Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

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Haugens
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Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Haugens » 14.06.2016 16:20

Liebe Bulligemeinde

Ich vollziehe gerade einen Motorwechsel, da der bisherige 1.8l AW Motor immer wieder Probleme bereitete (Ölverlust, zu hohe Temperaturen, zu niedrige Leistung). Ich bin in der glücklichen Lage einen einsatzbereiten Austauschmotor zu besitzen: Umgebauter Stationärmotor 127 (entspricht meines Wissens einem 1.8l AP Motor) mit Doppelvergaseranlage, elektrischer Benzinpumpe und Typ4 Ölkühler. Beim Umbau tauchen bei mir nun ein paar Detailfragen auf (siehe unten).
Verkabelung Zündspule.JPG
1) Blick auf den alten AW Motor. Was bezweckt dieses Bauteil hier? Das Ding ist zwischen Zündspule und den Magnetventilen/Starterautomatik am Vergaser geschaltet. Im Stromlaufplan ist etwas unbeschriftetes ersichtlich. Vielleicht eine Sicherung?
Motorgehäuseentlüftung.JPG
2) die Kubelgehäuseentlüftung beim neuen AP ist für mich verwirrlich: Warum hat es dort oben einen gekrümmten Anschluss? Das Ding sollte doch ganz sicher nicht einfach offen sein?? Ich habe schon "gerade" Varianten gesehen, die als Öleinfüllstutzen fungierten. Bei meinem AP wurde dafür aber ein ordentlicher Öleinfüllstutzen montiert. Mein Vorschlag: Einfach die geschlossene Variante von meinem AW (siehe links) übernehmen.
Motorgehäuseentlüftung (2).JPG
Hier noch ein zweites Bild der Kubelgehäuseentlüftung. Links der vom AP (mit Öffnung), rechts der geschlossene vom AW.
Luftfilterkasten.JPG
3) Mein Luftfilterkasten ist an der eingezeichneten Stelle relativ lose in eine runde Öffnung an der Motorverblechung aufgesetzt (rundherum ca 0.5cm "Luft"). Das Ding soll dort ja warme Luft ziehen können. Gehört da eine Dichtung drauf?
Luftfilterkasten.JPG (36.75 KiB) 1784 mal betrachtet
4) Da es sich bei meinem Bus um einen US-Bus handelt, hat er im Motorraum zusätzlich einen Kohlefilter (schwarzer Kasten). Sehe ich das richtig, dass bei den europäischen Motoren dieser einfach gefehlt hat und die Schläuche in den Luftfilter geführt wurden? Meiner ist total versifft (eine riesen Sauerei hat sich drin angesammelt). Ich habe vor den Kasten einfach wegzulassen.

Ich bin froh, wenn mir hier weitergeholfen werden kann. Ich werde heute noch einen Blick hinter die Schottwand werfen und den Tank inkl. Entlüftung und Zufuhrschläuche prüfen (wenn der Motor schonmal draussen ist).

Vielen Dank!

Grüsse
Haugens
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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Volvo-boy » 14.06.2016 16:49

Hey,

also zu 2.
Bei meinen AP Motor ist auch die linke Variante verbaut, also mit dem seitlichen Schlauchanschluss

zu 3.
ja gehört ne Dichtung ran, müsstes mal beim Teilekatalog schauen.

zu 4.
hab keinen Kohlefilter, Kubrelwellenentlüftung geht in Luftfilterkasten.

Grüße Daniel
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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Wolfgang T2b *354 » 14.06.2016 18:27

Hallo Haugens,

zu 1: das Ding sieht verdächtig nach einem Hochlastwiderstand aus. Warum der da drin ist? Keine Ahnung, vielleicht haben sie am Vergaser ein 6V-Teil verbaut :mrgreen: oder das Ding zog zu viel Strom und wurde auf diese Weise zur Mäßigung überredet :?.

Schöne Grüße

Wolfgang

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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Norbert*848b » 14.06.2016 20:11

Hallo Haugens,
Wolfgang T2b *354 hat geschrieben:zu 1: das Ding sieht verdächtig nach einem Hochlastwiderstand aus.
:yau: , sollte so 1,4 bis 1,8 Ohm besitzen.
Wolfgang T2b *354 hat geschrieben:Warum der da drin ist? Keine Ahnung..
Die rote Zündspule von Bosch (nur 12 Volt lieferbar) dient zur Startspannungsanhebung. Während des Startvorganges wird von Klemme 50 die volle Spannung auf Klemme 15 der Zündspule angelegt (hier wohl nicht verdrahtet). Der Normalbetrieb erfolgt stets über den Vorwiderstand. Die "Rote" darf also nicht ständig mit voller Bordspannung betrieben werden, sonst fließt sie nämlich bald dahin. :(
Bei VW brauchte man diese Zündspule eigentlich nicht, bei den alten Opel (war sogar Serienausstattung, dann aber mit Widerstandskabel) hat's aber gut geholfen.
Mit dem Aktivkohlefilter ist das ja bereits geklärt. Tankentlüftung direkt zum Luftfilter, die dickeren Leitungen halt noch am jeweiligen Ursprungort verschließen.
Freundliche Grüße aus Algermissen

