Starker Ölverlust aus den Ventildeckeldichtungen Typ 1
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Phil
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Re: Starker Ölverlust aus den Ventildeckeldichtungen Typ 1
Der Thread ist zwar für den Threadstarter seit 2 Jahren beantwortet, aber für´s Archiv geb ich dann auch noch nen Hinweis dazu:
Es gibt Typ1 Zylinderköpfe, mutmaßlich aus Brasilien (2BR), die haben einen Anguss, den diverse andere Köpfe nicht haben, und da kann dann diese Lasche mit dem Loch, zu sehen z.B. hier:
https://www.csp-shop.de/motor/ventildec ... 1212a.html
rechts im Bild am Ventildeckelrand, am Kopf ein wenig anstehen und für leichtes Kippeln sorgen, das man auch mal übersehen kann, wenn man nicht damit rechnet. Nicht alle Ventildeckel haben die Lasche, nicht alle Köpfe haben den Anguss, aber wenn beides zusammentrifft, wird die Sache u.U.niemals richtig dicht. Die Lasche kann man abflexen, zumindest mir erschließt sich eh nicht wozu die da ist (bin aber gerne an Auskunft dazu interessiert!), dann passt evtl. schon alles.
und die Idee mit dem Fett scheint mir sehr gut, denn tatsächlich verrutschen die Dichtungen auch gerne mal bzw. bilden z.b am unteren Rand einen leichten Bogen nach oben, dann wird´s natürlich auch nicht dicht...
Grüßle,
Phil
Es gibt Typ1 Zylinderköpfe, mutmaßlich aus Brasilien (2BR), die haben einen Anguss, den diverse andere Köpfe nicht haben, und da kann dann diese Lasche mit dem Loch, zu sehen z.B. hier:
https://www.csp-shop.de/motor/ventildec ... 1212a.html
rechts im Bild am Ventildeckelrand, am Kopf ein wenig anstehen und für leichtes Kippeln sorgen, das man auch mal übersehen kann, wenn man nicht damit rechnet. Nicht alle Ventildeckel haben die Lasche, nicht alle Köpfe haben den Anguss, aber wenn beides zusammentrifft, wird die Sache u.U.niemals richtig dicht. Die Lasche kann man abflexen, zumindest mir erschließt sich eh nicht wozu die da ist (bin aber gerne an Auskunft dazu interessiert!), dann passt evtl. schon alles.
und die Idee mit dem Fett scheint mir sehr gut, denn tatsächlich verrutschen die Dichtungen auch gerne mal bzw. bilden z.b am unteren Rand einen leichten Bogen nach oben, dann wird´s natürlich auch nicht dicht...
Grüßle,
Phil
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Tanjas&Thomas_T2b
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Re: Starker Ölverlust aus den Ventildeckeldichtungen Typ 1
Moin Theo,
mir fallen da direkt drei Punkte ein:
1. Du bringst doppelt so viel Zug auf die Stehbolzen.
2. Du hast dann noch 4 Öl-Austrittsstellen mehr bei den Schrauben. (Zumindest bei der Version die ich mal hatte, war das mit Konischen Bohrungen ohne eine plane Auflagefläche nicht dicht zu bekommen. Das Sammelsurium aus Kupfer und Gummidichtungen war eine Absichtserklärung einer Dichtung.)
3. Die Silikon Dichtschnur hat sich bei mir aufgelöst, die Silikonbrösel waren im Motor verteilt und die Deckel waren auch wieder undicht.
Viele Grüße
Thomas
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boggsermodoa
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Re: Starker Ölverlust aus den Ventildeckeldichtungen Typ 1
Denkt mal wieder niemand an die Fertigung?
Der Deckel ist lackiert. Nicht von zarten, chinesischen Kinderhänden, sondern in einer Kabine, in der Farbe spritzt und durch die er hindurchwandert, nachdem er durch ein Entfettungsbad hindurchgewandert ist und bevor er in einen Ofen hineinwandert. Dazu führt ein Kettenförderer (Stetigförderer) an der Decke durch den ganzen Betrieb, von der Tiefziehpresse bis zur Entnahmestation. Die Deckel sind mit Drahtgehängen an diesem Förderer aufgehängt und dazu müssen sie irgendwo ein Loch aufweisen, vorzugsweise außerhalb des abzudichtenden Raumes.
