Hallo in die Runde,
leider habe ich an meinem Bulli (T2b, Motor CB, 1700er von 1973) ein hartnäckiges Zündungsproblem und ich kriege die Thematik nicht aufgelöst…
Am Sonntag wollte ich zum Oldtimertreffen und hatte gleich zu Beginn Startschwierigkeiten.
Am Unterbrecherkontakt stimmten letztlich die 0,4mm Abstand nicht mehr und nach dem Nachstellen schien auch alles soweit gut.
Aber dann, nach ca. 2 km war schlagartig der Motor aus – kein Ruckeln, kein Stottern, einfach tot. Alle Startversuche waren vergeblich – es gibt keinen Zündfunken.
Nun habe ich meist auch einige Ersatzteile mit…
Der Unterbrecher war gut, die Kontaktflächen sind sauber. Verteilerdeckel und auch Finger sind ohnehin gerade ausgetauscht worden und sehen gut aus.
Das Hauptstromkabel von Zündspule liefert nur einen ganz schwachen Zündfunken – ein Ersatzkabel ebenfalls.
Da ich auch noch eine nagelneue Bosch-Zündspule dabei hatte, habe ich auch diese gewechselt – ohne Erfolg.
Der ADAC kam dann auch mittlerweile – dieser hat die Zündspule separat geprüft, also Klemme 15 hat Zündungsplus, an Klemme 1 hat er den Kondensator abgeklemmt und ein separates Kabel angeklemmt – mit diesem Kabel hat er an einem sauberen Massepunkt die Induktion in der Spule ausgelöst = Ergebnis ist nur ein schwacher Funke.
Zur Gegenprobe hat er eine Zündbox vom Golf 4 probiert – da war ein kräftiger blauer Zündfunke zu sehen.
An meinen 3 Zündspulen (erfolglos getestet) liegen die Widerstände der Primären Wicklung bei 3,3 -4,2 Ohm und bei der sekundären Wicklung bei 6-10 kOhm – eigentlich sollten die Werte doch gut sein?!
Ich habe dann noch die Masseverbindung (-band) auf gute Kontaktflächen kontrolliert, aber nun bin ich mit meinem (kleinen) Latein am Ende.
Was kann/muss ich noch prüfen - hat hier jemand noch eine „zündende“ Idee?
Danke
Zündspule liefert keinen Zündfunken
- langhansen
- T2-Profi
- Beiträge: 76
- Registriert: 19.01.2019 11:54
- IG T2 Mitgliedsnummer: 0
Zündspule liefert keinen Zündfunken
Träume sind zum Leben da 
- Norbert*848b
- *

- Beiträge: 7693
- Registriert: 30.10.2013 22:57
- IG T2 Mitgliedsnummer: 848
Re: Zündspule liefert keinen Zündfunken
Moin Andreas,
(Kabel von Klemme 4 von der Verteilerkappe abziehen und etwa 10mm vor eine Masse halten.
Verteilerkappe geöffnet, Kontakte in "offen-Stellung", Zündung einschalten, dann mit Schraubendreher die Kontakte kurzschließen,
es sollte jetzt ein satter Funke überspringen. Wenn nicht, Kondensator tauschen und den Vorgang wiederholen.
Ist nun ein "satter" Funke zu erkennen, lags am Kondensator.
Falls immer noch kein entsprechender Funke vorhanden ist, hätte ich jetzt die Zündspule in Verdacht.)
Ja, es ist manchmal schwierig. Nur drei Bauteile, die für die Hochspannungserzeugung nötig sind und oftmals sucht man sich einen Wolf.
Dann gibt es noch hin und wieder Schwierigkeiten mit vernünftiger Kontaktierung (das Kabel von den Kontakten zur Flachsteckhülse, das kleine Masseband im Verteiler von der Kontaktplatte zur Gehäusemasse Verteilergehäuse usw..
