Hallo an alle
Nach dreimaligem Aus und Einbau des Motors innerhalb von zwei Monaten gerade ich jetzt an die Grenzen meiner Geduld, mein Vermögen habe ich dabei sicher schon lange überschritten...
Wegen Hitze tot habe ich einen neuen Motor gekauft und wollte diesen eigentlich mit den CA Vergasern eines ehemals 1700 wieder in Betrieb nehmen in einer Standard-nahen CJ Konfiguration mit 2000 ccm in leichter Abwandlung des Kompressionsverhältnisses auf 1:8,6 und Nockenwelle 269°.
Viele Leute habe ich zu den Möglichkeiten befragt, von Leuten die sich auskennen unter anderem Oratech einem Vergaserspezialisten aus Aschaffenburg und einem Profi Einsteller mit Leistungsstand in der Nähe von Langen habe ich das Feedback bekommen es sei kein Problem ging alles...
Andere haben gewarnt dass die Original Solex Vergaser der CJ Motoren sich wesentlich unterscheiden, auch wenn sie noch die gleiche Bezeichnung tragen.
Der Leerlauf lässt sich perfekt über den dritten Vergaser (Links) einstellen ich kriege einen super Lambda 0.95 wie immer ich es haben will.
Aber der Teillastbereich beim Cruisen wenn man nur so vor sich hin gleitet bei 11 -12 -13 -1400 Umdrehungen ohne Belastung also alles was nach dem Leerlauf kommt ist erst einmal alles viel zu fett. 0,8 Lambda vielleicht ein klein bisschen mehr...
Die Symptomatik ist drehzahlabhängig einfach aus dem Standgas raus höhere Drehzahl - Lambda geht in den Keller.
Den Drosselklappen Spalt habe ich ideal auf + eine halbe Umdrehung eingestellt. Die Gestänge sind ideal synchronisiert über Lambda verifiziert und mit den Saugvolumen synchronisiert. Natürlich alles bei ausgehängten Gestänge und stillgelegtem 3. Vergaser. Die Ventile sind perfekt eingestellt. Der Motor ist 150 km gelaufen. Auch Zündzeitpunkt und Zündverteiler (ist noch der Original) sind okay.
Im Volllastbereich dann eher zu mager Lamda 0, 95 bei leichter Bergauffahrt oder auch mal 0,99. Alle Werte erhoben außerhalb des Beschleunigungsprozesses bei konstantem nicht veränderten Gaspedal.
Volllast oder ähnliches habe ich natürlich nicht gemacht, Motor ist neu, maximal 3000 Umdrehungen...
Jetzt zu meiner konkreten Frage: hat irgendjemand tatsächlich Erfahrung mit einem solchen Projekt und es hat geklappt
Oder aber hat er Schiffbruch erlitten und es hat nicht geklappt auch das würde mir helfen
Zweite Frage: wie sieht es mit validen Lamdawerten bei diesen Solex Vergasern aus? Da muss doch irgendjemand mal gemessen haben was man tatsächlich erwarten kann
Mein Problem ist eine Abweichung von 0,15 Lamda
Ein bisschen stelle ich mir einfach auch die Frage was mit diesen Solex Vergasern wirklich zu erreichen ist
Falschluft kann ich eigentlich ausschließen, alles neu und dicht.
Hat vielleicht schon mal jemand ähnliche Erfahrung gemacht und auf Weber IDF umgestellt
Ich bin mit meinen Nerven deutlich am Ende und wahnsinnig dankbar wenn mir jemand was dazu sagen kann.
Ich vermute das konkrete Problem in meinem Setting liegt tatsächlich bei den Bohrungen im Übergangsbereich die sich wesentlich unterscheiden und dem stärkeren Saugverhalten meines etwas kompressionsgesteigerten Motors.
Last but not least, im Moment habe ich eine 140er Hauptdüse, 140er Luftkorrekturdüse und ein 0.55er Leerlauf Abschaltventil rechts und links. Das ist noch die Konfiguration meines alten CA-Vergasers original wäre hier eine 130er Hauptdüse (125) die war tatsächlich auch noch drin aber aufgerieben auf 140...
Vom Fahrverhalten könnte ich das alles sowieso nicht beurteilen, da würde ich sagen die Geschichte läuft. Aber nach einem Hitzetod und bei einem neuen Motor für sehr viel Geld stellen sich eben diese Fragen.
Überhaupt noch zu den Messwerten: iInnovate 3918 MTX L Plus, mit Bosch 4.9 Breitbandsonde, neu kalibriert.
Einziger Workaround den ich jetzt noch nicht probiert habe, ist den 3. Vergaser wieder über die CO Schraube abzudrehen und den Drosselklappenspalt zu öffnen zur Sicherstellung des Standgases und damit vielleicht den Bereich der Progressionsbohrungen schneller zu verlassen
Danke, Danke und Grüße aus Frankfurt
Andreas