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Phil
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Re: Starker Ölverlust aus den Ventildeckeldichtungen Typ 1
... ich dachte mir ja fast, dass du das weißt und bin mal wieder beeindruckt 
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Phil
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Re: Starker Ölverlust aus den Ventildeckeldichtungen Typ 1
Korrektur übrigens: Mit der dicken Korkdichtung kippeln die Deckel, wenn ich mich recht entsinne, dann auch gar nicht mehr auf den besagten Köpfen, können aber von der Klammer halt auch nicht vernünftig plan auf den Kopf gedrückt werden. Man merkt es bei der Montage u.U. tatsächlich nicht gleich ... und verbaut eine vermeitlich miese Reprodichtung nach der anderen 
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boggsermodoa
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Tanjas&Thomas_T2b
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Re: Starker Ölverlust aus den Ventildeckeldichtungen Typ 1
Mir sind gerade noch mal Bilder von den deutlich undichten Schraubdeckeln in die Finger gefallen.
Die Silikonschnur nach einem Jahr Betrieb...
Die Silikonschnur nach einem Jahr Betrieb...
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boggsermodoa
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Re: Starker Ölverlust aus den Ventildeckeldichtungen Typ 1
Silikon ist hier offenbar ungeeignet. Was spricht eigentlich gegen die Verwendung einer stinknormalen Ventildeckeldichtung?
Deshalb habe ich über ihn nachgedacht und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass er nicht stimmt!
Stattdessen ist es so, dass du alles, was du oben an Schraubenkraft aufbringst, unten an der Auflagefläche des Lagerbocks der Kipphebelwelle wieder abziehst. Angenommen, du ziehst unten mit Drehmoment X an, dehnst damit den Stehbolzen, woraus eine Auflagekraft auf den Lagerbock resultiert, eben die Schraubenkraft. Jetzt Deckel drauf, Mutter drauf und festziehen. Solange dein Drehmoment kleiner X bleibt, ändert sich an der Dehnung des Stehbolzens zwischen Kopf und Mutterauflage des Lagerbockes überhaupt nichts, aber die Schraubenkraft nimmt ab. Wenn du oben ebenfalls mit Drehmoment X anziehst, sinkt die Kraft unten auf Null. Die Dehnung ist immer noch unverändert, aber sie wird jetzt vollständig von der oberen Mutter verursacht. Wenn du oben noch ein Stück weiter drehst, hebt unten die Mutter ab, und erst dann steigt die Zugkraft auf den Bolzen.
Stell dir das als in Reihe geschaltete Zugfedern vor, so wie die Rückholfeder am Vergaser, mit Häkchen an den Enden. Die haben in Ruhestellung eine gewisse Vorspannung. Wenn du da jetzt eine zweite Feder hinein hakst und in der Gegenrichtung ziehst, bewegt sich so lange nix, bis du diese Vorspannkraft überwunden hast.
Das Problem bei diesem Arrangement ist also nicht die doppelte Zugspannung auf dem Bolzen. Die ist nach wie vor nur einfach, und die doppelte würde er auch garnicht überstehen. Das Problematische ist die Reduktion der Schraubenkraft am Lagerbock, das zu Kippen, Flattern und Zerstörung seiner Auflagefläche am Kopf führen könnte.
Der Satz hat mir gefallen, als ich ihn gelesen habe.Tanjas&Thomas_T2b hat geschrieben: ↑25.10.2026 13:17 mir fallen da direkt drei Punkte ein:
1. Du bringst doppelt so viel Zug auf die Stehbolzen.
...
Deshalb habe ich über ihn nachgedacht und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass er nicht stimmt!