Norbert

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Haugens
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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Haugens » 24.06.2016 09:18

zu 3:

Ist das die korrekte Dichtung?

http://www.bus-ok.de/Ansaugdichtung-T2- ... V-DH-GW-DJ
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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Haugens » 05.07.2016 11:38

Zu 3)
Nicht dass der Eindruck entsteht, ich sei zu faul selber zu suchen. Habe lang gesucht und nichts besseres gefunden. In meinen Unterlagen finde ich auch keine entsprechende Teilenummer. Mein Schweizer Teilehändler hatte auch nichts passendes.


und nun wieder was neues:

Mittlerweile ist der neue Motor drin und er läuft auch. Haben ihn vor einer Woche eingestellt und alles schien wunderbar. Nun läuft er aber aus heiterem Himmel schlecht. Ich konnte den Fehler eindeutig auf die Lichtmaschine eingrenzen. Das führt mich direkt zu einem Problem, das zunächst gelöst schien: Den Spannungsregler.

Bei meinem AW war folgender Regler verbaut (der eindeutigen Namensgebung nennen wir ihn Regler A):
20160626_141058.jpg
neuer Regler aus dem AW (Regler A)
20160626_141103.jpg
neuer Regler aus dem AW (Regler A)
Beim neuen AP war bereits eine Lima verbaut. Die war bereits beim Vorbesitzer am Motor und hat funktioniert. Ohne gross zu überlegen (resp. frei nach dem Motto einfach mal probieren) habe ich den Regler A angeschlossen. Der Motor lief damit aber nicht. Wichtige Anmerkung: Es ist eine elektrische Benzinpumpe verbaut, welche an der Zündspule hängt. Wenn zu wenig Strom kommt, dann läuft auch der Motor nicht sauber. Danach habe ich den Stromlaufplan nochmal genau studiert und entdeckt, dass dort der Regler an Masse hängen sollte (siehe Bauteil C1):
Stromlaufplan.JPG
Stromlaufplan 1973-08
Dies ist beim Regler A aber nicht möglich, da er aus Kunststoff ist und nur drei Anschlüsse besitzt. Kurzherum habe ich einen alten Originalregler (Regler B) eingebaut. Dieser macht den Masseschluss übers Gehäuse.
20160626_141124.jpg
alter Regler (Regler B)
Und siehe da, der Motor läuft mit Regler B wie eine eins. Die Ladespannung stimmte. Motor eingestellt und alle waren glücklich. Nun eine Woche später wollten wir eine erste Testfahrt wagen und der Motor lief urplötzlich wieder schlecht. Die Spannung ist etwas tief (nur knappe 14V). Die Ladekontrollleuchte leutet bei eingeschlateter Zündung auf, blinkt aber bei laufendem Motor nie auf. Der verbaute Regler B war recht heiss. Möglich, dass er spontan abgeraucht ist. Zudem höre ich ein Schleifgeräusch aus der Lima. Womöglich hat die auch noch Schaden genommen.

Bevor ich mich nun aber ans Schrauben mache, möchte ich erst verstehen, was los ist. Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr mir erste Denkanstösse geben könntet. Mehr wissen wir wahrscheinlich erst, wenn die Lima draussen ist. Bei mir dränken sich im Moment folgende Fragen auf:

5) Kann sich jemand einen Reim daraus machen, warum Regler A beim neuen AP-Motor nicht funktioniert hat, Regler B aber schon?

6) Daraus abgeleitet: Neue Regler findet man in zwei Ausführungen:
Wie Regler A: https://www.cagero.com/de/prod/Aircoole ... &f=3&n=255
Wie Regler B: https://www.cagero.com/de/prod/Aircoole ... &f=3&n=255
Funktionieren hier beide Varianten bei mir?

7) Irgendeine Idee, was nun plötzlich das Schleifgeräusch aus dem Bereich Lima verursachen könnte? Womöglich irgendwas wegen dem Regler abgeraucht?


Herzlichen Dank für eure Hilfe!

Grüsse
Haugens
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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Volvo-boy » 05.07.2016 13:16

Haugens hat geschrieben:zu 3:

Ist das die korrekte Dichtung?

http://www.bus-ok.de/Ansaugdichtung-T2- ... V-DH-GW-DJ
Nein, diese Dichtung hab ich genommen um zwischen Vergaser und den Ansaugohren des Luftfilterkasten ab zu dichten.


