:

Dann aktualisiere ich mal die Prüf- und Tauschliste:
- Zündkerzen auf "NGK B5ES" tauschen
- Verteilerfinger gegen einen "5- kOhmigen" tauschen
- Zündzeitpunkt korrekt einstellen
- Kontakte Benzinpumpe reinigen und prüfen
- Doppelrelais "anklopfen", Kontakte und Masse prüfen
- die eine Stelle der Unterdruckleitungen richtig instand setzen
- zu guter letzt der Kontakt des Benzinpumpenschalters im LMM prüfen

Auch wenn der Tausch der Zündkerzen und des Verteilerfingers nicht die Ursache der Motoraussetzer sind: es sind dann zwei Schwachstellen weniger.

Die Kontaktstellen in der Zündverteilerkappe sind schon gereinigt.
Eine Probefahrt wird bei dem Wetter nicht möglich sein, also werde ich mir noch etwas Zeit lassen können.
Ich berichte, wenn es wieder etwas neues gibt. Vielen Dank für euren Rat.

Gruß .......
Thomas
Hallo liebe Forumsmitglieder,

es ist fast ein Jahr rum und eine Saison abgelaufen, da will ich doch eine Rückmeldung zu meinen technischen Problemen vom Herbst letzten Jahres geben.

Ich habe die obige Liste Stück für Stück abgearbeitet. Nicht gemacht ist die Reinigung der Kontakte an der Bezinpumpe. Die Kontakte sind mit Gummitüllen gegen Verdrecken geschützt. Wenn ich diese intakten Tüllen löse, gehen die garantiert kaputt und was von Repro-Ersatzteilen zu halten ist, wissen wir. Den LMM zu öffnen um die Kontakte des Bezinpumpenschalters zu reinigen, hatte ich mir als letzten Punkt aufgehoben; es war nicht nötig.

Bis zum Saisonbeginn im Frühjahr hatte ich die Zündkerzen gewechselt und den Verteilerfinger gegen einen alten 5 kOhmigen getauscht. Die Unterdruckleitungen habe ich alle gewechselt und die außen leicht angerissenen "Rippen" des Ansaugschlauchs zwischen Luftfilter und Drosselklappe mit selbstverschweißendem Dichtband abgeklebt. Das Doppelrelais war unauffällig. Zündung wurde geprüft bzw. korrekt eingestellt.

Ergebnis: Ich bin dieses Jahr rund 2.500 km gefahren und der Motor hatte nicht einen Aussetzer. :jump: :dance: :bier:

Da ich die beschriebenen Arbeiten nicht nach und nach, sondern in einem Schwung gemacht habe, konnte ich nicht feststellen, welches Bauteil nun den Fehler verursacht hat. Die aus meiner Sicht wahrscheinlichsten Kandidaten sind die Zündkerzen, der Verteilerfinger und das Unterdrucksystem inkl. Ansaugschlauch, sprich alles, was nach dem Luftfilter in Richtung Motor geht. Das sind aber auch alles Komponenten, die bei einem Einspritzer nach 40 Jahren Betrieb sowieso mal getauscht werden sollten.

Ich habe mich jedenfalls tierisch gefreut, dass das Problem beseitigt ist. Ich danke allen Beitragsschreibern. :gut:

Allerdings habe ich eins noch nicht gelöst bekommen: woher bekomme ich einen neuen Verteilerfinger mit einem Widerstand von 5 kOhm? Ich habe von diversen Quellen mittlerweile vier Verteilerfinger bezogen. Die haben alle 1 kOhm. Ein 5 kOhmiger passt nicht auf die Verteilerachse. Ist wahrscheinlich für einen T3 WBX.

Gruß ......
Thomas
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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 12.11.2017 15:22

Hi Thomas,

klasse das eine Rückmeldung gekommen ist.
Das hilft auch den Experten bei zukünftigen Fehlern.

Was Undichtigkeiten beim Einspritzer angeht, ich habe komplette Schlauchsets zusammen gestellt.
Wenn also jemand das US Unterdruckmonster in Ordnung bringen will, kann er bei mir alles bekommen.
Ich habe in den letzten Wochen viel geforscht, was Schläuche und Winkel angeht.
Und ich habe auch manchen Euro in den Sand gesetzt, da ich auf Verdacht Schläuche bestellt habe, die am Ende nicht gepasst haben.

