[Workshop] US Einspritzer

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Mars
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Mars »

Powdersurfer hat geschrieben: 12.05.2026 21:20

Jio, die WBX Kurve war ja auch meine erste Empfehlung. Aber die konnten wir bei deiner 123 ja irgendwie nicht finden.

Mit der Nocke und dem Hubraum wird ein sahneweicher Leerlauf unter 1000rpm wahrscheinlich schwierig oder zumindest ne ordentlich Aufgabe - aber vielleicht hilft da die tune+

Wenn die dann da ist:
Bleib bei ported vacuum. Nicht manifold wie ich anfangs vermuted hab. Mit deiner Nocke wird manifold wahrscheinlich zu nervös.

Stell den Verteiler statisch auf 12 vOT im Leerlauf ein. Also klassisch abblitzen.

Danach in der App einfach die folgenden Werte in die Tabelle eintragen und damit mal starten:

...

Und Thomas Empfehlung einen Nebler zu besorgen kann ich nur bekräftigen. Gehört meiner Meinung nach zu Einspritzer-Schrauber-Grundausstattung :)
Der Wahnsinn, ich hab mich ja kaum getraut nach groben Werten zu fragen, meinen besten Dank :jump:

Und ja, den Nebler kann ich bestimmt auch noch an anderer Stelle gut gebrauchen, steht schon auf der Wunschliste.

Noch eine Frage zum Abblitzen am Typ4: Gibt es eine saubere Möglichkeit das anständig zu machen? Nach der Kunststoffskala ist das ja gefühlt etwas fragwürdig...

Grüße
Marcus (der sich freut wie Bolle :D )
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Powdersurfer
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Powdersurfer »

Klaro!
Diverse Möglichkeiten 😄

Hast du ne OT-Markierung auf deinem Gehäuse?
Falls ja, ist die einfachste Methode eine Blitzpistole, bei der du den Zündwinkel eingeben kannst.

Wenn du z. B. 12° vOT an der Blitzpistole einstellst, blitzt sie so versetzt, dass deine Markierung am Lüfterrad genau auf OT steht. Dadurch brauchst du keine superpräzise Kunststoffskala mehr und kannst den ZZP deutlich genauer einstellen.

Wenn du keine OT Markierung auf dem Gehäuse hast kannste das über Ventilüberschneidung ermitteln.
Wenn Zylinder 3 in Überschneidung steht, dann steht Zylinder 1 auf Zünd-OT.
Ansonsten geht noch Zündkerze aus Zylinder 1 raus und mit Messuhr (oder mac-Gyver mässig mit Kabelbinder fühlen/ermitteln wann der Kolben am höchsten Punkt ist.
Höchster Punkt odee Überschneidung am Zylinder 3 = OT
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Mars
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Mars »

Blitzlichtpistole mit Zündverstellung hab ich. So mache ich das auch immer an meinen WBX'en, vor allem weil es unterschiedliche ZZP-Kerben gibt...
OT-Markierung am Gehäuse habe ich keine sehen können, wie sieht die aus und wo kann die sein? Vor allem ist da doch erst mal der Lüftergebläsekasten...
Ja, Zünd-OT mit Überschneidung am 3. finden ist kein Ding, den genauen OT geht doch dann aber nur über den Kolbenkehrpunkt messen, oder? Denn Einlass/Auslass haben ja wieder unterschiedliche Steuerzeiten, da lässt sich das auch wieder nicht 100%ig genau messen.

Danke mal :bier:
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von boggsermodoa »

Powdersurfer hat geschrieben: 13.05.2026 19:45
Ansonsten geht noch Zündkerze aus Zylinder 1 raus und mit Messuhr (oder mac-Gyver mässig mit Kabelbinder fühlen/ermitteln wann der Kolben am höchsten Punkt ist.
Das wird vermutlich nix Genaues, wegen Cosinusfunktion und so. Man findet die höchste Gegend, aber nicht den höchsten Punkt. Für Zweitakter hatte ich mal ein Werkzeug (geerbt), das man ins Kerzenloch eingeschraubt hat. Das hatte in der Mitte einen federbelasteten Taststift mit Millimeterskala. Da fuhr der Kolben dagegen und schob ihn nach oben. An der Skala konnte man dann ablesen, wo der höchste Punkt ist bzw. die höchste Gegend. D.h. man konnte den Motor am OT um einen intolerabel großen Winkel hin und her drehen, ohne dass man am Taststift irgendeine Bewegung hätte feststellen können.

