Ölkühler nachrüsten

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schrauberger
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Re: Re:

Beitrag von schrauberger » 06.02.2018 11:15

schrauberger hat geschrieben:
20.01.2018 14:54
boggsermodoa hat geschrieben:
28.05.2008 02:30
Hallo Harald,

danke für die Mühe!
Darf ich trotzdem etwas neunmalklugeln?

Ein Zeigerinstrument taugt für diesen Fall auch nicht viel. Ich habe mir deshalb schon gleich bei meinem ersten ernsthaften VW-Bus einen Summer parallel zur Öldruckleuchte geschaltet (und mich dafür auslachen lassen). Aber dieses ständige Getute, wann immer man die Zündung einschaltet, nervt erheblich. Zur Abhilfe habe diesen Summer dann zwischen Öldruck- und Ladekontrollleuchte geschaltet. Wenn man die Zündung einschaltet sieht er links und rechts 12V und hält die Klappe. Beim Starten quiekt er kurz, was als Funktionskontrolle ganz nützlich ist. Sobald entweder der Öldruck oder die Lichtmaschinenleistung zusammenbricht (Keilriemenriß), schlägt er Alarm, den man dann auch sofort wahrnimmt. Und wenn man mit Licht, Scheibenwischer an, Blinker an und Fuß auf der Bremse an einer Ampel steht, piept er leise im Blinkertakt. ;) Das sei ihm verziehen.


Gruß,

Clemens
aircooled68 hat geschrieben:
20.01.2018 16:18
58R oder L auf die Limaleuchte und 85 auf die Öldruckleuchte.
https://www.youtube.com/watch?v=hisTBCSCKN0

Gruß Jan
Wenn ich das richtig verstehe funzt das aber nur wenn der Summer in beide Richtungen summt.
ich habe ein halbes Dutzend Summer angefragt die jedoch leider alle polrichtig angeschlossen werden müssen.

Als Alternative einfach 2 Summer verwenden?

Was mir an Clemens Beitrag sehr gut gefällt, ist die Aussage daß der Summer beim Starten kurz quiekt.
Funktionskontrolle halte ich hier in diesem Zusammenhang für sehr wichtig.

VG Ralph
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aircooled68
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Re: Re:

Beitrag von aircooled68 » 06.02.2018 12:04

Wenn ich das richtig verstehe funzt das aber nur wenn der Summer in beide Richtungen summt.
ich habe ein halbes Dutzend Summer angefragt die jedoch leider alle polrichtig angeschlossen werden müssen.

Als Alternative einfach 2 Summer verwenden?

Was mir an Clemens Beitrag sehr gut gefällt, ist die Aussage daß der Summer beim Starten kurz quiekt.
Funktionskontrolle halte ich hier in diesem Zusammenhang für sehr wichtig.
Ja, der Summer sollte in beide Richtungen summen. Das kann man aber mit dem 9 Volt Block recht leicht herrausfinden. Ich kenne jetzt allerdings auch kein Model, welches das macht. Es sollte aber Summen, wenn 12V an der Generatorleuchte und 0V an der Öldruckleuchte anliegen.

Die Alternative mit 2 Summern fällt wohl aus, denn es ist ja dann keine richtige Funktionskontrolle vorhanden. Summer 1 summt wenn Öldruck 12V und Lima 0V, Summer 2 summt, wenn Öldruck 0V und Lima 12V. Was ist wenn Summer 2 defekt ist? Dann piept es trotzdem beim Anlassen und wiegt einen in falschem, gutem Glauben, dass alles einwandfrei funktioniert.

Als einfache Lösung würde ich einen Brückengleichrichter vorschalten. Die Wechselspannung einmal auf Öldruck und auf Lima, + und - entsprechend auf den Summer. Die 1,4V Spannungsabfall sollten egal sein. Natürlich kann eine defekte Diode dann die Schaltung beeinträchtigen, aber bei den geringen Strömen wird da keine Ausfallen.
Gruß Jan
http://www.vw-mplate.com/mplate-250.htm
https://vw-type2-id.xyz/mplate/22138101
Typ 4 (CA) - 1679cc, 49 kW (66 PS)
Vmax = 141km/h
A89 (1972) = 032 094 206 506 511 616

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Norbert*848b
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Re: Ölkühler nachrüsten

Beitrag von Norbert*848b » 29.03.2018 01:46

... aus gegebenem Anlass, darf ich einmal eine schematische Darstellung eines externen Ölkühlers anfügen, hier als Nobellösung sogar mit elektrischem Lüfter.
Als Beispiel hier ein Typ 1 Motor mit einer "Out-Ölpumpe" und einer gesetzten Bohrung für den Rücklauf in den Hauptölstrom vom Gehäuse, halt eine weit verbreitete klassische Art, ebenso wie die Lösung mittels "Out-/In-Ölpumpe". Des Weiteren bieten die meisten Motorenbauer von Rang und Namen sowie diverse Händler weitere modifizierte Lösungen incl. für Typ 4 Motoren an. Einfach einmal dort nachschauen / nachfragen / beraten lassen und ggf. auch nicht vergessen anzugeben, für welche Tuningstufe die Anlage eigentlich gedacht ist. :wink:

... für die meisten sicherlich trivial, für Novizen in diesem Thema möglicherweise interessant zur Verschaffung eines ersten Überblicks. :thumb:
Y_Schema_EXT_Ölkühler1.jpg
Anmerkung: Ölfilter kann sein, muss es aber nicht zwingend, ggf. einfach überbrücken. Anstelle des Ölkühlers mit Lüfter kann man auch einen einfachen Ölkühler nehmen, der allerdings dann schon "etwas" an Fahrtwind abbekommen sollte. Ölthermostat, je nach Hersteller bedingt, mag etwas "tricky" sein. Im kalten Zustand Öffnung nach allen Seiten könnte verwirren. Das Öl sucht sich dann den kürzesten Weg über den Bypass (blau), der größere Strömungswiderstand über den Ölkühler kommt dem nämlich entgegen. Erst wenn das Öl die entsprechende Temperatur erreicht hat, wird der Bypass über ein "Thermoventil" verschlossen und es gilt die rot eingezeichnete Flussrichtung.

PS: Bei Einsatz eines Lüfters, Sicherung bitte nicht vergessen. Ggf. gleich ein Relais mit integrierter Sicherung einplanen.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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sham 69
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Re: Ölkühler nachrüsten

Beitrag von sham 69 » 29.03.2018 08:27

Bei der gezeigten Variante sind mehrere Dinge zu beachten. Entweder muss der Ölpumpendeckel mit Öldruckregelkolben versehen sein, oder der Ölfilter muss verstärkt sein, ein Standardfilter kann sonst platzen. Filter Fram HP 1 oder vergleichbar umschlüsseln lassen.
Ohne Filter verschenkt man aus meiner Sicht viel Potential des Systems.
Die Verschlauchung kollidiert mitunter mit dem Motorträger, da ist ggf. Anpassungsarbeit notwendig.
______________
Mfg Emanuel

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Tanjas&Thomas_T2b
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Re: Ölkühler nachrüsten

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b » 29.03.2018 09:57

sham 69 hat geschrieben:
29.03.2018 08:27
Entweder muss der Ölpumpendeckel mit Öldruckregelkolben versehen sein, oder der Ölfilter muss verstärkt sein, ein Standardfilter kann sonst platzen.
Hi Emanuel,

ich weiß nicht ob ich diese Aussage so stehen lassen will.
Im Motor ist doch ein Öldruckregelkolben, der bei zu hohem Öldruck das Öl vor den Ölbohrungen wieder in die Ölwanne zurück laufen lässt.

Oder meinst du einen Beipass für einen verstopften Filter? Die sind ja bei vielen Filtern integriert.
Beim Typ4 Motor ist ja ein Beipass im Halter für den Ölfilter integriert, der bei ca. 0,1 Bar öffnet.

Viele Grüße,
Thomas
Im Angebot: Drehzahlmesser, US-Motor-Kabelbaum 10101000

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sham 69
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Re: Ölkühler nachrüsten

Beitrag von sham 69 » 29.03.2018 12:47

Die pragmatische Aussage gilt in Verbindung mit Zusatzölfilter. Entweder Filter verstärkt oder Überdruckventil am Deckel. Außerdem muss die Ölpumpe bearbeitet werden oder eine spezielle Pumpe gekauft werden.
______________
Mfg Emanuel

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BulliBenny
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Re: Ölkühler nachrüsten

Beitrag von BulliBenny » 30.03.2018 17:47

Hallo zusammen,

Mein unverzichtbarer Schrauber-Bekannter und ich sind mit dem Umbau für einen Zusatzölkühler beim Typ1-Motor zugange und dabei etwas ins Stocken geraten. Der ein oder andere hat vielleicht meine diesbezüglichen Fragen in meiner User-Vorstellung gelesen, aber nun möchte ich – wie von Norbert angeregt – das Thema lieber im Technik-Thread fortsetzen. Ansonsten - hier ist der Ursprung forum/viewtopic.php?f=16&t=16665&start=45

Wenn ich richtig im Bilde bin, gibt es mehr oder weniger drei Varianten, wo und wie man einen Zusatzölkühler beim Typ1 anschließen kann.
a) Standardölkühler behalten und durch Adapter am Serien-Ölkühler Zusatzkreislauf anschließen
b) Durch alternativen Flansch anstelle des Serien-Ölkühlers einen Kreislauf zum externen Ölkühler (es ist ja dann kein "Zusatz"...) anschließen
c) Zusatzkühlkreislauf an Ölpumpe anschließen.
Je nachdem ergeben sich dann noch die Fragestellungen, ob man ein Thermostat und einen Ölfilter in den Zusatzkreislauf installiert

Das oben von Norbert anschauliche Prinzip mit Ein- und Ausgängen an der Ölpumpe beschreibt meines Erachtens also c).

