zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

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ulme*326
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Re: zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

Beitrag von ulme*326 »

Hallo Ralph,
Ist ein Schaltschema der Zusatz-Ölkühlanlage vorhanden?
Gibt es ein Öltemperatur-Anzeigegerät? Öltemperatur irgendwie wieder höher als vor Einbau Zusatzölkühlanlage?
Die Idee dabei ist daß der große Ölkreislauf zum Unterflur-/ Frontkühler aktiv geschaltet ist aber nichts fliesst/fliessen kann. Und deshalb - weshalb auch immer - die Ölpumpe gegen Widerstand pumpt. Um aber hier nicht weiter raten zu müssen wäre ein Schaltschema hilfreich. Wurde der Zusatzölkühler gleich mit Einbau des Kummetatmotores realisiert?
Mit Kenntnis des Schaltschemas könnte man dann mal eine Verbrauchsbeurteilung mit ordentlich abgeschaltetem externen Ölkühlerkreis fahren. Basis dieser Theorie ist daß irgendwas seit beginnender Verbrauchsauffälligkeit plötzlich die Ölpumpe gegen einen hydraulischen Widerstand im externen Kreis arbeiten lässt.

Davor oder danach (nicht gleichzeitig): Ich würde die beiden Beschleinigerpumpenmembrane erneuern lassen und die Einspritzmengen einmessen lassen. Bei den Serienvergasern sind diese Einspritzmengen pro EP-Pumpenhub zusätzlich thermostatisch geregelt. Diese kleinen herausschraubbaren Thermostate können dort auch mal kaputtgehen. Bei den 36-40 igern allerdings nicht , denn da sind diese Thermostate nicht verbaut. Um so wichtiger ist es bei den großen Vergasern daß deren Beschleunigerpumpen-Einspritzmengen genauso justiert sind daß sie Kalt - und Warmphase mengenmäßig ausreichend aber nicht zu üppig abdecken. Basis dieser Theorie ist daß die Membrane plötzlich irgendwie verhärtet sind und dabei überdosieren.

Dein Hinweis, daß irgendwann mal die Drehzahl zu hoch war und dann irgendwie wieder in den Normbereich gebracht werden konnte, läßt natürlich auch Raum für Spekulationen (Vergaser verstellt? Hinweis rel. hoher CO-Wert )

Ist die Transistorzündung über alle Zweifel erhaben? evtl mal gegen eine identische auswechseln und dann Verbrauch beurteilen? Hat die auch so ein schwarzes Steuergerät? Wo sitzt das?

So - und jetzt hab ich erstmal keine weiteren Ideen...... wahrscheinlich ist es etwas anderes, ganz Banales.......

gruss ulme
Gruesse von der Oberschwaebischen Barockstrasse
ulme*326


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Deleted User 1332

Re: zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

Beitrag von Deleted User 1332 »

Hallo Ulme,

danke für deine weiteren Überlegungen.

es war schon vor dem Umbau eine Ölkühleranlage verbaut, die Kummetat geändert hat. Ursprünglich war es ein Racimex Thermostat und ein Racimex Kühler. Kummetat hat einen grösseren Kühler und ein anderes Thermostat eingebaut.
Die Öltemperatur liegt stoisch bei ca 90° , bei niedrigen Aussentemperaturen und Kurzstrecke auch schon mal bei 80°

Die zu hohe Drehzahl lag am Gasgestänge, das hat geklemmt. Der Verbrauch war aber vor- und nachher gleich.

Mir ist aber noch was eingefallen, was ich bisher nicht mitgeteilt hatte, :oops:

Ich habe die Benzinpumpe gegen eine elektrische getauscht. Wenn ich mich recht erinnere , war der Verbrauch aber schon vor dem Tausch zu hoch. Es ist eine Pierburg Benzinpumpe von CSP .

viele Grüße
Ralph
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rogerWilco
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Re: zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

Beitrag von rogerWilco »

Hallo Ralph,
ralph hat geschrieben:Ich habe die Benzinpumpe gegen eine elektrische getauscht.
Hatte auch so eine el. Benzinpumpe. Vermutlich haben die Schwimmernadelventile dem höheren Druck nicht
ganz standgehalten. Habe wieder auf mechanische Pumpe rückgebaut und der Verbrauch ist um ca. ein Liter
gesunken.

luftgekuehlte gruesse

Edgar
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burning_bully
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Re: zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

Beitrag von burning_bully »

hallo, ich schließe mich bei dem Thema mal an.

Habe auch eine CJ mit knappen 100 Pferdchen und den 36-40 er Solex.

Fahre die Dinger jetzt schon recht lange, müssten jetzt so 4 Jahre sein. Läuft auch alles super, bis eben auf den Spritverbrauch.