Ich hatte mir auch mal einen Anschlag gebaut, aus einer "ausgebeinten" Zündkerze und einer Schraube, die man so eingestellt hat, dass der Kolben bei etwa 15° (also einem nennenswerten Winkel) vor OT dagegen stößt. Motor vorwärts gegen den Anschlag drehen, Markierung, Motor rückwärts gegen den Anschlag drehen, Markierung. Genau in der Mitte zwischen den beiden Markierungen liegt der OT.

Aber auch das war für Zweitaktmotoren mit zentraler (oder annähernd zentraler) Kerzenlage und bei denen außerdem keine Ventile im Brennraum rumfuchteln. Ob sich das also auf den VW-Motor übertragen lässt, müsste man prüfen.

Gruß!
Clemens
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von T2Tom »

boggsermodoa hat geschrieben: 14.05.2026 14:14
Ich hatte mir auch mal einen Anschlag gebaut, aus einer "ausgebeinten" Zündkerze und einer Schraube, die man so eingestellt hat, dass der Kolben bei etwa 15° (also einem nennenswerten Winkel) vor OT dagegen stößt. Motor vorwärts gegen den Anschlag drehen, Markierung, Motor rückwärts gegen den Anschlag drehen, Markierung. Genau in der Mitte zwischen den beiden Markierungen liegt der OT.

:gut: :gut: :gut:

Grüße aus der Pfalz
Tom
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suomi_bus*818
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von suomi_bus*818 »

Ich würde mich gern, wenn ich darf, mit meinem Problem hier mal einreihen.
Kurz zum Hintergrund. Wie haben uns einen US T3 Lufti "Vanagon" zugelegt. Einspritzer mit Automatikgetriebe. Ursprünglich wohl aus Californien aber nicht mehr mit Kat usw. Motorkennbuchstabe CV mit standard Wärmetauschern und Abgasanlage. Der Vorbesitzer hatte sich mit seinen Problemen hier schon mal an das Forum gewandt. Die Probleme von damals sind aber weg. Hoffe ich.
Die Kompression habe ich geprüft. Alle 4 Zyl so 8 bis 9 bar. Der Kabelbaum ist neu. Vom Thomas. Steuergerät, LMM und viele Anbauteile sind vom ihm geprüft. Einspritzdüsen sind alte geprüfte. Zündverteiler war vom Mexiko Käfer nach meinen Recherchen. Jetzt ist es eine 123 Ignition mit Unterdruck. Zündung auf 7.5 vor OT. Hab den Motor schon mehrfach auf Falschluft abgenebelt. Ohne Ergebnis. Der Bus springt top an und läuft okay... so in der Stadt. Der Kickdown funktioniert zwar vom Schalter her aber nicht beim Fahren. Leider fehlt dem Motor die Leistung und der Verbrauch ist viel zu hoch. Ich komme nicht über 95 km/h. Bei leichten Steigungen geht die Geschwindigkeit runter bis 70 oder so. Versuche ich noch "ein wenig mehr Vollgas" zu geben ruckelt und schiebt der Motor. Ich denke er will durch den Kickdown runter schalten, kann es aber nicht. Ist ne Vermutung. Ich habe mal die Werte erfasst. Siehe Bilder. Der HC Wert, also der unverbrannte Kraftstoff, ist viel zu hoch. Lambda geht runter auf 0,6. Also viel zu fett. Daher wohl auch der Verbrauch und die fehlende Leistung. Ich hab das Gefühl dass ein Problem mit der Zündung vorliegt... Oder doch was mechanisches? Den Kraftstoffdruck habe ich noch nicht geprüft... fällt mir grad ein.
Erik
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[Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Powdersurfer »

Was hast du denn für ne Kurve bei der 123 ignition, wo ziehst du Unterdruck für die Dose? Für mich hoert sich das nach falscher Zündkennlinie und zu hohem Benzindruck an.