Vielleicht auch noch interessant, was der Kondensator bewirkt:
Ja, ist klar, ohne Kondensator (Wert etwa 0,22 Mikrofarad) gibt es nur einen schwachen Zündfunken an Klemme 4.langhansen hat geschrieben: ↑11.03.2026 17:09 Der ADAC kam dann auch mittlerweile – dieser hat die Zündspule separat geprüft, also Klemme 15 hat Zündungsplus, an Klemme 1 hat er den Kondensator abgeklemmt und ein separates Kabel angeklemmt – mit diesem Kabel hat er an einem sauberen Massepunkt die Induktion in der Spule ausgelöst = Ergebnis ist nur ein schwacher Funke.
(Kabel von Klemme 4 von der Verteilerkappe abziehen und etwa 10mm vor eine Masse halten.
Verteilerkappe geöffnet, Kontakte in "offen-Stellung", Zündung einschalten, dann mit Schraubendreher die Kontakte kurzschließen,
es sollte jetzt ein satter Funke überspringen. Wenn nicht, Kondensator tauschen und den Vorgang wiederholen.
Ist nun ein "satter" Funke zu erkennen, lags am Kondensator.
Falls immer noch kein entsprechender Funke vorhanden ist, hätte ich jetzt die Zündspule in Verdacht.)
Ja, es ist manchmal schwierig. Nur drei Bauteile, die für die Hochspannungserzeugung nötig sind und oftmals sucht man sich einen Wolf.
Dann gibt es noch hin und wieder Schwierigkeiten mit vernünftiger Kontaktierung (das Kabel von den Kontakten zur Flachsteckhülse, das kleine Masseband im Verteiler von der Kontaktplatte zur Gehäusemasse Verteilergehäuse usw..
Vielleicht auch noch interessant, was der Kondensator bewirkt:
- Dateianhänge
Freundliche Grüße aus Algermissen
Norbert
Hab hin und wieder "Versager" und "Verzweifler" im reviedierten Zustand für den 50 PS Bus-Motor anzubieten.
Norbert
Hab hin und wieder "Versager" und "Verzweifler" im reviedierten Zustand für den 50 PS Bus-Motor anzubieten.
- langhansen
- T2-Profi
- Beiträge: 76
- Registriert: 19.01.2019 11:54
- IG T2 Mitgliedsnummer: 0
Re: Zündspule liefert keinen Zündfunken
Hallo Norbert,
mit meiner Antwort wollte ich warten, bis es wieder funkt.
Leider konnte ich keine Kapazitätsmessung mit meinem Multimeter durchführen - bietet meiner nicht an
Ich hatte dann doch mal den Verteiler draußen und habe vorsorglich den Kondensator und den Unterbrecher getauscht und auch den Verteilerfinger...
...warum auch immer, plötzlich war der Zündfunke wieder da?!!
Lange Zeit hatte ich mich auf die Zündspule, Masseverbindung, Hauptstromkabel fokussiert (der Mann vom ADAC meinte, dass durch seinen separaten Test die Baugruppen vom Verteiler nicht mehr relevant seien?! ...ob das so gestimmt hat?
Am Ende ist es so, wie Du sagst... eine von den drei Baugruppen ist es dann wohl immer.
Danke und Dir einen schönen Abend, Gruß Andreas
mit meiner Antwort wollte ich warten, bis es wieder funkt.
Leider konnte ich keine Kapazitätsmessung mit meinem Multimeter durchführen - bietet meiner nicht an
Ich hatte dann doch mal den Verteiler draußen und habe vorsorglich den Kondensator und den Unterbrecher getauscht und auch den Verteilerfinger...
...warum auch immer, plötzlich war der Zündfunke wieder da?!!
Lange Zeit hatte ich mich auf die Zündspule, Masseverbindung, Hauptstromkabel fokussiert (der Mann vom ADAC meinte, dass durch seinen separaten Test die Baugruppen vom Verteiler nicht mehr relevant seien?! ...ob das so gestimmt hat?
Am Ende ist es so, wie Du sagst... eine von den drei Baugruppen ist es dann wohl immer.