Egal ob ich den Bus gemütlich mit 100 bewege oder bei Vollgas mit 150, der Spritverbrauch sinkt eigentlich nie unter 17 Liter. Da man sich bei dem Motor schwer zurückhalten kann liegt der Verbrauch dann aber eher bei 19 bis 20 Litern ;-)

Da der Bus läuft, und mir der Spritverbrauch egal war, habe ich nichts unternommen.

Doch so langsam würde ich das ganze Ding gerne mal von jemandem einstellen lassen.

Deshalb die Frage an die Forumsmitglieder, kennt jemand eine Werkstatt die man guten Gewissens an das Ding ran lassen kann?

Da die ganze Sache wohl kaum an einem Tag erledigt werden kann, schon gar nicht am Wochenende, suche ich jemanden in der Umgebung von Darmstadt/Frankfurt, da es immer recht aufwendig ist, den Bus 250km in den Pott zu fahren, und dann wieder abzuholen.

Über Tips wäre ich Euch sehr dankbar :-)

MFG Tim
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Rolf-Stephan Badura
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Re: zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

Beitrag von Rolf-Stephan Badura »

burning_bully hat geschrieben:... eher bei 19 bis 20 Litern
Autsch :shock: , habt ihr 'nen Zusatztank verbaut?
mit so etwas kann man doch nur im Kreis um 'ne Tankstelle fahren :wink:
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ulme*326
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Re: zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

Beitrag von ulme*326 »

das Problem der 36-40-iger Vergaser (gegenüber 32-34PDSIT) ist nach meiner Einschätzung die fehlende thermostatische Regelung der Beschleunigerpumpen-Einspritzmengen.
Wie oben schon gesagt. Wenns kalt ist saufen die Euch arm im Kurzstreckenverkehr. Deshalb lohnt sich sicher die Mengen auf ein zulässiges Minimum einzustellen.
Wegen der E-Pumpe - ich würde mal den Druck messen - kann man den bei dieser Pierburg- Pumpe etwas zurücknehmen? Möchte zu diesen Pumpen nichts sagen da ich stets die mechanische Original-Variante wählen würde.
Die Schliess-Charakteristik der möglicherweise völlig intakten Schwimmernadelventile kann bei verändertem Vordruck natürlich verändert sein. Egal.
Ich empfehle den Rückbau auf mechanische Pumpe und obige Mengenmessung/Justage.
Neue mechanische Pumpen gibt es in letzter Zeit immer wieder mal im Netz. Originale meine ich - nicht die Nachbauten.
Zeit nehmen zu suchen.

gruss ulme
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ulme*326


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burning_bully
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Re: zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

Beitrag von burning_bully »

ulme*326 hat geschrieben:das Problem der 36-40-iger Vergaser (gegenüber 32-34PDSIT) ist nach meiner Einschätzung die fehlende thermostatische Regelung der Beschleunigerpumpen-Einspritzmengen.
Wie oben schon gesagt. Wenns kalt ist saufen die Euch arm im Kurzstreckenverkehr. ...
gruss ulme
Der Bus wird eigentlich nur im Langstreckenbetrieb genutzt... und da ich mich mit dem ganzen Vergasergeraffeln nicht auskenne suche ich eben jemanden der sich dem professionell annehmen könnte...

Keiner einen Tip, es scheint als wären doch mittlerweile ein paar mehr Busfahrer mit nicht Serienmotoren und vor allem anderen Vergasern unterwegs?!
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HaraldT2
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Re: zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

Beitrag von HaraldT2 »

Hallo,

fahre auch mit den Vergasern, Verbrauch auf Langstrecke voll beladen ca.13,5 l.
Ich suche noch Informationen über die Synchronisation und Einstellung der Vergaser.

Gruß Harald
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ulme*326
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Re: zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

Beitrag von ulme*326 »

burning_bully hat geschrieben:
ulme*326 hat geschrieben:das Problem der 36-40-iger Vergaser (gegenüber 32-34PDSIT) ist nach meiner Einschätzung die fehlende thermostatische Regelung der Beschleunigerpumpen-Einspritzmengen.
Wie oben schon gesagt. Wenns kalt ist saufen die Euch arm im Kurzstreckenverkehr. ...
gruss ulme
Der Bus wird eigentlich nur im Langstreckenbetrieb genutzt... und da ich mich mit dem ganzen Vergasergeraffeln nicht auskenne suche ich eben jemanden der sich dem professionell annehmen könnte...

Keiner einen Tip, es scheint als wären doch mittlerweile ein paar mehr Busfahrer mit nicht Serienmotoren und vor allem anderen Vergasern unterwegs?!

Ich würde zu Frau Annette Hue raten. Ist in der Region Koblenz.
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mooo
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Re: zu hoher Verbrauch im Kurzstreckenbetrieb

Beitrag von mooo »

ich kann dir vogt engeneering in freiburg empfehlen. Der kennt sich wirklich perfekt mit Solexx und Weber aus. Der kann die auch perfekt syncronisieren, Kannst danach ein Glas Wasser auf den Gebläsekasten stellen.


Gruß
Moritz
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