Wieviel Bar Benzindruck hast du?
Mit Unterdruck sollten 2,5bar, ohne Unterdruck 2,8-3,0bar anliegen.

Hast du den Temperaturfühler am Zylinderkopf (TS2) mal gecheckt?

Ansonsten könntest auch mal testweise den Motor warm fahren, dann Unterdruck abziehen und verschliessen, dann Motor auf 3.500rpm bringen und dann abblitzen. Verteiler so drehen dass er auf 28-30Grad vOT steht.
Zündung allein sorgt aber nicht für solche krassen CO Werte.

Ansonsten kanns noch ein verpfuschter LMM sein - aber da ist Thomas der Experte :)


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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von boggsermodoa »

suomi_bus*818 hat geschrieben: 26.05.2026 21:12 Ich hab das Gefühl dass ein Problem mit der Zündung vorliegt...
15% Kohlenmonoxid! :?
Gezündet wird das Zeuch, aber es verbrennt nicht. Ich habe kein Detailwissen zu der Einspritzanlage, aber für mich deuten die Werte auf Luftmangel hin. Dafür spricht auch, dass es um so fetter wird, je höher die Geschwindigkeit. Ich würde es mal komplett ohne Luftfilter probieren. Außerdem die Zündfolge prüfen (Vmax 95 km/h dürfte ungefähr der halben Motorleistung entsprechen. Aber wenn du sagst, dass er in der Stadt normal läuft ...). Benzindruck solltest du auf jeden Fall prüfen. Und dann gibt's da m.W. noch eine zusätzliche Kaltstart-Einspritzdüse, die nach ein paar Sekunden abschalten soll. Tut sie das (oder gibt es die nur bei der K-Jetronic)?
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von Tanjas&Thomas_T2b »

Moin Eric,

der Bus läuft ja gnadenlos zu fett bei Vollast.
Du solltest in keiner Fahrsituation Lambda 0,8 unterschreiten.
Mit deinen 0,634 bist du schon wieder an der Zündgrenze und der Motor säuft fast ab.

Hier würde ich jetzt mal den Reperaturleitfaden für US Touristenfahrzeuge zur Hand nehmen.
Da kannst du dann mal den Benzindruck prüfen.
Sind die Unterdruckleitungen wirklich alle so angeschlossen wie sich das gehört?

Ein heißer Kandidat ist immer wieder der Temperaturfühler im Zylinderkopf.
Stimmen da die Widerstandswerte?

Die Kaltstartdüse ist nur über den Anlasser für maximal 8 Sekunden aktiv. Danach sollte die dicht sein.
Aber wenn da was nicht stimmt, würde das den Leerlauf vermutlich mehr beeinflussen als den Vollastbereich.

So weit mal die Betrachtung von außen.

Viele Grüße
Thomas
Im Angebot: Drehzahlmesser, US-Motor-Kabelbaum *680

Nehmen und geben! Es ist nicht der Sinn eines Forums, Informationen per PN auszutauschen!
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Re: [Workshop] US Einspritzer

Beitrag von suomi_bus*818 »

Danke euch schon mal.
Zündkurve ist die 0 eingestellt. Unterdruck wird an der Drosselklappe entnommen. Wie im Diagramm im Motorraum. Zündreihenfolge kann ich mir nicht vorstellen. Muss ich noch mal prüfen. Kraftstoffdruck fehlt mir das Messwerkzeug. Werd ich mal was bestellen. Der Temperatur Sensor macht was er soll. Also die Werte stimmen mit der Lektüre überein.
Erik

Nachtrag. Verbaute Zündkerzen WR7CC von Bosch
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