Danke und Dir einen schönen Abend, Gruß Andreas
Träume sind zum Leben da 
- Norbert*848b
- *

- Beiträge: 7693
- Registriert: 30.10.2013 22:57
- IG T2 Mitgliedsnummer: 848
Re: Zündspule liefert keinen Zündfunken
Moin Andreas,
Einen Kondensator zu messen und für in Ordnung zu befinden, ist leider nicht so einfach.
Das hat mir meine langjährige Berufspraxis im Elektro-/ Elektronik-Bereich so beigebracht.
Die Kapazitätsmessung auf den Sollwert mit einem geeigneten Messgerät zu messen ist die eine Sache.
Was die meisten aber nicht bedenken, dass auch zwingend zusätzlich eine Isolationsmessung (Stichwort: "Leckstrom") durchzuführen ist.
Das sollte dann idealerweise mit der (angegebenen?) Spannungsfestigkeit mittels eines Isolationsmessgerätes durchgeführt werden.
(Beim Löschfunkenkondensator ist da leider nichts aufgedruckt /wirklich bekannt bzw. genannt, ich gehe da eher von 400V= aus.)
Eine Messung auf die richtige Kapazität erfolgt mit eher niedrigen (Wechsel-) Spannungen und da mag auch noch ein richtiger Wert herauskommen.
Nur nach erfogter Isolationsmessung mit fehlerfreiem Wert kann ein Kondensator für intakt befunden werden.
Für die angetroffene "Fachkompetenz" spricht m.E. nach, dass er den Test offenbar ohne Kondensator gemacht hat.
Wer heutzutage mit seinem Oldtimer unterwegs ist, sollte auch besser sein eigener Pannenhelfer sein und eine eigene
"Erste-Hilfe-Kiste" gut bestückt in seinem Fahrzeug dabei haben.
Selbst wenn Dein Multimeter solch einen Messbereich hätte, misst man meistens nur "Mist".langhansen hat geschrieben: ↑Gestern 19:36 Leider konnte ich keine Kapazitätsmessung mit meinem Multimeter durchführen - bietet meiner nicht an
Einen Kondensator zu messen und für in Ordnung zu befinden, ist leider nicht so einfach.
Das hat mir meine langjährige Berufspraxis im Elektro-/ Elektronik-Bereich so beigebracht.
Die Kapazitätsmessung auf den Sollwert mit einem geeigneten Messgerät zu messen ist die eine Sache.
Was die meisten aber nicht bedenken, dass auch zwingend zusätzlich eine Isolationsmessung (Stichwort: "Leckstrom") durchzuführen ist.
Das sollte dann idealerweise mit der (angegebenen?) Spannungsfestigkeit mittels eines Isolationsmessgerätes durchgeführt werden.
(Beim Löschfunkenkondensator ist da leider nichts aufgedruckt /wirklich bekannt bzw. genannt, ich gehe da eher von 400V= aus.)
Eine Messung auf die richtige Kapazität erfolgt mit eher niedrigen (Wechsel-) Spannungen und da mag auch noch ein richtiger Wert herauskommen.
Nur nach erfogter Isolationsmessung mit fehlerfreiem Wert kann ein Kondensator für intakt befunden werden.
Naja, die ADAC-Pannenhelfer von heute sind oftmals auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren...langhansen hat geschrieben: ↑Gestern 19:36 ... der Mann vom ADAC meinte, dass durch seinen separaten Test die Baugruppen vom Verteiler nicht mehr relevant seien?!
Für die angetroffene "Fachkompetenz" spricht m.E. nach, dass er den Test offenbar ohne Kondensator gemacht hat.
Wer heutzutage mit seinem Oldtimer unterwegs ist, sollte auch besser sein eigener Pannenhelfer sein und eine eigene
"Erste-Hilfe-Kiste" gut bestückt in seinem Fahrzeug dabei haben.
Freundliche Grüße aus Algermissen
Norbert
Hab hin und wieder "Versager" und "Verzweifler" im reviedierten Zustand für den 50 PS Bus-Motor anzubieten.
Norbert
Hab hin und wieder "Versager" und "Verzweifler" im reviedierten Zustand für den 50 PS Bus-Motor anzubieten.