Stattdessen ist es so, dass du alles, was du oben an Schraubenkraft aufbringst, unten an der Auflagefläche des Lagerbocks der Kipphebelwelle wieder abziehst. Angenommen, du ziehst unten mit Drehmoment X an, dehnst damit den Stehbolzen, woraus eine Auflagekraft auf den Lagerbock resultiert, eben die Schraubenkraft. Jetzt Deckel drauf, Mutter drauf und festziehen. Solange dein Drehmoment kleiner X bleibt, ändert sich an der Dehnung des Stehbolzens zwischen Kopf und Mutterauflage des Lagerbockes überhaupt nichts, aber die Schraubenkraft nimmt ab. Wenn du oben ebenfalls mit Drehmoment X anziehst, sinkt die Kraft unten auf Null. Die Dehnung ist immer noch unverändert, aber sie wird jetzt vollständig von der oberen Mutter verursacht. Wenn du oben noch ein Stück weiter drehst, hebt unten die Mutter ab, und erst dann steigt die Zugkraft auf den Bolzen.
Stell dir das als in Reihe geschaltete Zugfedern vor, so wie die Rückholfeder am Vergaser, mit Häkchen an den Enden. Die haben in Ruhestellung eine gewisse Vorspannung. Wenn du da jetzt eine zweite Feder hinein hakst und in der Gegenrichtung ziehst, bewegt sich so lange nix, bis du diese Vorspannkraft überwunden hast.
Das Problem bei diesem Arrangement ist also nicht die doppelte Zugspannung auf dem Bolzen. Die ist nach wie vor nur einfach, und die doppelte würde er auch garnicht überstehen. Das Problematische ist die Reduktion der Schraubenkraft am Lagerbock, das zu Kippen, Flattern und Zerstörung seiner Auflagefläche am Kopf führen könnte.
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schrauberger
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Re: Starker Ölverlust aus den Ventildeckeldichtungen Typ 1
Hallo, ich kann leider nur Erfahrungen mit dem Typ4 teilen.
Silikonschnur eignet sich bei solchen Deckeln hervorragend zur Abdichtung, so denn eine ordentliche Qualität verbaut wurde.
Thomas hat da sicher Pech gehabt mit dem Lieferant seiner Deckel/Silikonschnur.
Hab 2fach geschraubte , aus dem vollen gefräste Alu-Deckel über 5Jahre gefahren, mit der selben Schnur, ohne Undichtigkeit oder Auflösung der selbigen.
Problematischer waren die O-Ringe der 2 Befestigungsschrauben, welche zwischen einer 90Grad Kegelsenkung im Deckel, und einer Sechskantschraube mit Bund abdichten.
Diese O-Ringe sahen mit der Zeit immer mehr ausgefranst und zerdrückt aus bis sie zu schwitzen anfingen, hielten aber locker ca. 5 Montagen. Das Material war zuerst NBR, später dann Silikon, ohne nennenswertem Unterschied in der Lebensdauer.
Zu Clemens These von der Verteilung der Kräfte.
Die Kipphebelwellen Muttern werden beim Typ 4 ja mit 14Nm angezogen.
Die 4Nm der Deckel hab ich geschätzt, bin damit gestartet und dabei geblieben weil alles dicht war, und sich nie etwas gelöst hat.
Ich hab die ziehenden 4Nm der Deckel zu dem Anzug-Drehmoment der Wellen knapp addiert, die Wellen also mit 17Nm angezogen.
Hat immer bestens funktioniert
Ralph
Silikonschnur eignet sich bei solchen Deckeln hervorragend zur Abdichtung, so denn eine ordentliche Qualität verbaut wurde.
Thomas hat da sicher Pech gehabt mit dem Lieferant seiner Deckel/Silikonschnur.
Hab 2fach geschraubte , aus dem vollen gefräste Alu-Deckel über 5Jahre gefahren, mit der selben Schnur, ohne Undichtigkeit oder Auflösung der selbigen.
Problematischer waren die O-Ringe der 2 Befestigungsschrauben, welche zwischen einer 90Grad Kegelsenkung im Deckel, und einer Sechskantschraube mit Bund abdichten.
Diese O-Ringe sahen mit der Zeit immer mehr ausgefranst und zerdrückt aus bis sie zu schwitzen anfingen, hielten aber locker ca. 5 Montagen. Das Material war zuerst NBR, später dann Silikon, ohne nennenswertem Unterschied in der Lebensdauer.
Zu Clemens These von der Verteilung der Kräfte.
Die Kipphebelwellen Muttern werden beim Typ 4 ja mit 14Nm angezogen.