Bei wiederum anderen Systemen gibt es Anpassungen bzgl. Zusatzölkühlern beim Typ1 Motor, bei denen der Serien-Kühler (3) entfernt wird und mit einem wieder anderen Adapter / Flansch Anschlüsse für den Kreislauf des Zusatzölkühlers geschaffen werden. Der Vorteil dabei ist, dass keine Anpassungen am Gebläsekasten erforderlich sind. Nachteilig ist, dass der Motor u.U. erst verzögert auf Betriebstemperatur kommt und im Gebläsekasten weniger Kühlung vorliegt.

Ich habe mich für a) entschieden und versucht dies einmal optisch darzustellen. Darauf möchte ich mich nun auch beziehen.
Anstelle des Serien-Ölkühler-Flansches (1) wird auf das Kurbelgehäuse zunächst ein Adapter (2) für den Zusatzölkühler montiert. Dafür werden 3 längere M8er-Stehbolzen benötigt (diesesind in meinem Lieferumfang nicht enthalten gewesen, dafür M6er Stehbolzen-Verlängerungen, deren Anwendungszweck sich mir nicht erschlossen hat).
Dieser Adapter (2) hat vier Anschlüsse – zwei, auf denen der Serien-Ölkühler-Flansch sitzt, zwei, an denen jeweils Ein- und Ausgang des Zusatzölkühlers geschraubt werden. Durch diesen neuen Adapter sitzt der serienmäßige Flansch sowie der Serien-Kühler 2-3cm höher, sodass Anpassungen am Gebläsekasten erforderlich sind: Genauer gesagt, muss die „Hundehütte“ aufgetrennt, nach oben hin verlängert und zwei innere Lamellen entfernt werden, weil der Flansch höher sitzt.
In den Zusatzkreislauf sollte man wohl ein Thermostat (5) einbauen, das den großen Kreislauf zum Zusatzölkühler erst beim Erreichen der Betriebstemperatur öffnet. Laut Hoffmann Speedstarist die genaue Position dessen egal. Nun ist interessant, welcher Anschluss am Adapter (2) Ein- und Ausgang ist, denn im Zustrom für den Zusatzölkühler soll ein Thermostatschalter (6) verbaut werden, der im Bedarfsfall einen E-Ventilator (8) einschaltet. Somit ist Zu- und Abfluss relevant. Ich bin gespannt, ob ich mir Ein- und Ausgang bei dem Adapter (2) herleiten kann.

Hat jemand diese Version schon einmal verbaut oder Tipps diesbezüglich?

Vielen Dank und Gruß
Benny
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Montageplan Zusatzölkühler.png

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Norbert*848b
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Re: Ölkühler nachrüsten

Beitrag von Norbert*848b » 30.03.2018 18:55

Hallo Benny,
BulliBenny hat geschrieben:
30.03.2018 17:47
... diese sind in meinem Lieferumfang nicht enthalten gewesen, dafür M6er Stehbolzen-Verlängerungen, deren Anwendungszweck sich mir nicht erschlossen hat.
Da der Adapter ursprünglich für das sog. "Single Relief-Motorengehäuse", bzw. Gehäuse mit nur einem Ölregelkolben gedacht ist, sind diese M6 Verlängerungsbolzen für den "alten" Ölkühler gedacht, welcher sich im Gebläsekasten befindet.
Anschauungsmaterial:
https://www.thesamba.com/vw/forum/viewt ... p?t=541864
https://www.youtube.com/watch?v=Bs9GFxayyUA
Zu diesem Produkt geben die amerikanischen Händler den Hinweis: "Will not fit with 'Dog House' cooler."
https://www.ebay.ca/itm/VW-Bug-Bus-Ghia ... SwsW9Y3wNI
http://carcraftstore.com/dualbypassadapter.aspx
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Re: Ölkühler nachrüsten

Beitrag von SurfinBird » 26.01.2019 05:33

Ich hole den Thread mal aus der Versenkung da mir eine wichtige Frage auf der Zunge liegt.
Es wurde hier ja bereits angerissen, aber soweit ich gesehen habe nicht detailliert diskutiert, dass der Typ 4 im Ölfilterhalter ein Druckbegrenzungsventil hat (siehe Bild). Dieses öffnet ab einer definierten Druckdifferenz (nach Filter/vor Filter) - waren es 0,5 bar?
Verbaue ich nun einen Ölfilteradapter mit externem Ölkühler dann wird an diesem Kugelventil vermutlich immer eine gewisse Menge an ungekühltem und vorallem ungefiltertem Öl passieren können, richtig?

Meine Frage ist nun, hat jemand das Ventil schon stillgelegt? Wäre es nicht einfach möglich einen passenden Stopfen anzufertigen, den man entsprechend einklebt?
Man müsste dann lediglich einen Ölfilter mit Umgehungsventil verbauen.

Grüße,

Marcel
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Re: Ölkühler nachrüsten

Beitrag von T2Tom » 26.01.2019 13:09

Hi Marcel,

Moritz "mooo" hatte hierzu mal etwas geschrieben https://forum.bulli.org/viewtopic.php?p=243788#p243788

Grüße aus der Pfalz
Tom
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