Grüße Daniel
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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Haugens » 06.07.2016 23:36

Habe heute nen neuen Bosch-Regler (analog Regler B) gekauft und eingebaut. Der Motor läuft damit wie ne eins. Aber das Schleifgeräusch der Lima ist immer noch da. Besser gesagt hört es sich wie der Dynamo eines alten Fahrrads an. Ich glaube ich Das Ding muss wohl doch mal raus :shock:

Meines Erachtens funktioniert die Lima aber. Die Spannung an der Batterie ist bei ausgeschalteter Zündung exakt 13.1 Volt (brandneue 75Ah Batterie). Bei laufendem Motor (und voller Batterie) messe ich 13.8 Volt. Ich bin damit dann mal eine Stunde probegefahren. Diese Werte blieben unverändert. Für micnh ein Zeichen, dass trotz dem Geräusch die Lima funktioniert.

und so ganz nebenbei: Der neue Motor ist der Wahnsinn! Läuft 1a und macht richtig Spass damit herumzufahren :dance:
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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Volvo-boy » 07.07.2016 10:26

Hey,

ne kleine überholung der Lima schadet nicht.
Vielleicht sind die Lager kaputt.

Hier hab ich mal was geschrieben.
http://forum.bulli.org/viewtopic.php?f= ... op#p198967

Grüße Daniel
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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Haugens » 24.07.2016 19:50

Danke Daniel! Der Link hat mir weitergeholfen :gut: es scheint so, als ob tatsächlich das Lager der Lima beschädigt ist und überholt werden muss. Ist wohl nach der längeren Standzeit zu verdanken, dass es gerade jetzt passiert ist. Ich fahre im Moment mit der Lima aus dem alten Motor. Die Lima selber lässt sich übrigens bei eingebautem Motor entfernen, auch wenn der Öleinfüllstützen drin bleibt. Ist etwas fummelig, klappt aber.

Eine letzte Frage verbleibt noch:

Wo habt ihr eure elektrische Benzinpumpe verbaut?

Ich habe sie nun unter der Halterung des Luftfilterkastens angebaut. Das ist sehr stabil und arbeitet eigentlich ganz gut. Jedoch ist sie im Verhältnis zum Tank etwas hoch gelegen. Beim Starten habe ich Luft im Benzinfilter (gut sichtbar, da durchsichtig). Gut die Hälfte des Binzinfilters ist dann mit Luft gefüllt. Das macht sich bei den Fahreigenschaften bemerkbar: Ganz zu Beginn kriegt der Motor zu wenig Benzin. Ich muss ihn dann zunächst etwas laufen lassen, bis er dann voll arbeitet resp. die Vergaserkammern mit Benzin gefüllt sind. Die Luft geht dann erst nach längerem Fahren raus, bildet sich aber nach dem Abstellen schnell wieder. Gibt es jemand, der die Benzinpumpe direkt unter dem Tank verbaut hat (sprich so tief wie möglich)?
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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von Wolfgang T2b *354 » 24.07.2016 20:23

Hallo Haugens,

ich kann Dir Deine Frage zwar nicht beantworten (habe einen AS mit mechanischer Pumpe), aber dass Dein Motor vom Start an schlecht läuft, wundert mich etwas. Allein der Sprit in der Vergaserschwimmerkammer reicht für ein paar hundert Meter Fahrt, bei zwei Vergasern auch länger. Und die Kammer läuft ja nicht leer. Bis der Sprit verbrannt ist, dürfte die Benzinpumpe doch genügend gepumpt haben, oder?

Wieso zieht im Stand Luft in den Filter? Da müsste doch alles dicht sein, auch das Nadelventil. Wo also kommt die Luft her?

Bei mir ist im Filter auch immer etwas Luft, sowohl im Stand als auch nach langem Betrieb. Das liegt aber am waagerechten Einbau und führt bei mir nicht zu Problemen.

Schöne Grüße

Wolfgang

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Re: Motorenwechsel: Von 1.8l AW auf 1.8l AP

Beitrag von kabul » 24.07.2016 22:03

Wo habt ihr eure elektrische Benzinpumpe verbaut?

Hallo Haugens,
ich denke es ist hier im Forum einhellige Meinung, dass die Pumpe incl. Filter wg. Brandgefahr besser nicht in den Motorraum platziert werden sollte.
Meine liegt eindeutig unterhalb des Tanks hier:
Untersicht o Motor.jpg
Vielleicht kann sie von dort aus auch besser den Sprit ansaugen und befördern?!

Grüße
Hubertus

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