Die 4Nm der Deckel hab ich geschätzt, bin damit gestartet und dabei geblieben weil alles dicht war, und sich nie etwas gelöst hat.
Ich hab die ziehenden 4Nm der Deckel zu dem Anzug-Drehmoment der Wellen knapp addiert, die Wellen also mit 17Nm angezogen.
Hat immer bestens funktioniert
Ralph
Schöne Grüße von der Baar
Biete in Originalqualität:
Reparaturbleche für Laderaumboden und
Typ4 Wärmetauscher.
Sämtliche BKV-Unterdruckleitungen und
Nachlaufleitungen für Bremsflüssigkeit.
Alle Montageteile für den Umbau auf T3 Bremskraftregler
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Typ4 Wärmetauscher.
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GoldenerOktober *001
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- Beiträge: 2127
- Registriert: 08.09.2009 15:11
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Re: Starker Ölverlust aus den Ventildeckeldichtungen Typ 1
Hallo Ralph, Folks,
wenn man als denkender Mensch vor der Ausführung alle Aspekte seines Tuns durchdenkt, so kommt man zu Deinem Handeln. Chapeau! Aber in den meisten Fällen werden doch die Deckelschrauben bis zum Gehtnichtmehr angewatzt, damit da endlich nix mehr undicht ist - jetzt, wo man endlich auch die geeignete Handhabe hat...
Und die 4 Nm halte ich doch für arg theoretisch - das sind in der Praxis doch ganz schnell eher 20 Nm, womit wir wieder beim von Clemens (in beeindruckend forensischer Kleinteiligkeit!) geschilderten Problem sind. So man nicht die Stehbolzen bereits mit 130 Nm angezogen hat...
Und wenn man nun Ralphs Ausführungen glauben mag, so ergibt sich aus Thomas´ Beobachtungen wieder der Schluß, daß es auch hier offensichtlich Material unterschiedlicher Qualitäten zu erwerben gibt.
So ne gummidurchsetzte Korkdichtung neuerer Bauart (ich habe für die Originalos auch noch zwei Bund Nur-Korkdichtung zum In-Öl-Vorquellen im Angebot...) mit intakten Federspangen halte ich da doch im Gegensatz für reichlich idiotensicher. Und genau so hat VW das auch für diverse Buschreparaturen in aller Welt sicher auch mitgedacht.
Gruß Torsten
PS.: Und Norbert hat gegen das Wegrutschen der Originaldichtungen in den Originaldeckeln irgendwo hier in den Weiten des Forums einen sehr brauchbaren Lösungsvorschlag aufgezeigt!
wenn man als denkender Mensch vor der Ausführung alle Aspekte seines Tuns durchdenkt, so kommt man zu Deinem Handeln. Chapeau! Aber in den meisten Fällen werden doch die Deckelschrauben bis zum Gehtnichtmehr angewatzt, damit da endlich nix mehr undicht ist - jetzt, wo man endlich auch die geeignete Handhabe hat...
Und die 4 Nm halte ich doch für arg theoretisch - das sind in der Praxis doch ganz schnell eher 20 Nm, womit wir wieder beim von Clemens (in beeindruckend forensischer Kleinteiligkeit!) geschilderten Problem sind. So man nicht die Stehbolzen bereits mit 130 Nm angezogen hat...
Und wenn man nun Ralphs Ausführungen glauben mag, so ergibt sich aus Thomas´ Beobachtungen wieder der Schluß, daß es auch hier offensichtlich Material unterschiedlicher Qualitäten zu erwerben gibt.
So ne gummidurchsetzte Korkdichtung neuerer Bauart (ich habe für die Originalos auch noch zwei Bund Nur-Korkdichtung zum In-Öl-Vorquellen im Angebot...) mit intakten Federspangen halte ich da doch im Gegensatz für reichlich idiotensicher. Und genau so hat VW das auch für diverse Buschreparaturen in aller Welt sicher auch mitgedacht.
Gruß Torsten
PS.: Und Norbert hat gegen das Wegrutschen der Originaldichtungen in den Originaldeckeln irgendwo hier in den Weiten des Forums einen sehr brauchbaren Lösungsvorschlag aufgezeigt!
Mit dem Bus da steckenbleiben, wo die Anderen erst gar nicht hinkommen...