Viele Grüße,
Thomas
Im Angebot: Drehzahlmesser, US-Motor-Kabelbaum 10101000

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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Norbert*848b » 12.11.2017 15:36

Hallo Thomas R,
ja, auch vielen Dank für die Rückmeldung, selbst wenn wir jetzt nicht wirklich schlauer geworden sind. Manchmal hilft verständlicherweise auch nur ein Rundschlag an "Kleinteilen" wenn es im Kostenrahmen bleibt. Gerade bei seltenen Fehlern möchte man ja nicht über längere Zeit genervt werden. :D
Thomas R. hat geschrieben:
12.11.2017 15:06
Ein 5 kOhmiger passt nicht auf die Verteilerachse.
Hmm, ist für mich jetzt schlecht nachvollziehbar.
War dieser Anbieter auch dabei?
http://www.wagenteile.de/shop_de/modell ... 51-kw.html
Entweder mit oder ohne Drehzahlbegrenzer...
Hier findet sich auch noch ein Anbieter, der die entsprechend zugehörigen Verteilernummer mit aufgeführt hat, verschweigt aber leider den Widerstandswert. :?
http://www.autoteile-ehring.de/article/ ... b_874.html
Viel Erfolg bei der Suche!
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Norbert*848b » 12.11.2017 16:18

Nachtrag: Einige Händler scheinen das nicht zu peilen, was es mit dem elektrischen Widerstand und der Zuordnung zur Referenznummer auf sich hat.
Nach meinen Erkenntnissen haben die Teile 055 905 225 einen Widerstandswert von 5 kOhm und die Teile mit der Nummer 055 905 225 B nur 1 kOhm.
Zumindest ein mir bekannter Händler bietet den 055 905 225 B sogar sorglos für alle T2's an, also voll daneben. Verständlicherweise werde ich da keine Namen nennen, nun sind Neugierige selbst gefordert das herauszufinden. :mrgreen:
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Norbert*848b » 14.11.2017 13:26

BTW: Hab mir einmal den Spaß gemacht, einen Händler auf das Widerstandsproblem beim Verteilerfinger anzusprechen.
O-Sound:
Your Question: What resistor has this rotor arm? For an ignition System with Points I would expect 5 k Ohms, can you confirm this?
If not and there is a 1 k Ohm inside this part would only fit for an electronic System (TSZH) for my opinion.
Answer: The resistance for these rotor arms is 1 k Ohm (the same as the original Bosch ones) and is used in both points and electrical ignition systems by Volkswagen.

... seltsam, nicht wahr.

Solche Teile kauft man demnach dann am besten nach der Bosch-Nummer oder bei fachkompetenten Teilehändlern. :wink:
http://www.type2.com/library/electrip/boignp.htm
&
http://www.bosch-automotive-catalog.com ... uct-search
Y_Rotor.jpg
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von bullijochen » 14.11.2017 14:30

Hallo Thomas,
Ich lese das erst jetzt. Aber wenn ich mir das Photo der Verteilerkappe so anschaue wundern mich die Aussetzer nicht. Ich hab das bei mir so einmal im Jahr. Da fängt der Drehzahlmesser an zu zuckeln dann merkt man immer wieder ein Ruckeln. Dann weiß ich jetzt muß die Verteilerkappe wieder ausgekratzt werden.
Mit ein Grund warum ich schon vor 10 Jahren auf doppelfunken Zündung umgestellt habe. Die ist dann komplett kontaktlos.. :wink: doch leider ist die auf dem anderen Motor drauf der gerade zerlegt in der Garage auf seine wiederbelebung wartet.
Gruß Jochen
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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Norbert*848b » 15.11.2017 00:34

@ Jochen,
bullijochen hat geschrieben:
14.11.2017 14:30
Ich hab das bei mir so einmal im Jahr.
Wieviel km fährst Du denn pro Jahr?
bullijochen hat geschrieben:
14.11.2017 14:30
Dann weiß ich jetzt muss die Verteilerkappe wieder ausgekratzt werden.

... ich mach das wenn überhaupt alle 30 tkm...
bullijochen hat geschrieben:
14.11.2017 14:30
Mit ein Grund warum ich schon vor 10 Jahren auf doppelfunken Zündung umgestellt habe.
Wie ist das jetzt zu verstehen?
bullijochen hat geschrieben:
14.11.2017 14:30
Die ist dann komplett kontaktlos.. .
Primärkreis kontaktlos oder nicht, das ändert aber doch nichts an der Hochspannungsverteilung (mal davon abgesehen, dass die erzeugte Hochspannung bei kontaktlos höher ausfallen sollte).
Wie ist das Zündgeschirr ausgestattet, Ohm Wert für Vtl.-Finger bis hin zu den Kerzensteckern sowie evtl. vorhandenen Entstör-Steckern.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von bullijochen » 15.11.2017 00:50

Hallo Norbert
Ich fahre so 10tkm im Jahr. Warum das bei mir so oft vorkommt weiß ich auch nicht.
Primärkreis kontaktlos oder nicht, das ändert aber doch nichts an der Hochspannungsverteilung (mal davon abgesehen, dass die erzeugte Hochspannung bei kontaktlos höher ausfallen sollte).
Wie ist das Zündgeschirr ausgestattet, Ohm Wert für Vtl.-Finger bis hin zu den Kerzensteckern sowie evtl. vorhandenen Entstör-Steckern.
Deswegen ist ja auch der sekundärkreis kontaktlos. Ich habe 2 Hallgeber im Verteiler, zwei Zündschaltgeräte und eine doppelfunken Zündspule von Ford mit den zugehörigen Steckern. Die gibt es in unterschiedlichen längen sodass mann die entsprechenden längen zusammensuchen kann.
Läuft seit dem fast störfrei. Hab einmal die Kabel wechseln müssen.
Gruß Jochen
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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Sgt. Pepper » 15.11.2017 10:37

Moin,

da hier auch die TSZ-H Zündung genannt wurde:
Hier unbedingt auf qualitativ gute Verteilerkappen und Läufer achten. Die Zündung hat deutlich höhere Zündspannungen. Der Funken springt entsprechend schnell an ungewünschter Stelle über. Die Kappe und auch der Läufer sehen bei meinem Bus mit dieser Zündung übrigens schon nach wenigen tausend Kilometern so aus. Bisher aber noch keine Probleme damit gehabt.

Bei dieser Zündung würde ich übrigens immer Silikon-Zündkabel verwenden, da diese höhere Spannungen aushalten als die normalen mit PVC Isolierung.

Mit neuen Teilen von Bosch hab ich leider schon häufiger Probleme gehabt. Einmal brach der Mitnehmer nach wenigen tausend Kilometern ab, was dazu geführt hat das sich die Zündung extrem verstellt hat. Eine neue Bosch Verteilerkappe hat ebenfalls sehr schnell den Geist aufgegeben. Hier brach der Kohlestift und die Kontakte im Deckel waren nicht sauber vergossen.
Ich würde versuchen Teile von Beru zu besorgen.

Grüße,
Stephan
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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Phillip » 16.11.2017 23:26

Hi,

wegen den Luftschläuchen hatte ich schon mal woanders geschrieben. Habe alles auf Silikon geändert.

forum/viewtopic.php?f=7&t=22706&p=226316#p226316
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Re: 2.0 GE Einspritzer mit Aussetzern: Ursache ?

Beitrag von Norbert*848b » 18.11.2017 02:22

Phillip hat geschrieben:
16.11.2017 23:26
Habe alles auf Silikon geändert.
... kann man sicherlich machen, mit den original Leitungen sollte es aber eigentlich auch funktionieren können, so meine Erfahrung. :wink:
Sgt. Pepper hat geschrieben:
15.11.2017 10:37
Bei dieser Zündung würde ich übrigens immer Silikon-Zündkabel verwenden, da diese höhere Spannungen aushalten als die normalen mit PVC Isolierung.
Sicherlich keine schlechte Empfehlung, dem kann mich dem wirklich nur anschließen.
Sgt. Pepper hat geschrieben:
15.11.2017 10:37
Mit neuen Teilen von Bosch hab ich leider schon häufiger Probleme gehabt. Einmal brach der Mitnehmer nach wenigen tausend Kilometern ab, was dazu geführt hat das sich die Zündung extrem verstellt hat. Eine neue Bosch Verteilerkappe hat ebenfalls sehr schnell den Geist aufgegeben. Hier brach der Kohlestift und die Kontakte im Deckel waren nicht sauber vergossen.
Ich würde versuchen Teile von Beru zu besorgen.

Hmm, da hab ich noch etwas in Erinnerung, Beru neu und Bosch alt, oder auch neu?: forum/viewtopic.php?f=7&t=15068&p=23513 ... ru#p235131

@ Jochen, gut wenn Du Deine Zündanlage umgebaut hast und es nun ohne Ausfälle klappt. Für mich ist jedoch dieser Umbau und diese Notwendigkeit nicht wirklich nachvollziehbarer.
Ich fahre seit mehr als mind. 60 tkm mit einem Verteiler sowie -Finger ohne Probleme und kann wirklich nicht nachvollziehen, dass nach nur 10 tkm bei Deinem Fahrzeug beides aufgebraucht sein sollte.
Entstör-Stecker Kerzen 1 kOhm sowie Widerstand Verteilerfinger 5 kOhm sollten eigentlich passen.
Etwas "Tricky":, sollten Abbrandspuren sowie "Materialwanderung", "Schmelzperlen" an den Kontakten der Verteilerkappe zu beobachten sein, so kann es sein, dass der Verteilerwiderstand nicht in Ordnung ist. "Ohmsch" gemessen mag er ok sein, jedoch bei Hochspannungsbelastung könnte er versagen, und ein "Durchschschlagen" würde dann nur 0 Ohm Widerstand bedeuten.
Das würde dann ein früheres Abbrennen des Verteilerfingers sowie der Kontakte in der Verteilerkappe bedeuten.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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